M-Audio Fast Track Ultra unter Linux

von Squid, 01.06.08.

  1. Squid

    Squid Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.06.08   #1
    Moin,
    ich möchte mir eventuell ein M-Audio Fast Track Ultra kaufen.
    Das Fast Track Pro soll ja angeblich unter Linux laufen. Wie sieht es mit dem neuen aus? Funktioniert alles unter Linux oder gibt es irgendwelche Einschränkungen?

    Mit freundlichen Grüßen
    Squid
     
  2. jaumusik

    jaumusik Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.06.08   #2
    Hallo,
    laut dem Treiber- Support auf der Seite von M-Audio gibt es weder für das Fast Track Pro noch für das Fast Track Ultra irgendeinen Linux- Treiber.:(

    Falls Du mehr über die Kompatibilität von M-Audio Interfaces mit Linux wissen willst, solltest Du einmal unter www.m-audio.de stöbern.:great:
     
  3. Squid

    Squid Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.06.08   #3
    So, nachdem ich das Problem meines Interface erkannt habe und ich es endlich soweit zum Laufen gebracht habe, dass es unter Windows und anderen Betriebssystemen erkannt wird, habe ich ein weiteres Problem.
    Alsa erkennt das Interface einwandfrei. Soweit ich es recht sehe, werden auch die Eingänge vernünftig erkannt. Das Problem ist, dass ich keinen Jackserver starten kann, wenn ich unter Interface das Fast Track Ultra (hw:1) einstelle. Wenn ich die interne Karte wähle, klappt es soweit einwandfrei, aber dann kann ich natürlich nichts aufnehmen mit dem M-Audio Fast Track Ultra.

    Hat jemand eine Idee, warum sich der Server nicht starten lässt? Er bricht immer kurz nach dem Start ab.
     
  4. jaumusik

    jaumusik Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.06.08   #4
    Bin jetzt leider in Linux nicht so versiert, dass ich Dir da wirklich weiterhelfen kann, aber für mich klingt das stark nach einem Treiberkonflikt.:(

    Da M-Audio für das Teil keinen Linux-Treiber anbietet, stellt sich natürlich die Frage, wo Du den Treiber her hast und ob der Dein Interface tatsächlich unterstützt oder einfach nur erkennt. :confused:
     
  5. topo

    topo HCA Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 11.06.08   #5
    Ich würde es auch lassen, wenn ich zuverlässige Aufnahmen machen will.

    Wenn M-Audio es für Linux vorgesehen hätte, dann wäre zumindest ein Beta Treiber da.

    Topo :cool:
     
  6. strogon14

    strogon14 HCA MIDI HCA

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    Erstellt: 13.06.08   #6
    So ein Unsinn. Wenn man bei Linux immer warten würde, bis sich der Hersteller erbarmt, nen Treiber bereitzustellen, gäbe es unter Linux heute noch keinen Sound.


    @Squid: was für eine Samplingrate benutzt die Karte den intern? Meine Audiophile 2496 funktioniert unter Linux/Jack am besten mit 48kHz. Spiel' einfach mal mit den Jack-Einstellungen ein wenig rum (du benutzt doch qjackctl, oder?), mit Geduld und Spucke geht vieles. Ich nehme an, über Alsa (ohne Jack) hast du der Karte schon Töne entlocken können?
     
  7. topo

    topo HCA Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 13.06.08   #7
    Wenn du das als Unsinn bezeichnest, dann haben wir extrem unterschiedliche Auffassungen über zuverlässige Aufnahmen.

    Unsinn ist zu glauben, einen Hardware Audio Treiber selbst zu schreiben..............:screwy:
    Die Treiberentwicklung und die Software Maintenance für Audiointerfaces ist das "teuerste", was sich ein Hersteller leistet. Da stecken zig Mannjahre in der Entwicklung drinnen. Die Programierung ist sehr Hardware nah und benötigt Informationen, die nur der Hardware Hersteller kennt.

    Linux im Desktop Bereich hat darüber hinaus im Moment kein gutes "Karma". Das Linux-Vorzeigeprojekt der Stadt Wien wird auf Windows Vista umgestellt.

    Topo :cool:
     
  8. pico

    pico HCA-Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 13.06.08   #8
    also Treiber für eine Hardware zu schreiben ist ohne genaue Hardware-Informationen überhaupt nicht möglich und genau diese Informationen werden von den Herstellern meist sehr gut behütet.
    Der einzige Weg ist dann oft nur sogenanntes Reverse-Engineering, also daß Disassemblieren der Windows Treiber, das ist extrem schwierig und Zeitaufwändig und lohnt dann nur für sehr verbreitete Hardware. Denn es ist halt meist so, das diejenigen die sich mit professioneller Audio-Hardware beschäftigen, sich dann weniger gut mit Assemblerprogrammierung auskennen.

    Ein inzwischen großes Problem bei Linux sind die verschiedenen Distributionen, die dann auch doch leider markante Unterschiede in der Struktur haben.

    Ich bin sicher kein Linux Gegner - habe mich mit dem System seit Minix-Zeiten beschäftigt und nutzte es seit dem auch - aber man muß einfach sehen, daß Linux seine Stärken im Serverbereich hat. Im Desktop-Bereich oder gar bei speziellen Anwendungen wie dem Recordingbereich oder DTP, 'schwächelt' es einfach.

    Ich finde diesen 'Glaubenskrieg' einfach Sinnlos - man benutzt für eine Arbeit das Werkzeug mit dem es am besten geht - klar kann ich auch mit einer Zange einen Nagel in die Wand hauen, aber mit 'nem Hammer geht das halt besser - und so sehe ich das auch hier. Da ist es mir ehrlich gesagt gerade mal Wurscht ob das Betriebssystem Linux, Windows, wenn die Hardware da ist MAC-OS oder Schnödelhöd heißt.

    Oder Du mußt den Weg umkehren und Dir Hardware kaufen, die auf Deinem Wunsch-Betriebssystem mit entsprechenden Treiben ausgestattet ist.
     
  9. strogon14

    strogon14 HCA MIDI HCA

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    Erstellt: 13.06.08   #9
    Ich will mich gar nicht auf irgendeine Glaubensdiskussion einlassen und verstehe auch nicht, warum ihr so gereizt reagiert. Der OP will seine Karte unter Linux zu Laufen belommen und ihr erzählt ihm einfach, dass nicht sein kann, was nicht sein darf. Gerade M-Audio hat sich bei der Unterstützung von Linux bisher positiv hervor getan, also finde ich es legitim, wenn man versucht, diesen Weg einzuschlagen. Wenn ihr immer nur das akzeptieren wollt, was euch die Hersteller vorsetzen, gerne. Aber verkauft es bitte nicht als die allein selig-machende Wahrheit. Tatsache ist, dass meine Audiophile 2496 unter Linux hervorragend funktioniert. Linux für Recording als grundsätzlich ungeeignet zu deklarieren, halte ich für übelsten FUD.
     
  10. pico

    pico HCA-Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 13.06.08   #10
    @strogon14
    soll kein Glaubenskrieg sein/werden - ist eh Sinnlos da schon 10000000 mal geführt.
    Fakt ist - entweder es gibt vom Hersteller einen Treiber für ein Gerät, dann muß man ihn in der Linux-Distribution seiner Wahl halt reinfummeln - oder es gibt keinen Treiber und dann helfen auch alle für und wider zu Linux/Window/OS-X nix, dann geht's einfach nicht. Und so wie es aussieht gibt es für dieses Interface von M-Adio keinen Treiber.

    Und wenn ein Hersteller kein Geld in die Entwicklung eines Treibers für ein Betriebssystem investiert, dann hat die Marktforschungsabteilung wahrscheinlich vermeldet, daß sich für dieses Betriebssystem die Kosten nicht rechnen, da es bei den potentiellen Kunden nicht verwendet wird. Letztendlich wollen alle billige/preiswerte Produkte und da rechnen sich auch solche Entwicklungskosten mit rein.

    Ich hab nicht gesagt, das Linux für Recording grundsätzlich ungeeignet wäre - es ist halt nur oft ein sehr steiniger Weg dahin :(

    Es scheint auch schwieriger zu sein, einen Treiber a'la ASIO4ALL für Linux zu schreiben - denn sonst hätten die Jungs das sicher schon längst gemacht :confused: denn die haben ja wohl schon einiges an Hardware-Informationen zusammen getragen.
     
  11. strogon14

    strogon14 HCA MIDI HCA

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    Erstellt: 13.06.08   #11
    Jetzt behauptest du schon zum zweitenmal, dass wenn der Hersteller keinen Treiber bereitstellt, es keinen für Linux geben könne. Die Faktenlage (nicht nur im Audiobereich) sieht aber anders aus. Klar geht es einfacher, einen Treiber zu schreiben, wenn der Hersteller (wie M-Audio) die Spezifikationen bereitstellt. Aber unmöglich ist es ohne nicht, das hat die Linux-Community schon oft bewiesen.

    Chris
     
  12. pico

    pico HCA-Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 13.06.08   #12
    wer lesen kann ist klar im Vorteil ;)
    ich kenne diesen Weg sehr genau :D und ich nehme mal stark an, daß der Threadsteller sich keinen Treiber schreiben will/kann.

    EDIT - habs vielleicht etwas 'unterschlagen' bzw. nicht klar zum Ausdruck gebracht, sicher gibt es Treiber von 'dritt' Anbietern für verschiedene Hardware. Ein weiteres Problem, das in diesem Zusammenhang auftreten kann, sind Lizenzrechtliche Sachen - aus eigener Erfahrung z.B. Treiber für AVM-ISDN Karten :( Denn auch Reverse-Engineering kann als Urheberrechtsverletzung angesehen werden!!!

    aber gut jetzt - das hilft keinem hier weiter
     
  13. Don Rollo

    Don Rollo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.06.08   #13
    Soweit ich weiß, ist ASIO4ALL (neben seiner Funktion als Realtek-Treiber) nur eine Bridge von ASIO nach WDM. Mit WDM (was jeder Treiber unterstützen muss) kann man unter Windows auch ziemlich Low-Level auf eine Soundkarte zugreifen. Man braucht aber trotzdem noch native Treiber vom Hersteller (bzw von Microsoft) für die Soundkarte.

    Das Problem betrifft hauptsächlich Cubase weil es leider nur ASIO nutzen kann bzw nur Treiber für MME und DirectX mitbringt. Beide Technologien sind uralt und denkbar ungeeignet für Audioanwendungen. Und genau hier springt ASIO4ALL ein und bietet einen WDM-Treiber für Cubase. Reaper, Sonar und andere DAWs können auch direkt mit WDM arbeiten und dabei sehr kurze Latenzen erzielen. Nicht ganz so gut wie mit nativen ASIO-Treibern aber ausreichend für die meisten Anwendungen.

    Man kommt somit auch unter Linux nicht um einen richtigen Treiber herum. Einen Universaltreiber wird es wohl nie geben. Schade, dass Audio so lange ein stiefmütterliches Thema unter Linux war. Und dann noch das ganze hin und her mit ALSA, OSS, Kernelspace, Userspace, ein eigener Sound-Daemon für jeden Desktop, unzählige Plugin-Formate usw.

    Wenn Steinberg nicht so affig mit seinem Lizenzmodell wäre, hätte es schon vor Jahren VST und ASIO-Support für Linux geben können. VST ist schon plattformunabhängig konzipiert und auch die ASIO Treiber wären (vom Code her) unter Linux und Windows gar nicht so verschieden. Nur die Lizenzen passen einfach nicht zueinander. So gab es eben für eine lange Zeit keinen einheitlichen Standard für Low-Latency-Audio unter Linux und somit auch keine entsprechenden Anwendungen. Das muss erstmal aufgeholt werden wobei ich das System von Alsa/Jack schon ziemlich klasse finde. Nur an der Bedienung und am Hardwaresupport muss dringend noch gearbeitet werden.
     
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