Macht die KI jetzt blues?


  • #63
Danke! Das beruhigt mich. Den Post von klaatu hatte ich noch gar nicht gesehen. Das Video am Anfang und die beiden Beispiele von klaatu, das könnte ja alles von demselben "Songwriter" sein. Wenn alle Welt Hunderttausende Songs bei Bon Jovi (z.B. "Wanted Dead Or Alive") bestellt und auf allen Streaming-Börsen verteilt hätte, hätte die irgendwann auch niemand mehr hören mögen. "Totgedudelt" hieß das bei den Dauerbrennern im Radio, wenn die den ganzen Tag lang immer wieder gesendet wurden.

Es ist noch Hoffnung, dass sich das mittelfristig auf z.B. Streaming Plattformen, deren Playlists oder die Berieselung in z.B. Supermärkten auswirken wird.

Aber noch ein Beispiel, was dieser Sch*** auslöst. "Das klingt ja alles gleich" bekam ich häufiger bzgl. Punk zu hören, dabei fand ich, dass jede Band irgendwie was Eigenes an sich hatte. Und bei dieser komischen synthetischen Musik, die ich hier und dort irgendwo aufschnappte, hatte ich nun plötzlich selbst diesen Gedanken "Das klingt ja alles gleich". Und ich fragte mich, ob ich nun selbst so geworden bin, wie ich seit der Punk Zeit nie werden wollte. Erst jetzt begreife ich, dass das nicht miteinander vergleichbar ist, weil hier tatsächlich nicht mehr klar ist, wieviel automatisch generierte, wiedergekäute Anteile in einem "Musik"-Stück enthalten sind und zwar unabhängig von dem Namen auf der Verpackung (also selbst bei z.B. Lady Gaga, Ariana Grande und laut dem Suno-Demo-Video in diesem Thread Justin Bieber etc.).


Ich habe eh nicht viel Ahnung von dem Mainstream, aber mein in musikalischem Sinne Respekt für Lady Gaga stieg, als sie Einiges mit bekannten Leuten aus dem im weitesten Sinne Rock'n'Roll Bereich gemacht hatte. Mit diesem Synthetik-Kram (z.B. "Runway") ist sie für mich wieder voll im Off.

Damit möchte ich die Frage stellen, ob es nicht auch kontraproduktiv sein kann, KI zu nutzen? Vielleicht können jetzt mitten in der KI Welle Einnahmen erzielen. Aber vielleicht wäre das zugleich eine Disqualifikation für die Zukunft?
 

Michael Scratch
  • Gelöscht von peter55
  • Grund: Dafür gibts die Hörproben!

  • #64
Wenn wir gerade über die Nachteile von KI generierter Musik reden, können wir auch mal über das Positive nachdenken.
Spätestens dann, wenn wieder Zeit für die Weihnachtsmärkte ist, dann wird auch wieder über die hohen GEMA-Gebühren gejammert. Da KI-Musik aber nicht urheberrechtlich geschützt ist, kann sich jeder Schausteller seine eigene Weihnachtsmusik generieren. Die GEMA und die armen Musiker bekommen dann halt nichts mehr, aber der Weihnachtsmarktbesucher bekommt frische KI-generierte Stimmungsmusik. Da kann man dann sagen: Selber schuld GEMA...:evil:
 
  • Haha
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  • #65
  • #66
Die GEMA und die armen Musiker bekommen dann halt nichts mehr, aber der Weihnachtsmarktbesucher bekommt frische KI-generierte Stimmungsmusik. Da kann man dann sagen: Selber schuld GEMA...:evil:
Das Positive daran erschließt sich mir nicht so richtig.
Für wen soll das jetzt besser sein als zB Livemusik?
 
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  • #67
Es war auch etwas zynisch von mir geschrieben. Aber durch die massive Erhöhung der GEMA-Gebühren in den letzen Jahren, kam es häufig dazu, dass Weihnachtsmärkte deren Veranstalter oder auch z.B. Chöre keine Musik mehr auf Weihnachtsmärkten machen konnten/wollten . Somit blieb es still auf den Märkten (klar ist ja auch schön). Die GEMA sowie die Komponisten oder was auch immer da betroffen gewesen wären, haben dadurch natürlich nichts einnehmen können.
Es braucht keine große Überlegung dazu, dass in Zukunft umso mehr KI Musik gespielt werden wird. Die ist Freigut, und niemand kann etwas einklagen. Die Weihnachtsmärkte haben viel geringere Ausgaben, die Live-Musiker oder Chöre können KI-erzeugte Musik spielen, und die Besucher bekommen ihren heimeligen, stimmungsvollen Weihnachtsklang. Der GEMA geht dafür halt das Geld verloren (und damit den angeschlossenen Musikern). Hätten sie (in den Augen der Veranstalter) halt nicht so gewuchert , könnte alles noch so sein wie zuvor.
 
  • #68
(und damit den angeschlossenen Musikern)
Es würde ja nicht nur die GEMA-Einnahmen entfallen, sondern allen Musikern, die da ggf auf dem Markt live gespielt hätten, entgeht ihre Gage.
Von daher sehe ich Dein Szenario gar nicht so positiv ... aber kann natürlich passieren.

Man kann natürlich auch als Musiker GEMA-freie Musik spielen.
 
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  • #69
Es war auch etwas zynisch von mir geschrieben. Aber durch die massive Erhöhung der GEMA-Gebühren in den letzen Jahren, kam es häufig dazu, dass Weihnachtsmärkte … Der GEMA geht dafür halt das Geld verloren (und damit den angeschlossenen Musikern). Hätten sie (in den Augen der Veranstalter) halt nicht so gewuchert , könnte alles noch so sein wie zuvor.
Der Zynismus ändert nichts an der Engsichtigkeit der Aussage. Der Schuss gegen die GEMA geht fehl, denn letztlich führt auch hier der KI-Einsatz lediglich dazu, dass Musiker noch weniger bis gar kein Geld mehr für ihre Musik bekommen.
 
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  • #70
Ich finde auch, dass wir zum Fest der Nächstenliebe nur noch Schallereignisse hören sollten, an denen kein Nächster beteiligt war. Liebe Deine Maschinen wie Dich selbst.

Kevin Flynn: Weißt du, du siehst überhaupt nicht aus wie auf deinen Bildern.
Master-Control-Programm: Ich warne dich. Du gibst einen großen Fehler ein, Flynn.
[manipuliert den Dematerialisierungslaser und zielt auf Flynn ab]
Master-Kontrollprogramm: Ich muss dich ins Spielfeld setzen.
Kevin Flynn: Spiele? Du willst Spiele? Ich gebe dir Spiele...
[Klaxon dröhnt; Dematerialisierungslaser feuert auf Flynn]
 
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  • #71

Spotify macht den richtigen Schritt und wird KI Inhalte kennzeichnen.
 
  • #72
wird KI Inhalte kennzeichnen.
Nein. Bitte richtig lesen, was Du selbst verlinkst. Das wird gerade umgekehrt. Und ich bin hoffentlich nicht der einzige, der es so rum recht merkwürdig findet. Der Mensch muss dann sein Menschsein als Schaffender nachweisen.
 
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  • #73
Um eine Verifizierung zu erhalten, müssen Künstler unter anderem Aktivitäten außerhalb der Plattform zeigen, etwa Konzerte, Merchandising und verknüpfte Konten in Onlinediensten.

Kann das funktionieren?
 
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