Macht ein neues Interface Sinn?

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Griffo
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Hallo derzeit überlege ich mir eine neue Soundkarte zu holen. Ich habe an sich eine gute Aufnahmekette mit Mikrofon und externem Preamp. Mein derzeitiges Interface ist das Saffire Pro 14. Ich überlege derzeit ob ich mir das neue Audient ID44 kaufen soll. Meine Frage ist nun ob das Sinn macht und ob ich da qualitätstechnisch überhaupt einen Unterschied merke? 560€ ist ja doch eine Menge Geld und ich könnte das Geld auch an anderer Stelle investieren. Vier Preamps brauche ich derzeit nicht aber man weiß ja nie. Ich nehme derzeit hauptsächlich Vocals auf. Alles andere mache ich digital in der DAW.
Würde mich über eine qualifizierte Antwort freuen. Evtl. sogar von jemanden der beide Interfaces im Einsatz hatte.
 
Eigenschaft
 
Meine Frage ist nun ob das Sinn macht und ob ich da qualitätstechnisch überhaupt einen Unterschied merke?

Ich würde mal sagen nö. Nur wegen der Klangqualität muss man das nicht tauschen. Das geht ja Line in und dann ab in den PC. Wurde ich mir sparen.......
 
Ich frage mich eben ob die Wandler im Audient einfach besser sind oder ob man das als normal sterblicher überhaupt nicht merkt. Ich habe bisher nicht viele UNterschiedliche Audiointerfaces nebeneinander gehört.
 
Ich habe bisher nicht viele UNterschiedliche Audiointerfaces nebeneinander gehört.

Ich schon. Es kommt auf die Kette davor an. Wenn da wirklich sehr gute Qualität reinkommt mit entsprechender Dynamic und allem drum und dran könnte man im direkten A/B Vergleich vermutlich einen Unterschied hören. Das Andient hat schon High End Werte zu bieten. Das kann das etwas in die Jahre gekommene Saffire nicht mehr mithalten.

Gravierend wird der aber sicher nicht sein und auch nur bei geübten Hörern zum tragen kommen.

In der Klasse Audient gäbe es auch noch andere, die ähnliche Qualität zu bieten haben. Ich frage mich nur, warum Audient ID22? Wenn Du nur Vocal aufnimmst ist das doch overkill.

Was hast Du denn für einen Preamp? Und Micro?
 
Man will halt das beste aus seiner Aufnahmekette holen. Ich habe ein Gefell MT71S an einem UAD Solo 610.
 
Man will halt das beste aus seiner Aufnahmekette holen

Schon. Aber bei dem ID22 ist ja schon mal die Hälfte des Preises Adat I/O. Die Du gar nicht brauchst. ID14 währe da auch in Ordnung:


Gleiche Preamp und Wandler wie das ID22. Und kann auch max IN 10 Kanäle.

Im Zweifelsfall würde ich mir halt mal ein ID14 bestellen. Und dann Probehören. Grau ist alle Theorie........ :D
 
Ja das hätte ich auch im Blick aber da kann mm den eingebauten preamp nicht umgehen. Das Signal wird da immer zuerst durch den preamp gehen. Aber ja für den Preis kann ich es mal testen
 
Ja das hätte ich auch im Blick aber da kann mm den eingebauten preamp nicht umgehen

Irgendwo muss es ja rein. Und durch irgendwelche analogen Schaltungsteile durch. Direkt auf den Wandler geht nicht. Wenn das kein reiner Line IN ist, na und? DEN Unterschied wirst Du wohl nicht mehr hören können.

Aber ja für den Preis kann ich es mal testen

Genau. Und dann mal berichten was Du gehört hast.......
 
das Thema Unterschiede ID22/14 hatten wir ja schon mehrfach...
die Wandler sind nicht identisch
die Inserts des ID22 gehen tatsächlich direkt auf die Wandler (fehlt im ID14)
es gibt ein zweites Ausgangspaar
das ID22 hat digitalen Ein- und Ausgang, dh master/slave sind konfigurierbar (ID14 immer slave)

Den Unterschied im Wiedergabe-Sound hört man sofort - ob man ihn mag, ist eine andere Frage.
Das ist schon sehr (!) nüchtern und trocken und hat mir beim ersten Hören keineswegs gefallen.
Für neutrales Abhören lernt man es aber zunehmend zu schätzen. Und manche Details, die das ID22 wiedergibt habe ich bei anderen Ausgängen nicht wahrgenommen.
Für inzwischen unter 400€ ist das imho ein gutes Preis/Leistungsverhältnis.
 
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die Wandler sind nicht identisch

Audient sagt was anderes:

Only The Best
At Audient we spend months testing and listening to new technologies in order to make the best sounding products we can and the process wasn’t any different when it came to converters. After listening to dozens of different converters we found that Burr Brown were the perfect choice for iD22, iD14 , ASP800 & ASP880 whilst a set of AKM paired nicely with the iD4.


Quelle

Oder meinst Du die Typenbezeichnungen der Burr Brown sind unterschiedlich?

Den Unterschied im Wiedergabe-Sound hört man sofort

Hörst Du sofort. Kann schon sein. Auch bei A/B blind? Ob andere das hören steht dann noch mal auf einem ganz anderen Blatt.
 
Ja beim id 22 kann man die Preamps über die Returns umgehen. Ob man den Unterschied merkt weiß ich eben nicht.
 
Audient sagt was anderes:
ja, anscheinend neuerdings... vielleicht ist mein ID22 schon vintage ? :gruebel: :D
seinerzeit hat sich ein Audient-Mitarbeiter im bekannten Schlampen Forum so geäussert:
https://www.gearslutz.com/board/showpost.php?p=11245485&postcount=2

was das Hören angeht: jeder hat sein gewohntes Zeug - in meinem Fall eine Scope PCI Karte mit NAD Preamp für Kopfhörer (ich habe immer denselben AKG K501)
Ich denkemal, dass läuft bei einem älteren Focusrite Interface ähnlich - dafür brauchts keine goldenen Ohren.
 
Na dann ist ein Hörtest ja auf jeden Fall angesagt.

Obwohl die Saffire eigentlich ganz gut sind. Ich hatte mal ein 24DSP. Da klang auf jeden Fall schon mal besser als die Scarlett Reihe......
 
Hi Griffo,
Gefell MT71S an einem UAD Solo 610
sehr schöne Aufnahmekette :great:
das beste aus seiner Aufnahmekette holen
Das ist verständlich und nachvollziehbar. Rein auf dem Papier ist technisch gesehen dein Interface durchschnittliches Consumer-Niveau im Gegensatz zur Mikro/Preamp-Kombination, die schon deutlich in der fortgeschrittenen Liga spielen. Von daher ist deine Überlegung schon richtig.

Meine Frage ist nun ob das Sinn macht und ob ich da qualitätstechnisch überhaupt einen Unterschied merke
Dazu würde ich mir die folgenden Fragen stellen:

1. Was ist mit dem Raum, in dem du aufnimmst? Ist der bereits über jeden Zweifel erhaben oder gibt es da noch Verbesserungspotential?
Der Einfluss des Raumes auf die Qualität der Aufnahme ist wesentlich größer als der des Interfaces/Wandlers. Mit 300-500 Euro kann man da eine Menge verbessern....
Wenn dort alles safe ist, dann kannst du da ja einen Haken dran machen und dich auf den Rest konzentrieren.

2. Was stört dich an den derzeitigen Aufnahmen respektive was erwartest du dir qualitativ (nicht technisch) von einem neuen Interface?

3. Was passiert weiter mit deinen Vocals? Wofür sind die, was machst du ggf. für Musik, wie werden die weiter verarbeitet?
Zum Hintergrund der Frage: Es macht schon einen Unterschied, ob ich Vocals zum Selbstzweck als solo Vocals aufnehme oder ob ich die in einem Song (welchen Genres?) mit weiteren Tracks verarbeite.
Speziell in letzterem Fall wird gern darüber hinweg gesehen, dass die Summierung vieler kleiner Details (und als solches gelten andere/bessere Wandler und Preamps) am Ende doch zählen.
Nehme ich jetzt nur eine Solo - Stimme, fällt der Einfluss weniger ins Gewicht, solang technisch alles in Ordnung ist, also keine Fehler oder deutliches Rauschen auf der Aufnahme.

Eine weitere Überlegung zum Interface: Ich würde mir ggf. die zusätzliche Option offenhalten, deine Vocals auch einmal pur über die Preamps des Interface aufzunehmen, einfach um weitere Variationsmöglichkeiten zu haben. Von daher kann ein besseres Interface schon sinnvoll sein im Sinne der Erweiterung deiner Möglichkeiten.

Das im Sinne würde ich evtl. auch über so was (in dem Preisbereich) nachdenken:


Wie gesagt, wenn dir Variabilität wichtig ist. Ansonsten spricht nichts gegen das ID14 oder 22. Den Aufpreis zum 44 würde ich mir überlegen. Warum solltest du für 4 Eingänge bezahlen, wenn du doch maximal 2 benötigst?

Prio 1 wäre für mich trotz allem der Raum.
Hör dir mal ein paar Aufnahmen an, die in einem richtig guten Raum gemacht wurden und vergleich die mit deinen. Meistens gibt es da noch einiges an Nachholbedarf (wobei ich das bei dir jetzt natürlich nicht wissen kann :) )
 
Den Aufpreis zum 44 würde ich mir überlegen

Gräbt man tiefer sieht man doch einen deutlichen Unterschied beim ID44:

Ohne Titel.png


das sind dann noch mal deutlich bessere Werte als bei den anderen Interfaces. Leider gibt es keine Tech Specs als Liste wo man da genauer nachschlagen könnte. Und direkt ohne grosse Umwege auf den Wandler könnte auch noch einen Unterschied machen.

Also wenn schon testen würde ich das mal in die Auswahl aufnehmen......

Oder man sagt sich, wenn schon denn schon und nimmt was in der Art:

Ohne Titel.png


Um die €2,620.......
 
Ich versuche mal deine Fragen zu beantworten Hotspot:
Mein Raum ist bestimmt nicht über jeden Zweifel erhaben aber ich habe ihn akustisch schon etwas behandelt. Ich habe Absorber an den Wänden gegen die frühen Reflektionen, eine großes Sofa vor der Rückwand (als Bassfalle) und eine Wand ist vollständig mit einem Absorber aus Glasfaser verkleidet. Demnächst werden noch ein paar Diffusoren für die Rückwand und ein,zwei Absorber an der Decke folgen. Die "Ecke" (ich nehme natürlich nicht direkt in der Ecke des Zimmers auf) in der ich aufnehme ist aber schon recht trocken vom Klang her soweit. Das war mir auch wichtig bevor ich das Geld in das Gefell investiert hatte.
Stören tut mich eigentlich nicht soviel am derzeitigen Klang aber ich denke man kann eben mit besseren Wandlern noch was an Transparenz raus holen und den Mix besser bewerten. Vielleicht auch aus dem Mikrofon noch etwas raus kitzeln. Außerdem hat das Saffire manchmal komische Aussetzer und dann geht garnichts mehr. Nur ncoh neustart, das ist aber von Anfang an schon so und tritt vielleicht einmal im Monat auf. Denke ein Problem der Treiber.
Ich mache hauptsächlich Rap-Musik mit sehr unterschiedlichen Einflüssen. Teilweise Samplebasiert, teilweise elektronisch oder organischer. Ich sage lieber, dass ich Lieder mache als dass ich z.Bspl. platte Gangsterrap-Songs machel. Arbeiten tue ich hauptsächlich mit Maschine. Ich mixe auch alles komplett selber wenn ich keine externen Beats habe. Teilweise mixe ich auch Projekte für befreundete Musiker. Alles in the Box mit Plug-Ins. Entsprechend sollen sich die Vocals auch gut in den Mix einfügen und transparent klingen. Teilweise mehr in the Face teilweise etwas dunkler. Das kriege ich aber über den UAD Solo und EQ ganz gut hin.
Allerdings wären andere Preamps natürlich interessant weil man noch ein Spektrum abseit des UADs abdecken kann. Mit denen des Focusrite bin ich nicht zufrieden, die klingen im direkten Vergleich mit dem UAD nur verwaschen und Höhen-lastig.
Das Audient ID 44 hat mich aus verschiedenen Gründen angesprochen. Zm einen wegen der zwei Kopfhörer Ausgänge, so dass man nochmal andere Musiker aufnehmen kann, dann der Bypass-Funktion der Preamps, der nochmal besseren Wandler (nach Audient die besten die sie bisher eingebaut haben- who knows), der niedrigeren Latenz und der Funktion des Knopfes z.B. um diesen zur Autmation verwenden zu können. Etwas abschrecken tut mich die Größe ( und halt der Preis^^)... Hätte das ID 14 eine Bypass-Funktion und zwei Kopfhörer-Ausgänge hätte ich es wohl schon bestellt.
Ein Thunderbolt-Interface kommt leider eher nicht in Frage, da ich keinen Anschluss dafür habe und auch keinen Platz im PC eine Karte einzubauen. Ein Baybface ist mir einfach zu teuer für das gebotene (nochmal 200€ mehr und zwei Preamps weniger) und auch da kann man die Preamps nicht umgehen.
 
apropos automatisieren: der Knopf des ID22 lässt sich nur für den internen Mixer verwenden.
(wenn da nichts grundlegendes verändert wurde)
 
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auch da kann man die Preamps nicht umgehen
Das ist kein Problem. Du gehst mit deinem Line-Signal aus dem UA Solo direkt in die Kombibuchse und lässt dabei den Gain am Interface zu. Solang du das Signal am Interface nicht zusätzlich verstärkst, „umgehst“ du die Preamps des Interface.

Ansonsten, ja - wenn dein Saffire eh schon rum muckt und du bereits aktuelle Treiber installiert hast, ist das ein Grund mehr, upzugraden.
Zweiter Kopfhöreranschluss ist ebenfalls ein Argument. Kann man zwar auch günster haben per externem Kopfhörerverteiler, aber das wäre wieder ein zusätzliches Gerät. Ich schätze einen Zweit-KH Anschluss im Interface und brauche den auch relativ häufig.
 
Ok dann werde ich mich wohl zwischen dem ID 22 und dem ID 44 entscheiden müssen. Das ID 44 ist halt nochmal gute 5 cm länger.
Meinst du mit Kopfhörerverteiler einfach so einen Kombistecker der aus einem Ausgang zwei macht? Dachte immer man hat das qualitätseinbußen
 
Das ist kein Problem. Du gehst mit deinem Line-Signal aus dem UA Solo direkt in die Kombibuchse und lässt dabei den Gain am Interface zu. Solang du das Signal am Interface nicht zusätzlich verstärkst, „umgehst“ du die Preamps des Interface.

Das Signal muss aber dennoch durch die Schaltung. Und wenn da nicht zumindest der Nullverstärkungspunkt gerastert ist...


Meinst du mit Kopfhörerverteiler einfach so einen Kombistecker der aus einem Ausgang zwei macht?

Nein, er meint einen externen Kopfhörerverstärker, der an einen Line-Level-Ausgang angeschlossen wird.

Ein Kabel wie Du es beschreibst teilt auch die Impedanz und verringert folglich die erzielbare Lautheit.
 

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