Manchmal hör ich etwas anders

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PapaBene
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Ich hoff ich erwisch hier direkt das richtige Unterforum, aber ich wüsste auch nicht wo ich damit sonst rein sollte. ;-)


In letzter Zeit passierts mir des öfteren, dass wenn ich konzentriert über etwas nachdenke und dabei Musik höre die Musik teils keine Musik mehr ist und ichs nicht genau benennen kann was da eigentlich passiert.


Das einzige was mir einfällt wie man es beschreiben könnte wär so:

Im Normalfall sieht ein Lied wie ein "Zopf" aus, die einzelnen Teile laufen alle schön ineinander und hören sich halt wie "normal" an. Wenn ich dann aber wirklich mal konzentriert bin und dann zuhöre dann ist´s als ob der "Zopf" einfach ausgefädelt wurde, sprich die einzelnen Teile alle parallel ablaufen. Bzw. nehm ich da auch wirklich alle verschiedenen Teile eines Lieds gleichzeit wahr, im Normalfall ists eher so, dass ich mich da immer nur 1-3 verschiedene Sachen konzentrieren kann.

Und das hält dann solang an wie ich eben zuhöre und mir dann nicht weiter über etwas anderes Gedanken mache...nur stell ich mir da meistens gleich die Frage was denn jetzt los ist? ;-)



Wisst ihr was genau sich da in meinem Köpflein abspielt, oder hat irgenjemand ähnliche Erfahrungen gemacht?



Mit liebem Gruße,

Benedikt
 
gitarre1994
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Ich kapier' dein Problem ehrlich gesagt nicht...:nix:
 
klaus111
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Wisst ihr was genau sich da in meinem Köpflein abspielt, oder hat irgenjemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

Hallo PapaBene,

willkommen im Musiker-Board!

Das was Du beschreibst hat etwas mit Wahrnehmung von Ganzheiten und Teilen zu tun.

Wenn Du Dich konzentrierst, bist Du in der Lage, Dich vom ganzheitlichen Eindruck zu lösen und ihn in Teile zerlegt wahrzunehmen.

Zur Verdeutlichung eine optische Analogie:

E.jpg

Quelle: http://www.bruehlmeier.info/wahrnehmung.htm

Im rechten Bild sehen wir normalerweise ein E. Aufgrund unserer Erfahrung, fügen wir die Striche zu dieser Ganzheit zusammen, da sie so einen klaren Sinn ergibt.

Mit etwas Konzentration können wir uns aber auch von diesem Eindruck lösen und das Bild als eine Ansammlung von drei rechtwinklig geknickten Strichen sehen, eher so wie man das linke Bild wahrnehmen würde.

Ganz ähnlich das folgenden Bild. Wir nehmen normalerweise ein weißes Dreieck wahr, das drei schwarze kreisförmige Flächen teilweise bedeckt. Analytisch betrachtet, wurde kein Dreieck gezeichnet, sondern nur drei Segmente, angeschnittenen Torten ähnlich. Durch die spezielle Anordnung ergänzen wir im Kopf die Linien, die uns ein gleichseitiges Dreieck wahrnehmen lassen.

Figur-Grund.gif

Quelle: http://www.robaweb.de/gdm/inhalt/VisuelleWahrnehmung/Gestaltwahrnehmung/03-Gestaltgesetze.html

Viele Grüße
Klaus

P.S.: Da es sich um eine musikpsychologisches Thema handelt, wurde es in die Musikwissenschaften verschoben.
 
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PapaBene
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@gitarre1994: Mein Problem war, dass ichs einfach nicht benennen konnte was genau ich da höre, mache. ;-)

@klaus111: Danke für die Erklärung! Das hat mir wirklich weitergeholfen, nicht nur im Bezug auf dieses Beispiel hier. ;-)
 

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