Marshall JCM 800 und Effekte

von matzefischmann, 23.05.08.

  1. matzefischmann

    matzefischmann Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.05.08   #1
    Hallo,

    ich möchte gerne dies Frage (entliehen aus dem 800er User-Thread)

    "Hi Jcm 800 User. Wie klingen denn eigentlich die Effekte, die typischerweise im Loop hängen (Chorus, Delay zB.) vor dem Amp? Einen Effektloop hat ein klassischer JCM 800 ja nicht und es ist ja von Amp zu Amp unterschiedlich wie gut es klingt, wenn man die Effekte vor den Amp hängt."

    aufgreifen. Irgendwie hab ich seit einiger Zeit den Floh im Ohr, einen JCM 800 anzuschaffen. Ich habe bisher nur einmal kurz einen 2003 RI an einer Marshall 4x12" mit Greenbacks angespielt - sonst nichts.
    Generelles Interesse habe ich an besagtem 2203 und interessant klingt auch der 2203 KK, also der Signature Amp von Kerry King. Diesen "kenne" ich nur aus diversen Tests und durch das betreffende Video von Marshall selbst.

    Bisher spiele ich ausschließlich mehrkanalige Amps (derzeit Recti, TSL und einen JMP 1) in Kombination mit einem G-Major.

    Die Frage ist nun, was muss ich tun, um evtl. Effekte sinnvol verwenden zu können und idealerweise noch die Lautstärke bossten zu können!? Beim 2203 ist das alles kein Problem, da er ja über einen Effektweg verfügt. Wie sieht es beim 2203 KK aus, der keinen Effektweg hat. Delays vor dem Amp bringen es ja nicht wirklich.
    Wäre es denkbar, den Amp crunchig zu fahren, somit mittels VolPoti der Gitarre in Richting Clean zu kommen, und vor dem Amp noch ein OD/Dist-Pedal mit nachgeschaltetem Delay zu nutzen? Oder bringt das hinsichtlich Delay auch nichts, da der Amp dann nochmal leicht zerrt?

    Oder im Fall des KK auf Delay und ähnliche Geschichten verzichten und bei Bedarf für etwas Boost und evtl. eine kleine Lautstärkeanhebung ein OD/Dist-Pedal vorzuschalten?

    Ich hatte vor einiger Zeit bereits im Amp-Bereich nach Erfahrungen mit dem KK gefragt, allerdings hat sich nur ein User gemeldet.
    Auch im betreffenden User-Thread tut sich nicht sonderlich viel, deswegen hier nochmal - mit der Hofnung, dass sich mehr Antworten ergeben!
    Vielleicht gibt es hier noch weitere Erfahrungswerte, gerne auch für beide Amps, also den 2203 RI und den 2203 KK.

    Danke und Grüße,

    Matze
     
  2. Steelwizard

    Steelwizard Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.05.08   #2
    Vielleicht kommt das auch aufs Delay an. Diese ganzen Tape Delays bzw Tape Delay Klone soll man ja angeblich eh vor den Amp schalten, ist da was dran?

    An der Antwort auf die JCM 800 Frage bin ich btw auch immernoch noch interessiert :D.
     
  3. 68goldtop

    68goldtop HCA classic amps & guitars HCA

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    Erstellt: 24.05.08   #3
    hi matze!
    das kommt wirklich ganz auf deine sound-vorstellungen und auf den betreffenden amp an.

    ich benutze meine effekte (naja, eigentlich nur ein analoges delay...) vor meinen amps.
    beim marshall jtm45 und all meinen fender-amps ist das total unproblematisch und klingt prima - bei meinem marshall 18-watt-clone dagegen ging das leider gar nicht...
    ich nehme an daß bei diesem amp die eingangsstufe schon SO heiß ist, daß da alles sofort anfängt zu zerren - und das gefällt nicht mal mir als bekennendem lo-fi freak ;)

    cheers - 68.
     
  4. matzefischmann

    matzefischmann Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.05.08   #4
    Hallo,

    ich habe mittlweile fast die Befürchtung, dass das nichts bringen wird. Den Amp relativ clean zu fahren ist ja auch nicht im Sinne des Erfinders. Ein Delay würde dann vielleicht gut funktionieren, aber wie gesagt, diesen Amp clean zu betreieben...ich weiß nicht. Mit Delays vor einem stark zerrenden Amp habe ich bisher nicht so gute Erfahrungen gemacht.
    Vielleicht hilft in diesem speziellen Fall tatsächlich nur das Testen!

    Grüße,

    Matze
     
  5. Purist

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    Erstellt: 24.05.08   #5
    OT on:

    @68goldtop: welches analoge delay kannst du denn empfehlen? du kennst ja meinen amp ;-)
    lange delayzeiten brauche ich nicht...starkes rauschen sollte auch nicht unbedingt sein..
    antworten per pm...danke dir!

    OT off
     
  6. bemymonkey

    bemymonkey Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.05.08   #6
    Bei ausgiebiger Effektnutzung wuerde ich Dir eher empfehlen, nen Amp mit FX-Loop zu nehmen - was, wenn Du mal nen Hall benutzen willst? Das klingt ja noch schlimmer als Delay wenn's vorm Preamp ist ;)...

    Und nen JCM800 clean betreiben... naja. Wozu dann JCM800? :p

    Wo ist denn das Problem, wenn's den JCM800 ja in manchen Versionen mit FX-Loop gibt - klingen diese etwa schlechter/anders? Ich hab da schon einige unterschiedlich klingende gespielt, dachte aber nie daran, dass die Versionen mit FX-Loop schlechter klingen koennten - zudem ich eh bei vielen das Gefuehl hatte, dass die Loops da nachtraeglich draufgeklatscht wurden...
     
  7. Coachinger

    Coachinger Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.05.08   #7
    ja, die mit effektloop klingen tatsächlich anders, was aber weniger am Effektloop als mehr daran liegt, dass es sich um andere Serien handelt. Wenn vom "JCM 800" gesprochen wird, wird in der Regel der 2203/2204 aus den 80ern damit gemeint. Bei allen damaligen Fertigungstoleranzen und damit verbundenen Soundunterschieden von Amp zu Amp prägten diese doch einen typischen Sound, den man gemeinhin meint wenn vom JCM 800 die Rede ist. Diese beiden Typen verfügten vom Werk aus über keinen Effektloop. Über einen Loop verfügten dann die Mitte der 80er eingeführten Modelle 2205 und 2210, diese unterschieden sich klanglich aber wiederum von den bereits genannten Modellen, gingen tendenziell schon etwas in die Richtung des späteren JCM 900. Ebenfalls über einen Loop verfügt der aktuell gefertigte 2203 RI, dieser geht vom Grundsound wieder eher in die Richtung des ursprünglichen 2203-Sounds, aber klingt imo etwas weicher und hat auch etwas weniger Gainreserven.

    Ansonsten wurde ja eigentlich bereits alles gesagt, um nen 2203 clean bzw nur leicht angecruncht zu spielen ist er eigentlich wirklich der falsche Amp, je mehr Übersteuerung im Spiel ist, um so problematischer wird es für Effekte, die normalerweise im Loop hängen, genauso wie bei Lautstärkeanhebenden Boostern, EQs o.ä..

    Bei vielen Originalen aus den 80ern wurden damals ja auch Loops nachgerüstet, nicht wenige mehr schlecht als recht. Allerdings wäre es natürlich auch ne Alternative nen alten, unbehandelten JCM 800 heute mit nem professionell eingebauten Loop modden zu lassen. Jetzt schreien zwar wahrscheinlich zig Puristen auf von wegen Wertverlust und Verschandlung von Klassikern, aber hey: wenn der Amp damit besser genutzt werden kann, warum denn eigentlich nicht? Mit 150-200 Euro sollte ein kompetent nachgerüsteter Loop problemlos realisierbar sein.
     
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