Martin runtergefallen - Korpus teilweise gebrochen und gerissen

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Sammmy
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Hallo, mir ist gerade meine Martins Akustikgitarre aus den Koffer gefallen und es ist gleich der Korpus gerissen und ein Teil abgesprungen.

DSC00780.jpg

wie man auf dem Foto sehen kann hat sich die untere Seite des Korpus vom Rest des Bodies zur hälfte getrennt.
Auf einer stelle von 10cm ist die untere Seite abgesprungen.
Die "untere Seite des Korpus" ist so wie es aussieht aus reinem Plastik. Vom Holz ist nichts beschädigt worden.
Links und rechts der kaputten stelle ist ein Riss von weiteren 15cm.
Den Splitter der kaputten stelle hab ich noch.

Kann ich die Gitarre mit dem Irgendeinen Schwarzen Kleber reparieren. Evtl. bleiben keine zu großen Schäden.
Passt hier evtl. der Kleber für die Sicken der Reconingsätze von Lautsprechern. Der ist schwarz und stabil?
Die Gitarre hat 800€ neu gekostet. Der Aufwand sollte sich am bessten in grenzen halten.
Die Gitarre ist übrigends nicht einmal verstimmt und spielt noch wie vorher. Es geht mir also darum dass der Riss nicht weiter einreißt und es optisch i.O. geht. Evtl muss ich von innen mit dem Kleber nachhelfen?

Ich hoffe auf eure zeitige Antwort.:great:
 
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S.Tscharles
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Das mit dem Tesa war eine gute Idee, das mit dem Selbstkleben ist es nicht. Eine Reparatur beim Gitarrenbauer dürfte nicht so teuer sein, allerdings brauchst dafür auch das eine oder andere Werkzeug, das Du vermutlich nicht haben wirst. Denn, so aussagekräftig ist das Bild, gerade auf die möglicherweise im Inneren der Gitarre entstandenen Schäden nicht. Deswegen - beiß in den sauren Apfel, anders machst Du vielleicht noch mehr kaputt.
 
Corkonian
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Diese Reparatur ist nichts für Anfänger.
Leim auf Leim hält nicht, also muß der alte Leim 'runter, das alleine ist wohl schon eine Kniffelarbeit für den Laien.
Danach muss neu verleimt werden, dazu braucht es eine Reihe unorthodoxer Werkzeuge, sogenannte Spool-Clamps, zum Beispiel.
Ausserdem kann die Beleistung Schaden genommen haben - noch mehr Gründe hier den Fachmann zu fragen.

Es lohnt nicht, für die eine Reparatur Werkzeug anzuschaffen, dass Du im Leben nie wieder brauchst- ab zum Gitarrenbauer!
 
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Sammmy
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Was die Reparatur kostet, weiß ich nicht. Für einen geübten Gitarrenbauer dürfte das allerdings Routine sein. Er wird sich die Gitarre kurz innen und außen anschauen, wobei mit hoher Wahrscheinlichkeit kein weiterer Schaden sichtbar sein wird. Danach, wie schon beschrieben, wird der alte Leim entfernt und das Ganze mit Hilfe von Fixierungswerkzeug wieder zusammengeleimt. Problematisch sind hierbei der Anfang und das Ende des Risses, da weiß ich auch nicht, wie man das vernünftig wieder verleimt bekommt, ohne dass der Riss weiter wird oder man die gesamte Decke entfernen muss. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass es nicht nötig ist, bis auf den Millimeter genau zu arbeiten. Die verleimte Stelle wird dann geschliffen, gespachtelt (Wenn nötig) und neu versiegelt (Idealerweise lackiert im Originalfarbton). Darauf folgt eine Politur und wenn alles gut lief, sieht man nichts mehr.

Ich kann auch nur raten, bei dem Wert der Gitarre eine Reparatur machen zu lassen, wenn du dadurch nicht arm wirst. Der Preis ist für mich jedoch eine Konsequenz des Endergebnisses, d.h. anhand der Qualität der Reparatur musst du selbst beurteilen, ob sie dir den Preis wert ist. Das muss man mit dem Reparateur im Vorfeld möglichst genau absprechen, sonst gibt es schnell Streit aufgrund unterschiedlicher Erwartungen. Z.B. wird der Handwerker vielleicht "auf Funktion" reparieren, du hast aber "auf Optik" gesetzt und schon fühlt man sich über den Tisch gezogen.

Eine Frage noch zum Verständnis: Was genau hast du für eine Gitarre (Hersteller und Modell)? Und bist du sicher, dass die "untere Seite des Korpus" aus Plastik ist? Würde mich wundern. Bei einer 800€-Gitarre würden mich die Materialien schon interessieren.
 
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ich werd unser Musikgeschäft aufsuchen. Die Bieten Gitarrenreparatur an.[...] Was schätzt ihr kostet so eine Reparatur?
Das kommt darauf an, ob es darum geht, das einfach wieder stabil zu bekommen oder ob es auch darum geht, es optisch wieder gut hinzubekommen. Letzteres dürfte nämlich an Aufwand und entsprechend Kosten locker nochmal so viel kosten, wie die einfache Reparatur.
Und andererseits ist es einfacher, bei demjenigen, der es reparieren wird, direkt zu fragen, wo es preislich ungefähr liegen wird. Wir können hier die Schäden nicht präzise abschätzen und dann unterscheiden sich die Preise auch von Gitarrenbauer zu Gitarrenbauer teils erheblich. Und "so ungefähr zwischen 50 und 200€" (optische Korrektur nicht mit eingerechnet) ist eben auch keine wirklich genaue Angabe.
 
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Danke für eure Antworten, also mir geht es hauptsächlich um eine Reparatur auf Funktion.
Mehr als 200€ würd ich nicht dafür zahlen. Aber ich habe mir mal von 2 Musikgeschäfte ein Angebot machen lassen.
Ich werd euch dann das Ergebnis mitteilen.

Soweit ich das Beurteilen kann ist der Boden komplett aus einem Schwarzen Material, Holz ist es nicht. Ich vermute Plastik.

kann ich für die Optische Korektur Warnex hernehmen.
Das material hat die gleiche Oberfläche und wenn beides eine Plastikmischung ist muss das doch reichen um die defekte Stelle zu Reparieren und vor weitere Schläge zu schützen.
 
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Das ist HPL.
Auch bekannt als Resopal.
Martins Variante von "Sperrholz".
Normalerweise zoemlich unkaputtbar, aber Du hast den einzig "wunden Punkt",nämlich die Kannte, voll getroffen.
Shit happens.
 
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Das ist HPL.
Auch bekannt als Resopal.
Martins Variante von "Sperrholz".
Normalerweise zoemlich unkaputtbar, aber Du hast den einzig "wunden Punkt",nämlich die Kannte, voll getroffen.
Shit happens.

wenn es sich um eine MARTIN handelt, geb ich dir recht. doch der TE schreibt von einer "Martins" - ob damit Martin gemeint ist bleibt ein geheimis. zumal ich keine HPL-Martin variante kenne die aussen schwarz ist (ich lasse mich gerne belehren) doch i.d.r. sind die doch in "Mahagoni", "Koa", "Rosewood" design - oder täusche ich mich da? ausserdem glaube ich nicht, dass ein KPL body reifchen am boden benötigt - aber auch da kann ich mich irren.
 
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Die letzte HPL-Martin in die ich 'reingeguckt habe, hat Reifchen gehabt, die HPL-Zargen und der HPL-Boden sind ja auch weiterhin 3 verschiedene Teile und die muessen ja auch zusammengeleimt werden. Ob Martin jetzt den kompletten Boden/Zargenteil aus HPL in einem Stueck fertigt weiss ich nicht, kann es mir aber auch nicht vorstellen.
Und die HPL-Martins gibt eas auch in "Farbe", nicht nur mit den Holzprints.
 
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ok danke, wieder was gelernt ;)
 
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Sorry dass ich keinen Link reingestellt habe, hab so ein bisschen für unverständniss gesorgt.
https://www.thomann.de/de/martin_guitars_dcxe_black.htm

Also ist das Material gefärbtes(schwarzes)Sperrholz wenn ich das richtig verstehe.
Wie gesagt die Martin ist aus 10-15cm höhe vom Koffer auf den Holzboden gefallen. Dass hier ein Spliter wegfällt kann ich verkraften(auch wenn er 10cm lang ist), aber Da darf doch nicht die Leimstelle auf 50cm aufreißen. Ich bin es von Leim gewohnt, dass er oft besser hält als das Holz.
Ich werde den großen T. über die Gitarrenabteilung kontaktieren wo ich die Gitarre vor einem Jahr gekauft habe. Die sind bei Reparaturen sehr nachsichtig, auch weil ich oft bei ihnen einkaufe.

Meine Alte Noname Gitarre ist mir schon öfters aus traghöhe runtergefallen, Türstock, Lagerfeuer...
Und bei dieser Gitarre fliegt der halbe Boden weg.
Entweder Verarbeitungsfehler, oder ein instabiles Konstrukt.

Wenn ich keinen Reparaturanspruch bekomme kostets halt mal 100-200€. Arm werd ich dadurch glücklicherweise nicht:)
 
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Das ist ein Problem vom HPL.
Wie gesagt, normalerweise unkaputtbar und stabiler als Sperrholz, das Einzige, was das HPL nicht ab kann sind die Schlaege direkt auf die Kante. Dann springt es. Du hast das Pech gehabt, genau auf die Kante getroffen zu haben.
 
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naja, ber dei 200 eus würd ich mir schon überlegen, ob ich net ne andere kaufe. ich weiß ja nicht ob du den cut und den TA wirklich brauchst, wenn aber nicht, dann wäre das hier eine empfehlung.
 
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bzw., um den Faden weiterzuspinnen, würde ich nochmal etwas drauflegen und die hier https://www.thomann.de/de/recording_king_rd_26_nat.htm kaufen. Dann stimmt der Vergleich mit Martin etc. noch eher. Weil, die Preisdifferenz macht den Brei nicht fett, die Features und die Verarbeitung schon eher, weil das die berühmte Gitarre fürs Leben sein kann (bei entsprechender Behandlung/Pflege).
 
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Naja - aber solange die alte noch verwendbar ist, würde ich sie nicht einfach wegschmeißen und mir eine neue holen.
 
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Seh ich auch so, wie Jiko.
Wieso ne vernünftige 700€ Martin nicht für 150-200€ reparieren lassen, wenn einem der Sound gefällt?
Macht mehr Sinn als 300€ für ne neue Gitarre auszugeben, die man nichtmal kennt..
 
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Zumal das an der Martin ja kein Totalschaden ist, sondern eben eine "unangenehme Kleinigkeit". Wenn man da jetzt einen rausgesplitterten Teil der Decke in der Hand hätte, die Brücke unterm Sattel an den verbleibenden zwei Saiten baumeln würde, die Zargen grade wären und der Boden irgendwie abhanden gekommen, dann OK, da gäbe es nicht mehr viel damit zu tun, aber das hier schaut einfach nach "bissel Leim und einige Stunden Trocknungszeit" aus.
 
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nix gegen den Reparaturgedanken, weil Heilemachen normalerweise schon besser als ein Neukauf ist. Ein "Holz"-Instrument wird ja im Laufe der Zeit, wenn es regelmässig bespielt wird, auch besser. Bei HPL und Stratabond habe ich da gewisse Vorbehalte.

Nur wird es wahrscheinlich aber auch nicht mit einem "bissel Leim und einigen Stunden Trocknungszeit" abgetan sein. Allerdings sind Vermutungen ohne das Objekt zu kennen, völlig nutzlos.


Nur: von einer vernünftigen Martin zu einem Preis von 700,-€ zu reden, naja, aber lassen wir das hier....

Nebenbei, das ist ein wenig OT, aber ich habe beide Gitarren schon mehrfach in der Hand gehabt, bzw. auch schon mehrere Martins mit den hier genannten Zutaten. Die sind - martintypisch - recht ordentlich gemacht, klingen aber arg nach Persiltrommel. Das um so mehr, wenn man sie mit den Gitarren der anderen Marke vergleicht, die halt für wenig (bzw. in diesem Fall für viel weniger) Geld wirklich klingen.

Aber ich hör' auch die Unterschiede zwischen Cordial, Klotz, Sommer, Monster Cable und Vovox, was für manche auch Voodoo ist, obwohl es deutliche Unterschiede gibt. Wohl dem, der zuhause in aller Ruhe vergleichen und Schlüsse ziehen kann.

Und Tschüss!
 
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Alles Geschmackssache sprach der Affe und biß in die Seife.

Ich persoenlich finde die Stratabond-Hälse die besten, die Martin baut. Solide, verzugsfrei, ideal.
Und "Persiltrommel" passt vielleicht zu einer voll-HPL-Martin, aber die mit den soliden Decken klingen schon gut. Nicht so, wie eine vollholz-Martin, aber das sollen sie wahrscheinlich auch nicht. Schliesslich will Martin ja auch die "traditionellen" Hochpreisgitarren verkaufen.
 

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