Von daher, mache ICH mein Mastering eigentlich immer in meinem schon fertigen Projekt ohne die Spuren vorher zu rendern.
So habe ich volle Kontrolle und kann, falls nötig immer nochmal in die einzelnen Spuren eingreifen.
Ich schaue immer, dass ich den Mix möglichst nur mit einer geeigneten Summenkompression und einem leichten, passiven Höhenboost auf der Summe fertig stelle (plus Lautstärke Automation der Summe nach dem Summenkompressor -> Verlaufsdynamik). Zumindest bei großen Mixen.
Mein "Mastering" mach ich dann in einem separaten Projekt. Von Mastering kann man aber eigentlich trotzdem nicht sprechen, weil ich da nur den Mix mit etwas Mid/Side EQing, einem Mastering Kompressor, ggf. noch ein paar Spezialkniffen wie Transientenentschärfen im Höhenbereich, einer Mastering Tape Simulation und den üblichen Lautmachern etwas "anfette" und je nach Material / Mix gewisse Dinge rausarbeite. Aber nur ganz subtil, weil ich alles, was ich für nötig halte - ggf. auch brachialere Eingriffe - ja schon im Mix gemacht habe.
Das hat mehrere Vorteile:
Zum einen ist man gezwungen, sich wirklich aufs Mischen zu konzentrieren und sich nicht von der Summenbearbeitung verblenden zu lassen (es sei denn, sie gehört zum Mix) und zum anderen sollte man an ein richtiges Mastering Studio auch einen möglichst blanken Mix, also ohne große Eingiffe auf der Summe, schicken. Letzteres habe ich in Einzelfällen schon gemacht und wird sich jetzt häufen.

...Also ich fands für diese Art Musik jetzt ziemlich passend. Ok, vielleicht hätte es etwas weniger sein können aber so knochentrocken finde ich es jetzt nicht gerade passend.
Ich finde, gerade wenn ein Song dieses Genre "Ambient" oder "ChillOut" bedient, sollte meines Erachtens
schon eine Portion Reverb dabei sein.
Ich finde die Richtung, in die du das geschoben hast, schon auch gut. Aber man hört, finde ich, dass es eben nur auf der Summe "verschlimmbessert" ist. Frequenzverteilung und Räumlichkeit sollte im Mix gemacht werden. Brillianz und Transparenz kriegt man auch ein gutes Stück durch subtraktives EQing im Bass- und Mittenbereich zustande, was IMO viel besser klingt. Und Delays / Hall kann man im Mix eben auch viel gezielter integrieren ...