Masterkeyboard Soundkarten- und Akku-Einbau

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Und noch ein kleines DIY-Projekt:

Vor rund einem Jahr habe ich mir ein CME UF6 mit eingebauter Firewire-Karte gekauft, da ich meine Sounds ausschließlich aus dem Laptop beziehe und eine leistungsfähige Soundkarte brauchte. Ehrlich gesagt verstehe ich nicht so ganz, warum bis auf CME und ESI noch kein anderer Hersteller solche Optionen anbietet, denn wer will schon eine extra Soundkarte auf der Bühne rumfliegen haben? Aber das ist ein anderes Thema ;-)
Nach kurzer Zeit wollte ich doch ein 88er Board mit gewichteten Tasten. Also CME UF6 OHNE Soundkarte verkauft und dafür ein gebrauchtes Fatar SL-1100 angeschafft. Hammermechanik, 4 Zonen, zwei Slider, einer davon CC#7, der andere frei zuweisbar, Sustain, Expression, 2xMidi-Out, 1xMidi-In. Für meine Zwecke top!
Nun musste die CME Soundkarte (UF 400e) in das Fatar Board rein. Ausserdem kam mir noch der Gedanke einen extra Akku einzubauen. Denn: Mit dem UF6 hat mir mal ein freundlicher Mitmusiker auf der Bühne den Strom ausgeknipst. Laptop lief weiter, aber das UF6 samt Soundkarte war aus, Soundkarte aus dem VST-Host Programm verschwunden -> GAU.

Mit einer feinen Metallstichsäge habe ich dann auf der Rückseite des Fatar Boards (das Gehäuse ist aus Alu bis auf die Seitenteil) das Loch für die Soundkarte ausgesägt. Danach die Soundkarte eingeschraubt und die Stromversorgung und Midi-Verkabelung intern auf die Fatar-Platine aufgelötet (dafür habe ich den 2ten Midi-out genommen). Den Akku noch eingeschraubt, fertig.
Das Ganze hat rund einen halben Tag gedauert. Beim Üben zu Hause hat sich herausgestellt, dass der Akku (1800mAh) für rund 1,5 Stunden spielen ohne Netzteil reicht. Und zwar für den Betrieb vom Fatar Board und der Soundkarte versteht sich.

Ach ja, die Seitenteile musste ich einfach rot lackieren....irgendwie ist das ja doch schick ;-)

Gruß
hisdudeness
 

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boah, super gelöst! Gratulation!

Ich verstehe auch nicht, wieso es nicht mehr Masterkeys mit Soundkarte gibt. Vor allem, weil ja offensichtlich ALLE Masterkeyboards sich in die Computer-Ecke stellen, liegt es ja eigentlich nahe.

Ich hab auch schon öfter drüber nachgedacht mir mal selber was zu basteln, da ja leider alle interessanten Produkte entweder zu teuer oder unzureichend sind. Ich könnte mir zB ein Stage-Piano, mit 9 Fadern, 8 Drehreglern und mit Soundkarte sehr gut vorstellen, da man dann, falls der Lappi mal abstürzt schnell den internen Sound nutzen könnte.

Auch preislich wäre eine Bastelei ja interessant, da es ja gute 88 Tastenmasterkeyboards ohne Fader teilweise günstig gibt, wie das Fatar oder das Yamaha* KX beispielsweise. Oder man nimmt ein älteres Stage mit guter Tastatur. Jetzt könnte man ja auch ein RP-X oder etwas anderes einbauen. Wo ich gerade so darüber nachdenke, passt vielleicht auch ein Netbook samt Soundkarte irgendwo rein...

Auf jedenfall wünsch ich viel Spaß mit Deinem Teil und schreib doch mal in ein paar Monaten, ob Du noch damit zufrieden bist. Das rot sieht übrigens auch super aus!
 
  • Ersteller
  • #3
Danke! ;-)

Das Teil habe ich jetzt so rund 1/2 Jahr benutzt, bin dann aber umgestiegen auf eine andere Soundkarte, da ich viel auf Reisen bin und mein kleines Novation SL37 mitnehmen wollte. Habe mir dann eine ESI UGM96 gekauft mit der ich auch sehr zufrieden bin und seit dem in meinem Setup auch mit dem großen Keyboard genutzt habe.
Dann hab ich überlegt ob ich die CME Soundkarte wieder ausbauen und verkaufen soll. Wäre dann aber ein blödes Loch zurückgeblieben.
Letzte Woche habe ich dann sehr günstig ein Doepfer PK88 erstanden mit dessen Tastatur ich noch glücklicher bin als mit dem Fatar (und leichter und transportabler ist es auch).
Jetzt hab ich das Fatar samt Soundkarte schweren Herzens in den Flohmarkt gestellt. Mal sehn ob es für sowas Interessenten gibt.

Das rot musste sein, da die Seitenteile ziemlich abgewetzt waren und eh lackiert werden mussten. Und wenn ich mir schon kein Nord leisten kann soll's wenigstens ein bisschen danach aussehen ;-)

Gruß
hisdudeness
 
Vor rund einem Jahr habe ich mir ein CME UF6 mit eingebauter Firewire-Karte gekauft, da ich meine Sounds ausschließlich aus dem Laptop beziehe und eine leistungsfähige Soundkarte brauchte.

So, so, Your Dudeness,

Du treulose Tomate, was sagt Dein CP/80 dazu!? ;)

Ehrlich gesagt verstehe ich nicht so ganz, warum bis auf CME und ESI noch kein anderer Hersteller solche Optionen anbietet, denn wer will schon eine extra Soundkarte auf der Bühne rumfliegen haben? Aber das ist ein anderes Thema ;-)

Es gab doch mal von Doepfer ein "SK2000", bei dem es sich quasi um ein PK88 mit eingebauter Soundkarte (Yamaha* DB51XG) handelte:

sk2000.jpg


Seit es diese Karte nicht mehr gibt, baut auch Doepfer keine SK2000 mehr. Warum es allerdings ohne genau diese Karte nicht mehr geht, übersteigt meine Vorstellungskraft.

Ich kenne auch eine Eigenbau-Variante (zum Üben zuhause), wo eine PC-lose einsam im Raum baumelnde Soundkarte von einem Dopefer LMK2+ angesteuert wird... Die sieht aber im Vergleich zu Deiner sehr schön gemachten bühnentauglichen Variante eher nach Frankenstein aus.

Ach ja, die Seitenteile musste ich einfach rot lackieren....irgendwie ist das ja doch schick ;-)
Der Hobby-Psychologe sagt: In Wahrheit träumst Du von einem Nord.
... oder hattest eine Vision vom geheimnisumwitterten Korg* SV-1. :cool:
Habe heute übrigens extra Harald Schmidt geguckt, nur, um zu sehen, ob der Zerlett wirklich schon so ein Teil hat.

Viele Grüße
Torsten
 
  • Ersteller
  • #5
Haha, Herr Be-3,

das SK2000 habe ich auch noch kennen gelernt und zwar zu der Zeit als ich mein erstes PK88 kaufte (muss um `97 rum gewesen sein). ABER: Was verstehst du unter SOUNDKARTE genau? Soweit ich mich erinnern kann ging es dabei "bloss" um einen XG-Klangerzeuger (soundmäßg identisch mit dem Yamaha* MU-50).

Technisch zwar auch eine "Soundkarte", aber dennoch nichts, um über das SK2000 VSTi's im Rechner via USB oder Firewire anspielen und genau auf dieser Soundkarte auch ausgeben zu können.

Dass dieses Produkt eingestellt wurde mag nicht nur an der Karte liegen, die nicht mehr produziert wird. Zu jener Zeit vor mehr als 10 Jahren hatte jeder der mit Midi arbeitete in der Regel noch ganz andere Tongeneratoren als ein Yamaha* MU-50 zur Verfügung. Und wer ein Piano mit eingebauten Sounds wollte hat zu einem Yamaha P-150 oder später P-80 gegriffen. Die Sounds von denen waren dem MU-50 im Pianobereich haushoch überlegen.

Aber auch ich wurde damals mit meinem PK88 in Kombination mit einem Alesis NanoPiano nicht glücklich. Am PK88 war die Velocity fix eingestellt und im NanoPiano....ich weiss nicht mehr. Das Ganze war für mich einfach nicht spielbar. Daher verkaufte ich beides wieder.....um mir jetzt 10 Jahre später das PK88 erneut zu kaufen und damit glücklich zu werden ;-)

Und was den CP80 angeht: Der wird (fast) jeden morgen zwischen 8 und 9 Uhr wenn Frau und Kinder aus dem Haus sind mit klassischen Übungen malträtiert. Danach habe ich zwar überhaupt keine Lust mehr auf Büro - bin aber wenigstens bestens gelaunt ;-)

Rot? Visionen? Ja klar: Mein CP80 im roten LATEX-ANZUG!!! Jeden Morgen wach ich schweissgebadet auf......

Viele Grüße
hisdudeness
 
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