Matschen (PU)

von hilmi01, 28.03.07.

  1. hilmi01

    hilmi01 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.03.07   #1
    Man liest es immer wieder: der PU matscht. Was für den einen matscht, matscht für den anderen jedoch noch lange nicht. Gitarren-Neulinge können mit dem Begriff wahrscheinlich gar nichts anfangen. Deshalb meine Frage: kann man das "Matschen" eines PU in diesem Thread mal hörbar machen (z.B. durch eigene Aufnahmen, YouTube-Links, Hinweise auf CD's mit matschenden Gitarren, etc.)?
     
  2. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 28.03.07   #2
    Das ist eigentlich nicht möglich, da man immer einen Vergleichssound braucht - d.h. folgende Versuchsanordnung:

    selber guter Amp, selbe Einstellung, selbe Töne/Riffs in verschiedenen Lagen, selber Gitarrentyp, hochwertiges Mikro, gute Aufnahme

    mit

    - Gitarre 1 (definiziv matschend, z.B. 'ne sehr schlechte Les Paul)
    - Gitarre 2 (nicht matschend, z.B. 'ne sehr gute Les Paul)

    Alles andere wäre Kindergartenunfug, da man "matschen" auch mit schlechten Einstellungen an Effekten, Amp, schlechter Aufnahmequali und schlechter Spieltechnik erzeugen kann.
     
  3. Piffty

    Piffty Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.03.07   #3
    jepp wie hans schon sagt kann auch an der ampeinstellung liegen das machnmal nur high-gain brei rauskommt ...

    wie zb. hier bei dem was kerry king am anfang spielt wo man fast nur so erahnen kann was der vor lauter untergängen so spielt ...

    YouTube - Kerry King JCM800 sig model


    ;)
     
  4. DerOnkel

    DerOnkel HCA Elektronik Saiteninstrumente HCA

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    Erstellt: 28.03.07   #4
    In diesem Zusammenhang ist vielleicht dieser Beitrag von Interesse.

    Ulf
     
  5. hilmi01

    hilmi01 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.03.07   #5
    @ Hans_3

    Das verstehe ich nicht: wozu genau benötigt man einen Vergleichssound, um einem Sound die Eigenschaft "matschen" zu attestieren?

    Grundsätzlich gibt es doch 2 Kategorien für eine Soundzuordnung:

    • eigenständig: z.B. "verzerren" - eine eindeutige Aussage zu dieser Klangeigenschaft ist ohne Vergleichssound möglich (denn ein Sound ist entweder verzerrt oder er ist es eben nicht)
    • abhängig: z.B. "laut/leise" - eine eindeutige Aussage zu dieser Klangeigenschaft ist nur mit Vergleichssound möglich (z.B. der Lautstärke der Umgebungsgeräusche)
    Ich ordne "matschen" der ersten Kategorie zu. Deiner Aussage entnehme ich, dass Du das offenbar nicht machst. Warum?


    @ DerOnkel

    Deine sehr lehrreichen Ausführungen sind natürlich über jede Kritik erhaben (insbesondere von mir, ich verstehe nämlich nur Bahnhof - aber das ist ein unbedeutendes Einzelschicksal ;) ), mir geht es hier jedoch einfach mal nur um die schnöde Praxis: wie hört sich das konkret an, von dem so viele im Board sprechen und vielleicht gar nicht immer das selbe meinen? Theorie hatten wir ja nun genug, hier sollen einfach mal die Gitarren sprechen (so wie beim Link von Piffty).
     
  6. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.03.07   #6
    Habe keine Samples, aber es ist ganz einfach zu erklären: wenn der Klang dermaßen verzerrt ist, dass man keine einzelnen Töne mehr raushört, sondern nur so eine schlecht definierte Klangsuppe rauskommt, ist das Matschen.
     
  7. hilmi01

    hilmi01 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.03.07   #7
    Interessante Aussage. Unterstellt, sie stimmt, wäre damit die immer wieder im Board anzutreffende Behauptung widerlegt, dass bestimmte PU's matschen: es matscht aber nicht der PU, sondern es matscht der Grad der Verzerrung. Das schrieb ja auch schon mal der Onkel in seinem Merksatz: Wer nicht verzerrt, matscht auch nicht (ui, ich habe vielleicht doch etwas verstanden :) ).
     
  8. Werwolf

    Werwolf Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.03.07   #8
    Bei "Matschen" können alle Komponenten schuld sein! Es muss nicht immer vom
    Tonabnehmer kommen, es kann der Verstärker schuld sein, eine falsche
    Einstellung (vorallem zu viel Bass und zu viel Verzerrung), gestern habe ich
    nochmal eindrucksvoll erfahren, dass verschiedene Mikros mehr, oder weniger
    definiert klingen, Boxen bzw. Lautsprecher natürlich auch, vorallem
    Speaker-Sims neigen mMn oft zum Matschen, sogar Tonhölzer können
    Matschen fördern.
    Ich selbst prüfe die Definition immer gern indem ich sehr schnelle,
    abgestoppte, stark verzerrte Riffs in verschiedenen Tonlagen spiele. Es muss
    jeder Akkord bzw. Ton klar und druckvoll zu hören sein und darf nicht in einem
    Brei (oder Matsch) untergehen. Außerdem sollte auch (bei Verzerrung)
    bei komplizierten Akkorden über alle Saiten jeder Ton klar zu identifizieren sein.
    Das sind meine Kriterien für einen definierten Klang.
    Das muss man dann tatsächlich mit ALLEN komponenten im Signalweg testen,
    am besten jew. im 1:1 Vergleich mit jew. einem anderen. Es nützt schließlich
    nichts, wenn dein Sound matschig ist, du dir deshalb neue Tonabnehmer
    kaufst, sich aber nix ändert, weil deine Ampeinstellungen einfach Kacke sind.
    Wenn du wissen willst wie sich Matsch, oder Brei anhört, dann nimm einfach
    deine Gitarre, stell auf den Hals PU, stell am Amp Zerre und Bass auf volle
    Lotte und tu genau das, was ich oben beschrieben habe, ich garantiere dir,
    das wird Brei erster Güte! ;)
     
  9. the flix

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    Erstellt: 28.03.07   #9
    Die 1. Kategorie ist auch abhängig, denn du hast den unverzerrten Sound als Vergleich.

    Im übrigen wäre ein unverzerrter Sound einer nur mit Sinustönen. Verzerrungen machen ja erst den Klang eines jeden Instruments aus. Also ist der Vergleich zwischen mehr/weniger verzerrt. Und violà, da haben wir ihn wieder, den Bezugspunkt.

    Beurteilung ohne Bezugspunkt gibt es nicht, alles beruht auf Vergleichen.
     
  10. hilmi01

    hilmi01 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.03.07   #10
    Diese theoretischen Ausführungen tun zwar nichts zur Sache, aber zur Klarstellung meines oben Gesagten konfrontiere ich Deine Aussage mit folgendem Beispiel: einige Gitarrengriffbretter sind aus Ahorn. Um das festzustellen braucht man kein Vergleichsgriffbrett aus einem anderen Material (z.B. Palisander). Das meinte ich mit "eigenständig".

    Aber ich seh schon: matschen scheint ein Thema zu sein, das vorwiegend theoretisch diskutiert wird. Irgendwie seltsam.

    Gibt es denn (eventuell sogar Studio-) Aufnahmen bekannter Künstler, bei denen weitgehende Einigeit über matschigen Sound herrscht?
     
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