Mein neues Projekt: Die etwas andere Jaguar/Jazzmaster

von johnny_park, 03.08.16.

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  1. johnny_park

    johnny_park Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.08.16   #1
    Hallo Zusammen

    Seit meinem ersten Gitarrenbau vor rund sechs Jahren wollte ich mich immer wieder an einen zweiten Bau heranwagen. Etliche gestartete Projekte verliefen jedoch im Sand, scheiterten an finanziellen oder zeitlichen Gründen oder waren nach 1-2 Wochen schlicht nicht mehr spektakulär genug für mich.
    Ich habe mich lange gehütet davor dieses Projekt hier vorzustellen aus der Angst, dass es erneut im Sand verläuft. Doch seit meiner nun doch schon zwei monatiger Planungsphase will ich es immer noch machen. Zusätzlich habe ich Geld auf die Seite gelegt und ich finde es nach wie vor eine fantastische Idee.

    So nun zum eigentlichen Projekt (siehe PDF im Anhang):

    Begonnen hat es eigentlich damit, dass ich seit Jahren von einer Fender Starcaster träume, mir jedoch die Reissue von Fender irgendwie überhaupt nicht zusagt und die Originale von 1976 schlicht und einfach mein Budget sprengen. Also kam mir der Gedanke mir selbst eine zu zimmern. Als ich mit dem Planen begann, merkte ich rasch, wie viele Fragen aufkommen, die ich mir nicht beantworten konnte und beschloss vor diesem Projekt eine etwas einfachere Gitarre zu bauen um das Gefühl für den Bau erst einmal wieder zu bekommen.

    Meine Wahl viel rasch auf eine Fender Jaguar weil sich diese (seit ich mit 15 eine Orignale 62' in der Hand hielt) ebenfalls auf meiner Wunschliste befindet. Jedoch soll es nicht eine Kopie werden (da ich ja sonst eine kaufen könnte), sondern eine auf mich angepasste Gitarre. Also begann ich die Jaguar komplett zu überdenken.

    Zu den grundsätzlichen Unterschiede:
    Fender Projekt
    Korpus Erle Esche
    Hals Ahorn Ahorn
    Griffbrett Palisander Ahorn
    Tonabnehmer 2x Single Coil 3x P90er
    Bridge Adjusto-Matic Bridge Bigsby Tremolo + Roller Bridge
    Mensur 610mm 648mm
    Meine Gedankengänge

    Warum Ahornhals mit Ahorngriffbrett?
    Relativ einfach zu beantworten: Ich besitze noch keine Gitarre mit einem Griffbrett aus Ahorn, darum will ich es ausprobieren.

    Warum Esche als Korpusholz?
    Die Klangeigenschaften der Esche gefällt mir ausgesprochen gut und ist extrem ausgewogen. Hinzukommt das ich Gitarren aus Erle, Pinien, Mahagoni und Ahorn habe aber noch keine aus Esche.

    Warum Bigsby Tremolo?
    Ich bin ein ausgesprochener Tremolo-Fan. Das Bigsby ist jedoch das einzige Tremolo, welches mich in Haptik, Optik, Bedienung und Stimmstabilität restlos überzeugen konnte.

    Warum eine 648mm -Mensur anstelle eine 610mm?
    Persönliche Vorliebe. Die 648er Mensur ist mit einem riesigen Händen am bequemsten zu bespielen.

    Warum 3 P90er?
    Zu Beginn plante ich nur mit 2 P90er. Auf den 3. P90er bin ich dank meiner Fender Mustang Modern Player (2x P90 + Mustang-übliche Schaltung) gekommen, da man dort beide PUs einzeln muten, out-phase oder normal schalten kann. Mit diesem Konzept bin ich so zufrieden, dass ich das auf meiner auch anwenden will, jedoch auf drei P90.
    Sowie die allgemeine Pickupwahl noch nicht festgelegt ist, weiss ich auch noch nicht was für ein P90er in die Mittelposition wirklich Sinn macht. Ich habe gedacht, dass ein eventuell etwas Output stärkerer Pickup in der Mitte einen etwas experimenteller Klang ergibt. Der Pickup in der Mittelposition soll vor allem zwei Dinge tun können: einen Experimentellen Klang und auch Störgeräuschunterbindung (also ähnlich wie bei einer Strat, falls dies überhaupt möglich ist).

    Und genau da Eröffnen sich Fragen:

    - Macht einen Outputstärkeren PU in der Mittelposition überhaupt Sinn? Was würdet ihr empfehlen? Eure Gedankengänge dazu?

    - Beim Wiring Diagram (datei: 10 Okapi Wiring.pdf) habe ich gemerkt wie eingerostet ich bin. Ist das Diagram so korrekt? Falls sich ein Wiring-Guru unter euch befindet, möge er mir bitte Helfen.:)

    - Ich bin noch unschlüssig, was die Lackierung des Korpus angeht. In der Skizze unten (datei: 12 Okapi_Visual_.pdf) ist das Schlagbrett bereits sowie, wie es auch später auf dem Original erscheinen soll. Was denkt ihr? Was würde dazu passen?

    Vielen Dank im Voraus :great:



    Ich hoffe ich habe euer Interesse geweckt;)

    mfG
     

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  2. metaforce

    metaforce Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.08.16   #2
    Hehe, ich hab seit einem halben Jahr ein ähnliches Projekt am laufen, aber es gibt Unterschiede:

    Gleich: Ahornhals, drei Pickups, kein Fender Tremolo, Mensur

    Anders: Erle Korpus (mit Gabun Decke und Elektrofräsung von unten), Tuneomatik Bridge mit Graphtec Böckchen, HSH Pickups (probiere grade die Kombi Tonerider ALNICO II AC2 und in der Mitte ein Texas City Limits) sowie ein Duesenberg Les Trem II - Tremolo.

    Die Elektrik bietet 3 einzelne Schaltbare Pickups, die Humbucker sind splitbar, das wird mit den typischen Jaguar Schiebeschaltern realisiert.

    Die Gitarre braucht leider ihre Zeit und ich bin zu faul das hier zu dokumentieren, aber sie wenn nach den Ferien fertiggestellt wird, werde ich die hier mal vorstellen.

    Also insofern werde ich auch deine Fortschritte genau beachten. Ambitionierte Projekte brauchen Geduld und Zeit. Also dranbleiben, Gitarren-Bruder!
     
  3. Retrogame

    Retrogame Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.08.16   #3
    Ich kann keine deiner Fragen beantworten, aber ich abboniere dieses Thema da nicht viele Jazzmaster-Themen gibt. Schade eigentlich.
    Zu den 3 Pickups: Ich würde immer 3 Pickups nehmen. Warum, weiß ich nicht, aber man hat mehr Möglichkeiten. Bei meiner Jerryfied-SG hab ich für jeden Pickup einen Schalter vorgesehen. Später sollen sie ausgetauscht werden mit Splitbaren-Humbuckern, aber das ist jetzt egal. Ich finde ein Mittel-Pickup gibt ne Mischung aus Neck und Bridge-PU her (wenn ich was falsches erzähle, verbessert mich!). Das Rythmische vom Bridge und die Solo-Eignung des Necks verbinden sich. Mir gefällt das, ob es jetzt experimenteller ist oder nicht, das kannst du entscheiden. Ich hab andere Tonabnehmer als du gewählt (SHH und nicht P90P90P90).
    Zur Lackierung: Wenn du ein schönes Stück mit Maserung für den Body hast, Beize ihn. Zur Farbwahl: Ich würde was Kontrastreiches wählen. Wenn du kein schönes Stück hast: Lackier den Body in Weiß wie in deinem PDF.
    Wenn ich wieder Mist erzählt haben sollte, korrigiert mich!
     
  4. johnny_park

    johnny_park Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.08.16   #4
    Vielen Dank für eure Antworten :)

    Auf deine Gitarre werde ich auch gespannt sein!
    Gesplittete Humbucker habe ich bei meiner ersten Gitarre, welche ich selbst gebaut habe. Ich habe mir den Klang aber etwas anders vorgestellt, weswegen ich nun weg von den herkömmlichen Singlecoils zu den P90 bin :)
    Das Duesenberg Les Trem II kenne ich nicht, ich habe aber das Duesenberg Diamond Deluxe Tremola bei meiner ersten verbauten. Das ist absolut spitze. Das einzige Problem (weshalb ich bigsby auch noch ein Stück besser finde) ist dass der Tremoloarm mit einer einzigen Schraube justiert wird und gerne rumrutscht. Sehr unangenehm!

    Ich stimme dir zu. Es gibt tatsächlich wenige Jazzmaster/Jaguar Projekte hier.
    Was deine Überlegungen angeht... Ich hatte praktisch dieselben Gedanken:cool:
    Ich erhoffe mir auch, dass der mittige PU alleine ziemlich "frech", unkonventionell, klingen könnte. Mal schauen, vielleicht weiss einer vom Board ausführlicheres darüber... ich würde mich freuen.
    Was die Farbe angeht, denke ich schon, dass sie gebeizt wird. Dunkles rot/braun oder eine hellere Farbe änhlich wie die helle Farbe(?) im Pickguard. Das könnte ich mir gut vorstellen.

    Der Headstock ist übrigens einer Starcaster entlehnt, diese Kopfplattenform finde ich extrem scharf :)
     
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