Melodie auf Blockflöte mit Gitarrenbegleitung -> Tonlage

von Meticus, 09.03.20.

  1. Meticus

    Meticus Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    08.03.20
    Zuletzt hier:
    28.05.20
    Beiträge:
    56
    Zustimmungen:
    17
    Kekse:
    112
    Erstellt: 09.03.20   #1
    Hallo zusammen :-)

    Da ich gerade angefangen habe, Marktsack zu lernen, habe ich wieder meine Blockflöte (C-Sopran, deutsche Griffweise) hervorgekramt, um die Melodien der Lieder zu üben (ohne die Nachbarn zu sehr zu beschallen).

    Dabei habe ich eine coole kurze Melodie "erfunden" und wollte eine Aufnahme mit Akustikgitarren-Begleitung aufnehmen, um zu sehen, wie das zusammen klingt.
    Nun ist mir aufgefallen, dass die Flöte die Töne nicht trifft. Auf der Flöte für sich scheinen die Töne so grob zu harmonieren. Aber in Kombination mit anderen Instrumenten hört man, dass die Töne zu tief sind (ca. ein Halbton).
    Ich habe dann eine Weile verzweifelt an der Gitarre herumgestimmt, um sie einigermaßen mit der Flöte in Einklang zu bringen.

    Kann mir jemand sagen, wie es bei Blockflöten generell um die Genauigkeit der Töne steht?
    Meine Flöte ist ein Billigprodukt aus Holz, hat um die 20 Euro gekostet.

    Sind Blockflöten aus Kunststoff für sowas besser geeignet? Kunststoffflöten sind halt ziemlich billig, deshalb habe ich da so meine Bedenken, ob die dann besser sind. Andererseits will ich auch nicht mehrere hundert oder tausend Euro für eine richtige Konzertflöte hinlegen für ein bisschen hobbymäßiges Rumträllern.

    Vielleicht hat jemand eine Empfehlung, welche (günstigere) Blockflöte für Aufnahmen mit anderen Instrumenten zusammen geeignet wäre? :-)

    Hier ist die Melodie, die ich aufgenommen habe, ich freue mich natürlich auch über Feedback, wie ihr die Melodie findet :-)

     
    gefällt mir nicht mehr 1 Person(en) gefällt das
  2. Dietlaib

    Dietlaib Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    06.03.12
    Zuletzt hier:
    5.06.20
    Beiträge:
    1.465
    Zustimmungen:
    900
    Kekse:
    3.082
    Erstellt: 09.03.20   #2
    Es gibt z.B. Blockflötenhefte mit Begleitmusik auf CD und Blöckflötenschulen mit Beispiel- und Mitspiel-CDs. Im Großen und Ganzen kann man also schon davon ausgehen, dass die meisten Blockflöten innerhalb eines gewissen Toleranzbereichs einigermaßen passend intonieren. Bei manchen Aufnahmen musste ich mit mehr Blasdruck spielen, um zu einer aufgenommenen Flötenstimme richtig zu intonieren, aber das war noch im Rahmen.

    Ich besitze aber auch eine Altflöte von Thomann, bei der die Intonation nicht so gut ist (tiefe Töne z.B. zu hoch, so dass man kaum passende Oktaven hinbekommt), und ich habe 2 ältere, kaum gespielte Kunststoffflöten, die insgesamt deutlich zu hoch sind. Meine Altflöten von Yamaha und Aulos sind aber sehr gut (und klingen sogar unterschiedlich).

    Bei einer Kunststoffflöte von Yamaha (oder einer anderen bekannten Marke) würde ich z.B. erwarten, dass sie intonationsmäßig funktioniert. Bedenken sollte man, dass man bei einer Flöte mit deutscher Griffweise weniger hohe Ansprüche an die Intonation stellen sollte. Dabei geht es aber um Nuancen und nicht um so große Abweichungen wie von dir beschrieben.

    Deine Winterballade gefällt mir sehr gut. Sowohl die Melodie als auch deine Art, die Blockflöte zu spielen. :) Stimmprobleme zwischen Flöte und Gitarre hört man leider immer noch. Mein Tipp wäre, - versuche es mit einer aktuellen Yamaha aus Kunststoff. In einer Schule hatte ich es mal mit einem ganzen "Berg" solcher Flöten zu tun. Deutsche Griffweise, Kostenpunkt irgendwas um die 5.- bis 7.- Euro pro Stück. Da gab es an der Intonation nichts zu bemängeln.
     
    gefällt mir nicht mehr 1 Person(en) gefällt das
  3. Meticus

    Meticus Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    08.03.20
    Zuletzt hier:
    28.05.20
    Beiträge:
    56
    Zustimmungen:
    17
    Kekse:
    112
    Erstellt: 09.03.20   #3
    Hallo Dietlaib :-)

    Vielen Dank für deine Antwort.
    Ok, dann werde ich deiner Empfehlung nachgehen und mich nach einer Yamahah aus Kunststoff umsehen. Bei den geringen Preisen kann ich auch mal verschiedene Flöten testen.
    Bei meiner Flöte hatte ich wohl einfach Pech, dass ich so ein sehr schiefes Teil erwischt habe. Ich habe auch nur die eine, deshalb fehlt mir der Vergleich.

    Und danke für das positive Feedback :-)
    Die Spielweise ist so, wie ich es auch auf dem Marktsack spielen würde. Von Verzierungstechniken für Flöten habe ich tatsächlich überhaupt keine Ahnung :-D
     
    gefällt mir nicht mehr 1 Person(en) gefällt das
  4. rw

    rw Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    10.06.07
    Beiträge:
    3.957
    Zustimmungen:
    1.016
    Kekse:
    7.885
    Erstellt: 09.03.20   #4
    Kurz aus dem off: Voggenreiter hatte mal transparent-rote Sopran-Plastikflöten auf dem Markt. Die haben wir im Musikalienfachhandel "KIK" (ja, genau die ..., neben Jogginghosen und Duftkerzen) für 1€/Set (Flöten + Lehrbuch) gekauft. Ich hatte Jahre zuvor eine Moeck Rottenburgh-Ebenholz gekauft. Hmm, ja, der Unterschied ist hörbar - nur ist erstens nicht klar, welche "besser" ist, und zweitens ist der Unterschied nicht den ca. 500fachen Kaufpreis wert... Diese Voggenreiter gibt es nicht mehr (jedenfalls dort nicht), Yamaha und Aulos sollten aber auch "sichere Lieferquellen" sein.
     
  5. Kreissäge

    Kreissäge Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    27.04.18
    Zuletzt hier:
    31.05.20
    Beiträge:
    49
    Zustimmungen:
    14
    Kekse:
    293
    Erstellt: 09.03.20   #5
    Wenn ich auch meinen Senf dazutun darf: Mir gefällt ehrlichgesagt, dass das ganze ein bisschen schief klingt. Klingt so also ob da jemand auf einer selbstgeschnitzten Flöte spielt. Also ich würd´s sogar so lassen.

    Zum Thema Flöte mit guter Intonation: Ich hatte damals im Unterricht eine Sopranblockflöte von Mollenhauer. Helles Holz, könnte Buchsbaum gewesen sein. Ich kann mich nicht entsinnen, dass es da Intonationsprobleme gab.
     
  6. vokarin

    vokarin Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    05.09.19
    Zuletzt hier:
    1.06.20
    Beiträge:
    242
    Zustimmungen:
    230
    Kekse:
    1.551
    Erstellt: 09.03.20   #6
    Hey,
    was für eine flöte ist das?
    ich würde mir erst mal ne stimm-app holen, um zu schauen, was genau das problem ist.
    mal schauen, wo die töne der flöte überhaupt liegen.
    meine vermutung ist, dass die flöte vielleicht gar nicht so schlecht intoniert
    ist? wie es sich anhört, pustest du da mit soviel luft rein und mit so unterschiedlich viel luft, dass die flöte damit keine sauberen töne hinzukriegen sind.
    wenn das so ist, hast du das problem ggf. auch mit anderen flöten.
    die melodie ist total schön, die stimmung, die du mit dem „eigentlich“ zuviel luft erzeugst auch.
    hast du ein stimmgerät? was zeigt das denn an wenn du so dolle bläst? schätze du liegst da weit über 440 beim a?
    und hast du dann damit die gitarre abgestimmt?
    Herzlichen Gruss
    Karin
     
  7. Dietlaib

    Dietlaib Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    06.03.12
    Zuletzt hier:
    5.06.20
    Beiträge:
    1.465
    Zustimmungen:
    900
    Kekse:
    3.082
    Erstellt: 10.03.20   #7
    Mit viel Luft
    oder sogar zu viel Luft müssten die Flötentöne aber zu hoch werden.
    Edit: Hab gerade mal ein bisschen mitgespielt (auf der Gitarre). D-Moll ist zu hoch und C#-Moll zu tief. Liegt irgendwo dazwischen. :) Trotz "viel Luft". Mit weniger Luft wird es noch ein bisschen tiefer, da liegst du mit deiner Angabe gar nicht so schlecht.
     
  8. vokarin

    vokarin Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    05.09.19
    Zuletzt hier:
    1.06.20
    Beiträge:
    242
    Zustimmungen:
    230
    Kekse:
    1.551
    Erstellt: 10.03.20   #8
    Ja, natürlich.
    Die viele Luft wäre nur eine Vermutung für die (ggf.) unsaubere Intonation und nicht dafür, dass sie zu tief ist.
    Gitarre entsprechend stimmen, oder cis-moll spielen und die flöte tiefer stimmen.
    Viele Grüße
    Karin
     
  9. Meticus

    Meticus Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    08.03.20
    Zuletzt hier:
    28.05.20
    Beiträge:
    56
    Zustimmungen:
    17
    Kekse:
    112
    Erstellt: 10.03.20   #9
    Für den Preis kann man sich den Rucksack vollstopfen, dann ist mit Sicherheit eine dabei, die eine perfekte Intonation hat :-D Ich werde mal die Augen nach solchen Angeboten offen halten :D
    Das stimmt. Deshalb bin ich auch nicht bereit für mein bisschen Musizieren zum Spaß so viel Geld auszugeben. Mein musikalisches Gehör ist ohnehin (noch) nicht so besonders ausgeprägt, dass ich da einen großen Unterschied hören würde. Solche "Prämium"-Flöten lohnen sich imho nur, wenn man professionell Musik aufnehmen will, oder vor großem Publikum aufspielt, in dem Fall sollte man sich vielleicht nicht mit einer 1-Euro-KiK-Flöte hinstellen :-D Aber für mich reicht das völlig aus, wenn die Tonlage einigermaßen passt.
    Danke, vielleicht sollte ich die Winterballade als genauso gewollt anpreisen :-) Mit Perfektionismus implementierte Schiefe :-)
    Die Flöte ist eine "Meinel 202-3 - Blockflöte C-Sopran, deutsche Griffweise".
    Tatsächlich habe ich das Gefühl, dass ich bei den tieferen Tönen, insbesondere beim C (oder Cb, oder was auch immer xD), nicht zu viel Luft reinblasen darf, sonst sind die noch mehr "verstimmt". Bei den hohen Tönen ist dagegen weniger Tonschwankung zu erkennen (zumindest für mein Gehör), da wirkt es sich eher auf die Lautstärke aus. Aber das kann wie gesagt auch an meinen Ohren liegen, die sind da noch nicht so feinfühlig :D
    Das werde ich die Tage mal ausprobieren.
    Vielen Dank :-) Vielleicht fällt mir mal wieder eine coole Melodie ein, dann hoffentlich schon mit einer besseren Flöte :-)
    Ich habe eins für meine Gitarre, aber bei der Flöte wusste es irgendwie nicht, was es anzeigen sollte. Entweder war der Abstand zur Flöte nicht richtig, oder der Luftstrom hat so arg geschwankt, dass es nix erkennen konnte. Ich werde das mal noch mit einer App probieren.
    Ich habe ausprobiert, zwischen welchen zwei Akkorden sich die Flöte bewegt, dann hab ich die Gitarre so ungefähr dazwischen gestimmt (ca. 1/4 Ton).
    Ja, genau das ist das Problem. Wenn es genau ein Halbton daneben wäre, könnte ich einfach nen Capo auf den 4. Bund klemmen und in A-Moll spielen. Aber die Abweichung liegt tatsächlich irgendwo zwischen einem Viertel- und einem Halbton :D
     
  10. vokarin

    vokarin Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    05.09.19
    Zuletzt hier:
    1.06.20
    Beiträge:
    242
    Zustimmungen:
    230
    Kekse:
    1.551
    Erstellt: 10.03.20   #10
    Dir ist klar, dass du den Flötenton stimmen (tiefer machen) kannst, in dem du den Flötenkopf herausziehst? vielleicht bist du mit 2 mm dann auf deiner stimmgerätgestimmten gewünschten gitarrentönen?
    Herzlichen gruss
    karin
     
  11. Meticus

    Meticus Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    08.03.20
    Zuletzt hier:
    28.05.20
    Beiträge:
    56
    Zustimmungen:
    17
    Kekse:
    112
    Erstellt: 10.03.20   #11
    Ist das ein offizielles Flöten-Feature? Das war mir so tatsächlich nicht bewusst :D Aber das wäre natürlich eine Idee, die Flöte einfach noch tiefer zu stimmen, bis sie einen kompletten Halbton zu tief ist und dann in Cis-Moll spielen :-)

    Die Steckverbindung sieht aus, wie aus Kork und war irgendwie viel zu locker, so dass der Kopf sich ständig gedreht hat und verrutscht ist. Deshalb hatte ich das irgendwann mal mit ein bisschen Tape verstärkt, jetzt ist es wieder fest. Kann das evtl. auch den Ton beeinflussen? Die Berührungsflächen sind aus Luftstrom-Sicht ja außen und sollten eigentlich keinen Einfluss haben.
     
  12. Dietlaib

    Dietlaib Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    06.03.12
    Zuletzt hier:
    5.06.20
    Beiträge:
    1.465
    Zustimmungen:
    900
    Kekse:
    3.082
    Erstellt: 10.03.20   #12
    Das ist richtig und typisch für die Blockflöte. Insbesondere tiefe Töne lassen sich per Blasdruck in der Tonhöhe stärker variieren. Bei meiner weiter oben erwähnten Thomann-Altflöte dürfte ich die tiefen Töne nur leicht anhauchen, sonst sind sie schon zu hoch.
    Ja, das ist es. So kann man Blockflöten in gewissen Grenzen auf andere Instrumente abstimmen. Allerdings stößt man hierbei schnell auf physikalische Grenzen, - zieht man die Flötenteile zu weit auseinander, stimmt die Flöte "in sich" nicht mehr und tiefe Töne sprechen nicht mehr richtig an.
    Nein, das wohl nicht, so lange alles an der richtigen Positon ist. Bei älteren Flöten kann der Kork ziemlich platt sein. Insbesondere, wenn die Flöte lange Zeit zusammengesteckt aufbewahrt wird. Bei neuen (Holz)flöten ist der Kork meist so stramm, dass man ihn einfetten muss, damit man die Flöte zusammenbauen kann. Wird es an dieser Stelle zu locker, lässt man entweder neuen Kork anbringen oder repariert es mit Garn (soweit ich weiss). Liegt vermutlich daran, dass im Barock das Tape noch nicht so verbreitet war. ;)

    Kunststoffflöten haben keinen Kork, sie werden passgenau gebaut und müssen i.d.R. eingefettet sein, damit man sie zusammenbauen und auseinandernehmen kann. Es schadet auch nicht, wenn man sie zusammengesteckt lässt. Ich mag Flöten aus Kunststoff und besitze einige, da mich die klanglichen Unterschiede interessieren.
     
  13. rw

    rw Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    10.06.07
    Beiträge:
    3.957
    Zustimmungen:
    1.016
    Kekse:
    7.885
    Erstellt: 10.03.20   #13
    Nee, da Serienfertigung aus der Form sind dann alle perfekt. Oder eben nicht...

    Ach, Klang ist eine sinnliche Erfahrung.

    Was heißt "eins für die Gitarre"? Ein Cliptuner? Der muss "fest" (also nicht davor gehalten, sondern angeklemmt) am Instrument angebracht sein, da er nicht über Mikrofon, sondern über direkte Schwingungsübertragung reagiert.
     
  14. Dietlaib

    Dietlaib Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    06.03.12
    Zuletzt hier:
    5.06.20
    Beiträge:
    1.465
    Zustimmungen:
    900
    Kekse:
    3.082
    Erstellt: 10.03.20   #14
    Lange Zeit vor den Cliptunern gab es spezielle Stimmgeräte für die Gitarre. Die konnten nur die korrekte Tonhöhe der 6 Saiten (EAdghe') messen bzw. anzeigen. Da man mit so einem Gerät bei der Blockflöte nichts ausrichten kann, gehe ich davon aus, dass eher der Anwendungszweck gemeint ist. Ich habe auch ein Stimmgerät "für die Gitarre", weil ich es vor allem dafür nutze. Es ist aber ein chromatisches Stimmgerät und könnte für alle möglichen Aufgaben eingesetzt werden.
     
  15. Jakari

    Jakari Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    15.02.16
    Beiträge:
    1.399
    Ort:
    südl. München
    Zustimmungen:
    993
    Kekse:
    2.890
    Erstellt: 10.03.20   #15
    Servus Meticus....

    Deine flöte klingt so schief, weil Du die warscheinlich nicht "warmgeblasen" hast, etwas unsauber greifst, und zuviel Luft (ggf liegts am direkten Anblasdruck) reinballerst.
    Wenn der Kork bei Dir eher locker sitzt/saß, würde ich da erstmal neu wickeln, wie @Dietlaib auch schrieb. (zB Sternzwirn).
    Wir haben auch versch. Flöten, diverser Preisklassen bei uns in der Band, aber selbst die günstigen Plastikteile klingen weitestgehend.
    Meistens liegts nur an der Übung ;-)

    Zwecks Gitarrenbegleitung:
    Normalerweise ist das kein Problem und klingt auch miteinander.
    Soviele Akkorde brauchst Du übrigens auch nicht, wenn Du "Pseudo Mittelalterliche" Musik machen willst.
    Dm und Am (oder C G) sind die gängigsten Beleitungen.

    Als Idee:
    Wenn Du die Gitarre auf drop D stimmst (also die tiefe E Seite einen Ton runter) hast Du bereits eine einfach nutzbare fast "open tuning" Möglichkeit, sofern Du dann mit der DAdg (also die oberen 4 Saiten) spielst, ohne groß greifen zu müssen.
    Noch einfacher wirds, wenn Du in DADGad stimmst (machen viele "MA" Folk Leute).

    Folk Musik ist keine Atomphysik ;)

    LG Jakari

    €dit:

    Dein Bordun von der Sackpfeife ist leicht daneben :cool:
    Ist n Fischer Sack, oder Dreier?
     
  16. Meticus

    Meticus Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    08.03.20
    Zuletzt hier:
    28.05.20
    Beiträge:
    56
    Zustimmungen:
    17
    Kekse:
    112
    Erstellt: 11.03.20   #16
    Ja, so eins. Ein anderes habe ich nicht. Ich habe das bis jetzt auch nur für die Gitarre verwendet, wofür es ja auch gedacht ist, deshalb habe ich mir über die Funktionsweise nie Gedanken gemacht. Als ich die Flöte überprüfen wollte, war das mein einziges verfügbares Hilfsmittel. Das erklärt natürlich, warum es sich so unschlüssig war, was es anzeigen soll :D Muss ich mal ausprobieren, ob ich das irgendwie an die Flöte dran geklemmt kriege xD
    Genau, meins zeigt auch alle möglichen Töne an, wenn man es denn richtig verwendet :D Wieder was gelernt xD
    Was genau meinst du mit "Warmblasen"? Einfach eine Weile spielen, bis sich das Flöteninnere aufgewärmt hat? Und wenn ja, wie lange dauert das?
    Die Griffe müssten weitestgehend sitzen (nur das untere Loch verfehle ich manchmal mit dem kleinen Finger, bei meiner Marktsack-Spielpfeife ist das versetzt, bei der Flöte in Linie). Das martialische Reinballern von zu viel Luft ist dann wohl mein Hauptproblem, da fehlt mir (noch) das Feingefühl. Da heißt es noch fleißig Üben :D
    Ich glaube das wird mit dann etwas zu kompliziert. Ich kann halt die ganzen Standard-Akkorde auf EADGHe, wenn ich die Saiten umstimme, muss ich ja auch neue Griffe lernen ^^
    Ja, mit dem Stimmen des Borduns stehe ich noch ziemlich auf Kriegsfuß :D Wenn es mal einigermaßen passt, will ich dann immer nicht mehr dran rum drehen und lass den dann ne Weile so, aber vermutlich verstimmt er sich auch von selbst, da er bei Nichtbenutzung an der Wand hängt und mit der Schwerkraft interagiert. Und Temperaturschwankungen werden auch ihren Beitrag leisten. Aber ich werde mich bemühen, meine Bordunstimmungsfähigkeiten etwas zu verbessern :D
    Kleiner Mittelalterdudelsack von Christian Dreier.
     
  17. Jakari

    Jakari Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    15.02.16
    Beiträge:
    1.399
    Ort:
    südl. München
    Zustimmungen:
    993
    Kekse:
    2.890
    Erstellt: 11.03.20   #17
    Ganz einfach über das Labium paarmal "warmblasen". Also Luft einhauchen.
    Geht relativ schnell. Hauptsächlich macht mer das, damit Innenluft (also die Luftsäule der Flöte) und Aussenluft angeglichen sind.
    Wie bei einer Trommel, macht man (theoretisch) da auch.

    Das Feingefühl kommt mit der Zeit von allein. Dann gehen auch Triller und/oder Verzierungen, Quintsprünge etc von selbst.
    Griffe sind trotzdem noch nicht ganz sauber. ;-) Das ist bei jeder Flöte verschieden, auch wenn sie grundsätzlich "gleich" aufgebaut sind.
    Bei manchen reiche nur ein paar Mü, dass der Finger das Locht nicht richtig abdeckt, und es fietscht.
    Mein Tip, wegen zuviel Luft:
    Schau Dir mal paar Atemübungen aus dem TaiChi an, oder "Yoga". Da lernst Du recht schnell, mit dem Atem, also der Luft zu haushalten, und Druck aufzubauen (oder eben zu minimieren).

    Naja, mit Drop Tuning musst Du eig. gar keine richtigen Griffe lernen.
    Du brauchst nur 2 Finger "Pommesgabel", da Du durch das runtergestimmte E--D mit den restlichen 3 Saiten schon Powerchords hast ;-)
    Simplify the world :-D
    Beim St. Patricks Andro, oder Skudrinka etcpp. reichen auch 2 Akkorde im Wechsel, wie beim Reggae ...

    Keine Schande. Selbst sog. "Größen" in der "MA Szene" kriegen das nicht hin, dass es klingt.
    Stimmgerät hilft, ist wirklich keine Zauberei. Verstimmt sich eigentlich ständig, wegen Luft, und Feuchtigkeit.

    Alles klar. Dreier Sack, OK.
    Konnte nur einer von den beiden sein. Merkt mer gleich am Klang.

    Wenn der noch relativ neu ist, dauert es schon ne Zeit, bis der auch eingespielt ist.
    Du könntest mit Wechsel der Blätter noch einiges am Klang und Anblasdruck usw... experimentieren, und was direkt für Dich stimmiges finden.
    Nicht jedes Blatt, kann jeder spielen. Und grad die Standard Schilf/Holz sind da doch recht "intensiv".

    Pers. Frage:
    Warum spielt eigentlich fast jeder, der Sackpfeife lernt/spielt, die ausgenudelten Sachen, ala Andro, Palästinalied, Goddeess usw?
    Es gibt doch viel schönere Melodien, als die "Markt Schlager"....

    LG
     
  18. Dietlaib

    Dietlaib Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    06.03.12
    Zuletzt hier:
    5.06.20
    Beiträge:
    1.465
    Zustimmungen:
    900
    Kekse:
    3.082
    Erstellt: 11.03.20   #18
    Damn, also doch. Ich hätte nicht gedacht, dass jemand versucht, mit so einem Teil die Stimmung einer Flöte zu überprüfen. :)
    Ich weiss nur wenig über diese Instrumente, aber ging es dabei nicht um Oktaven und Quinten zu einem bestimmten Referenzton? Diese Intervalle lassen sich sehr leicht nach Gehör stimmen, wenn man erstmal gelernt hat, wie sie klingen. (Ich würde es jedenfalls nicht mit einem Cliptuner... - egal.)


    Normalerweise wird empfohlen, den Flötenkopf unter der Achsel anzuwärmen. Es geht dabei schon ums Material, die "Innenluft" der Flöte wird ja direkt im ersten Moment der Verwendung getauscht. Ich wäre auch nicht sicher, wie lange sich "getauschte Innenluft" hält, wenn man nicht weiterbläst bzw. spielt.

    Sehr ungewöhnlich (aus meiner Sicht). Selbst bei meinen ältesten Flöten ist das untere Loch nach rechts versetzt. Aktuell sind viele, selbst kleinere (Kunststoff)-Flöten dreiteilig, so dass man das Fußstück drehen kann wie man will.

    Kenne ich vor allem aus dem Metal mit verzerrten Gitarren. Ist das bei Akustikgitarren tatsächlich so verbreitet? Hätte vermutet, dass man dort vor allem Drop-D spielt, um bei entsprechenden Stücken mit diesem Grundton einen tieferen Basston zu haben.

    @Meticus Drop-D bedeutet, dass nur die E-Saite um einen Ganztonschritt tiefer auf D gestimmt wird. Mit der Referenz der leeren D-Saite ist das im Handumdrehen zu machen.
     
  19. Jakari

    Jakari Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    15.02.16
    Beiträge:
    1.399
    Ort:
    südl. München
    Zustimmungen:
    993
    Kekse:
    2.890
    Erstellt: 11.03.20   #19
    Ganz genau.
    Bei nem einbordunigen Sack (zB in C) wird der Bordun in G, usw.... 2 bordune dann entspr. C + G...
    Nur hören das halt viele nicht, und grad bei den RiesenMarktsäcken ist es nurnoch Tonbrei :D:igitt:
    Der von Meticus ist recht "simpel", und lässt sich eig. auch gut einstellen. Die Bordun"rohre" lassen sich ja verschieben.

    Inwieweit das jetzt direkt verbreitet ist, also in D, weiß ich ehrlich gesagt garnicht.
    Hab eher mit anderen Musikern aus v.a. östlichen Ländern zu tun.
    Ausm Folkbereich selber (also unabh. von MA Musi) gibts allerdings schon einige, die Drop D nutzen, vordergründig eben wegen der Vereinfachung, und da man halt stets einen "Bordun" auch hat. Die meisten spielen zwar dann gleich DADGad, aber das wär jetzt vllt. bissel zuviel des Guten.
    Ich selber hab 2 Gitten gedropped, eine Western, und eine E.... Aber spiele vordergründig Cistern.

    LG
     
  20. Dietlaib

    Dietlaib Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    06.03.12
    Zuletzt hier:
    5.06.20
    Beiträge:
    1.465
    Zustimmungen:
    900
    Kekse:
    3.082
    Erstellt: 11.03.20   #20
    Was? Die können keine Oktaven und Quinten erkennen? Das schreit ja geradezu nach einem Sackverbot, bis dieser Mangel beseitigt ist. :cool:
     
    gefällt mir nicht mehr 2 Person(en) gefällt das
Die Seite wird geladen...

mapping