Melodie auf Blockflöte mit Gitarrenbegleitung -> Tonlage

von Meticus, 09.03.20.

  1. Jakari

    Jakari Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.03.20   #21
    Keine Ahnung ob sie es nicht können, oder nur zu faul sind.
    Hab auf Märkten früher schon einigen gesagt, dass ihre Schallwaffen verboten gehören, oder im Kamin landen.
    Gabs auch mal T Shirts davon, mit nem Verbotsschild und nem Dudelsack. Dürfte Karfunkel oder aus der Pax gewesen sein

    Gut, nach dem 4. Becher Met hörste eh nichts mehr, ausser Pfeifen (und siehst sie halt noch dazu :D ).
    Dir großen Güntzel Plärrsäcke sind mMn eh keine Instrumente. Die sind halt laut und schief. Das wars.
    Also, MA Punk halt :engel:
     
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  2. Meticus

    Meticus Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.03.20   #22
    Ok, dann muss ich mal genau drauf achten, welche Finger die Übeltäter sind ^^
    Das führt vielleicht etwas zu weit, ich hoffe ich kriege das auch ohne Yoga-Kurs hin :great:
    Die meisten Standard-Kamellen für den Marktsack kann man eigentlich (im einfachsten Fall) mit 2 Akkorden begleiten (Am + G). Das ist sehr praktisch :)
    Mir wurde vom Stimmgerät abgeraten, ich soll das lieber nach Gehör stimmen lernen. Deshalb verzweifel ich so arg daran und "schummel" dann doch zum Schluss mit dem Stimmgerät :D
    Da ich den Sack erst ca. 7 Wochen habe, lasse ich es lieber vorerst, an dessen Innenleben rumzuspielen. Zum Marktsack lernen reicht es mir erstmal, wie es momentan ist. Wenn ich dann etwas fortgeschrittener bin, kann ich ja mal ein bisschen mit anderen Rohrblättern experimentieren. Aber ich habe noch keinen Plan so richtig von dem Instrument, deshalb fasse ich die Original-Settings erstmal nicht an :D
    Ich für meinen Teil zum einen, da ich keinen Lehrer in der Gegend gefunden und mir deshalb die Sackpfeifen-Fibel gekauft habe. Die enthält natürlich viele dieser Melodien. Zum anderen kennt man diese Melodien und hat sie schon oft von anderen Dudlern gehört. Weiß also wie sie auf dem Marktsack klingen müssen und lernt sie dadurch relativ schnell zu spielen. Dann kann man sich erstmal auf die anderen Dinge konzentrieren, die jeden Neuling erstmal verzweifeln lassen (Haltung, Atemtechnik, Druckhalten). Wenn man diese Basics irgendwann automatisiert hat, kann man seinen Fokus natürlich auf die Spielpfeife verlagern und dann auch eher nicht so verbreitete Lieder lernen.
    Auf den ersten Blick war das die naheliegendste Lösung :D
    Ich habe nochmal nachgeschaut, es ist minimal nach rechts versetzt. Aber im Vergleich zu meiner Marktsack-Spielpfeife fühlt es sich an wie in Reihe ^^
    Das Problem ist zum einen, dass dabei der Spieldruck konstant sein muss, das finde ich als Anfänger unglaublich kompliziert, wenn ich gleichzeitig noch einen Referenz-Ton auf der Spielpfeife greifen muss, während der andere Arm sich verrenkt, um am Bordun rumzudrehen ^^ Der andere Punkt ist, dass ich zur Zeit nur in der Wohnung spiele, da dröhnt das konstante Referenz-E der Spielpfeife ordentlich im Ohr, das hält man nicht so lange aus. Der Lärm und die motorische Multitasking-Herausforderung, machen es dann irgendwie unmöglich, sich auf die Schwebungen zu konzentrieren und das Feine-Tuning am Bordun vorzunehmen. Ohne Stimmgerät wäre ich aufgeschmissen. Aber ich hoffe, dass ich das irgendwann auch mal hinkriege :D
    Ich glaube, wenn ich als Dudelsackspieler 2-3 Tage für einen Markt gebucht wäre, dort dann jeden Tag alle halbe Stunden paar Lieder trällern müsste, vor einem Haufen gröhlender Met-Konsumenten, dann hätte ich vermutlich auch keine Lust, ständig auf die perfekte Bordunstimmung zu achten :D Außerdem trinken die ja selber, das macht bekanntlich auch ein bisschen gleichgültig xD
     
  3. grommi

    grommi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.03.20   #23
    Hi Meticus, ich hätte die Flöte jetzt auf Anhieb nicht als Blockflöte erkannt, deine Phrasierung ist wohl sehr "sacktypisch". Da kann mal mal wieder sehen, was die Spielweise ausmacht. Gefällt mir gut, was du spielst.

    Ich möchte Dir zunächst unbedingt eine Kunststoffflöte empfehlen, die sind wesentlich robuster und fehlerresistenter. Im Zweifel nimmst du die zum saubermachen mit unter die Dusche. Von den ganz billigen würde ich aber die Finger lassen. Die Th...-eigenen Flöten haben auch einen schlechten Ruf. Auch wenn sie aussehen, als würden sie vom selben Band fallen wie die Yamahas. Die T-Männer verkaufen ja lieber teurere und definitiv bessere Flöten als die eigenen billigen. Mit einer Aulos, Yamaha, Moeck oder Mollenhauer machst du für immer noch wenig Geld nix verkehrt.

    Wird die Flöte "heiser" - was das ist merkst du wenn es passiert, und es wird passieren - hilft es 2 oder 3 Tropfen Spüli 1+1 mit Wasser verdünnt in die Einblasöffnung zu geben und anschließend eintrocknen zu lassen. Das kannst du alle paar Wochen wiederholen, falls nötig. Kann man auch fertig als "Antikondens" kaufen, kostet nicht viel und ist etwas "geschmacksneutraler".

    Flöte vorwärmen mach ich nie, auch nicht mit Holzflöten. Ist mir zu umständlich und hab ich noch nie gebraucht. Vielleicht im Winter in der ungeheizten Kirche, aber da bin ich so selten .....

    Falls barocke Griffweise infrage kommt, hier mein ultimativer Tipp für Folk etc.: Mollenhauer Traumflöte:
    https://www.mollenhauer.com/katalog...nststoff-rot-barock-doppelloch-detail#content
    Aufgrund der weiten Bohrung sind die tiefsten Töne sehr stabil und laut im Vergleich zu den sonst üblichen Flöten und klingt nicht so "fiepsig". Diese Flöte gibt es meines Wissens leider nicht in deutscher Griffweise und etwas vergleichbares von keinem anderen Hersteller. Wer es besser weiß: her damit!

    Egal, wenn du dann Blut geleckt hast, kommt die nächste Stufe. Nein, keine Holzflöte, sondern eine Altflöte. Es ist heute wohl die meistverkaufte Tonlage jenseits von Schulflöten, und das hat seinen guten Grund. Hier fängst du an, im Klang zu baden. Falls du dann immer noch dabei bist, wird es Zeit für eine gute Holzflöte. Ich will dir aber eine Plastik-Sopran keinesfalls madig machen, für Folk/Mittelalter etc. gibt es wohl kaum was besseres, außer einer Mollenhauer Traumflöte in Vollholz ;-) immer noch um 100 €. Über die handgefertigten "Renaissance"-Flöten im hohen dreistelligen Bereich decken wir mal gnädig den Mantel des Schweigens und beschränken uns aufs träumen.

    Viel Spass mit dem Flöten, mich hat es in kurzer Zeit zu sowas gebracht:
    https://www.musiker-board.de/threads/ambient-recorder.705498/
     
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  4. Kreissäge

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    Erstellt: 15.03.20   #24
    Ich weiß zwar nicht mehr was meine Sopranblockflöte gekostet hatte (damals noch zu DM Zeiten), aber ich kann mir nicht vorstellen, dass meine Eltern bereit waren um die 100 DM für ein Instrument auszugeben, dass quasi nur als "Durchgangsstation" gedacht war. Dass Mollenhauer nicht nur hochpreisige C-Blockflöten verkauft, sieht man hier:
    https://www.mollenhauer.com/katalog/blockfloeten/blockfloeten-stimmlagen/sopranblockfloete#content
    Wie gesagt, kann ich mich nicht erinnern, dass ich damals Intonationschwierigkeiten hatte. Aber Fakt ist doch, je einfacher und billiger das Instrument gearbeitet ist, desto eher muß man damit rechnen, dass die Töne im Verhältnis zueinander nicht stimmen.
    --- Beiträge zusammengefasst, 15.03.20, Datum Originalbeitrag: 15.03.20 ---
    Nö, vorgeheitz hab ich die auch nie. Bei der Oboe muß ich das allerdings machen, wenn ich wo bin wo es kalt ist. Sonst ist sie zu tief. Aber da blase ich auch nicht rein, sondern halte das Oberstück ein bisschen warm sonst habe ich ja gleich Kondenswasser drinnen.
     
  5. grommi

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    Erstellt: 15.03.20   #25
    Eine günstige Flöte muss keine "Durchgangsstation" sein. Du kannst von Markenherstellern jede "billige" Flöte nehmen, und sie wird klingen. Eine Flöte auf Thomann-Niveau oder schlimmer würden sie unter ihrem Namen niemals verkaufen. Trotzdem wirst Du ab einer gewissen Erfahrung deutliche Unterschiede in verschiedenen Bauweisen und Preisklassen hören.

    Ab 12:15 im Video kommt die Traumflöte, welche ich selber habe, sowohl in Vollplastik als auch mit Holz-Unterteil. Und beide klingen super. Es gibt sie aber nur mit barocker Griffweise.



    Ich persönlich mag ja Blockföten mit diesen barocken Knubbeln und Ringen wegen der altbackenen Optik nicht so sehr (eigentlich gar nicht), besonders schlimm finde ich die mit den weißen Knubbeln. Deshalb wäre mir in deutscher Griffweise z.B. eine Mollenhauer Swing lieber. Das Auge hört ja mit.
     
  6. Meticus

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    Erstellt: 15.03.20   #26
    Ja, eigentlich hatte ich nur mit der Blockflöte wieder angefangen, um die Melodien für den Marktsack etwas geräuschärmer einstudieren zu können, daher die Verzierungstechniken, wie ich sie später auf dem Sack spiele.
    Dabei ist mir allerdings wieder mal bewusst geworden, wie cool Flöten klingen :D Daher werde ich mich wohl parallel auch etwas mit Blockflöten (deutscher Griffweise) befassen, da die Griffe identisch sind. Um nicht durcheinander zu kommen, werde ich die sacktypische Phrasierung beibehalten, ist mal was anderes :)
    Vielen Dank :)
    Das will ich möglichst vermeiden, damit ich die Analogie zum Marktsack nicht verliere ^^
    Da werde ich mir auf jeden Fall in nächster Zeit mal eine zulegen. Meine Bedenken, dass günstige Kunststoffflöten nix taugen, sind durch den Thread nun ausgeräumt :)
    Sind die auch in deutscher Griffweise?
    Danke :) Mal schauen, wie weit ich mit dem Flöten komme, primär will ich mich ja dem Marktsack widmen. Um sehr komplizierte Spieltechniken auf der Flöte lernen zu können, wird mir die Zeit fehlen, aber hauptsache es geht vorwärts, egal in welchem Tempo xD. Dein Video gefällt mir sehr gut. Es sind einige Stellen drin, die klingen nach sehr viel Übung. Auf das Level werde ich wohl nicht so schnell kommen :D
     
  7. grommi

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    Erstellt: 16.03.20   #27
    Vielen Dank auch Dir. Nein, ich bin eher der Wenigüber, und virtuos schon mal gar nicht. Learning by doing. Ich bin eher der Sound-Bastler, höre aber auch viel barockes Zeug. Und jede Menge Jazz, aber ohne Flöte. Die mag ich da gar nicht, egal ob längs oder quer.

    "Deutsche" Altflöten gibt es auch in Kunststoff, diese hier habe ich in barock, sie klingt hervorragend und sieht gut aus:
    https://www.thomann.de/de/yamaha_yra27_ii_altblockfloete.htm?ref=search_rslt_blockflöte alt deutsch_136757_0_4_88aa2860-39f3-4ab4-9fd7-56513cb262ec

    Nochmal der Hinweis: Antikondens bzw. Spüli ist bei Kunststoff sehr wichtig.

    Tenor und Bass mag ich deutlich lieber aus Holz, da geht es dann aber richtig ins Geld. Ich hatte Glück und günstig was Gebrauchtes bekommen.
     
  8. Dietlaib

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    Erstellt: 16.03.20   #28
    Ich kann nachvollziehen, dass man auf einer Sopranflöte mit Deutscher Griffweise übt, wenn es das Ziel ist, den Marktsack zu spielen.

    Wenn es einem aber tatsächlich ums Blockflötenspiel geht, was ich bei einer Altflöte voraussetzen würde, dann sollte man doch besser zur Barocken Griffweise greifen. Nur der Ton "b" ist hier im Vergleich zur Deutschen Griffweise aufwändiger zu greifen, da man mehr Finger benötigt. Dafür sind andere Töne mit weniger Fingern zu greifen, und die Flöte ist "in sich" besser gestimmt.

    Genauso wie man unterschiedliche Blasinstrumente spielen kann, kann man unterschiedliche Griffweisen spielen. Viele Blockflötenspieler spielen ausserdem Tinwhistle; die Griffweise ähnelt im unteren Bereich der Flöte eher der Deutschen Griffweise , aber sonderlich problematisch ist es nicht, damit zurechtzukommen.

    Ich bin sicher, dass du damit gute Erfahrungen gemacht hast, ich habe es jedoch bisher immer mit den üblichen Methoden und ohne Spülmittel selbst bei mehrstündigem Spiel geschafft. Daher finde ich es nicht "sehr wichtig", nicht mal "wichtig". Es ist ein Tipp, den man probieren kann oder nicht.
     
  9. grommi

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    Erstellt: 16.03.20   #29
    Wenn heiser dann sehr wichtig. Nach meiner Erfahrung werden Kunststoffflöten deutlich schneller heiser als gut eingespielte Holzflöten.

    Wenn man nur "normale" Tonarten und keine hochvirtuosen Sachen spielt, ist die deutsche Griffweise gar nicht so verkehrt. Ich spiele auch beides, aber bei den Bässen sind selbst die gebrauchten barocken so teuer, dass ich mir nur einen deutschen leisten konnte. Da deutsch so verpönt ist, bekommt man sie viel preiswerter und freut sich. Ich habe einen alten deutschen Heinrich Tenor, der klingt so wunderbar, und sein barockes Pendant klingt schaurig, obwohl ich beide gleich sorgfältig gewartet habe, also Windkanal reinigen, Blockbahn evtl. glätten, Phase nachziehen und Bohrung ölen. Es kommt immer auf die Flöte drauf an. Aber ich habe auch einen alten barocken Hopf-Tenor, den musst du mir aus meinen starren kalten Händen reißen. Jede Flöte ist anders, sogar innerhalb der selben Baureihe und von renommierten Herstellern. Bei Kunststoffflöten gibt es das Problem m.W. nicht.
     
  10. Meticus

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    Erstellt: 18.03.20   #30
    Wenn ich mal etwas fortgeschrittener bin, wäre das wirklich eine Option, sich damit auch mal zu befassen. Vor allem, falls ich parallel auch was mit Flöten machen will. Nur jetzt am Anfang wäre es vermutlich etwas ungünstig, da ich ohnehin noch dabei bin, meine Finger zu sortieren :D Aber wenn das irgendwann mal etwas automatisiert abläuft und ich flüssig spielen kann, ohne mich groß konzentrieren zu müssen, kann ich mir gut vorstellen, dass eine neue Griffweise dann nicht mehr so problematisch ist.
    Zur Zeit spiele ich hauptsächlich die Lieder, die ich auch auf dem Marktsack spiele, also ziemlich einfache Melodien. Mit "hochvirtuosen Sachen" habe ich mich noch nicht beschäftigt, klingt für meinen Anfängerstatus auch erstmal ziemlich kompliziert :D Also für meine momentanen Versuche auf der Flöte ist die deutsche Griffweise erstmal voll ausreichend.
     
  11. Dietlaib

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    Erstellt: 18.03.20   #31
    Kann man durchaus so sehen. Die erste Sopranflöte, auf der ich spielte, hatte ebenfalls Deutsche Griffweise. Von der Barocken erfuhr ich erst durch die abweichenden Griffe im Flötenheft.

    Solltest du irgendwann mal den Eindruck haben, das f# mit Deutscher Griffweise ist bei der Sopranflöte zu hoch, dann wird es Zeit auf eine Flöte mit Barocker Griffweise umzusteigen. :)
     
  12. Kreissäge

    Kreissäge Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.03.20   #32
    Oh, wenn Du dich da mal nicht täuschst!
    Der Umstieg bzw. das Erlernen der Barockoboe z.B. bedeutet ebenfalls das Erlernen eines völlig anderen Griffsystems und gestaltet sich für alle mit denen ich bisher darüber gesprochen habe recht schwierig.
     
  13. Dietlaib

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    Erstellt: 18.03.20   #33
    Die Frage ist, inwiefern man das vergleichen kann. Kennst du die Deutsche und die Barocke Griffweise bei Blockflöten?

    Angehenden Blockflötenspielern empfiehlt man gern die Barocke Griffweise, doch diese haben i.d.R. nicht den Vorsatz, auf der Flöte zu üben, um den Marktsack zu spielen.
     
  14. Kreissäge

    Kreissäge Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.03.20   #34
    Natürlich habe ich, wie wahrscheinlich viele andere auch, meine musikalische Laufbahn mit Blockflöte gestartet (barocke Griffweise). Die Umstellung auf das französische Conservatoire System bei der Oboe war in dem Fall zugegeben recht einfach, weil das System einfach kompfortabler ist. Umgekehrt hätte ich vermutlich mehr Schwierigkeiten gehabt. Deswegen spielen so wenig Oboisten parallel zu den modernen Instrumenten auch Barockoboe.
     
  15. Meticus

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    Erstellt: 21.03.20   #35
    Ich werde mir auf jeden Fall erstmal eine gescheite Sopranflöte aus Kunststoff und vielleicht noch eine Alt-Flöte besorgen, beides in deutscher Griffweise. Barocke Flöten schiebe ich lieber vorerst ein Stück in die Zukunft. Erstmal schauen, wie es so voran geht mit dem Flöten.
    Ich glaube, bis jetzt habe ich noch gar kein F# gebraucht. Zumindest bei den Liedern, die ich bis jetzt spiele. Allerdings habe ich gerade zu Anfang, als ich noch überhaupt keine Ahnung von Flöten hatte, auch einige Lieder verworfen, weil ich dachte, die gehen nicht auf der Flöte zu spielen. Viele Grifftabellen für deutsche Griffweise verschweigen einem einige Zwischentöne ^^
     
  16. Dietlaib

    Dietlaib Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.03.20   #36
    "Zwischentöne" ist so ein Wort, das eine unpassende Sichtweise auf unser Tonsystem begünstigt. ;)

    Man kann alle 12 chromatischen Töne auf der Blockflöte spielen. Demnach auch alle Tonarten. Die Frage ist nur, wie bequem oder wie schwierig es jeweils ist. Was die Griffe angeht, gibt es gerade bei der Blockflöte einige spezielle Sachen, beispielsweise Griffe, die bestimmte Töne absichtlich zu hoch oder zu tief intonieren, damit man sie ausgleichend besonders leise oder laut spielen kann. Aber darüber braucht man sich am Anfang keine Gedanken zu machen.

    Hast du dir die Unterschiede mal angeschaut? Als alternatives Übungsholz zum Marktsack kann ich das nachvollziehen, aber wenn es tatsächlich ums Flötenspiel geht, wäre auf jeden Fall die ursprüngliche Griffweise zu empfehlen, und nicht die, die mal jemand eingeführt hat, um einfache Volks- und Wanderlieder auf Kosten der Intonation einfacher spielbar zu machen. :)
     
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  17. Meticus

    Meticus Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.03.20   #37
    Ups! :D

    Ja, das Problem ist, dass die Unterschiede gar nicht so groß sind. Beim Marktsack setze ich z. B. ab dem D (bei Sopranflöte wäre das G), den kleinen Finger zur Stabilität auf das unterste Loch. Bei der Barockgriffweise nimmt man zwei Finger und schon einen Ton eher. Ich befürchte, gerade die kleinen Unterschiede haben insbesondere in der Lernphase das Potenzial, dass man durcheinander kommt und sich öfter verspielt. Ich weiß nicht, wie schnell mein Hirn da zwischen den beiden Instrumenten umschalten kann, um das nicht zu vermischen :D
    "Darf" man eigentlich bei Barock ab dem G hochwärts ebenfalls das unterste Loch mit dem kleinen Finger schließen? In den Grifftabellen, die ich bis jetzt gesehen habe, ist das immer offen.
     
  18. Dietlaib

    Dietlaib Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.03.20   #38
    In der unteren Oktave höre ich, wie das "g" ein bisschen tiefer wird, wenn ich das unterste Loch zusätzlich schließe. Beim "a" und "h" ist der Unterschied sicher vernachlässigbar gering, beim "c" und "d" höre ich keinen Unterschied mehr. In der oberen Oktave kann man es aber auf keinen Fall machen; sonst bekommt man Töne, die man nicht will. :)

    Vom Prinzip her lässt sich die Blockflöte mit dem rechten Daumen, der Unterlippe und mindestens einem Finger auf der Oberseite (beim "d" z.B.) in der Balance halten. Daher würde "ich" mir keinen zusätzlichen "Stützfinger" angewöhnen. Bei der Tinwhistle stütze ich gelegentlich mit dem Kleinen Finger der rechten Hand bei einem längeren "c#". Aber das ist etwas Anderes, denn das c# wird mit lauter offenen Löchern gespielt, und der Kleine Finger stützt, ohne ein Loch zu schließen. Man kann es jedenfalls bewusst mal so oder auch anders machen.

    Das weiss ich nicht, und selbstverständlich entscheidest du das völlig unabhängig von meinen Ansichten. :)

    Wenn du dich über verschiedene Aspekte des Blockflötenspiels informieren willst, empfehle ich dir diesen Kanal:
    https://www.youtube.com/user/SarahBlokfluit
     
  19. grommi

    grommi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.03.20   #39
    Sicher kann man auf einer geeigneten Blockflöte vollchromatisch spielen. Die Frage ist, wie sinnvoll das für die meisten Amateure überhaupt ist. Es gibt z.B. Menschen, die auf einer diatonischen Mundharmonika alle Tonarten sauber spielen können, ein normaler Nichtprofi wird das in seinem Leben kaum erreichen, und die meisten Professionellen wohl auch nicht.

    Die Blockflöte ist ebenfalls ein diatonisches Instrument, das kann man so auch erst mal akzeptieren und jeder muss für sich entscheiden, wie weit er den Aufwand treiben möchte.

    Die barocke Griffweise ist übrigens nicht die urspüngliche, sondern wurde in den 1920ern von Arnold Dolmetsch in England zur gleichen Zeit entwickelt wie die deutsche von Peter Harlan. Deshalb nennt man erstere auch die englische Griffweise. Es gab so gut wie keine erhaltenen Exemplare aus der Hochzeit der Blockflöte, die für 150 Jahre in Vergessenheit geraten war.

    PS: Sarah Jefferey hat als eine der zurzeit weltbesten Blockflötistinnen natürlich ihre eigene Sicht auf die deutsche Griffweise.
     
  20. Dietlaib

    Dietlaib Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.03.20   #40
    Die Chromatik habe ich vor allem erwähnt, um das Wort "Zwischentöne" loszuwerden.
    Diese Frage kam bislang überhaupt nicht auf.
    Ja, das stimmt. Wie viele waren das noch? Zwei, oder? :) Hat aber nichts mit der Blockflöte zu tun.
    Gibt es jemanden, der hier nicht widersprechen würde? Diatonische Mundharmonikas gibt es in allen 12 Dur-Tonarten und in vielen weiteren Stimmungen, um z.B. spezielle Mollskalen spielbar zu machen. Das trifft auf die Blockflöte überhaupt nicht zu. Jedes Instrument hat seine Lieblingstonarten, sicher muss man (als Hobby-Flöter) nicht jede Tonart auf der Blockflöte spielen können, aber davon abgesehen, lässt sich jeder chromatische Ton ohne großen Aufwand erzeugen, sollte er gebraucht werden. Und das kann man von Diatonischen Mundharmonikas nicht behaupten.
    Ich habe ihren Kanal nicht wegen der Sicht auf die Deutsche Griffweise empfohlen. Ob sie diese mag oder nicht mag, oder ob du ein Fan dieser Verschlimmbesserung bist oder nicht, ist mir doch völlig egal. :tongue:
     
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