Metal-Musiker und Einkommen

von milf hunter, 05.11.07.

  1. milf hunter

    milf hunter Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.11.07   #1
    Hi, angenommen man schafft es mit Thrash Metal so bekannt zu werden wie Dew Scented, reicht mein Einkommen aus Platten, Merch und Tour aus, um davon zu leben, oder muss man in dieser Klasse auch nebenher arbeiten gehen??? Wie sieht es mit Jazz-Musikern bzw. allem was außerhalb der Top 20 ist aus? Kennt ihr Beispiele?

    Grüß euch



    PS: Thema kann verschoben werden, weis nur nicht wohin...
     
  2. Ataca del Rasha

    Ataca del Rasha Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 05.11.07   #2
    von den Dew-Scented jungs weiß ich persönlich das es jetzt einigermaßen reicht, aber das auch erst seit ca nem jahr, vorher mussten die lange noch richtig arbeiten gehen, nun ist band haupteinkommen aber nebenjobs sind ab und zu auch nötig.

    selbst solche legenden wie napalm death müssen noch jobben wenn sie nicht auf tour sind. insgesamt eine verdammt komplizierte angelegenheit.
     
  3. Dimebag1984

    Dimebag1984 Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 05.11.07   #3
    Ich habe schon öfters gelesen, dass Bands in dieser Größenordnung trotzdem noch ihrem normalen Job nachgehen.
    Genaue Bandnamen kann ich dir leider keine nennen. Ist schon zu lange her.

    Es liegt sicherlich am Label, aber vor allem an der Quali deiner Musik, ob du noch arbeiten musst oder nicht.

    Meist ist es aber so, dass du nicht reich wirst durch die (Metal) Musik ;)

    Gruß
    Dime!
     
  4. Mahawi

    Mahawi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.11.07   #4
    Naja wenn du auf Tour bist kannst du ja eher schlecht noch nen Beruf ausüben nebenbei ^^

    Ich weis nicht wies sonst ist, is nur son Gedanke. :o
    cheers
     
  5. Jay

    Jay HCA Piano/Spieltechnik Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 05.11.07   #5
    Um von Jazz zu leben musst du schon seeehr gut sein. Jeder der professionellen Jazzer, die ich kenne, gibt nebenbei (oder auch hauptberuflich z.B. als Professor an einer entsprechenden Hochschule) Unterricht. Dazu kommen im Jazz sehr zahlreiche Engagements als Sideman. Das funktioniert aber nur, wenn du das jeweilige Programm auf Zuruf beherrschst. AUßerdem gibts noch gelegentliche Studiojobs. Aber wie gesagt, die Leute, von denen ich hier rede, haben wirklich ein Wahnsinnsniveau. Und auch sie haben das selbe Problem wie die Thrashmetaler: Die Musik ist eher an einen überschaubaren Publikumskreis adressiert. ;)

    Die Einnahmequelle für vielleicht nicht ganz so jazzbegeisterte, aber fähige Musiker ist Cover- und Tanzmusik. Davon kann man (offensichtlich) ganz gut leben, gibt ja auch Beispiele hier im Forum dafür. Man muss halt damit zurechtkommen, mindestens drei Mal pro Woche Summer of 69 zu spielen. Aber wer ein 2000-Mann-Party-Zelt 5 Stunden lang zum Kochen bringt, wird auch anständig dafür bezahlt.
     
  6. void

    void Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.11.07   #6
    also Maroon leben wohl von ihrer Musik. Hab ich zumindest letztens in irgendeinem Metalmagazin gelesen
     
  7. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.11.07   #7
    Bands die keine Millionen von Platten verkaufen, aber trotzdem einiges, leben eher vom Touren. Von Plattenverkäufen leben solche Bands nicht, das meiste sahnt eh die Plattenfirma ab.
     
  8. Dieter B.

    Dieter B. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.11.07   #8
    Tja, ihr machts euch verdammt leicht, wenn ihr meint, dass vorallem die Plattenfirmen und zu schlechte Musik für diesen Umstand verantwortlich sind.
    Das mit der Musik kann man zwar so stehen lassen, aber das Verhältnis von Leistung und Einkommen stimmt halt nicht.

    Hauptursache ist immernoch die Raubkopiererei. ;)
     
  9. Wödan

    Wödan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.11.07   #9
    Und von den paar Platten, die verkauft werden haben die Bands trotzdem fast nichts. Selbst wenn die das Raubkopieren weniger würde, würden die Bands trotzdem nicht reich werden.
     
  10. Blastphemer666

    Blastphemer666 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.11.07   #10
    Caliban können auch von ihrer Musik leben, laut irgendeinem RockHard!-Interview, das aber auch nur mit Müh und Not.

    Also mit (extremen) Metal Geld zu verdienen ist so eine Sache für sich, wenn man nicht gerade zu den Top-Acts gehört, wirds schwer.

    Thrash Metal als Einnahme-Quelle? Ich glaube Metallica und Slayer kommen so einigermaßen über die Runden :D
     
  11. ars ultima

    ars ultima HCA Recording HCA

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    Erstellt: 05.11.07   #11
    De haben es ja auch leichter mit dem Geld auszukommen, weil sie es nicht versaufen :D Und Fleisch ist auch teuer.
     
  12. heiligerbimbam

    heiligerbimbam Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.11.07   #12
    Ich habe das Gefühl, dass Caliban ganz gut zurecht kommen. Verdienen auf jeden Fall mehr als ein Facharbeiter, schätz' ich mal.

    Ich möchte jetzt keine Namen nennen, aber da gibt's noch 'ne Thrashmetallegende aus dem Ruhrpott, mit einem Halbitaliener als Kopf ;)
    Nur er lebt relativ gut davon, da er alles selbst regelt (Management.....).
    Alle anderen Mitglieder werden für Leistung bezahlt (proben, Gig, Studio...)

    Geld verdient wird wirklich hauptsächlich duch Gagen und Merchverkauf, alles Andere sind Peanuts.

    Mit Extremmusik den Lebensunterhalt zu verdienen heisst also 200 Tage im Jahr auf Tour sein! 8 Stunden am Tag zu Arbeiten ist da wesentlich stressfreier, glaubt es mir ;)
     
  13. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.11.07   #13
    Wahrscheinlich hast Du noch nie was mit Plattenfirmen zu tun gehabt als Musiker? Beispiel: eine junge Band unterschreibt einen Vertrag und bekommt eine halbe Mio. €. Freude Freude. Davon müssen aber die Aufnahmen, Videos, etc etc finanziert werden, bleibt also schon mal so gut wie nichts übrig. Von Plattenverkäufen bekommt eine "kleine" Band nicht mehr als 5%, das wird dann geteilt mit dem Management und versteuert, Equipment, Bus etc. gekauft und und und. Letztendlich würde man ohne Touren eher Miese machen als dass man was verdient. Raubkopiererei ist ein Märchen der Industrie um die Platten teurer zu verkaufen, denn Raubkopierer kaufen eh keine Platten. Das Internet hat die Verkäufe eher angekurbelt als gemindert, was auch immer Sony und BMG dazu sagen mögen.
     
  14. HoNkI

    HoNkI Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.11.07   #14
    In Flames z.b. können mit sicherheit mitlerweile sehr gut von ihrer Musik leben.
    Einige von den ernähren ja sogar noch ein Familie.

    In einem Interview mit Peter Tätgren hat er mal gemeint, dass er mit seiner Arbeit als Produzent mehr verdient als bei allen Touren und verkauften CDs von Hypocrisy.
     
  15. heiligerbimbam

    heiligerbimbam Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.11.07   #15
    Die Thrashmetalband will ich sehen, die eine halbe Mio € von ihrem Label bekommt :D

    Wer für Aufnahmen, Videos... so viel Geld ausgibt ist es selber schuld! Lasst nicht immer so viele Leute mitverdienen, sondern versucht soviel wie möglich selbst zu machen. Dadurch spart man einiges und das Ergebnis kann auch genau so gut sein, wenn jemand talent hat ;)
     
  16. Loomis

    Loomis Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.11.07   #16
  17. ars ultima

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    Erstellt: 05.11.07   #17
    @heiligerbimbam:

    Stimmt! Wenn man kein Geld für ordentliche Instrumente hat, dann kann man für ein Muskvideo auch komische Spielzeug-Instrumente vom Trödelmarkt nehemn! Das Video kann trotzdem ganz gut aussehen :D

    Musst du noch nebenbei arbeiten, Marco? ;)
     
  18. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 05.11.07   #18
    Netter Gedanke, aber in der Realität sehen dann so Nebenjobs aus wie folgt:
    - Gitarrenunterricht geben (oder halt das Instrument, was man so spielt)
    - in mehreren Bands sein und auch einfache Musik für Knete spielen
    - versuchen, als Studio-Musiker was abzugreifen und/oder in mehreren Projekten tätig zu sein
    - zwei- oder dreitages-jobs machen, die möglichst variabel sind und das Wochenende freihalten
    - freiberuflich tätig sein

    Ansonsten:
    - finanziell von Freundin unterstützt werden
    - kleines Erbe angetreten haben

    Gibt jede Menge Möglichkeiten, sich seine Musik finanziell zu ermöglichen. Gehört in der Anlaufphase dazu. Die Anlaufphase kann locker bis zu 40 Jahre gehen bis man dann ins Fach Senioren-Combo wechselt.

    Man sollte ja auch nicht verkennen, dass Musik, soweit sie durch Massenverbreitung kommerziell erfolgreich ist, den Modebewegungen unterliegt. Metal ist zur Zeit in. Aber was ist in 5 Jahren? Sicher wird es immer eine Sparte "Metal" geben, aber das ist dann eher eine eingeschworene Gemeinde, in der sich nur die besten Bands halten können. Welche Grunge-Band kann sich heute noch nur durch Musik über Wasser halten?
    Zu Nirvana-Zeiten ging der Hype los - und heute? Klar gibt´s noch Grunge-Bands und Grunge-Hörer - aber das alles hat sich ja doch sehr stark verringert, imho.

    x-Riff
     
  19. Dexe

    Dexe Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.11.07   #19
    Kann mir kaum vorstellen das es bei Thrash Metal anders als bei Black Metal und Death Metal ist. Das kann man gut oder schlecht finden aber das weiß man ja vorher bevor man sich auf ein "Musikerleben" einlässt ...
    Achja ich werf mal ein Phrase in den Raum die mich in meiner Meinung bestätigt
    "Qualitätsverlust durch Leistungs/Zeitdruck".
     
  20. heiligerbimbam

    heiligerbimbam Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.11.07   #20
    Hehe, aber dafür läuft bei uns keine andere Band in den selben Hasenkostümen rum ;)

    Das hat mich 2003 nach unserem ersten Gig ernsthaft jemand gefragt :D
    Sagen wir mal so: Theoretisch geht die Tendenz mitlerweile tatsächlich in die richtige Richtung, wir sind aber momentan nicht dazu bereit ohne Ende zu Touren und dafür unsere Arbeitsplätze aufzugeben. Wenn das Hobby zum Beruf wird, hat man vermutlich nicht mehr den Spaß und die Lockerheit an die Sache ranzugehen, da man ja auf die Kohle angewiesen ist. Das kann Kreativität und die musikalische Qualität einschränken.
     
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