Midi Program Changes vom Nobels MS-8 od. Exef (Combi)Switcher an Looper weitersenden?

von Smöle, 13.03.08.

  1. Smöle

    Smöle Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.03.08   #1
    Hallo liebe MusikerBoard-Gemeinde!



    Ich habe gelesen, dass man beim MS-8 von Nobels mit einem normalen Midi-Fußboard die einzelnen Program Changes ausführen kann und das MS-8 gleichzeitig anhand dieser gegebenen Midi Program Changes weitere Midi-Geräte, die über den Midi Out angeschlossen sind, switchen kann!

    Ich meine jetzt nicht die 8 Switches, die der MS-8 über die Klinke-Kabel an angeschlossenen Geräten ausführt, sondern eine weiter Steuerung von Geräten, die Midi verstehen (!), und über den Midi Out am MS-8 angeschlossen werden.


    Jetzt meine Frage:
    Kann man also z.B. einen Looper wie den Rocktron Patchmate über diesen Midi Out am MS-8 anschließen und diesen über das MS-8 steuern???
    Oder gibt es nur eine bestimmte Anzahl von Schaltungen, die über den Midi Out vom Nobels MS-8 ausgeführt werden können?
    Was sind dann die "Midi Transmit Channels" [steht in der Bedienungsanleitung vom Nobels MS-8]? :confused:


    Ich will also einen Looper über den Midi Out mit einem Switcher verbinden und dann über EIN Midi-Fußboard das ganze mit nur EINEM Tastendruck zusammen steuern können!?!?


    Kann nur der MS-8 von Nobels über den Midi Out weitere Geräte steuern oder ist das auch mit anderen Switchern wie z.B. dem Switcher oder Combiswitcher von Exef möglich???



    Viele DANK für Eure Hilfe!

    Grüße
    Smöle
     
  2. LennyNero

    LennyNero HCA Gitarre: Racks & MIDI Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 13.03.08   #2
    Jedes Geraet das einen MIDI-Thru hat, gibt die Signale die es beim MIDI-In bekommt weiter. D.h. auf die Art und Weise koenntest du theoretisch eine Endlose Kette bilden. Allerdings wird man so ab 5 oder 6 Geraeten die ueber MIDI-Thru verbunden sind eine Verzoergerung am Ende der Kette mitbekommen, weshalb man dann einen Verteiler (MIDI-Thru box) einsetzen wuerde.

    Beim MS8 ist das nicht der Fall, dort hast du eine Tabelle, bei der ein eingehender PC# einem Preset am MS8 zugewiesen wird und einem PC# am Ausgang.

    Die "Transmit channel" sind die "normalen" MIDI-Kanaele.

    Eine Mapping-Funktion, bzw. ein Thru-Feature haben sehr viele Geraete (mein JMP1, mein JFX1, mein GX700 und und und).
     
  3. Smöle

    Smöle Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.03.08   #3
    Schonmal Danke für deine Auskunft!

    Aber wie funktioniert dann die Programmierung der ganzen Geräte, die ich über den Midi-Out bzw. Midi-Thru aneinander hänge?

    Wie du gesagt hast, kann man das beim Nobels MS-8 programmieren.

    Kann man somit dann die ganzen aneinander gehängten Geräte unabhängig voneinander auf einmal switchen?

    Wie sieht es aber bei anderen Geräten aus, z.B. beim Exef Switcher? Reicht das einfach so aus, wenn man die Geräte verbindet und dann funktioniert alles :o???
     
  4. LennyNero

    LennyNero HCA Gitarre: Racks & MIDI Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 13.03.08   #4
    Nein, du programmierst nicht die anderen Geraete, du entscheidest welchen PC# das MS8 sendet. Was das Geraet dahinter jetzt aus dem Befehl macht, programmierst du am Geraet selber.
     
  5. kiroy

    kiroy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.03.08   #5
    Hi,
    hier mal Beispiel:

    Du hast ein Midi-Fußboard und schließt es am MIDI-in des MS-8 an.
    Am MIDI-out des MS-8 schließt Du ein weiteren Gerät (z.B. Looper oder Effektgerät usw.) an.
    Diese Kette kannst Du theoretisch unendlich lange fortsetzen (sh. Lennys Post).
    Das Midi-Fußboard sendet auf Kanal 1. Der MS-8 empfängt auf Kanal 1.
    Wenn Du am Midi-Fußboard die "5" drückst, schickt das Fußboard den Programmwechselbefehl "Programmnummer 5" an den MS-8. Dort hast Du eine bestimmt Schalter-Konfiguration für die Programmnummer 5 programmiert. Die wird jetzt ausgeführt.
    Gleichzeitig kannst Du auch am MS-8 noch festlegen, was bei Programmnummer 5 am MIDI-out weitergesendet werden soll. Das kann unverändert "Prog.Nr. 5 auf Kanal 1" sein, das kann aber auch etwas anderes sein, z. B. "Prog.Nr. 27 auf Kanal 13".
    Das nächste Glied in der Kette (z.B. der Looper) bekommt dann diesen Befehl und führt die Aktion aus, die Du ihm vorher für diese Prog.Nr. einprogrammiert hast. (Also z.B. "Loop 1 öffnen, Loop 2 öffnen, Lopp 3 schließen..." usw.).
    Gleichzeitig geht der Befehl weiter an das nächste Gerät usw. usw.
    Dies alles geschieht fast ohne Verzögerung. Also nur mit einem Fußtritt auf das MIDI-Board.

    Die Funktion, dass der MS-8 eine empfangene Prog.Nr. (hier: "Nr. 5") uminterpretiert in eine andere Prog.Nr. (hier: "Nr. 27"), nennt man MIDI-Mapping. Das war vor allem früher interessant, als die Geräte noch wenig Speicher hatten und manchmal nur 16 oder 32 Speicherplätze verwalten konnten. Damit konnte man einen Speicherplatz mehrfach verwenden. Nachdem heute jedes Gerät mindestens 128 Presets hat, ist das nicht mehr so wichtig.

    Du kannst (wenn ich es noch richtig weiß) vom MS-8 aus auf bis zu vier verschiedenen Kanälen senden. Das ist aber eigentlich nur bei ganz aufwändigen Systemen notwendig und war (wie gesagt) früher wichtiger. Im Normalfall kann man mit dem einen Kanal auskommen, man stellt alle Geräte auf den gleichen Kanal und alle reagieren auf den gleichen Programmwechselbefehl - jeder auf seine Art. Kaum jemand braucht mehr als 128 verschiedene Kombinationen.

    Ich hoffe, das hat Dir geholfen.

    Gruß
    kiroy
     
  6. Smöle

    Smöle Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.03.08   #6
    So, jetzt hab ich's endlich gerafft :rolleyes:!!!

    Mir ist jetzt klar, dass durch den Midi-Out oder Midi-Thru einfach nur das weitergesendet wird, was auch im Midi-In ankommt!

    Das ist bei jedem Gerät so; manche wie z.B. das MS-8 von Nobels haben dann noch die Möglichkeit, empfangene Programmnummern umzuinterpretieren und weiterzusenden.

    Also, Danke nochmal, jetzt ist mir alles klar :great:! ;)
     
  7. LennyNero

    LennyNero HCA Gitarre: Racks & MIDI Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 14.03.08   #7
    Fast.

    Beim MIDI-Thru wird einfach weitergesendet.

    Bei einem MIDI-Out muss das Geraet entweder selbst Daten generieren, oder es verarbeitet eingehende informationen und sendet dann etwas weiter, das kann dann das gleiche sein, wie am Eingang anliegt, muss aber nicht.

    Um das noch verwirrender zu machen gibt es noch ein "Soft Thru", das kommt bei haeufig bei Geraeten vor, die kein "MIDI-Thru" haben, dabei werden die Daten, die das GEraet selber generiert und die Daten die am MIDI-In hereinkommen zusammengelegt, und am MIDI-Out ausgegeben (das macht z.B. mein Roland FC200 so).
     
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