Mikrofonvorverstärker im Eigenbau oder Alternative (USB Soundkarte?)

von timchen, 23.07.10.

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  1. timchen

    timchen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.07.10   #1
    Guten Abend! :)

    Ich möchte ab und an mal relativ "billige" Aufnahmen mit einem ebenfalls billigen Mikro machen (hängt bislang direkt am Notebook). Nun ist das Rauschen aber doch schon recht laut und ich wollte mir einen PreAmp zulegen. Das lohnt sich allerdings bei mir noch lange nicht vom Preis her, daher suche ich nun nach Alternativen:
    1. Selbstbau - wie und für welches Geld?
    2. USB Soundkarte - gibts welche mit eingebautem, besserem Verstärker als die onBoard-Lösung meines Notebooks, noch dazu für relativ kleines Geld?


    Ich danke vielmals für Antworten! :)



    greez
     
  2. Astronautenkost

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  3. timchen

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    Erstellt: 23.07.10   #3
    Da kann ich mir ja schon einen kleinen PreAmp von kaufen. ;)
     
  4. ars ultima

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    Erstellt: 23.07.10   #4
    Der dann an deine schlechte Soundkarte kommt?

    "Kleines Geld" ist jtzt alles sehr relativ. Du kannst ja selber einfach mal in Online-Shops schauen, was man da für USB-Soundkarten bekommt. Wenn dir selbst das Aleis zu teuer ist bzw. du eh nur ein billiges Mikro und niedrige Ansprüche hat, und sich was eureres nicht lohnt, dann könnte vielleicht das hier etwas für dich sein:
    https://www.thomann.de/de/the_tbone_micplug_usb.htm
     
  5. timchen

    timchen Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.07.10   #5
    Sorry, falsch ausdedrückt. Meine Soundkarte an sich ist von der Qualität her mehr als ausreichend für meine Ansprüche, wenn der Pegel laut genug ist. Hab aber genau über diesen Weg eine Lösung gefunden: Mikro ins Keyboard, Keyboard in den Line-In. Komisch, aber laut genug (musste sogar mächtig runterregeln) und klingt für meine Ansprüche spitze! :D

    Trotzdem vielen Dank. :)


    greez
     
  6. eZio

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    Erstellt: 23.07.10   #6
    Kann man denn son Mikrofonverstärker selbs baun? Hat eventuell jemand nen Link zu nem brauchbaren DIY Mikrofonvorverstärker? Oder hat sogar jemand sowas schonma gebaut hier?

    Gruß eZio
     
  7. Basselch

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    Erstellt: 23.07.10   #7
    Hallo,

    ja, man kann. Ob es sich lohnt, ist die andere Frage. In der Sound & Recording (ich meine, die wär's gewesen) war mal ein Workshop drin. Da drehte es sich allerdings um eine Röhrenvorstufe. Selbstbau bedingt allerdings unbedingt Löterfahrung und auch ein wenig Geduld. Der Einkauf der Bauteile nach einer Stückliste zu einem Bauplan kann allerdings schnell so teurer werden wie ein Fertiggerät, wenn es denn ordentlich werden soll.
    Dann hättest Du aber auch nur einen Preamp und noch kein Interface... wenn Du also nicht unbedingt das Bastel- und Lernergebnis haben mußt, fährst Du sicher mit einer gekauften Lösung besser!

    Viele Grüße
    Klaus
    Klaus
     
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  8. sonicwarrior

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    Erstellt: 10.07.15   #8
    Zwar ein altes Topic, aber das hier war ja noch unbeantwortet:

    Erstmal: Klar geht das.

    JLM Audio bietet mehrere an: http://www.jlmaudio.com/shop/mic-pre-amp-kits.html
    Ich habe selber einen fast fertigen Dual Baby Animal bei mir rum liegen.

    Grundsätzlich ist für DIY von Outboard Equipment eine Registrierung bei Group DIY zu empfehlen: http://groupdiy.com
    Im White Market gibt es sehr viele unterschiedlich Mic Preamp Projekte und es gibt selbst für Mikrophone Selbstbau Projekte.
     
  9. 901

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    Erstellt: 11.07.15   #9
    Es gibt ganz viele Möglichkeiten, wenn man einen Vorverstärker selbst bauen möchte. Es kommt auch drauf an, was man damit erreichen will.
    Geld sparen? Spaß am Selberbauen? Die Möglichkeit, Einfluss auf den Sound zu nehmen? Mehr über Schaltungstechnik lernen?

    Die meisten Bausätze die man kaufen kann, sind an bewährte Klassiker angelehnt. Man kann so an einen hochklassigen Preamp kommen, der vergleichsweise kostengünstig ist. Ich sage aber auch mal gleich dazu, dass das eher nicht der Weg ist, wenn man einfach nur "Hauptsache billig" denkt. Gute Bauteile kosten Geld, auch und gerade wenn man sie einzeln beschafft. Vor allem gute Übertrager sind nicht billig.

    Beispiele:
    • Ein original API 512 kostet im Moment ~1000€
    • Ein 312er Bausatz von classicapi.com kommt nach Zoll usw. auf ca. 300€ (ist nicht 100% das gleiche, aber sehr ähnlich)
      (Für beide braucht man noch ein 500er Rack)

    • Ein original AMS Neve 1073 DPA (2-kanalig) kostet etwa 2600€
    • Das 1290 kit (2-kanalig) bei JLM (Australien) kostet nach Zoll, Versand usw. etwa 1300€
    • Bei Seventh Circle Audio (USA) bekommt man einen N72 (1-kanalig) nach Zoll usw. für unter 400€, aber man braucht noch ein Gehäuse und Netzteil
    • Bei Sound Skulptor bekommt man einen MP-73 (1-kanalig) für 322,80€ (EU, kein Zoll), braucht aber auch noch Gehäuse und Netzteil
    • Ein Golden Age Pre-73 kosten fertig 339€, hat aber nicht so tolle Übertrager (man könnte sie evtl. austauschen, die Carnhill Übertrager kosten mit Versand etwa 100€)
    Wie man sieht, muss man auch immer schauen, was für Zoll und Versand noch fällig wird. Ich hab hier nur grob über den Daumen gepeilt. Die meisten Kits, die ich bisher gebaut habe, waren qualitativ sehr gut und mit etwas Sorgfalt sicherlich von jedem zu bauen, der Löten kann und elektrotechnische Grundkenntnisse hat.

    Noch mehr Freiheiten hat man und vielleicht noch etwas billiger wirds, wenn man nur eine Platine ("PCB") kauft und die Teile einzeln bei Mouser, Conrad, digikey, Farnell, etc. kauft. Aber da muss man sich schon ganz gut auskennen und würde hier im Forum nicht fragen, ob man selber bauen könnte... ;-)

    Und es gibt noch ganz viel mehr. Ich möchte auch groupdiy.com ans Herz legen. Oder die einschlägigen Diskussionen auf gearslutz.com.
     
  10. LoboMix

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    Erstellt: 11.07.15   #10
    Nun ja, wenn man eine gewisse Löt-Erfahrung hat kann man eventuell auch mit ganz geringen Kosten zum Ziel kommen.
    Ein sehr hochwertiger Mikrofonvorverstärker-OP von Analog Devices ist der AD797 mit höchster Linearität, extrem geringen Verzerrungen und fast keinem Rauschen:
    http://www.analog.com/en/products/a...erthanequalto-12v/ad797.html#product-overview

    Bei Mouser ist er im DIP-8-Gehäuse für 8,69 € gelistet (http://www.mouser.de/ProductDetail/...EpiMZZMv9yaQC4TiGCZp%2bzjCMT2SR57u%2bnPplTOQ=).

    Der Hersteller liefert in seinem Datenblatt gleich passende Schaltungsdesigns dazu, die sogar auf einer Lötstreifen-Platine aufzubauen sein müssten:
    http://www.google.de/url?sa=t&rct=j...=aDp3N460gOzJqzbycvBOng&bvm=bv.97653015,d.bGQ

    Dazu noch für ein paar Euro ein einfaches, aber stabiles und "sauberes" lineares Netzteil mit Spannungsregler-IC gebastelt (oder noch einfacher und absolut "sauber" mit Batt./Akku gespeist) und man sollte eine sehr hochwertige Lösung für einen Mikro-Preamp in den Händen halten.
    Falls noch eine Phantomspeisung benötigt wird, würde ich die mit einem günstigen Fertiggerät wie dem "Phantom II Pro" von ART bereitstellen (auch mit Batterie zu betreiben), das einfach vor dem Preamp eingeschleift wird.

    Gruß, Jürgen
     
  11. Telefunky

    Telefunky Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.07.15   #11
    oops, falscher thread - fällt eher unter modden als typisches DIY

    cheers, Tom
     
  12. sonicwarrior

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    Erstellt: 12.07.15   #12
    Bei Bauteilen wird es halt teurer, wenn man sich alles einzeln holt. Es gibt da massig Mengenrabatte (=> Sammelbestellungen). Widerstände würde ich immer auf Vorrat holen. Bei Kondensatoren gibt es übliche Werte, die oft verbaut werden, bei denen sich auch Vorräte lohnen.

    Übertrager gibt es von einigen Firmen (Cinemag, Lundahl, Edcor, ...) in unterschiedlichen Preisklassen, u.a. auch Haufe in Deutschland oder Lundahl in Schweden (EU = kein Zoll), die vergleichsweise günstig sind. Übertrager sind halt oft schwer und dadurch der Versand teuer und damit auch der Import.

    JLM Audio ist vergleichsweise teuer. Die Kits kann ich selber jedenfalls deutlich günstiger zusammen stellen (ohne Qualitätsverlust), daher habe ich mir da auch nur die Platinen und die Schalter (schwer zu bekommen) besorgt. Und für einen von den Baby Animals den Übertrager.

    Eigentlich macht DIY auch eher aus Spaß am basteln und der Möglichkeit direkt andere Bauteile benutzen zu können (siehe Übertrager oben oder andere Opamps, usw.) und weil man so mehr über das Gerät weiß und es besser selber reparieren kann.
    Günstig wird es erst, wenn man die eigene Arbeitszeit mit einrechnet, wenn man selber Gehäuse & Frontplatten bauen kann statt die bei Schaeffer & Co zu besorgen.
    Allein ein gutes Rack-Gehäuse kostet sonst schnell mal um die 100 € (mit Versand) und die Frontplatte muss man trotzdem noch selber machen oder machen lassen. Die Gehäuse, die man z.B. von Adam Hall bei Thomann bekommt sind überall aus Stahl, was halt schwerer zu bearbeiten ist als Alu.

    Wenn man viel baut oder bauen will lohnt sich daher eher ein Modulsystem mit das 500er oder das 51xer (DIY => Groupdiy). Zumal man da auch nur ein Netzteil braucht.

    Wenn ich heute anfangen würde, würde ich den Weg gehen statt einzelner 19" Gehäuse.
     
  13. chaos.klaus

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    Erstellt: 23.07.15   #13
    Also selber bauen is auf keinen Fall billiger als ein gerät kaufen.

    Machst du ja auch ... sogar zwei. Die sind nämlich eingebaut.

    Was die Eingänge angeht ... bist du dir sicher? Spätestens wenn man das Signal mit EQs verbiegt erkennt man oft erst Probleme in der Signalkette. Hast du wirklich einen Line in, oder ist es eigentlich ein Mic-In für die typischen PC-Elektretmikros.

    Du brauchst einen Preamp und einen Wandler. Das ist in einem Interface drin. Für wenig Geld.

    Wenn du es sehr sehr günstig haben willst, dann check das Behringer U-Phoria UM2
    https://www.thomann.de/de/behringer_u_phoria_um2.htm
     
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