Mikros (+ Pult) Homerecording, Liveprojekt

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Arachnophobia
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Hallo allerseits,

geplant ist ein Electropunk-Soloprojekt: Geloopter Bass, Gesang und Microkorg als Herzstück, mittelfristig kommt noch was für den Rhythmus dazu. Ob Cajon oder Groovebox zuerst, weiß ich noch nicht ;)

Ich habe zwei Computer, ein Netbook Samsung NC10Plus mit Win 7 Starter, 1.66 GHz, 1 GB RAM, leider ohne CD-Rom-Laufwerk (aber es gibt ja USB-Sticks für sowas). Und einen PC Athlon XP 3000 (2,53 GHz) mit 1 GB RAM und Sound onboard, wo noch Win 2000 drauf ist...
Aufnehmen tu ich bisher mit Audacity.
Tut's das Netbook alleine oder sollte ich den PC aufpimpen? Brauch ich ne (externe) Soundkarte für eine der unten aufgeführten Lösungen?

Angedachte Möglichkeit 1:
Ich hab mich nun ein bisschen ins Recording eingelesen und festgestellt, dass ein Großmembran-Mikro wie das MXL 2006 oder das Rode NT-1A die günstigste Lösung wäre. Allerdings wohn ich in einem Altbau-Eckzimmer das von zweieinhalb Saiten und rund um die Uhr Lärm ausgesetzt ist, das fängt um 3:00 mit den Bäckereizulieferern an und hört um 2:59 mit kotzenden Betrunkenen auf. Sowas möchte ich ungern auf meinen Aufnahmen haben ;) Oder brauch ich mir darum keine großen Sorgen machen, solange die Fenster zu sind? Wenn ja: Reicht es, das Mikro an den Klinkeneingang anzuschließen und ab geht die Post?

Angedachte Möglichkeit 2:
Weil ich sowieso mischen lernen möchte und ein Großmembran möglicherweise nicht in Frage kommt, ziehe ich auch ein Mischpult + Einzelmikros in Erwägung.
Mischpult: Beim Surfen angetan haben es mir das Yamaha MW10C und das Allen & Heath ZED-10. Reichen die als "Plug'n'Play"? Sprich, einfach an nen Computer anschließen, eventuell noch Cubase installieren und loslegen?
Reicht auch da Audacity?

Mikros: Shure PG 58 für Gesang. Eventuell auch das Shure Beta oder SM 58, aber hier würd ich ungern 100 € oder mehr ausgeben. Punk halt. Ich bin mir noch unschlüssig ob ich den Bass und das Microkorg direkt ans Mischpult anschließen würde oder mit zwei Mikros abnehme, was würdet ihr mir empfehlen? Wenn letzteres, ich dachte an ein Shure SM 57 für's Korg und an ein AKG-112, Shure Beta 52, Audix D4, irgendwas zwischen 100 und 180 € für den Bass. Da ich auch Bassistin in ner Rockband bin, bin ich bereit hier mehr Geld auszugeben als für den Gesang, weil es eben noch anderweitig eingesetzt würde.

Bin für andere Vorschläge offen.

Das Projekt ist auf Livekonzerte ausgelegt und ich will zuhause üben, mich mitschneiden zur Selbstkontrolle und um die Welt mit mp3s zu beglücken. Mit Software will ich so wenig wie möglich arbeiten, auch wenn es manches erleichtern und vielleicht verbilligen würde - raw mastering, Speichern in mp3, das sollte reichen. Schließlich mische ich mich live ja auch mit Mischpult bzw. lasse mich mischen.

Preisrahmen:
Möglichkeit 1: max. 200 €, Wunschpreis 150 oder weniger.
Möglichkeit 2: Mischpult max. 250 €, Wunschpreis 200. Mikros: insgesamt 300 €, wenn was für 200 geht, super!
Als arme Studentin wär es mir sehr lieb, wenn ihr mir eher den Kram zum Wunschpreis empfehlt statt "kratzt am Preislimit, aber was besseres gibt es nicht".

Geht da was?

Thanks in Advance,
Ara
 
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Du brauchst kein Mischpult. Du brauchst ein Interface das hat die Vorverstärker und die Wandler verbaut und auch Lineeingänge für den Mikrokorg bzw. einen Instrumenteneingang für den Bass. Als preiswertes Universalmikro empfehle ich das SE X1. Nimm kein Bühnenmikro.


 
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Arachnophobia
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Danke erstmal für die Antwort!

Und wie isses dann mit dem Lärm auf der Straße bei Großmembram + Audio Interface?

Wie gesagt will ich möglichst wenig mit Software selbst machen - am besten auch nicht mischen, nur mastern. Wäre da ein Mischpult nicht die bessere Lösung? Wenn nein, warum nicht? (abgesehen vom Preis)
 
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Bist Du Dir sicher, dass Du mischen und mastern richtig gebrauchst? Mastern meint den "Feinschliff" eines summengemixten Songs etc. Mischpulte braucht man um viele Eingänge auf wenige Ausgänge zu reduzieren. Live macht das immer noch Sinn, wo meistens nur zwei Kanäle zu beschicken sind. Monitormix ist live noch eine andere Geschichte. Für die Aufnahmen will man aber optimalerweise keine Summen, sondern möglichst viele Einzelspuren, die dann auf digitaler Ebene im Rechner einzeln bearbeitet und dann später auch dort gemischt gemischt werden.

Ein Großmembran ist jetzt auch nicht unbedingt empfindlicher. Wichtig ist dass Du als Charakteristik z.B. eine Niere hast. Die schallunempfindliche Seite des Mikros richtest Du dann auf die Quelle des möglichen Störschalls.
 
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Gast27281
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Moin!

Ich lese Liveprojekt.:gruebel:
Also erst einmal ist das mit dem kleinen Interface wohl die eleganteste Lösung um mal schnell was aufzunehmen, deswegen vergiss das Mischpult. Wenn Du das Mikrofon aber auch Live einsetzen willst, dann solltest Du kein Großmembraner nehmen, das geht garantiert nicht gut. Man kann GMs auch Live einsetzen, aber nur unter bestimmten sehr guten Bedingungen und die sind meistens nicht gegeben. Von daher eher ein Livemikrofon, wenn Du es auch da einsetzen willst. Das Sennheiser e845 ist koppelfest und macht auf Bühnen eine relativ gute Figur und kostet nicht die Welt und vor allem immer noch besser als the old SM57.:D

Wenn Du in Deinem Zimmer die Fenster zu hast und dann immer noch der Straßenlärm zu hören ist, dann wird auch das GM das mit aufnehmen, wobei bei einem dynamischen Bühnenmikrofon da eher nicht so viel mit auf die Spur kommen dürfte. Aber auch dafür gibt es Lösungen, leider kostet das auch etwas, wenn Du z.B. einen Mikrofonabsorber kaufst und den dann in Richtung Lärmquelle drehst, so das Du das Mikrofon davon abschirmst. Dann sollte es auch mit einem GM gehen.

Greets Wolle
 
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Das Projekt ist auf Livekonzerte ausgelegt und ich will zuhause üben, mich mitschneiden zur Selbstkontrolle und um die Welt mit mp3s zu beglücken.
Sorry, habe ich irgendwie überlesen. Dann ist wirklich ein Mischpult (live) mit eingebautem Interface (aufnehmen) sinnvoll. Ich würde das Yamaha nehmen und dann erst mal ein brauchbares Mikro, das Du für Aufnahmen und Live nehmen kanst. Später kannst Du Dir das SE X1 noch dazu gönnen, um die Aufnahmen zu verbessern.

 
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Arachnophobia
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Sooo erstmal danke für die Antworten.

Ich hätte jetzt folgende Sachen im Warenkorb:

1. Yamaha MW-8CX: Meines Wissens das MW-10 mit Effektprozessor, oder irre ich da? Würdet ihr mir was anderes zu etwa denselben Preis empfehlen? Ich dachte, ein Effekte mehr für nen Fuffi mehr kann nicht schaden... hauptsächlich für die Vocals

2. Sennheiser e845 (danke für den Tipp :) )

3. 3 Sommer Cable XLR 6m, ich halte Sommer Cable für Kabel, die günstig sind, sich aber dennoch hörbar von 10€-Kabeln qualitativ unterscheiden.

Das Microkorg geht dann erst mal über DI-Out ins Pult und der Bass über DI-Box oder den DI-Out von meinem Zoom B2.u. Wobei ich für den Bass auf ein Audix D4, Shure 52 oder ähnliches umsteige sobald das Geld dafür da ist.

Dann wär ich bei 384 € + 45 € für die Kabel.

Was meint ihr dazu, kann ich da was optimieren für denselben Preis?
 
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Gast27281
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Moin!

1. Yamaha MW-8CX: Meines Wissens das MW-10 mit Effektprozessor, oder irre ich da? Würdet ihr mir was anderes zu etwa denselben Preis empfehlen? Ich dachte, ein Effekte mehr für nen Fuffi mehr kann nicht schaden... hauptsächlich für die Vocals

Nein Du irrst nicht, es ist das MW10 mit FX! Du willst ja dein Setup auch auf der Bühne einsetzen und da würde ich eher zu einem Mixer mit Fadern raten, da es in einer Livesituation doch schon mal anders zugeht als im Studio, dort muß man schnell mal auf einer etwas dunkleren Bühne schauen was los ist und so ein Poti sieht man nicht sofort wie er steht, ein fader kann man sofort erkennen. Daher würde ich zu einem Pult mit Fadern raten, wie den Alesis Multimix FX, zwar jetzt etwas größer, aber in der selben Preiskategorie, etwas teurer aber hochwertiger wären die A&H ZED Serien.

Man könnte noch sparen in dem man die Effekte weglässt und den USB Anschluss auch und dafür ein Miniinterface dahinter setzt, macht auch nur Stereo wie die integrierten auch!:) Dann könnte man auch ein Soundcraft EPM 6 nehmen.

2. Sennheiser e845 (danke für den Tipp :) )

Bitteschön!:)

2. Sennheiser e845 (danke für den Tipp :) )

3. 3 Sommer Cable XLR 6m, ich halte Sommer Cable für Kabel, die günstig sind, sich aber dennoch hörbar von 10€-Kabeln qualitativ unterscheiden.

Sommercable ist schon gut! Wichtig ist das Du gute abgeschirmte Kabel nimmst und da sollten dann Neutrik oder Amphenolstecker dran sein, das ist für die Haltbarkeit schon gut! Hörbare Unterschiede wirst Du im Bühnenbereich nicht finden, es sei denn die Kabel fangen sich Einstreuungen ein. Der Unterschied liegt hier eindeutig in der Halbwertzeit!:D

Greets Wolle
 
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Du willst ja dein Setup auch auf der Bühne einsetzen und da würde ich eher zu einem Mixer mit Fadern raten
Da stimm ich dir zu dass es praktikabler ist, für mich jetzt aber nicht soooo wichtig. Zumal mir die günstigeren Pulte mit Fadern, die ich bisher unter den Fingern hatte, auch nicht so gut gefallen, verarbeitungstechnisch. Ich hab lieber nen Poti der sich nicht zu leicht und nicht zu hart drehen lässt, als nen wackligen Faderknopf.

Man könnte noch sparen in dem man die Effekte weglässt und den USB Anschluss auch und dafür ein Miniinterface dahinter setzt, macht auch nur Stereo wie die integrierten auch!:)
Hmmm, klaut das Behringer-Teil nicht ziemlich viel vom Sound? Oder anders gefragt: Wird die Aufnahme besser, wenn ich auf Pulte mit USB-Anschluss setze?
Mir ist bewusst, dass ich mit dem anvisierten Equipment jetzt keine hammermäßige Recordingqualität erreiche (egal ob für 600 Tacken oder weniger), aber der Sound sollte schon für Youtube und Konsorten zumutbar sein, ich mach das ja auch für Promozwecke.

Mikro und Kabel stehen, bleibt jetzt also noch die Frage nach dem Mischpult: Analog + USB-Interface oder USB integriert. Effekte ja oder nein.

Im Rennen sind:
Analog:
+Soundcraft EPM 6
+ Yamaha MG 82 CX
USB:
+Allen & Heath ZED-10
+Yamaha MW10C
USB mit Effekten:
+Allen & Heath ZED-10FX
+Yamaha MW 8CX

Vielleicht kann mir ja noch jemand was zu den Mixern sagen, wie so die Qualität ist, ob sich der Aufpreis für Effekte lohnt, ob die Effekte schrottig klingen oder nicht...
Ansonsten werde ich sie mir diese Woche mal im Musikladen vor Ort unter die Lupe nehmen, sofern verfügbar.

Bin selber gespannt was es dann letztendlich werden wird :)
 

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