Mischen von der Bühne

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sktec
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Hallo,
die Band in der ich Keyboard spiele möchte für kleinere Gigs auf einen Techniker verzichten und das Mischen von der Bühne aus machen. Das ist natürlich immer keine gute Sache, aber darüber wurde bereits diskutiert. Meine Frage ist, welche Erfahrungen ihr damit habt, welches Equipment ihr einsetzt, wer das auf der Bühne dann macht usw.
Meine Idee wäre ein kleines Digitalmischpult a la Yamaha 01v o.ä.
Dann können die Einstellungen abgespeichert werden und das Mischpult kann noch für andere Dinge genutzt werden, als nur zwischen den Gigs in der Kiste zu schlummern (eben wegen der Einstellungen, die ich von Gig zu Gig verbessern würde, aber grundsätzlich weitestgehen übernehmen würde)
Unsere Band besteht aus 6 Musikern (Drums, Fem-Voc, Git/Voc, Git/Voc, Bass/Voc, Keys) und wir spielen Cover/Tanz/Partymusik.
Vielen Dank für Eure Anregungen.

ps. mit der Suchfunktion habe ich nicht so richtig etwas gefunden, vielleicht hab ich mich aber auch einfach zu bl* angestellt :)
 
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Xytras
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Ich habe ein paar Bands gesehen, die das gemacht haben. Nur leider war es meistens keine besonders gute Entscheidung.

Das hängt zum einen damit zusammen, dass die Musiker idR auf der Bühne stehen und nicht davor und deshalb den Sound, den die PA wiedergibt nur bedingt einschätzen können - vor allem wird die Einschätzung des Effekts den das Publikum auf den Suond vor der Bühne hat, sehr schwierig und geht meistens in die Hose (bei leerem Saal während des Soundchecks kann man ja noch vor die Bühne gehen, um den Sound zu überprüfen, bei voller Bude ist das allerdings nicht mehr möglich).
Zum Anderen:
(eben wegen der Einstellungen, die ich von Gig zu Gig verbessern würde, aber grundsätzlich weitestgehen übernehmen würde)
Hmm... Eigentlich müsstest Du aber die Lautstärkeverhältnisse und den Equalizer immer an die jeweiligen Gegebenheiten (Bühne/Raum) anpassen. Ich glaube mit 1 Standardsound, der nur noch marginal verändert wird, kommst Du da nicht besonders weit...
Wenn Du nicht entweder selbst erfahrener Tontechniker bist oder der Sound bei eurer Mukke eher sekundär, würde ich eher davon absehen, das so zu machen und mich lieber auf einen festen Tonmenschen oder eben den Haustechniker verlassen - ich glaube in 95% der Fälle wird das Resultat damit besser sein. (ist aber nur meine persönliche Meinung, die ich aus Beobachtungen schlussfolgere, muss nicht stimmen).
 
foxytom
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hm, das kann schon funktionieren, allerdings wird es immer ein Kompromiss bleiben. Pflicht ist die ständige Kontrolle durch einen der Band, der in seiner eigenen Spielpause von der Bühne geht und durchs Publikum marschiert.
Oder ihr habt einen Kumpel dabei, der gute Ohren hat und euch Änderungen auf die Bühne "zuflüstert", also z.B. durch Handzeichen.
 
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hm, das kann schon funktionieren, allerdings wird es immer ein Kompromiss bleiben. Pflicht ist die ständige Kontrolle durch einen der Band, der in seiner eigenen Spielpause von der Bühne geht und durchs Publikum marschiert.
Ich sag ja nicht, dass es nicht funktionieren kann nur dass es in den meisten Fällen, die ich erlebt habe keine besonders gute Entscheidung war.

Oder ihr habt einen Kumpel dabei, der gute Ohren hat und euch Änderungen auf die Bühne "zuflüstert", also z.B. durch Handzeichen.
Wenn der Kumpel immer dabei ist, dann stellt sich aber für mich halt die Frage, warum der Kumpel sich nicht gleich zum Mischer "weiterbildet" und der Band dadurch die Kosten und den zusätzlichen Stress erspart.
 
bluebox
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Hallo !

Wir praktizieren das bei ca 60 % unserer Gigs. Wir benutzen ein Behringer DDX1632 + eigene PA.
Dort sind verschiedene Settings programmiert. Z.B. pro Gesangs-Solisten ein eigenes Programm.
Diese Programme wählt unser Basser über einen MIDI-Fußschalter an. Wir haben da auch ein Pgm für Ansagen, ein "Panikprogramm" (=alle Fader auf 0) und weitere "Spielerein" (spezielle Programme für bestimmte Songs mit bestimmten Effekten).
Die Globaleinstellung hierzu machen wir vorher beim Soundcheck. Da gehen der Basser und ein Sänger je mit Drahtlos-Equipment in den Saal und checken das ab.

Was m.E. hierzu sehr wichtig ist:
Auch in der Probe mit dem gleichen Equipment arbeiten wie auf der Bühne. Somit kann man den
grogrammierten Sound doch ein großes Stück weit auf die Bühne übertragen und braucht dort nur noch Feinheiten abzustimmen. Der Sound für die Location wird dann ja eh über EQ abgestimmt.

Grundsätzlich haben wir die Erfahrung gemacht, dass der Sound meist nicht schlechter ist, als wenn man einen fremden Mischer davor stehen hat der das Programm und die Musiker nicht kennt.
Natürlich muss man bednken, dass solche Gigs eher in kleineren Locations stattfinden. Wenns groß werden muss, braucht man natürlich den Kollegen am Pult zusammen mit einer potenten PA - aber das ist ja dann auch eine ganz andere Hausnummer.

Der Idealfall ist natürlich ein guter Techniker der das Programm kennt und weiß was er tut.

Ich hoffe das hilft.

ciao

bluebox
 
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Vielen Dank für die schnellen Antworten.
Ich habe einige Erfahrung (zumindest bilde ich mir das ein) mit Live Mixing, gerade deshalb bin ich nicht gerade begeistert von dieser Lösung. Habe meine Band in einer anderen Besetzung früher selbst gemischt und weiß diesen "Luxus" zu schätzen. Es geht auch wirklich nur um Veranstaltungen, wo sich auf Grund des Budgets kein Techniker einkaufen lässt, oder, und das soll es ja auch geben wo kein Techniker zusagt, wenn er die Bedingungen gesehen hat (Karneval aufm Dorf, FOH 2m vor der 5KW PA usw.).
Bzgl. der sich ändernden EQ Einstellungen: auf die Saalgegebenheiten würde ich versuchen, mit einem SummenEQ zu reagieren (beim Soundcheck).
Interessant ist noch die Frage, was denn auf die Monitore gehört. Vermutlich der Mix, der zur PA geht, oder? Sonst hat man ja wirklich keine Chance...

@bluebox: die Lösung mit dem DDX von Behringer hat mich auch schon beschäftigt, ich trau diesen Geräten nur ungern wichtige Parts auf der Bühne zu, ansonsten hört man ja nicht so viel negatives, wenn man mal vom allgemeinen ANTI Behringer Gemetzel absieht. ggf. kann das Teil ja einfach durch bspw ein 01v o.ä. ersetzt werden. (dies soll jetzt nicht zu einer pro/contra Behringer Diskussion führen, ich persönlich steh diesem Gerät nicht zuletzt wegen des Preises fast neutral gegenüber).

soweit, gern mehr und schonmal danke dafür.
 
Xytras
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Ich habe einige Erfahrung (zumindest bilde ich mir das ein) mit Live Mixing, gerade deshalb bin ich nicht gerade begeistert von dieser Lösung. Habe meine Band in einer anderen Besetzung früher selbst gemischt und weiß diesen "Luxus" zu schätzen.

Gut, wenn Du Erfahrung damit hast, dann spricht eigentlich nicht viel dagegen. Meist ist es nur so, dass Musiker eher bescheidene Mischer abgeben (auch wenn sie sich gern gegenteiliges einbilden), weshalb ich bei solchen Anfragen eher vorsichtig bin... :)
 
foxytom
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Bzgl. der sich ändernden EQ Einstellungen: auf die Saalgegebenheiten würde ich versuchen, mit einem SummenEQ zu reagieren (beim Soundcheck).
Interessant ist noch die Frage, was denn auf die Monitore gehört. Vermutlich der Mix, der zur PA geht, oder? Sonst hat man ja wirklich keine Chance....

nur beim Soundcheck ist zu wenig, auch wenn die Location klein ist, klingt es ganz anders, wenn Leute vor der Bühne stehen. Im Freien noch schwieriger, weil da je nach PA-Leistung nach ein paar Metern die Bässe verpuffen.
Ihr habt 4 Sänger, da würde ich mind. einen Monitor-Mix machen. Den kompletten PA-Sound sich wieder auf die Monitore zu legen ist aber auch nicht das gelbe vom Ei.

Prinzipiell kann man weder "dafür" noch "dagegen" sagen, es hängt viel von eurer Bühnen-/Lautstärkendisziplin ab usw.
Probiert es einfach aus ;)
 
roha
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Hi,
wir hatten die gleiche Lösung wie Bluebox mit dem Behringer, bis uns der Prozessor verließ. Es soll aber nicht heissen, dass das Pult schlecht ist. Ich war sehr glücklich damit. Kurzerhand repariert und in den Proberaum damit.
Jetzt nutzen wir ein 01V96VCM und seine Vorzüge. Man kann den 01V96 mit einem Notebook und W-Lan fernsteuern. Das heisst, dass ich vor dem Job den Soundcheck absolut genau durchführen kann und wenn nötig während des Jobs von unten ein paar Veränderungen durchführe. Die Softwar gibts auf der Yamaha Page kostenlos zum download.

Bei ganz großen Jobs möchte ich aber auch auf den Techniker nicht verzichten;)

Ciao ROman
 
bluebox
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@sktec: Sicherlich ist das Digitalpult austauschbar ein 01V96 ist ja besser. Obwohl und das Behringer bei ~ 50 Auftritten nie im Stich gelassen hat. Man hat aber auch schon anderes gehört..... deshalb muss das jeder selbst entscheiden.

Thema Monitoring:

Wir arbeiten mit 3 + 1 Monitor-Wegen (ist auch gut mit dem Pult zu handeln) + persönliche Mixe - ds klingt auf den ersten Moment etwas komisch macht aber durchaus Sinn. Warum ?

Wir haben aktive Monitore mit je 2 Eingängen. Auf den einen Eingang kommt bei allen der gleiche Gesangs-Mix auf Eingang 2 haben wir 3 unterschiedliche Instrumental-Mixes vom Pult zur Verfügung, bzw. kann sich der Einzelene Musiker anstatt dem angeboteten Mix aus dem Pult sich selbst auf den Weg 2 des Monitors legen (z.B. vom Key-Submixer oder seiner DI-Box aus)
Somit hat jeder die Möglichkeit seine Monitor-Lautstärke und das Verhältnis von Gesang zum Rest nachzukorrigieren. Dazu gehört natürlich viel Bühnen-Disziplin und Erfahrung, und auch eine halbwegs vernünftige Bühnenlautstärke - es erspart aber dem Mischer viel Stress, solange da nicht wild und ständig dran rumgekurbelt wird.
Gerade die Geschichte mit dem Gesamt-Gesang auf allen Wegen hilft uns, da wir sehr gesangsbetonte Titel spielen (z.B. Eagles) und wir zu fünft singen. Da ist es superwichtig alle Sänger sehr gut zu hören um die richtige Intonation zu haben.

ciao

bluebox
 
roha
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@sktec: Sicherlich ist das Digitalpult austauschbar ein 01V96 ist ja besser. Obwohl und das Behringer bei ~ 50 Auftritten nie im Stich gelassen hat. Man hat aber auch schon anderes gehört..... deshalb muss das jeder selbst entscheiden.
......

bluebox

Das kann ich nur bestätigen. Der Behringer hielt knapp 3 Jahre und stand Sommer wie Winter im Bus. Ich war wie gesagt sehr zufireden bis sich dann der Prozessor schleichend verabschiedete. Dies machte sich in lauten kKnackgeräuschen und Brummen bemerkbar. Da mir das für die Zukunft zu unsicher war kauften wir den 01V96. Ansonsten würde wir immer noch mit dem Behringer live spielen.
Bestest Preis/Leistungsverhältnis. Und vor allem einfach zu bedienen :D

Ciao Roman
 
Eclipseman
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Wir machen seit Jahren den Mix von der Bühne aus, und haben
damit bisher keine schlechten Erfahrungen gemacht. Bequemer
ist's natürlich, wenn ein Bekannter aus einer anderen Band Zeit
erübrigen kann, um uns vom Publikum aus zu mixen (er ist
übrigens Gitarrist - und macht einen hervorragenden Mix...), aber
besser ein Mix von der Bühne als gar keiner.

Wenn ich von der Bühne aus mixe, dann zweige ich aus der
Eli-Endstufe (wenn wir mit der kleinen PA spielen) das Signal für
die Monis ab. Auf der Bühne haben wir dann weitgehend das, was
dann lauter und mit fetterem Sound aus der PA kommt - was uns
als Kontrolle reicht.

Ist zugegebenermaßen ne Notlösung, aber mit der Zeit kriegt man's
ganz passabel in den Griff. Klagen über den Sound hat's bisher noch
keine gegeben.

Bühne hinten links: Drummer
Bühne hinten rechts: Keyboarder (+ Voc)
Vorne rechts: Bassistin (+ Voc)
Vorne Mitte: Frontmann (+ 2. Git)
Vorne links: Gitarrist (+ Voc)

stagesetup.png
 
ibkoeppen
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Hi - ich sach mal:

bei nicht allzu großen Sachen geht's schon, aber dann sollte der Mischende schon ab und zu mal paar Meter ins Publikum reingehen und hören, mach ich z.B. als Gitarrero mit nem langen Kabel. (könnte man ja auch wireless machen).

Als in dem Sinne - zwar von der Bühne aus mischen schon, aber hören von unten.
Mit ner gewissen Erfahrung kriegt man da auch n Gefühl dafür.

Michael
 

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