Mischstimme / Hoher Männergesang

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Hey Leute,

ich habe da mal so eine Frage zum Thema "hoher Gesang".
Ich höre u.a. sehr gern Hammerfall aber auch andere Bands mit männlichen Sängern, die gern mal höher gehen.
Vor allem aber Hammerfall macht das auffällig oft. Selbst auf Wikipedia steht, dass diese Band "hohen Männergesang, teilweise bis zum Falsett" benutzt.

Mir ist allerdings aufgefallen, dass reines Falsett nicht das Einzige sein kann. Wenn ich selbst (klassifiziert als Barriton/2. Tenor) in meine Kopfstimme/Falsett wechsle, nimmt das meiner Stimme sehr viel von ihrer Klangfarbe und vor allem von ihrer Kraft. Irgendwie (leise) kann ich aber auch mit gewissem Druck einen Teil meiner normalen Singstimme in diesem Falsett wahren - ich glaube, das ist das, was man als Mischstimme bezeichnet, also eine gemischte Stimme aus normaler Singstimme + Falsett.

Nun die Frage: kommt das hin, ist es wirklich die Mischstimme, die bei hohem Männergesang gern verwendet wird, oder gibt es einfach Sänger, die eine Kopfstimme haben, die sich nicht so lasch anhört?
Um wie viel höher kommt man mit der Mischstimme denn überhaupt?
Gibt's da besondere Übungen, mit der man die explizit trainieren kann?
 
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Hi Shebas,


wirf am besten Mal einen Blick in die FAQ zum Thema Register (siehe meine Signatur). Die Mischstimme, die du meinst, hat in erster Linie mit der richtigen Resonanzraumnutzung zu tun.

"Mischen" (ich mag das Wort nicht, da es sich nicht tatsächlich um eine Vermischung der Stimmfunktionen handelt, aber OK) kannst du rein theoretisch aus beiden Registern heraus: also sowohl aus der Vollstimme ("Bruststimme") als auch aus dem Falsett. Das ist eine Frage der Resonanzraumnutzung, teilweise auch anderer Faktoren (Stimmsitz).
Das Mischen aus der Randstimme heraus ist bei Männern im Allgemeinen seltener, ABER gerade im Hardrock und Metal hört man es dann doch recht oft. Daher ist auch ein bisschen die Frage, welchen Klang du gerade vor Augen, äh, Ohren hast.
 
Hi,
das Video hier koennte Dir evtl. helfen:
http://www.youtube.com/watch?v=zU-OlPet7lk
Was die Erklaerung in dem Video angeht:
Das klingt in sich schluessig, aber ich bin immer etwas vorsichtig, was die Theorie angeht. Der eine sagt so, der andere so.
Ich such mir dann immer raus, was fuer mich funktioniert und was mir hilft und beachte den Rest nicht weiter. ;)
So einen roten Kopf haette ich z.B. beim Singen nicht gern.
 
Hm .... was der Typ vormacht, hat für mich eigentlich weniger etwas mit Registern oder Mischen zu tun. Beides ist Randstimme, nur das eine eben überhaucht und das andere mit sehr viel Druck - und Twang.

In etwas das Gleiche wird auch in folgendem Video etwa ab 3:40min auch nochmal erklärt:

http://www.youtube.com/watch?v=Ow4VnbIezF4


Der Typ verwendet ja die Terminierung von Estill und da verzichtet man ja auch bewusst auf konventionelle Registertheorie sondern stellt einfach verschiedene Funktionen des Gesangsapparates wie ein Baukastensystem vor (was auch nur bedingt sinnvoll ist, weil man einige dieser "Bausteine" einfach nicht voneinander entkoppeln kann, EVTS aber so tut als ob).
 
Zuletzt bearbeitet:
Also eine Randstimme, die Klangqualitaeten der Vollstimme beinhaltet, wuerde ich schon als Mischstimme bezeichnen, bzw. habe ich Kopf- und Mischstimme bisher immer synonym verwendet und da auch gleich das englische Headvoice mit reingebuegelt. Ich lasse mich da aber auch gern eines besseren belehren.
Die Schwierigkeit ist ja weniger die Kopf- oder Brustresonanz, sondern eher, die Vollstimme der Randstimme anzugleichen und umgekehrt.
 

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