Aus diesem Grund wird ja die Belastbarkeit angegeben, damit man weiss, was die Box verkraften kann. Wenn die 450W aushalten würd, wäre das auch so deklariert

.
Das wäre sehr schön, wenn man sich darauf verlassen könnte, das alle Hersteller sich an Standards z.B. für die Dauerbelastbarkeit oder Leistungsabgabe incl. der technischen Definition der entsprechenden Messverfahren halten würden; tun sie aber nicht! Mein Roland Bass-Cube ist mit 100Watt Ausgangsleistung angegeben und wirklich laut für seine Größe, man glaubt es absolut. Die Leistungsaufnahme wird jedoch mit 28Watt angegeben; ein Wunder? Das ist eher ein Ergebnis geschickter Messverfahren und Definitionen!
Abgesehen von den anderen Faktoren, wie Clipping, Verzerrung (harmonisch oder nicht), Gleichstromanteilen, Röhren- und Transenwattdiskussionen etc. sollte man immer sehr aufmerksam hören, was aus der Box kommt. Das ist gerade heute unerlässlich.
Ein EV-15L war damals (frühe 80-iger) mit 200W Belastbarkeit angegeben und praktisch unkaputtbar. Im Laufe der Zeit wurden die angegebenen Wattzahlen immer größer. Ob der Hersteller tatsächlich etwas geändert hat, weiß er nur selbst. Vielleicht hatte er nur mittlerweile gute Erfahrungen gesammelt und wurde mutiger, um im Wettbewerb zu bleiben?
Wir als Endanwender setzen ja immer irgendwie Leistung (in Watt) mit Lautstärke gleich, was technisch vollkommener Unsinn ist. Eine 800W-Box ist
grundsätzlich weder lauter als eine 200W-Box, noch könnte sie
grundsätzlich lauter spielen, wenn man denn die vierfache Leistung hineinschieben würde; es wird nur suggeriert. Und wenn ich fürs gleiche Geld 800Watt bekomme oder nur 200Watt, ist doch die Entscheidung einfach!
Es ist schon wesentlich sinnvoller, sich in Foren wie z.B diesem einzulesen, um von den Erfahrungen vieler Gleichgesinnter zu profitieren, wenn man mag, und sich dann gezielt in die Geschäfte bewegt, um dort selbst etwas auszuprobieren. Die eigenen Erfahrungen kommen dann mit der Zeit und abnehmender monitärer Mittel automatisch dazu

. Ich bereue keiner meiner Erfahrungen, besonders nicht die schlechten. Denn Fehler oder schlechte Erfahrungen sind schließlich der Rohstoff für Verbesserungen!
Grüße von der Ostsee