Modeller im Rack vereinen

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Hallo zusammen,

ich plane meine Modeller inkl. Amp im Rack zu vereinen und parallel zu meinem Mesa Rectifer-Rig zu betreiben, und alles über ein Voodoo Lab Ground Control Pro zu steuern. Ich stelle mir das so vor:

Mesa-Rig: Mesa Rectifier / 4x12 Cabinet, TC G-Major 2 im Loop

Modeller-Rig: 4 Kanal Mickamp ("fullrange" Combo), Kanal 3 ist stereo.
In den Stereokanal möchte ich folgende Modeller quasi wie verschiedene Preamps einschleifen und ABC-mäßig schalten und ggf. auch parallel betreiben:
- Avid Eleven Rack evtl. mit TC G-Major 1 im Loop
- NI Guitar Rig 5 Kontrol (Kontrol-Floorboard mit Soundkarte und MacBook Pro)
- IPAD-GuitarApps (JamUpPro, Bias) via IRig HD
Hinzu kommen soll noch eine zentrale Stromversorgung und DI für die unsymetrischen Ausgänge des Mickamp (zur PA, damit im Livebetrieb eine Mikrofonierung entfällt).

Das Mesa-Rig und das Modeller-Rig sollen AB schaltbar und parallel betrieben werden können. Innerhalb des Modeller-Rigs sollen auch alle 3 Modeller ABC schaltbar sein und wenn möglich auch parallel betrieben werden können. Das Ground Control Pro soll schön durch alle midifähigen Geräte thru gehen, sodass ich alles zentral steuern kann.

Insgesamt geht's also um die Verschaltung von 4 Preamps (Mesa, Eleven Rack, Guitar Rig, Ipad) in einem analogen Mono- und einem digitalen Stereo-Rack.

Meine Frage ist nun mit welchem Looper ich das hinbekomme, z.B. Voodoo Lab GCX oder Rocktron Patchmate? Oder gibt's noch andere Alternativen?

Brauche ich zusätzlich noch ein Lehle 1@3 SGoS oder einen VoodooLab Amp Selector, um alles brummfrei zu schalten.

Ich hoffe, das Ganze ist nicht zu crazy und dass ich mich halbwegs verständlich ausgedrückt habe.

Ich freue mich auf Eure Tipps!

Grüße,

brainwalker
 
bagotrix

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Hi,

die erste Frage wäre aus meiner Sicht: wozu der gigantische Aufwand? Brauchst Du wirklich so viele Sounds, und kann denn wirklich keiner der Modeller alleine die benötigten Zusatzsounds zufriedenstellend produzieren?

Ich stelle mir gerade vor, wie das zu verkabeln wäre, und was für eine Menge Fehlerquellen Du dabei hättest. Dazu kommt noch, dass Du zum eh nicht billigen Amp auch noch ein IPad und ein MacBook Pro mitschleppen musst. Es wird zwar auch genug Musikerequipment geklaut, aber mit dem Apple-Kram können ja noch viel mehr Leute was anfangen... Nicht zu vergessen ist auch schlicht die Gefahr, in der sich solche Geräte auf einer Rockbühne immer befinden - die sind halt schon rein mechanisch eher für den Betrieb im Büro und zu Hause ausgelegt. Abgesehen davon gehe ich mal davon aus, dass Du damit auch anderweitig arbeitest. Das würde bedeuten, dass Du die Sachen nicht einmal verkabeln und ins Rack packen würdest, sondern jedesmal neu anschließen müsstest. Die Zeit zum Aufbau wird in dem Fall ganz schön lang werden.

Ich könnte mir vorstellen, dass Dein Antrieb ist, im Studio erzeugte Sounds 1:1 auf der Bühne nutzen zu wollen. Falls das Deine Motivation sein sollte, wirst Du mMn eher enttäuscht sein. Die Verhältnisse auf der Bühne sind ganz andere, und an Deinen Sound werden in dem Umfeld auf jeden Fall andere Anforderungen gestellt. Ob die Sounds sich da überhaupt durchsetzen, ist schon mal die Frage, und eine andere, ob so extreme Unterschiede dann noch einen homogenen Bandsound ergeben. Das ist ja was ganz anderes, wenn die 20 Gitarrenspuren im Studio am Schluss noch mal verbogen, gemixt und gemastert werden.

Ich vermute mal, dass Du das Ganze professionell betreibst, denn auch preislich befinden wir uns hier ja doch weit jenseits der Hobbyzone. Von daher würde ich Dir eigentlich eher dazu raten, etwas abzuspecken und statt einem Haufen Geräte, die alle recht gute Sounds produzieren, eines anzuschaffen, dass die Modelling-Sounds dann aber auch wirklich optimal abdeckt, und zwar einschließlich der Effekte. Axe-Fx und Kemper wären da die Stichworte.

Vielleicht findest Du aber auch eine Möglichkeit, für den Live-Gebrauch eines der vorhandenen Geräte so zu programmieren, dass es neben den "eigenen" Sounds auch die der anderen Softwarelösungen abdeckt. Eigentlich sollte das 11R doch flexibel genug sein, um die diversen Sounds zu erzeugen, erst recht in Kombination mit dem tc, wenn's denn sein muss. Ich sehe ansonsten die Gefahr, dass Du am Schluss mehr umsteckst, programmierst und anpasst als Gitarre spielst. Vorzugsweise würde ich mit der Suche beim 11R anfangen, denn das ist am ehesten für die Belastungen "on the road" ausgelegt.

Kleiner Nachsatz: Ich bin selber ja alles andere als GAS-resistent, und die Idee mit den vielen Sounds ist mir auch nicht fremd. Unlängst habe ich allerdings mal wieder ein bisschen an meinem uralten Roland GP-100 rumprogrammiert, und zwar in Verbindung mit meinen dort eingeschleiften Röhrenpreamps. Und dabei habe ich festgestellt, dass ich noch nicht mal an der Oberfläche dessen gekratzt habe, was man in der Kombination der Geräte erreichen kann. Ich hab zB mal einen angezerrten Matchless-Sound (der für sich ehrlich gesagt nicht wirklich nach Boutique klingt...) vor den nur angezerrten Engl E530 geschaltet, quasi als Verzerrer, und das gibt einen wirklich schönen, fetten und röhrigen Ton.

Ich wette, mit dem 11R und der 4-Kabel-Methode könntest Du auch ohne zusätzliche Verstärkung noch sehr viel rausholen. Aber auch mit dem neutral verstärkten 11R über Deinen Fullrange-Amp sollten eigentlich so viel Varianten drin sein, dass Du Dir einen geilen Gesamtsound zusammenbauen kannst.

Gruß, bagotrix
 
O

Ollinger

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Hey Brainwalker,

grundsätzlich ist das möglich. Durchaus ein ambitioniertes Projekt aber spannend.

Für mein eigenes Verständnis wären da vorher noch ein paar Kleinigkeiten.

-Ich kenne den Mickamp nicht wirklich, aber ich meine, dass es vereinfacht gesagt eine Stereoendstufe inkl. Speaker ist. Richtig?
-Du hast also vor die 3 Preamps (11r,GuitarRig und Ipad) stereo ABC auf den Stereoeingang des Mickamps zu schalten. Ebenfalls richtig?
-Soll der Rectifier auch per Midi geschaltet werden? (Channels)

Das mit dem IPad wiederum erschließt sich mir nicht ganz. Was da heraus kommen soll, was aus den anderen nicht herauskommt... ist aber natürlich deine Sache ;)

Kleine Anmerkung am Rande: Das KONTROL Floorboard/Interface ist ein ziemlicher Brocken der hierbei relativ unnötig ist und als Interface in Verbindung mit einem MB Pro relativ hohe Latenzen erzeugt. Ich spreche da zumindest aus eigener Erfahrung. Habe das Ding auch mal live im Einsatz gehabt und würde es nicht ohne weiteres Empfehlen. Wenn man nicht gerade mit InEar spielt. (Was ich seit jeher tue und dennoch ist ein Unterschied zwischen dem System und mikrofoniertem Amp tatsächlich deutlich spürbar.)
Schau mal in den Preferences vom GuitarRig nach wie niedrig du die Latenz einstellen kannst. Würde mich mal interessieren.
Abhilfe könnte hier eine "einfache" Interface Lösung aus dem Homerecording sein. Ein HiZ Eingang und ein Midi In währen die grundsätzliche Anforderung. Und ich habe hier selbst mit günstigen M-Audio Geräten eine deutlich geringere Latenz hinbekommen. Klanglich vollkommen in Ordnung. (Das Kontrol rauscht sowieso wie die Wutz)

Nun denn.. Bis spädda.
Viele Grüße. :)--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Hi,

Ich wette, mit dem 11R und der 4-Kabel-Methode könntest Du auch ohne zusätzliche Verstärkung noch sehr viel rausholen. Aber auch mit dem neutral verstärkten 11R über Deinen Fullrange-Amp sollten eigentlich so viel Varianten drin sein, dass Du Dir einen geilen Gesamtsound zusammenbauen kannst.

Gruß, bagotrix

Ich nehme mal an dass es ihm nicht nur um klangliche Vielfalt geht. Mit so einem Setup könnte er Wet/Dry/Wet Systeme fahren und mehrere Sound layern die dann am FOH pult mit leichtem Inputdelay verzögert werden um quasi 2 Gitarren zu simulieren. Ist im Rock und Metalbereich relativ gängig. Wenn man sich n bissl damit beschäftigt kann man so echt geile Sounds bekommen OHNE live Gitarren vom Band kommen zu lassen.. Und dieser Ansatz ist noch sparsamer als 4 Gitarrentopteile und 4 Boxen mitzuschleifen. ;)
 
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brainwalker

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Hallo zusammen,

sorry erst einmal...ich war letzte Woche unterwegs und konnte deshalb nicht antworten.

Danke für Eure Hinweise! Insbesondere bagotrix Bedenken bzgl. einer Überladung und Überforderung mit Möglichkeiten sind mir durchaus bewusst. Klar werde ich mich auch auf "meine Sounds" beschränken müssen, um mich nicht im Klanguniversum zu verlieren. Tatsächlich interessiert mich insbesondere aber auch das Layering von Sounds über beide Amps sowie das Phrase-Looping (würde ggf. auch noch Looper integrieren...aber das lassen wir hier besser erstmal beiseite...).

Mir geht es aber erstmal darum meine Einzel-Gerätschaften zusammenzuführen, da mir die ewige Rumstöpselei auf den Keks geht, und ich das Digi-Rack einfach anschalten und flexibel nutzen will. Dabei sollte das Ganze auch noch Live-tauglich sein und soweit durchdacht, dass ich weiß wieviele HE mein örtlicher Rackbauer über dem Mickamp einplanen soll.

@Ollinger: Der Mickamp ist ein 2x10er Combo mit einem eingebauten 4-Kanalmixer inkl. EQ, FX-Loop und einer 75 Watt Stereoendstufe. Der 3. Kanal hat Stereoeingänge: hier sollen 11r, GR und Ipad wie verschiedene Preamps ABCmäßig geschaltet werden können. Der 4. Kanal bietet Stereo-Line-Eingänge. Das Tolle am Mickamp ist, dass er auch noch direkte, aber leider unsymetrische Ausgänge zur PA bietet, womit die Mikrofonierung entfallen würde. DI-Boxen vorausgesetzt.

Den Rectifier schalte ich übrigens per Midi über die Relais vom G-Major. Vom G-Major Midi-Out würde ich dann ggf. in einen Switcher (VoodooLab GCX, etc.), ins 11r, usw...je nachdem, was Ihr mir empfehlen würdet...und alles über VL Ground Control Pro schalten

Das Ipad möchte ich übrigens deswegen einbinden, um über das MidiGuitar-App Synthsounds (z.B. Animoog) ohne HEX-PU für Hintergrundflächen (z.B. was "schwebendes" oder modulierendes neben dem Rectifier) zu haben, was ganz gut funktioniert. Für Ampsounds bräuchte ich es nicht unbedingt...

Das mit dem GR-Kontrol war nur so'ne Idee. Wenn die Latenz zu groß wäre hätte ich ja noch das 11r und eine M-Audio Firewire-Karte.

Viele Grüße,

brainwalker
 
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Hat niemand eine Idee, wie ich meine Modeller am besten mit den Stereoeingängen meines Mickamp verbinden und schalten kann? Sollte ich einen Voodool Lab GCX Switcher nehmen oder ein Lehle Dual SGOS? Geht das damit auch stereo? würde mich über jeglich Hilfe sehr freuen!

Gruß,
brainwalker
 

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