Modifizierung Gallien Krueger NEO 212

von honk17, 22.07.19.

  1. honk17

    honk17 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.07.19   #1
    Moin Moin!

    wie schon hier angekündigt, überlege ich, meine Gallien Krueger NEO 212 Box zu modifizieren, und zwar durch Tausch des Horns gegen einen Konus-Miteltöner. Ziel des ganzen wäre es, eine niedrigere Trennfrequenz zu realisieren (da Tieftöner bei höheren Frequenzen bündeln). Außerdem dürfte Zerre über Konusmitteltöner angenehmer klingen als über das Hochtonhorn. Und die höchsten Höhen benötige ich eh nicht.

    Ein Problem ist, das die Daten der Tieftöner nicht wirklich bekannt sind. GK gibt für die Box an:
    • Impedance: 8 ohms
    • Power Handling (RMS): 600W
    • Power Handling (Peak): 1200W
    • Sensitivity: 101 dB
    • Maximum SPL: 129 dB
    • Frequency Resp. (-3dB): 53 Hz to 19 kHz
    • Woofers (Neodymium): 300W 16 ohm
    • Horn (P-Audio): 25W 8 ohm
    Wenn man das als realistisch betrachtet, bräuchte man also einen Mitteltöner, der auch halbwegs die 101dB (Sensivity) schafft und müßte ihn so hoch trennen, das er Leistungsmäßig nicht überfordert ist. Und das bei möglichst kleinem Durchmesser, damit er in den Höhen nicht zu sehr bündelt.

    Für HIFI-Boxen ist mir vage in Erinnerung, das man davon ausgeht, das jede Oktave zwischen 20Hz und 20kHz in etwa die gleiche Leistung abbekommt (?). Würde man das hier anwenden, müßte der Mitteltöner bei Trennung bei 2kHz mit ca. 200W RMS belastbar sein. (Allerdings wendet GK das offenbar selbst nicht an, da das verbaute P-Audio-Horn mit 25W angegeben wird und bei 5kHz getrent ist. Nach meiner Rechnung müßte das Horn bei 5kHz-Trennung ~120W vetragen)

    In Frage kommen z.B.:
    Sind meine Überlegungen halbwegs sinnvoll?

    Viele Grüße,

    Henk
     
  2. the flix

    the flix Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 22.07.19   #2
    Um die Belastbarkeit musst du dir aus meiner Sicht bei den verlinkten Chassis keine Sorgen machen. Ein E-Basssignal ist in der Regel weit dynamischer, als die Testsignale, auf welche die Belastbarkeit bezogen ist. Oder anders ausgedrückt, der Crestfaktor ist wesentlich höher, als die 6 dB der Testsignale. Noch dazu kommt, dass beim E-Bass im Nutzfrequenzbereich der Chassis vergleichsweise wenig passiert. Das ist nicht zu vergleichen mit anderen Signalen, wie etwas Sprache.

    Die Daten der Tieftöner sind erst mal wenig relevant, bzw. musst du zur Entwicklung der passiven Frequenzweiche eh in der Lage sein, entsprechende Messungen durchzuführen.
    2 kHz wäre nicht wirklich eine tiefe Trennfrequenz, mit der man das Bündelungsverhalten deutlich verbessert, da muss es aus meiner Sicht schon Richtung 1 kHz und tiefer gehen. Aber auch das lässt sich ohne Messungen schwer bestimmen.

    Spontan sieht der 6PR112 ansprechend aus, sollte sich ab 500 Hz einsetzen lassen und spielt auch unter Winkel sauber bis mindestens 6 kHz hoch.
     
  3. honk17

    honk17 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.07.19   #3
    Hallo und danke für die Antwort,

    das hatte ich gehofft, das die Leistung nicht so das Problem wird.

    Thema Messungen: Du meinst akustisch? Was hab ich denn hier? Kondensatormikros: je 2x AKG C-3000B und T.Bone SC140 (also mit halbwegs bekanntem Frequenzgang), Synq 1K0 Endstufe, Mischpulte, Interfaces, einen 20m²-Proberaum der oberhalb von 1kHz halbwegs gedämpft ist (Eierpappen) und ein 30m²-Wohnzimmer fast ohne parallele Wände. Töne und Rauschen kann ich per Software erzeugen.
    Messen elektrisch: Multimeter, Audioprobe, Software-Oszilloskop

    Gemessen habe ich an der Box bisher, das das Bassreflexkanal offenbar auf 55 Hz abgestimmt ist (Strommaximum). Ist aber hierfür ja nicht so relevant ;-)

    Gruß,

    Henk
     
  4. Gast 2617

    Gast 2617 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 22.07.19   #4
    Das wird teuer ;-) Im Ernst, wäre es nicht sinnvoll, die vorhandene box in Ehren zu halten, und etwas neues aufzubauen? Rein wirtschaftlich wäre der Zugewinn durch den Umbau mit dem Verlust des Originals gegenzurechnen. Du hast am Ende etwas, das vieleicht 500Euro wert ist, musstest aber die olle box im Wert von 300Euro unwiederbringlich ins Projekt geben und zusätzlich den Mittetöner zu 100Euro plus Weichenbauteile - und glaub' mir, es bleibt nicht bei ein paar Stück Weichenbauteile ...

    .. fragt sich dann, woher die Membranfläche im Bass nehmen? Billig!

    Unter 140Euro, ein 15Zöller, der sich bestimmt leicht mit einem weit preisgünstigeren 5Zöller verbinden lässt:

    https://celestion.com/product/132/tf1530e/

    ... ggf sogar "koaxial". Die Pegelfähigkeit könnte die der gesamten G&K-box überflügeln. Nur 6,8kg, da lohnt sich kein Neodym mehr! Celestion ist in Sachen P/A absolut seriös (geworden).

    Die X-over ist die crux ;-) Du brauchst wahrscheinlich Unterstützung.

    Für Bass gilt das nicht. Alle von Dir aufgezählten MT können ab 500Hz völlig cool mitlaufen. Mit ebenfalls noch verglw. breitem Abstrahlen:

    https://www.fane-international.com/view-product/SOVEREIGN-8-225#tab-1
    https://www.lautsprecherbau.de/maga...li-2013/zwei-neue-chassis_8636,de,900997,6450
     
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  5. honk17

    honk17 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.07.19   #5
    Jo, finanziell sicherlich. Und sonst? Mal sehen ;-) Es ist auch überhaupt noch nicht raus, ob ich das wirklich mache. Bisher sind es nur Vorüberlegungen. Und schon die machen Spaß und mich schlauer.

    Ich finde einfach den Sound der GK 12er super, auch im Vergleich zu anderen, z.B. den GK 210er und 410er NEOs. Sie klingen (in Kombination mit meinen ATKs und sicher auch meiner Spielweise) einfach "rockig", durchsetzungsfähig. Woran das liegt? Vielleicht ein bestimmter überbetonter Frequenzbereich in den Tiefmitten zusammen mit schlanken und sauberen Tiefen?
     
  6. the flix

    the flix Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 23.07.19   #6
  7. Gast 2617

    Gast 2617 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 23.07.19   #7
    Der 16cm squeeker. Da könnte man doch auf die Idee kommen, ein rückwärts offenes Gehäuse auf die vorhandene box zu stellen (s/a https://barefacedaudio.com/products/upsetter-110 ). Das Horn kann drin bleiben. Die Weiche bleibt einfach und ziemlich unkritisch, soll heißen es kommt nicht so genau drauf an. Es entsteht in der Simulation eine Stufe nach unten, die genau von der des genannten 16cm squeekers nach oben ausgeglichen wird. Die Abstrahlung ist ziemlich o/k. Die Impedanz bleibt auch durchweg bei 4Ohm.

    Ich habe auch nochmal nachgeschaut - das Rundumstrahlen des 16cm ist kaum schlechter als das einer größeren Gewebekalotte im HiFi-Sektor. Eigentlich unglaublich ...
     
  8. honk17

    honk17 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.07.19   #8
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