Möglichkeiten für "pflegeleichtes Setup"

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Moin moin,

vor wenigen Tagen habe ich bei einem Online-Auktionshaus mein viertes Soundmodul ersteigert. Wie der eine oder andere vielleicht weiß habe ich eine gewisse Affinität zu den Synths, die etwa so alt wie ich oder sogar etwas älter sind.

Ich finde, dass diese 19"-Geräte ziemlich praktisch sind. Sie nehmen wenig Platz weg, wiegen nicht viel, kosten nicht mehr so viel etc..

Nachteile: Das Programmieren an diesen kleinen Geräten ist manchmal eine Zumutung (habe allerdings Programmier-Software auf dem PC), man benötigt zusätzlich "Tastaturen", und man hat recht schnell recht viele von den Dingern :D

Mir geht es jetzt darum, diese ganzen Geräte im Live-Einsatz komfortabel benutzen zu können. Beim Home-Recording stört es mich nicht, wenn ich erst am Gerät das richtige Programm raussuchen muss. aber im Live-Einsatz müsste ich vermutlich so viel gleichzeitig umschalten, dass man nach jedem Song eine 10-Minütige Pause machen müsste :)

Bei einem Auftritt vor ein paar Wochen habe ich mich für zwei Keyboards entschieden: Masterkeyboard (88 Tasten, gewichtet) und drüber mein altes Yamaha SO3, von dem ich sowohl die Tastatur als auch die Sounds nutzte. Dort drinnen waren alle Einstellungen, sodass ich mit einem Knopfdruck (ein Multipatch weiter) komplett neue Spitpoints, Sounds und effekte hatte. Das ist schon echt klasse (obgleich es einiger Vorbereitungszeit bedurfte).

Nun will ich aber eigentlich keinen einzigen dieser Yamaha-SO3-Sounds mehr benutzen, und das ganze Keyboard kann im Grunde auch irgendwann weg.

Was ich jetzt suche, sind Möglichkeiten, eine "Setlist" vorher zu programmieren, sodass ich sämtliche Program-Changes an den Soundmodulen (evtl. auch Splitpoints) festlegen kann und nicht erst in's Rack gucken muss.

Was ich bisher kann, ist, am Keyboard Patch nummer 3 zu wählen. Die Folge: aus allen Soundmodulen ertönt dann Patch 3. Aber das ist nicht das, was ich will. Ich denke, ihr wisst, was ich meine.

Was für Möglichkeiten habe ich dabei?

Bisher mir bekannt:
-Mainstage, Forte (mit Laptop auf der Bühne...)
- diese Miditemp-Geräte (wobei ich nicht weiß, wie komfortabel das Einstellen ist)

Ich glaube, dass ich mit einer Flackschiff Workstation auch ähnliches erreichen kann.
Die Workstation muss ja nur jedem "eingehenden" midi-Kanal (eventuell auch "eigene" Keyboard-Signale aus verschiedenen Zonen) einen Ausgangsmidikanal (der versch. Soundmodule) zuweisen und auf den einzelnen Midi-Kanälen die Patchwechsel durchgeben. Und das mit einem Knopfdruck...

Welche aktuellen Keys können das?
Welche alten Keys können das?
Wie weit kann ich in die Vergangenheit gehen? ;)


Würde mich echt sehr interessieren, wie ich mein Chaos zumindest Live kontrolliert aussehen lassen kann :D

Danke euch für's lesen und eentuelles Antworten

Schönen Gruß,
LUKN-134
 
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pdthegreat
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Hi LUKN,

ich mich habe mir gerade erst erklären lassen, dass der Setlist Maker auf dem iPad das wohl kann. Will heißen: Du hast ein fertiges "Live-Set" für Alle meine Entchen bestehend aus verschiedenen Klangerzeugern, die jeweils ein bestimmtes, vohre programmiertes Programm aufrufen. Soweit mir das bisher klar geworden ist kann das Set List Maker abbilden....dann müsste man nur noch das Geld für das Pad in die Hand nehmen :)

Ansonsten sollte deine Anforderungen eigentlich jedes einigermaßen vernüftige Masterkeyboard erfüllen...

Es sei, denn ich hab gerade was übersehen hier?!

Viele Grüße

P.
 
LUKN-134
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Moin,

also die Möglichkeit mit dem IPad habe ich auch vor ein paar Tagen hier erfahren (im Setup/Bilder-Thread). IPad kommt für mich aber nicht in frage.... Eine Möglichkeit ist es aber.

Du schreibst "jedes vernünftige Masterkeyboard". Kuzweil PC3 LE kann das bestimmt, ja. Aber die Masterkeyboards unter 800€ glaube ich ehre selten, oder?
Und, seit wann geht das mit "jedem vernünftigen" Masterkeyboard? Geht es z.B. mit dem Kurzweil K2000 auch schon? Welche Keys ganz konkret fallen euch da ein? (Anmerkung: Ich würde das K2000 nicht unbedingt als Masterkeyboard zählen)

Schöne Grüße,
LUKN-134
 
osc
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Hi LUKN,

ich mich habe mir gerade erst erklären lassen, dass der Setlist Maker auf dem iPad das wohl kann. Will heißen: Du hast ein fertiges "Live-Set"

Richtig und das Ipad kann noch viel mehr und is im Verglich zu einer neuen oder auch leicht gealterten Workstation günstiger.
Wenn deine Soundbedürfnisse über Expander gesichert sind, dann geht auch ein Masterkeyboard, aber bitte dann mit möglichst vielen Zonen, so was wie Doepfer LMK 4.

Wenn aber dein altes Masterkeyboard von der Tastertur her reicht, ist die Ipas Lösung die beste (preiswert, komfortabel und leicht)

Gruß
 
HammondToby
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Wo Du gerade die Kurzweil-Geräte erwähnt hast: der K2000 kann nur 3 Zonen für Split und Layer gleichzeitig verwalten, das passiert im Setup-Mode. Dort werden dann mit dem Anwählen eines Setups für jede Zone, so man das will, die entsprechenden Signale an die Module geschickt. Die abkürzend PC88 kann das auf 4 Zonen, ab dem K2500 geht das auf 8 Zonen, die PC3 in jeglicher Darreichungsform kann das auf 16 Zonen - also theoretisch auf 16 Kanälen simultan senden.

Wenn ich das noch richtig weiß, könntest Du auch nach einem Roland A70 (Synthtasten) oder A80 (Hammermechanik) Ausschau halten. Das sind dezidierte Masterkeyboards für den Liveeinsatz.

Grüße vom HammondToby
 
Martman
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- diese Miditemp-Geräte (wobei ich nicht weiß, wie komfortabel das Einstellen ist)
Wenn's dir gelingt, eine PMM-88 E zu erwischen - einer wie du dürfte das Ding innerhalb nicht zu langer Zeit halb blind bedienen. Alles andere, was du brauchst, kann sie sowieso, und wer keine grafischen Tools braucht und sich von Drei-Buchstaben-Abkürzungen nicht irritieren läßt, kommt mit der Programmierung recht zügig zurecht.

Geht es z.B. mit dem Kurzweil K2000 auch schon? Welche Keys ganz konkret fallen euch da ein? (Anmerkung: Ich würde das K2000 nicht unbedingt als Masterkeyboard zählen)
Hab ich mal gemacht, die K2000 als Program-Change-Remote mißbraucht. Geht an sich, aber der Nachteil ist, daß die Setups jeweils nur drei Parts haben, die entweder intern (den jeweiligen Part), extern (auf dem jeweiligen MIDI-Kanal) oder sowohl als auch (wer's braucht) umschalten. Sie kann also nur Program Changes auf drei (zumindest frei wählbaren) Kanälen absetzen - abzüglich der Parts, auf denen sie selbst als Klangerzeuger arbeitet. Eine PMM könnte Program Changes auf 128 MIDI-Kanälen absetzen.

Die K2000 hat eine gefühlte Zillion (tatsächlich ohne ROM-Boards ca. 900) freie Setup-Speicherplätze, aber eine PMM hat immer noch mehr, was aber keine Rolle mehr spielt in den Dimensionen. Vorteil der K2000 wieder: Massenspeicher zwecks Sicherung immer eingebaut (auch wenn's nur Floppy ist), wohingegen die PMM in den allermeisten Fällen auf Sysex angewiesen ist.

Man könnte die K2000 vielleicht nehmen, um damit im Livebetrieb die PMM anzuschubsen und die Remote zu Hause lassen zu können...


Martman
 
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Super, dass man hier immer top-Antworten bekommt. Danke Euch dafür!

jetzt nochmal einen anderen Fall, der bei mir denkbar wäre:

Ich schließe mein jetziges Masterkeyboard als Tastatur (mehr hat es auch nicht ;) ) an den Midi-In meiner zukünftigen Schaltzentrale. Von Da aus gehe ich aus dem Midi-Out an die ganzen Soundmodule.

Kann ich dann erreichen, dass ich nicht nur die Programme der Soundmodule auswähle, sondern auch gezielt sage: Meine 88-er Tastatur ist aus Soundmodul 1 zu hören, die Tastatur der Schaltzentrale im unteren drittel auf Soundmodul 2 + 3 etc ?

Für Euch ist das vermutlich alles Glas-Klar, wie und dass es alles funktioniert, für mich ist das aber absolutes Neuland...


Um Konkret zu bleiben: Ginge das mit der K2500?

Schöne Grüße,
LUKN-134

PS: Verkaufswünsche von euren Kurzweil K2500 richtet bitte per PN an mich ;)
 
osc
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Das kann man doch erreichen, indem man die Soundsets an den Expandern so programmiert (Sound geht z.b. Nur von C1-C3) oder einfach ein Set am Masterkeyboard ( z.b. Set 1 Channel 1 greift Tasterturzone von C1-C3 und Channel 3 alles weitere) erstellt.

Was davon einfacher ist, kann ich dir nicht sagen, da ich sowas auch noch nie in der Praxis gemacht habe :)
 
LUKN-134
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Naja, ich habe im Grunde ja dann zwei Masterkeys. Wenn der Sound nur auf C2 reagiert, klingt er ja trotzdem bei beiden gedrückten C2.

Mir geht's eigentlich jetzt nur darum, wie die patch-möglichkeiten sind, und ob der kurze auch ein eingehendes Midi-Signal auf einem beliebigen Send-Kanal wieder rauslässt...


Grüße,
LUKN-134
 
Martman
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Kann ich dann erreichen, dass ich nicht nur die Programme der Soundmodule auswähle, sondern auch gezielt sage: Meine 88-er Tastatur ist aus Soundmodul 1 zu hören, die Tastatur der Schaltzentrale im unteren drittel auf Soundmodul 2 + 3 etc ?
Ginge dann, wenn a) jede Tastatur auf mehreren beliebigen MIDI-Kanälen senden kann und b) alle Klangerzeuger ständig in einem 16fachen (oder zumindest hinreichenden) Multimode laufen.

Du sagst: 88er Tastatur sendet auf Kanal 1-8, die andere auf 9-16. Soundmodul 1 ist auf einem Part eingestellt auf Kanal 1 und einen Klang, der über den ganzen Notenbereich geht. Auf Kanal 2-16 geht gar nichts. Soundmodul 2 und 3 sind jeweils auf einem Part eingestellt auf, sagen wir, Kanal 9 und einem Klang, der im Soundmodul selbst im Notenbereich begrenzt ist (geht übrigens nicht mit einer Kurzweil-Workstation). Auf alle anderen Kanäle reagieren sie jeweils gar nicht.

Dann mußt du nur Program Changes an die drei Soundmodule absetzen, die jeweils die Multimode-Speicher aufrufen mit den oben geschilderten Einstellungen.

Mit einer PMM ginge es noch eleganter. Dann könntest du a) Masterkeyboards verwenden, die nur auf einem Kanal senden, b) Klangerzeuger einsetzen, die keinen Multimode haben, oder c) Klangerzeuger wie eine K2000R oder K2500R einsetzen, die, wenn sie über MIDI In gespielt werden, keine Key Splits können. Da kannst du dann beispielsweise sagen: Was über den MIDI In 1 auf Kanal 1 reingeht, geht über den MIDI Out 5 auf Kanal 7 wieder raus, aber nicht das, was höher ist als E5.

Um Konkret zu bleiben: Ginge das mit der K2500?
Die Kurzen können nur Program Changes an Geräte absenden, bei denen also Presets aufrufen. Was sie nicht können, ist das MIDI-Routing direkt beeinflussen. Du kannst also keine MIDI-Signale in den Kurzen holen und sie durch den Kurzen manipulieren lassen, um sie dann über den MIDI Out an andere Geräte weiterzuleiten.


Martman
 
HammondToby
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Sag mal Martman, hast Du Dich mal mit den Kurzen (auch als Modul) richtig auseinandergesetzt, was die Möglichkeiten von der Klangerstellung abgesehen betrifft? Mit dem Parameter 'Local Keyboard Channel' kann ich von einem externen Keyboard den Setupmode des Kurzen genau so mit 8 (ab K2500), respektive 3 (K2000) Zonen ansprechen und splitten und layern wie ich lustig bin, ausgewählt wird das Setup auch da über einen einfachen Program-Change-Befehl. Einzelne Kanäle kann ich im MIDI-Mode abschalten, wenn da z.B. ein anderes Modul in der Kette sitzt, auf die reagiert der Kurze dann gar nicht, kann sie aber auch nicht ausgeben, die sind dann einfach gesperrt und Ende.

K2500 Manual schrieb:
With software version 2.0 or higher installed, the rack version of the K2500 offers the same
splitting and layering capabilities as the keyboard version. Even if your MIDI controller can
transmit on only one MIDI channel at a time, you can use the K2500's setups by setting the
Local Keyboard Channel parameter on the MIDI mode RECV page to match the channel you're
using to transmit from your MIDI controller.

Auch am Rack-Gerät kann ich die "Destination" einer Zone im Setup-Mode einfach auf MIDI setzen und dann einfach ein anderes Gerät ansprechen ... alles kein Problem.

Wenn ich will, kann ich mir aber auch schon in einem Program lustig vor mich hin splitten und layern (Stichwort "Layer-Page" im Program-Editor), weil ich ja 32 Ebenen zur Verfügung habe - dies allerdings nur bei "Drum Programs", die bei K2000 und K2500 nur auf einem fest definierten Kanal abrufbar sind, erst ab dem K2600 ging das auf jedem MIDI-Kanal mit mehr als nur einem Program gleichzeitig.

Ich gebe Dir aber Recht, eine PMM wäre MIDI-mäßig die wohl potenteste Lösung, man muss sich nur mal in die Programmierung reinfuchsen. Das Remapping und Filtern von MIDI-Daten ist hier unerreicht.

Grüße vom HammondToby
 
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Worauf man bei K2500/K2600 allerdings achten muss: die Dinger sind furchtbar schwer, über 20 kg!

So ein PMM-88E ist zwar auch kein Leichtgewicht, aber halt nur ein 1 HE Rackgerät. Ich möchte es nicht missen, schon alleine wegen der Möglichkeiten als MIDI-Router. Wenn man sowas mit dem Computer oder eiPäd macht, braucht man bei mehreren Synths ja immer noch ein Mehrfach-MIDI-Interface. Mit dem Miditemp komme ich mit einmal MIDI-IO am Computer aus, wenn ich überhaupt einen Computer einbinden will.
 
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Also gerade, wenn Du die Module mal von dem Master-Keyboard und mal von dem Yamaha ansteuern willst, kommst Du eigentlich kaum um eine programmierbare Midi-Matrix wie z.B. dem Miditemp herum. Ich hab da diverse in meinen Setups, nutze sie aber nicht voll aus, z.B. keine Programmchanges. Mein Problem ist (zeitlich bedingt), dass ich es noch nicht herausbekommen habe, wie ich zwischen Bänken umschalte, bzw. wie ich ein Programm >128 anwähle. Das Miditemp ist halt aus einer Zeit, wo die Keyboards max. 128 Programme hatten, wenn überhaupt (s. die alten Roland oder EMU). Dafür ist es super. Bankselect soll aber auch gehen, und irgendwer hat hier auch schon mal gepostet, wie ich auch bei einem Kurzen Programm 758 anwählen kann.
 
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Was ich jetzt suche, sind Möglichkeiten, eine "Setlist" vorher zu programmieren, sodass ich sämtliche Program-Changes an den Soundmodulen (evtl. auch Splitpoints) festlegen kann und nicht erst in's Rack gucken muss.
Was ich bisher kann, ist, am Keyboard Patch nummer 3 zu wählen. Die Folge: aus allen Soundmodulen ertönt dann Patch 3. Aber das ist nicht das, was ich will. Ich denke, ihr wisst, was ich meine.

Vor einigen Jahren habe ich mir auch drüber Gedanken gemacht und habe eine eigene Software dafür programmiert. Wenn man aber erst mal mit der Thematik anfängt, kommt man ganz ganz schnell vom Hundersten ins Tausendste: dann kann jedes Soundmodul von jeder Tastatur aus gesteuert werden, beliebig viele Splits sind möglich, Controller müssen geroutet werden und so weiter. Die Anwendung, daß alle Klangerzeuger auf das richtige Programm umgeschaltet werden sollen, ist nur der Anfang einer riesigen Funktions-Odyssee.

Das widerspricht dem Threadtitel "Pflegeleichtes Setup".

Meine Lösung für ein pflegeleichtes Setup sähe in der Tat so aus, wie du andeutest: das Masterkeyboard sendet Program Change #03, alle Soundmodule schalten auf Nr.3 um. Dann muss man halt alle Klangerzeuger so programmieren, daß sie auf Speicherplatz 3 den richtigen Klang haben. Das ist zwar ein ordentlicher Aufwand - aber die Verwendung bzw. Programmierung einer ordentlichen Masterkeyboard-Software ist ungleich mehr Arbeit, und auch alles andere als pflegeleicht.

Harald
 
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Ich hab nochmal drüber nachgedacht und Vor- und Nachteile verschiedener Lösungswege in Erwägung gezogen.
1. Steuerung und Verwaltung durch ein Masterkeyboard:
Du kannst doch im Prinzip bei jedem Masterkeyboard oder Workstation Setups erstellen, in denen Du verschiedene Splits/Layer baust, und diesen dann via MIDI externen Klangerzeugern zuordnest. Die Expander sind entweder in Reihe geschaltet (MIDI Out Masterkeyboard -> 1. Expander, via MIDI Thru zum nächsten usw.) oder, was manchmal besser ist, oder wenn die Expander keinen MIDI Thru haben, über einen MIDI Thru Verteiler (Ich hab da sehr gute Erfahrungen mit Phlip Rees Produkten gemacht). Jeder externe Expander empfängt bei dieser Konstellation auf einem MIDI Kanal. Manche Masterkeyboards haben auch mehrere MIDI Outs, da könnte man dann auch für den einen oder anderen Expander im Omni oder Multimode mehrere Kanäle senden. Bei Workstations mit eigener Soundengine stellt man also für einen Layer ein, ob interne Sounds oder MIDI oder beides. Dann wählst Du den Kanal auf dem Du sendest, also auf welchen Expander Du den Layer routen willst, gibst ihm noch die Programminformation mit und gut.
Das konnte selbst schon meine erste Workstation, ein Korg 01/W, allerdings nur für max 8 Layer, genau wie auch ein K2500.Aber noch hast Du ja erst 4 Expander, wie Du oben schreibst, also noch Luft nach oben :D
D.h. Du hast dann eine Reihe von Setups, oder Combinations, wie das bei Korg heißt (hieß?) sinnvollerweise für jeden Song einen, wählst die gewünschte Nummer am Masterkeyboard an, und alles ist eingestellt.

2. Einsatz einer MIDI Schaltzentrale
a. ohne Matrix (z.B. iPad mit SLM) - auch hier musst Du natürlich alle Expander irgendwie in Reihe oder per MIDI Thru Box verkabeln, also vom MIDI Out des iPads zum Masterkeyboard und von dort dann über den Out an die Expander. Ich hab mich jetzt noch nicht mit SLM oder ähnlichen Tools beschäftigt, bin aber der Meinung, dass Du dort keine (zumindest wüsste ich nicht, wie das technisch funktionieren soll) Splitzonen vorprogrammieren kannst, also einem Empfänger mitteilst, er soll nur in einem bestimmten Tastaturbereich Signale empfangen. Das hieße, Du musst auch für das Masterkeyboard pro Song ein Setup erstellen, indem die Split- und Layerzonen definiert sind. Dann kannst Du die letzte Zuweisung der Programmchanges im Prinzip auch besser gleich vom Masterkeyboard aus vornehmen.
Ich denke, dass so ein Tool wie SLM eher für ein Setup aus z.B. zwei unabhängigen Keyboards und/oder zusätzlichem MIDI-fähigem Equipment wie Effektgeräte, Lichtsteuerung etc. sinnvoll und nützlich ist. Lasse mich aber auch gerne eines besseren belehren. Bei komplexeren Software-Geschichten wie Mainstage sieht das möglicherweise anders aus. Aber wie gesagt, auch hier hab ich noch nicht ausgiebig Erfahrung sammeln können.
b. mit programmierbarer MIDI Matrix (z.B. MIDITEMP)
Hier hast Du i.d.R. mehrere INs und OUTs (beim PMM88 jeweils 8) wo Du alle MIDI Geräte separat anschließt. Erstellst direkt in der MIDI Matrix Programme, mit denen Du definierst welcher IN an welche OUTs geroutet werden soll, gibst dabei Programmchanges mit, so wie auch die Splitbereiche und diverse Filter, was durchaus nützlich sein kann. Somit kannst Du z.B. für jeden Out Velocity-Werte mitgeben, bei denen der Expander überhaupt reagieren soll, ob er Aftertouch-Informationen, oder auch Pitchbend, Wheel, Sustain etc. verarbeiten soll.

Vor- und Nachteile:
Wechselst Du bei Lösung 1. das Masterkeyboard, musst du alles neu programmieren. Bei 2a müsstest Du zumindest neue Sets für das Masterkeyboard neu programmieren. Bei einer Lösung ohne programmierbare MIDI Matrix kannst Du nur schwer ältere Geräte einbinden, die nur Omni-Mode verstehen, also Du ihm nicht sagen kannst, dass es nur auf einem bestimtmen Kanal empfangen soll.
Die Programmierung einer MIDITEMP ist gewöhnungsbedürftig. Hat man das System erst einmal verstanden, geht es ziemlich schnell von der Hand. Der Vorteil hier ganz klar: Du könntest alle Deine Expander in ein Rack schrauben, die MIDI Matrix dazu und das ganze an jedem beliebigen MIDI Keyboard sofort betreiben.
Ich hab noch keine Lösung gefunden, wie ich von der MIDITEMP zwischen Programm und Setup Mode am Expander umschalte, bzw. wie ich z.B. bei einem PC3 Sounds >127 umschalte. Aber auch dafür gibt's sicher Lösungen, wenn man sich denn mal die Zeit nimmt, sich damit zu beschäftigen.
 
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Ich hab noch keine Lösung gefunden, wie ich von der MIDITEMP zwischen Programm und Setup Mode am Expander umschalte, bzw. wie ich z.B. bei einem PC3 Sounds >127 umschalte. Aber auch dafür gibt's sicher Lösungen, wenn man sich denn mal die Zeit nimmt, sich damit zu beschäftigen.

Die ältere PMM-88 (ohne E) kann ja nur Program Changes über eine spezielle Funktion senden, Bank Selects sind noch nicht vorgesehen. Über die generische "Send data"-Funktion kann man aber beliebige MIDI-Bytes senden, also auch Bank Select-Controller Changes (CC#0 und evtl. CC#32). Man muss dabei nur die Werte für jedes Byte manuell berechnen und einzeln eingeben.

Will man z.B. ein Bank Select auf MIDI-Channel 4 senden, muss man den MIDI-Kanal zum Controller Change Byte dazurechnen. Daraus ergibt sich (in Hex): $B4 $00 $nn, wobei nn == Bank-Nummer MSB. Wenn der Empfänger Bank Select MSB und LSB benutzt, muss man die Bank Nummer nach der Umkehrung der Formel Bank-Nummer = MSB * 128 + LSB (mit Zählung ab Null) berechnen und einsetzen: $B4 $00 $00 $B4 $20 $04

Für viele Geräte reicht das schon für die Umschaltung zwischen Program und Multi-Modus. Für andere, die dafür eine Sysex-Nachricht brauchen, muss man halt diese herausfinden und über die "Send Data"-Funktion eingeben und schicken. Das ist natürlich beim PMM-88 etwas unbequem, beim Nachfolgermodell geht das etwas leichter.

Beim PC3 sind die Programme > #127 einfach in entsprechend höheren Bänken, also Programme #128 - #255 sind in Bank #1 (wieder Zählung ab 0), #256 - #383 bank #2, usw. Program #0, Bank #0 ist übrigens beim PC3 nicht Program #1 ("Standard Grand") sondern ein leerer, nicht befüllbarer Programslot namens "None".

Chris
 
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Hallo LUKN,

ich habe mein Setup vollständing in Mainstage auf einem MacBook Pro implementiert. Mainstage ist meine Steuerzentrale für meine Setlist, für meine Hardware (einmal ein VMK161 Controller und ein Kawai MP4) und für meine Software-Instrument. Ich mache mit Mainstage meinen eigenen Monitormix und route damit auch alle analogen Signalquellen/senken auf meinem Motu Interface (z.B. mein eigenes Atmo-Mic, oder meinen Aux-Weg vom FoH-Mix).

Wenn meine lieben Mitspieler mal wieder eine neue Setliste erstellen, dann ziehe ich per Drag&Drop die Lieder wieder in die richtige Reihenfolge oder tippe in die Tastatur den Titel kurz ein, und Mainstage springt auf den richtigen Patch. In jedem Patch sind dann die Splits/Layers etc. der Hardware- und Softwareinstrumente eingestellt. Ist deutlich stressfreier geworden. Von Song zu Song springe ich im Live-Einsatz über "Vor-Zurück-Tasten" auf meinem VMK161 Controller.

Vorteile für mich sind: Ich bin unanbhängiger von der Hardware...wenn mir mein Pianosound nicht mehr gefällt, nehme ich ein Softpiano oder schliesse ein neues Hardwarepiano an meine zwei Eingänge im Soundinterface an, fertig. Neulich habe ich meinen alten Korg ausgemustert, ein Controllerkeyboard gekauft und hat sich reibungslos integriert. Das ganze Midi-Management mache ich mit einfachen "LERNEN"-Funktionen im Mainstage.

Ja was soll ich noch dazu schreiben. Für mich hat es sich einfach im live Einsatz bewährt, bin in der Probe flexibel, einfach stressfrei. Zwei Tastaturen, ein Mac, ein Interface, ein Expression/Sustain-Pedal...mehr will ich nicht schleppen. Hoffe das hilft Dir in deinen Überlegungen etwas weiter.

Gruß
KR
 

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