Multi FX oder Einzeltreter (Tuner, Pitch Shifter, Compressor, Overdrive)

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Hallo zusammen,

meine Frau spielt bei uns in der Band den Bass und ich darf mal wieder Equipment Fragen lösen :D

Wir spielen von Punk über (Hard/Classic) Rock bis Metal.

Bass ist ein Yamaha TRBX 305 5-Saiter.
Amp ist ein Tech 21 Bass VT 500 über ein Hughes & Kettner 115 +210 Stack.

Da wir normal auf Eb alles spielen, ist der Bass eben auch nen Halbton tiefer gestimmt. Wir spielen aber im Moment auch 3 Songs, die wir auf C-Standard spielen. Und da wirds problematisch :D

Früher hatte sie ihren Bass auf E-Standard und ständig das Digitech The Drop an und um nen Halbton nach unten gestimmt. Die 3 anderen Songs, die auch in Zukunft mehr werden sollen, die haben wir damals auf B-Standard gespielt, also The Drop einfach aus.

Sänger und Band findet die Songs aber auf C besser und auch für die, die geplant sind. Insofern brauchen wir eine Lösung.

Generell braucht sie:
1. Tuner
2. einen vernünftigen Overdrive (z.B. für Danko Jones). Im Moment ein Taurus Abigar Bass Drive mit dem sie und der Rest der Band sehr zufrieden ist.
3. einen guten Compressor (den sie im Moment nicht hat, aber will). Empfehlung?
4. einen Pitch Shifter, der gut klingt. Haben grad den TC Electronic Brainwaves getestet, aber da funktioniert was nicht. Haben ihn gestern in der Band getestet, irgendwie hört sich das oft falsch an. Hab ihn auch daheim getestet. Manchmal denkt man, ja super, passt, dann wieder, nö, irgendwie daneben. Der geht an Thomann zurück. The Drop kann halt nur nach unten.

Ich bin normal im Gitarrenbereich zu Hause, hier kenn ich mich nicht aus. Lese zwar viel, aber hab halt nur Erfahrung und sie hat keine Zeit und Lust, sihc da einzulesen oder zu probieren. Sie will was funktionierendes :D

Wie gesagt, kleines Board mit Tuner, The Drop und Overdrive ist vorhanden. Soll um einen Compressor ergänzt und einen für uns funktionierenden Pitch Shifter erweitert werden.

Jetzt so viel gelesen HX Effects, Zoom B3n, Einzeltreter, Boss B1, Zoom MS-60B.... gibt ja unzählige Möglichkeiten.

Wie gesagt, soll klingen und finanziell im Rahmen bleiben. Bis 250€ kein Problem, bis 500€ wenn es Sinn macht. So ungefähr, aber man kann über alles nachdenken, wenn es wie gesagt Sinn macht.

Dank euch schon mal.
 
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Szaladin
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Ein Shopping-Ausflug mit Blick aufs Geld würde so aussehen:

Mooer Baby Tuner 47€ / Boss TU-3 79€
Overdrive ist ja wohl schon vorhanden 0€
TC Electronic SpectraComp oder EH Bass Preacher beide ca 85€
Kleines Board (HB SPaceShip 50C) 35€
HB PowerPlant Junio 29,90€ falls das alte Board zu klein sein sollte.

Da wärt ihr schon bei 197€ - 229€ ohne den Pitch Shifter.

Bass-Pitch Shifter sind eher weniger verbreitet, ausser als Octaver. Deren Schrittweite ist dann meist auch +/-12 Steps fest. Und bei den Gitarren-Shiftern müsste man testen, ob das Tracking sauber läuft. Und das hängt vom Gerät ab.

Grundlegende Frage wäre: Warum den Bass shiften? Das kommt relativ selten vor, da man die Standard-C-Sachen auch in der ersten Lage auf dem 5-Saiter spielen könnte. Trainiert auch die Finger ;p

Relativ solide Shifter haben die Helix-Geräte, liegen aber durch die Bank weg entweder genau auf eurer Schmerzgrenze oder darüber. Die Frage, ob die nicht auch Overkill sind, aussen vor. Gerade nur für Compressor und Pitch Shifter ein Multi-Gerät anzuschaffen, wenn man eigentlich gar keine Lust auf "Einstellungen" hat, muss man sich überlegen. Da hat jeder andere Vorlieben!


Ich habe mal den Valeton Dapper angetestet und fand den übrigens ganz toll: https://www.thomann.de/de/valeton_dapper_bass_effect_strip.htm

Overdrive, Chorus, Octaver, Comp, Tuner alles unter der Haupe mit relativ wenig Platzverbrauch. Könnte eine gute Budget-Lösung sein für alles ausser dem Pitch Shifter. Der dann aber wiederum in den FX-Loop des Dappers gehen könnte. Nicht das schickste Gerät, nicht das beste, aber für den Preis vielleicht genau die Auswahl für 3/4 eurer Probleme?

Weitere Anmerkungen:
- Compressor ist eine gute Idee. Nicht nur für Bass kann man damit viel spielen. Auch der Pitch Shifter kann sich über einen soliden Input freuen!
- Testet deswegen Compressoren mit dem Equipment aus, das am Ende auch angewendet wird. Pitch Shifter können zickig beim Bass sein.
- Pitch Shifter sind öfters mal nicht so stumpf ausgelegt wie man denkt. Es kann gerne mal sein, dass die Geräte für die Gitarren-Frequenzen voreingestellt sind und dementsprechend empfindlich sind. Trifft zwar eher auf Harmonizer und andere smarte Geräte zu. Aber Vorsicht ist trotzdem geboten. Octaver sind da deutlich braver.
- Gilt natürlich nicht für alle Geräte. Der The Drop von Digitech funktioniert in meiner Erfahrung sehr gut. Nicht, dass ich gleich nen Streit lostrete ;p
 
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Danke für deine ausführliche Antwort.

- Tuner, Board und zentrale Stromversorgung wäre schon vorhanden. Sry, vergessen zu schreiben.
- Ja, ein MultiFX wäre Overkill, aber wenn es das bietet, was sie braucht, warum nicht.
- Warum shiften: Ich sag mal so, viele Sachen lassen sich halt wesentlich einfacher spielen und da wir nur Hobbyband sind und sie nicht sooo viel Zeit zum Üben hat, tut sie sich halt wahrscheinlich leichter, aber klar, natürlich wäre es möglich, ohne zu shiften. Aber wäre jetzt erstmal nicht erste und auch nicht zweite Wahl :D
- Dapper hört sich interessant an, wenn wir halt nen Shifter finden, der das gut macht
 
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Charvelniklas
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Gebrauchtes HX Stomp wäre meine Empfehlung. Damit bleibt ihr unter den 500 €, erst Recht, wenn das vorhandene Stimmgerät und The Drop verkauft werden. Ich setze mein Helix LT unregelmäßig für Bassaufgaben ein, daher hab ich damit Erfahrung. Das Pitch-Shifting der Helix-Serie steht dem "The Drop" in nichts nach. Trotzdem ist Pitch-Shifting in Echtzeit so ne Sache. ;) Man muss immer einen Kompromiss zwischen niedriger Latenz und zuverlässigem Tracking finden. Das Schöne beim HX Stomp: Beim "Polyphonic Pitch" kann man in 5 Stufen einstellen, ob Geschwindigkeit oder Genauigkeit priorisiert werden soll. Es gibt in dem Effekt auch eine Funktion zum Formanten-Ausgleich, aber so richtig viel macht die nicht. Man muss also mit Klangeinbußen rechnen. Wenn man findet, dass die Einbußen im Rahmen sind, dann hat man damit die absolute Allzweck-Waffe!

Die Simulation vom Darkglass B3K finde ich außerdem sehr gelungen. Den Taurus Abigar kann deine Frau ja nach wie vor einsetzen. Auch mit dem HX Stomp bleibt das Pedalboard klein, wenn man will. =)

Nicht nur das Pitch-Shifting ist für mich ein eindeutiger Grund fürs HX Stomp, sondern auch die Möglichkeiten mit Kompressoren. Und zwar kannst du mit mehreren Methoden Frequenzbereiche unterschiedlich komprimieren. Beim Bass finde ich das ÄUSSERST gewinnbringend. :) Einmal gibt es einen 3-Band-Kompressor. Außerdem gibt es die Möglichkeit, parallele Signalwege mit Frequenzweiche zu verwenden, wo du nach Lust und Laune unterschiedliche Kompressoren einsetzen kannst. Der "Deluxe Comp" bietet flexible Möglichkeiten und lässt sich sehr subtil, aber extrem effektiv einsetzen. Wenn man einen "unhörbaren" Kompressor will, ist der die richtige Wahl (vorausgesetzt, man weiß mit Kompressor-Parametern umzugehen).

Das heißt natürlich nicht, dass man sich im HX Stomp einen komplexen Bass-Sound bauen muss. Aber man kann, und wenn mans einmal gemacht hat, will man wahrscheinlich nicht mehr ohne. ;)

Du schreibst ja, dass du dich über das HX Effects schon informiert hast. Das kann diese Sachen auch, aber ich würde trotzdem zum HX Stomp raten, weil: 1. kleiner und 2. falls mal der Amp Probleme hat oder man Platz sparen will oder oder... kann man trotzdem mit Amp-Sound spielen.

Vom Zoom B3n kann ich abraten - das hab ich schon bei zwei Leuten gehört und auch schon selbst damit herumprobiert und fand nichts daran sonderlich überzeugend.
 
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Gebrauchtes HX Stomp wäre meine Empfehlung. Damit bleibt ihr unter den 500 €, erst Recht, wenn das vorhandene Stimmgerät und The Drop verkauft werden. Ich setze mein Helix LT unregelmäßig für Bassaufgaben ein, daher hab ich damit Erfahrung.
Da würd ich mich mit einklinken! LT für Gigs und im Proberaum meist das HX Stomp. 70% der Zeit Bass. Ich hab das Gefühl, dass der Anteil an Bassisten mit dem Stomp über die Zeit größer geworden ist als der Anteil an Bassisten beim Helix Floor oder Helix LT. Ist aber rein subjektiv, könnte aber an dem krassen Formfaktor liegen und dass Bassisten in der Regel nicht so viele Blöcke gleichzeitig brauchen, dass ein LT nötig wird. Aber das Stomp kam bei mir leider etwas zu spät auf den Markt ;p

Das Pitch-Shifting der Helix-Serie steht dem "The Drop" in nichts nach. Trotzdem ist Pitch-Shifting in Echtzeit so ne Sache. ;) Man muss immer einen Kompromiss zwischen niedriger Latenz und zuverlässigem Tracking finden. Das Schöne beim HX Stomp: Beim "Polyphonic Pitch" kann man in 5 Stufen einstellen, ob Geschwindigkeit oder Genauigkeit priorisiert werden soll. Es gibt in dem Effekt auch eine Funktion zum Formanten-Ausgleich, aber so richtig viel macht die nicht. Man muss also mit Klangeinbußen rechnen. Wenn man findet, dass die Einbußen im Rahmen sind, dann hat man damit die absolute Allzweck-Waffe!
Nicht zu vergessen, dass das HX Stomp nur einen DSP hat. Die Polyphonic Pitch Effekte rauben von dem schon die Hälfe an Leistung. Aaaaaaber für Bass sollte der Mono Pitch Shifter auch reichen. Deutlich weniger DSP Verbrauch. Ausser, es klingt viel aus oder es werden Chords gespielt ;p Aber in Sachen Optionen hat man bei den Helix-Shiftern an sich fast nichts zu meckern.

Die Simulation vom Darkglass B3K finde ich außerdem sehr gelungen. Den Taurus Abigar kann deine Frau ja nach wie vor einsetzen. Auch mit dem HX Stomp bleibt das Pedalboard klein, wenn man will. =)
Besonders, da alle HX-Geräte nen FX-Loop haben, wo der Taurus sogar gut eingebastelt werden kann. Und der Darkglass B3K-Block im Helix ist wirklich gut gelungen. Ist in fast jedem meiner Presets drin und ersetzt in gut der Hälfte den Compressor-Block, bzw. macht ihn unnötig. Auch ohne viel Gain als Preamp ein toller Block. Und kann böse >)
Nicht nur das Pitch-Shifting ist für mich ein eindeutiger Grund fürs HX Stomp, sondern auch die Möglichkeiten mit Kompressoren. Und zwar kannst du mit mehreren Methoden Frequenzbereiche unterschiedlich komprimieren. Beim Bass finde ich das ÄUSSERST gewinnbringend. :) Einmal gibt es einen 3-Band-Kompressor. Außerdem gibt es die Möglichkeit, parallele Signalwege mit Frequenzweiche zu verwenden, wo du nach Lust und Laune unterschiedliche Kompressoren einsetzen kannst. Der "Deluxe Comp" bietet flexible Möglichkeiten und lässt sich sehr subtil, aber extrem effektiv einsetzen. Wenn man einen "unhörbaren" Kompressor will, ist der die richtige Wahl (vorausgesetzt, man weiß mit Kompressor-Parametern umzugehen).

Das heißt natürlich nicht, dass man sich im HX Stomp einen komplexen Bass-Sound bauen muss. Aber man kann, und wenn mans einmal gemacht hat, will man wahrscheinlich nicht mehr ohne. ;)
Genau das. Paralleles Routing macht das Basteln beim Bass einfach sehr viel angenehmer!
Du schreibst ja, dass du dich über das HX Effects schon informiert hast. Das kann diese Sachen auch, aber ich würde trotzdem zum HX Stomp raten, weil: 1. kleiner und 2. falls mal der Amp Probleme hat oder man Platz sparen will oder oder... kann man trotzdem mit Amp-Sound spielen.

Vom Zoom B3n kann ich abraten - das hab ich schon bei zwei Leuten gehört und auch schon selbst damit herumprobiert und fand nichts daran sonderlich überzeugend.
Hab den Zoom B3n auch mal getestet. War echt etwas mager. Da war mir mein altes Vox StompLab IIb doch lieber. Aber beides sind von der Qualität her nicht das 1/4 des Preises eines kleinen Modelers wert.
 
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Tuner:
Standard, weil gut, sind: Korg Pitchblack, TC Poly (mini) und Boss TU-3. Die finden alle das B relativ schnell und sind exakt.
Luxus: Peterson Strobe HD und Sonic Research ST-300. Die können noch mehr und sind noch genauer - wenn ein 'normaler' Tuner nicht reicht ;-)

Comp:
Hier würde ich unbedingt auf Qualität achten, Kompressoren sind sonst ideal, um Nebengeräusche zu erzeugen bzw. zu verstärken.
Beim ersten Kompressor finde ich es wichtig, dass das Teil möglichst genau sagt, was es denn gerade macht, also ein LED Meter mit möglichst vielen LEDs verbaut ist.
Relativ gute Teile für den Einstieg sind:
Keeley Bassist (hat nur 2 Leds, aber ist ansonsten einfach zu bedienen)
MXR M87 Bass Compressor (gut zu bedienen, guter klang, LED streifen zeigt, wo man steht, gebraucht gut zu kriegen)
Becos CompIQ (klein, LED's, transparenter Klang)
Empress Comp (teuer aber gut)

Es gibt einen relativ günstigen Pitch shifter, welcher zwar nur nach oben shiften kann, dafür arbeitet er komplett analog, ist polyphon, hat perfektes tracking und funktiniert vollkommen passiv:
https://www.thomann.de/de/shubb_c1.htm
 
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Ich fahre zweigleisig, wo es klingen soll (zuhause) spiele ich wenige einzel Treter + Röhrenamp, da wo es nicht so drauf ankommt (Gigs/Rücken :opa:) spiele ich ein MultiFX direkt ins Pult. Habe gerade GAS bzgl. einem Line6 POD GO - naja anderes Thema ... :ugly:
 

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