Multieffektgeräte - Headrush/Line/etc - da fehlt was im Sound....

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... und ich kann nicht genau sagen was. Hab in meinem Leben einige Pedale und Multieffekte verschlissen und hab mir zuletzt das Headrush gekauft und alles was vorhandene an alten Pedalen über ebay verkauft.
Hatte mehrere von den multiprozessor-Dingern angespielt im Laden. Ganz glücklich bin ich damit nicht. Irgendwie fehlt was am Sound. Für mich klingt das immer alles als wär da so ein akustischer Schleier drauf.
Die Features von dem Ding sind genial, ich kann mir ein Setup aus Amps, Effekten usw. zusammenstellen, als preset speichern und dynamisch verwenden und gerade im Studio kann das Ding ja was. Soweit so gut.
Irgendwas fehlt, irgendwas klingt nicht ..... ich kann es nicht genau beschreiben. Meine Ohren vermissen was... Die Amp Simulationen klingen eigentlich ziemlich amtlich, das Hintereinanderschalten vom Amps und Effekten passt auch eigentlich.
Keine Ahnung wieso mich der Sound am Ausgang nicht 100%ig überzeugt. Bin ich damit alleine? So langsam glaube ich es war ein Fehler meine alten Pedale zu verkaufen.
 
Könnte dein Ohr dem digital<->analog-Dilemma unterliegen?
 
Mir fällt bei Bands mit derlei Gerät (auch Kemper etc.) wiederholt auf, daß ich live mehr schrauben muß, um solche Gitarre/Bass Signale ausreichend präsent im Mix zu haben. Hatte allerdings auch schon mehrfach, daß diese Geräte so eingestellt waren, daß es gut funktioniert hat und ich nichts am Sound vermißt habe. Sehr viele Variablen in diesem Thema.
 
Kommt auch darauf an worüber das ganze abgehört wird.
Das kann schon nochmal einen Unterschied machen. Eine Marshall Simulation über Kopfhörer oder ne kleine FRFR Box fühlt sich auch anders an als direkt vor einem echten Cab zu stehen.

Gibt es eigentlich irgendwo Direktvergleiche? Also ein Setup im Original (Effekte, amp, cabinet, mic) und dann dasselbe modelliert?
Das fände ich interessant, ob da Unterschiede hörbar sind bzw im Spektrum bestimmte Frequenzen besser/schlechter passen.
 
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Dieses Jahr habe ich alle Gigs über ein Line6 Pod Go gespielt, welches mein Fractal Audio Axe8 abgelöst hat. Überraschender Weise gefällt mir der Line6 Sound um längen besser. Vorher vermisste ich auch immer etwas. Monitor ist bei mir ein Alto TS310. Der Sound nach vorne gefällt dem Publikum, der Crew am Mischpult, sogar den Gitarristen im Publikum, die oft fragen, wo denn mein Amp steht oder was ich da für ein Gerät spiele.
Fazit: Mir fehlt nichts, meine Amps und Effekte bleiben zuhause.
 
Kommt auch darauf an worüber das ganze abgehört wird.
Das sehe ich auch als Knackpunkt, leider schreibst Du nichts dazu, wie Du das Teil überhaupt verwendest, und wie Du die Pedale vorher betrieben hast. Normalerweise schaltet man die ja nun vor einen Amp oder Preamp. Die Multis kann man im Laden auch über Kopfhörer antesten, in den Return gehen oder in den Input, während er clean eingestellt ist. Mir ist von daher nicht klar, welche Setups Du da vergleichst.

Wie immer ist auch klar, dass vieles eine Sache der Einstellungen ist, und bei der wahnsinnigen Masse an Parametern, die die Geräte heute haben, kann man sich da auch mal verlaufen. Nicht zuletzt habe ich noch kein Gerät gesehen, das man 1:1 am Amp oder direkt betreiben kann, indem man nur die Speaker-Sim ein-/ausschaltet oder die globalen Output-Parameter umstellt, wie das zB bei Boss-Geräten möglich ist. Dafür sollte man immer eigene Presets bauen, die für die jeweilige Verwendung optimiert sind.

Und manchmal ist einfach zu viel eingeschaltet oder zu extrem eingestellt, die Parameter gehen ja auch im Regelbereich oft deutlich über die realen Amps bzw. deren realistische Einstellungen hinaus.

Ein wesentlicher Punkt sind für mich die Poweramp-Simulationen, von denen die Hersteller in der Grundeinstellung oft sehr großzügig Gebrauch machen. Bestes Beispiel ist da für mich meine eigenes Axe Fx II XL+. Wählt man da einen Plexi an, ist er virtuell erstmal voll aufgerissen, ähnliches gilt für manche Fender-Models. Wer macht denn sowas in der Realität...? Jimi und Randy konnten das vielleicht, aber wohl kaum einer von uns. Mit 17 oder 20 kommt man natürlich auf die Idee, einen120 Watt Non-Master Matamp auf 10 zu drehen, ums "mal auszuprobieren" - trotzdem war das nie eine realistische Einstellung, da musste dann halt ein Zerrer her. Wir waren früher verdammt laut, aber selbst damals in den 80ern lief es letztlich auf eine mittlere Einstellung hinaus, bei der die Endstufe sicher mehr arbeitete als das heute noch irgendwo möglich ist, aber nicht wirklich fett verzerrte. Wenn an sich mal die Studioaufnahmen der 70er anhört, glaube ich übrigens auch nicht, dass das damals so viel anders gemacht wurde.

Der besagte Plexi kann - als Model genau wie in der Realität - zu leise betrieben tatsächlich schon relativ schrill klingen, aber im anderen Extrem werden Röhrenamps oft richtiggehend knödelig, wenn man sie zu weit aufdreht. In meinen Presets klang es jedenfalls gleich viel frischer und "echter", nachdem ich das Mastervolume etwas zurück genommen und eher mit einem virtuellen Zerrer nachgeholfen habe, ähnlich auch beim Fender Tweed Deluxe oder Super Reverb.

Ich hab kein Headrush, aber das ist ein Punkt, an dem ich auf jeden Fall mal ansetzen würde.

Gruß, bagotrix
 
Mir fällt bei Bands mit derlei Gerät (auch Kemper etc.) wiederholt auf, daß ich live mehr schrauben muß, um solche Gitarre/Bass Signale ausreichend präsent im Mix zu haben. Hatte allerdings auch schon mehrfach, daß diese Geräte so eingestellt waren, daß es gut funktioniert hat und ich nichts am Sound vermißt habe. Sehr viele Variablen in diesem Thema.
Das ist aber eigenartig - Mein Soundcheck dauert seit dem Kemper ca. 1 Minute ........

Und es ist dabei egal ob ich ein Keller Gig spiele wo 50 Leute reinpassen oder auf einer 10 Meter breiten Bühne.

Was die Parameter angeht, ich nutze im Proberaum, zu hause und Live exakt die gleichen Sounds, alles wunderbar.

Was sehr viele falsch machen, einfach von allem zu viel, wenn sie zu hause den Kemper einstellen.

Oft ist es so, wenn man zum Beispiel beim Kemper die Profile von bekannten Studios nutzt, klingen die zu hause nach nix (wenig bass, wenig höhen), das ist aber eher unserem versauten Ohr zu schulden.

Habe da auch selbst experimentiert: Hochgelobte Sounds von Britt= zu hause komisch, proberaum, Live genau richtig. Liegt nicht am Profil, sondern zu Hause an unserem Gehör.

Fatal ist es, die Sounds mit Kopfhörer anzupassen, das war auf dem Helix und Kemper im Vergleich zum Proberaum ein Disaster.

Musste da am Anfang auch lernen was da richtig und was da falsch ist ;)
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... und ich kann nicht genau sagen was. Hab in meinem Leben einige Pedale und Multieffekte verschlissen und hab mir zuletzt das Headrush gekauft und alles was vorhandene an alten Pedalen über ebay verkauft.
Hatte mehrere von den multiprozessor-Dingern angespielt im Laden. Ganz glücklich bin ich damit nicht. Irgendwie fehlt was am Sound. Für mich klingt das immer alles als wär da so ein akustischer Schleier drauf.
Die Features von dem Ding sind genial, ich kann mir ein Setup aus Amps, Effekten usw. zusammenstellen, als preset speichern und dynamisch verwenden und gerade im Studio kann das Ding ja was. Soweit so gut.
Irgendwas fehlt, irgendwas klingt nicht ..... ich kann es nicht genau beschreiben. Meine Ohren vermissen was... Die Amp Simulationen klingen eigentlich ziemlich amtlich, das Hintereinanderschalten vom Amps und Effekten passt auch eigentlich.
Keine Ahnung wieso mich der Sound am Ausgang nicht 100%ig überzeugt. Bin ich damit alleine? So langsam glaube ich es war ein Fehler meine alten Pedale zu verkaufen.
Das Problem hatte ich mit Moeer, BOSS, Headrush, Line6 ..... das liegt nicht an den Geräten, das liegt daran, dass die einfach verdammt viele Einstellungsmöglichkeiten haben, was Fluch und Segen ist .... bei mir was mehr FLUCH, weshalb ich dann auf den puristischen Kemper umgestiegen bin und glücklich wurde ....

Ich bin dann doch mehr Gitarrist, als "IchFummelJedenTagAmSoundTyp"
 
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Moin und Danke für die rege Beteiligung
Könnte dein Ohr dem digital<->analog-Dilemma unterliegen?

Definitiv..... ich hatte damals schon Bedenken als wir von Bandmaschine zu digitalen Soundkarten umgestiegen sind. War ein Rückschritt hoch 10 vom Sound her. Koennte also durchaus sein.

Kommt auch darauf an worüber das ganze abgehört wird.
Das kann schon nochmal einen Unterschied machen. Eine Marshall Simulation über Kopfhörer oder ne kleine FRFR Box fühlt sich auch anders an als direkt vor einem echten Cab zu stehen.
Das koennte den Unterschied machen, ich spiel grad nicht live oder in Proberäumen aber ich häng das Gigboard mal an einen Marshall mit 4mal12 ..mal sehen ob es dann besser ist
Was sehr viele falsch machen, einfach von allem zu viel, wenn sie zu hause den Kemper einstellen.

Oft ist es so, wenn man zum Beispiel beim Kemper die Profile von bekannten Studios nutzt, klingen die zu hause nach nix (wenig bass, wenig höhen), das ist aber eher unserem versauten Ohr zu schulden.

Habe da auch selbst experimentiert: Hochgelobte Sounds von Britt= zu hause komisch, proberaum, Live genau richtig. Liegt nicht am Profil, sondern zu Hause an unserem Gehör.

Fatal ist es, die Sounds mit Kopfhörer anzupassen, das war auf dem Helix und Kemper im Vergleich zum Proberaum ein Disaster.

Musste da am Anfang auch lernen was da richtig und was da falsch ist ;)
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Das Problem hatte ich mit Moeer, BOSS, Headrush, Line6 ..... das liegt nicht an den Geräten, das liegt daran, dass die einfach verdammt viele Einstellungsmöglichkeiten haben, was Fluch und Segen ist .... bei mir was mehr FLUCH, weshalb ich dann auf den puristischen Kemper umgestiegen bin und glücklich wurde ....
zuviel Fummeln schadet....Die Pedale werden als "eierlegende Wollmilchsau" verkauft, am Ende ist aber weniger "mehr". Das Kemper hatte ich auch angetestet, hab dort das gleiche Problem...mit fehlt was.
Momentan mach ich eh fast ausschließlich Klassik auf der Akustik, direkt ins Pult oder über AD Interface in die DAW. Hab ernsthaft überlegt das Gigboard wieder zu verkaufen. Aber erstmal Urlaub, dann seh ich weiter.
Danke für die Anworten.
 

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