Musicpark Leipzig ist bereits wieder Geschichte

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svenyeng
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Hallo!

Generell sind Messen nicht mehr up to Date.
Alles das was man da sieht, wird eh schon lange vorher online vorgestellt.
Das Internet bietet heute ja alle Möglichkeiten.

Früher war das was anderes. Es gab kein Internet und die Messen machten das, was heute das Internet macht.
Dort sah man das Neueste, Händler kauften zum Messepreis, etc. pp.

Schon lange kommen viele Firmen ja gar nicht mehr zu Messen. Das meine ich nicht nur bezogen auf Musik.
Der Aufwand steht i.d.R. nicht zu dem was am Ende dabei rumkommt. Vor allem sind die Standkosten, Personalkosten, ...
so hoch, das eher Verlust gemacht wird.

Und seien wir doch mal ehrlich, wer testet denn auf einer Musikmesse ein Instrument wirklich an.
Das ist doch Stress, laut, etc. pp.
In vielen Bereichen gibts dann von den Herstellern sogenannte Hausmessen. Meisten nur für Händler.
Da ist mehr Ruhe und mehr Zeit. Oder aber, grade größere Händler, machen direkt beim Hersteller bzw. dessen Vertrieb einen Termin. Oder Händler, Firmen, ... laden direkt den Vertriebler zu sich ein. Der bringt dann alle Neuheiten mit und präsentiert sie vor Ort.
Möchte ich ein neues Keyboard präsentiert bekommen, gibts immer bei Musicstore etc. entsprechende Präsentationen.
Da ist mehr Ruhe für alles. Für den Händler ist das auch lukrativer.

Dazu kommt nun nach wie vor Corona. Man sollte alleine schon deswegen immer noch solche Großveranstaltungen wie Messe vermeiden.

Gruß
sven
 
Sir Adrian Fish
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die Messen machten das, was heute das Internet macht.
Dort sah man das Neueste, Händler kauften zum Messepreis, etc. pp.

Grundsätzlich stimme ich dir bzw. deinen Ausführungen zu. Was hierbei allerdings unberücksichtigt bleibt, ist der Punkt des Netzwerkens. Dieser findet sich zwar auch im Internet, wie z.B. in Internetforen, auf Faebook & Co., allerdings denke ich, dass hier die Qualität und Tiefe eine Andere ist.
 
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svenyeng
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Hallo!

Was hierbei allerdings unberücksichtigt bleibt, ist der Punkt des Netzwerkens.

Ok, das ist eine andere Sache. Verstehe was Du meinst.
Es gibt aber auch hier und da mal Musikertreffen.

Dann gibts ja noch einen Punkt:
Wer fährt durch ganz Deutschland für ne Messe?
In Leipzig. war die Messe eh komplett falsch platziert. Viel zu weit Abseits.
Wenn ich viele Leute erreichen will, dann muss das zentral in Deutschland platziert werden.
Gehe ich z.B. mal von mir aus. 4-5h einfacher Weg. Das hin und zurück und dann noch Messebesuch.
Kann man an einem Tag knicken. Also Hotel dazu mit Verpflegung. Das wird teuer.
Da muss ich sagen, das ich das Geld lieber für ein neues Instrument, Zubehör oder so einsetze.

Gruß
sven
 
MrC
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Ich denke auch, dass - durch Corona ausgelöst, aber nicht verursacht - im Messe-Business eine Zeitenwende ansteht (sry für den mittlerweile überstrapazierten Begriff, gell, Herr Scholz?). Viele große Präsenzmessen haben sich bereits verabschiedet, andere erscheinen immer verzichtbarer. Klar, Konsumgeschmack ändert sich, Konsumentenverhalten ebenfalls, die neuen Medien ermöglichen neue Formen der Präsentation und Information. Von daher kommen imho auf die großen Messe-Betreiber schwierige Zeiten zu. Was wiederum manchen Stadtplaner erfreuen dürfte - wenn Messehallen aufgegeben werden, könnte dort neuer (in aller Regel sauteurer) Wohnraum entstehen.

Und trotzdem fand' ich es in all den Jahrzehnten immer wieder interessant, auf IFMA, HiFiVideo, IAA, MusikMesse u.a. als Endkunde herumzustöbern und Neues zu entdecken ... aber ich bin ja auch ein alter, weißer Mann ...
 
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saitentsauber
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Und trotzdem fand' ich es in all den Jahrzehnten immer wieder interessant, auf IFMA, HiFiVideo, IAA, MusikMesse u.a. als Endkunde herumzustöbern und Neues zu entdecken ... aber ich bin ja auch ein alter, weißer Mann ...
Für mich werden da ganz unterschiedliche Ereignisse in eine Aufzählung gepackt: Die IFMA hat mir bei meinem einzigen Besuch gar nix gesagt, weil mir Gucken zu wenig war - so was kann tatsächlich das Netz (fast) genau so gut. Auf der Musikmesse konnte ich mir - trotz aller Einschränkungen - einen auch praktische (Anspielen!) Eindruck von Instrumenten machen, in deren Nähe ich sonst kaum mal bzw. in dieser Vielfalt nie gekommen wäre. Dieser Eindruck hat sich dann auf mein Beuteschema ausgewirkt, und zwar in beiden Richtungen.

Vor diesem Hintergrund würde ich auch die Perspektiven (aus der Sicht des potenziellen Endkunden) unterschiedlich sehen. Ob das aus Sicht der Hersteller den Aufwand rechtfertigt, ist eine andere Frage, die sie evtl unterschiedlich beantworten.
 
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svenyeng
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Hallo!

Auf der Musikmesse konnte ich mir - trotz aller Einschränkungen - einen auch praktische (Anspielen!) Eindruck von Instrumenten machen, in deren Nähe ich sonst kaum mal bzw. in dieser Vielfalt nie gekommen wäre. Dieser Eindruck hat sich dann auf mein Beuteschema ausgewirkt, und zwar in beiden Richtungen.

Ich verstehe, was und wie Du es meinst.
Aber letzten Endes könntest Du das bei Thomann und Musicstore, um mal die ganz großen zu nennen, das ganze Jahr über.
Die haben das meiste und wichtigste doch da. Und das tolle: Du hast dort sehr viel mehr Ruhe.

Gruß
sven
 
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Die Messe in FRA war im Prinzip tot, bevor sie tot war ... aber die Vertreter der Hersteller waren - ohne Stand - da, um ihr Netzwerk zu pflegen ...

Schon damals (so ca. 2015) habe ich scherzhaft gesagt, dass man einfach Hersteller (nur mit ihrem neuen Kram) und Youtuber auf eine einsame Insel schicken sollte. Da können sie dann alles aufarbeiten ...

Nun ja ... das Sweetwater Gearfest ... die Thomann Gearhead ... das Henning Pauly Gearstreet ... geht in die Richtung.

Gruß
Martin
 
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als Endkunde herumzustöbern und Neues zu entdecken

Mein Besuch auf der Musikmesse FAM ist sehr lange her. Ich war dort mit Jaspers. Mein Eindruck war, dass die meisten Aussteller es gar nicht so gern hatten, wenn Nicht-Händler dort herumstöbern. Kann aber sein, dass sich das zwischenzeitlich geändert hatte.

-
 
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Mein Eindruck war, dass die meisten Aussteller es gar nicht so gern hatten, wenn Nicht-Händler dort herumstöbern.
Das liegt daran, weil die Musikmesse ursprünglich keine Endbraucher-Messe war und es eigentlich nur am letzten Tag einen offenen Besuchertag gab. Hat nur (fast) niemand verstanden, was es für die eigentlichen Fachbesucher (und die Vertriebler an den Ständen) oft schwer gemacht hat, weil irgendwie jeder irgendjemanden kannte, der einem Karten für die restlichen Tage besorgen konnte :rolleyes:.
 
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svenyeng
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Mein Eindruck war, dass die meisten Aussteller es gar nicht so gern hatten, wenn Nicht-Händler dort herumstöbern.

Kann ich schon irgendwie nachvollziehen.
Für die Hersteller sind die Händler die Kunden.
Soll heißen, der Hersteller will den Kunden an sich nicht beraten, sondern das ist Aufgabe des Händlers.
Da ist der Endkunde dann irgendwie nervig, wenn Fachgespräche mit den Händlern geführt werden.

Gruß
sven
 
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Kann ich schon irgendwie nachvollziehen.

Ich auch. War auch keine Kritik an dem Vorgehen. Für Endkunden gab es Läden, für Händler Messen.

Heute ist es halt nicht mehr so. MM Frankfurt bestätigt auf der Website ähnliches wie du sagst: Der B2B-Teil wird aufgegeben, weil das Business sich auf wenige große Online-Händler beschränkt. Der eventartige B2C-Bereich wird beibehalten und neu konzipiert.

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