Musik als Propaganda: Projekt

von xander, 27.03.06.

  1. xander

    xander Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.03.06   #1
    Hi Leutz,

    ich mache grade ein Prokekt in Geschichte. Das Thema als Ganzes ist Propaganda, ich habe mich für Musik entschieden.

    Das Projekt muss in ungefähr so einem Format sein wie eine Litarische Erörterung (fast :D ):

    Intro - Hauptthese
    3 Paragraphe, mit je 3 Argumenten.
    Outro

    die 3 Paragraphe sollen die Hauptthese unterstützen.

    Die Paragraphe bei mir sind:

    - Nazi Propaganda Musik
    - "Stick it to the Man" principle - Rock 'n' Roll, Metal - Go against the rules
    - Boy Bands, Tokio Hotel, Britney Spearses und Aguileras


    Zu den Nazis habe ich schon alles gefunden, das ganze mit Wagner und Bach, und dem germanisierten Jazz usw.

    Mein Problem liegt momentan bei dem 2ten Paragraph, bei der Rock 'n' Roll era.
    Und zwar kann ich meinen Standpunkt nicht wirklich aufs papier draufschreiben. Was ich halt sagen will ist das die Musik der 60er-90er halt millionen von menschen zusammengebracht hat, damit die alle ihre Freiheit feiern können, ihre Wut auf das ganze System rauslassen.

    Ich habe dazu auch Jack Black's Zitat aus School of Rock genommen:

    “The world is run by the Man. You don’t know the Man? He is everywhere! The Man is in the White House, down the hall – the principal: he’s the Man. And the Man ruined the Ozone layer and kidnapped Shamu and put her in a chlorine tank. And once there was a way to “stick it to the man”, and it was called Rock ‘n’ Roll. But guess what: oh no! The Man ruined that, too, by creating such a thing like MTV!”

    nur fehlt mir irgendwie irgendwas...ich habe halt diese 3 Argumente - Rock 'n' Roll als erstes Genre das komplett gegen die Klassik gehen würde, mit Presley und diese "scheiß-auf-die-moral" usw. Dann hab ich halt die eher Hard Rockige Era, die halt auch unter anderem im Vietnam Krieg viele Leute "zusammengebracht" hat, ihnen einfach geholfen hat. Und dann hab ich halt die Metal Musik, Metallica, Maiden usw, die einfach die ganzen Leute sammelte die ihre Wut rauslassen wollten, ihre Freiheit zeigen wollten.
    (dazu siehe video von 1991 in MOskau)

    Könnt ihr mir vielleicht irgendwelche tipps geben? Was ich noch alles schreiben sollte oder was ich vielleicht verändern sollte?

    Dankbar für alle Antworten :great:

    ps: hab noch mein Paper angehängt, damit ihr auch ungefähr halt seht was ich meine :D
     

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  2. Houellebecq!

    Houellebecq! Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.03.06   #2
    ehrlich gesagt verstehe ich nicht ganz, was rock'n'roll mit propaganda zu tun haben soll. bei der Nazi-Musik der 30er/ 40er ist das ja einleuchtend, aber ich sehe den Zusammenhang zu den anderen "Paragraphen" nicht...
     
  3. xander

    xander Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.03.06   #3
    Propaganda präsentiert ja keine Information, sondern versucht ja Leute von einer Idee zu überzeugen. Bei Hitler wars halt das ganze damit die Leute halt in den Krieg ziehen.
    Bei Rocknroll fings an gegen das system zu gehen. Dann kam der Vietnam krieg, und die Nachricht war halt sowas wie "unterstützt die truppen" oder so ähnlich - wurden also lieder für verwendet (siehe den Film Good Morning Vietnam)


    Oder wie meinstu das jetzt?
     
  4. ars ultima

    ars ultima HCA Recording HCA

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    Erstellt: 28.03.06   #4
    Es bringt Dich vielelicht nicht viel weiter, aber mal als Anmerkung um nicht eine zu starke schwarz/malerei zwischen den Kapiteln Rock N Roll und Boybands, Tokio Hotel zu machen: Rock and Roll war schon immer Popmusik. Gerade in den Anfängen. Elvis Presley war eigentlich Kommerz pur und funktionierte ähnlich wie heutige mediengehypte "Produkte".
     
  5. xander

    xander Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.03.06   #5
    jep, hab ich auch grade so bissel nachgelesen :D

    Ich ersetze wohl Punk mit dem ROck'n'roll paragraph, schmeiß ein paar Texte rein, zeig wie es auch heute noch weiter geht mit punk musik und nazi musik.
     
  6. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 28.03.06   #6
    Ich spiel mal für ne Weile den advocatus diaboli:
    Was ist Deine Aussage? Wenn Inhalt = schlecht (Nazi), dann Propaganda und Musik = mißbraucht. Wenn Inhalt = gut (Punk, Rock), dann keine Propaganda? Oder dann Propaganda und Musik = gebraucht/benutzt/mißbraucht?

    Ein Kern Deiner Argumentation liegt im Begriff Propaganda. Ich lehne mich mal an Wiki an:
    "Unter Propaganda versteht man die gezielte und organisierte Verbreitung einer Nachricht oder Ideologie, meist im politischen Umfeld. Der Propagandatreibende hat das Ziel, das soziale Handeln und Denken anderer im eigenen Sinn zu beeinflussen. Eine jeweils konkret verbreitete Information kann richtig oder falsch sein."

    Nach der Definition betreiben alle die, die ein politisches/gesellschaftspolitisch relevantes/ideologisches Ziel haben, im Grunde zielgerichtet vorgehen, Propaganda.
    Nach dieser Definition kann man dem entgegenstellen Aufklärung oder Information, die durchaus auch zielgerichtet sein kann, aber nicht manipulativ vorgeht.

    Was hat das alles eigentlich mit Musik zu tun?
    Aus der Sicht der Musik eigentlich gar nix. Musik funktioniert auch ohne Texte oder Inhalte oder auch Inhalte, die nicht manipulativ sind oder sein sollen.
    Aus der Sicht derer, die Menschen beeinflussen wollen, allerdings schon. Musik öffnet nämlich die Menschen, kann sie erschließen, kann Emotionen wecken und an Emotionen andocken und Menschen in eine bestimmte Stimmung versetzen.
    Aus der Sicht der Propagandisten wird Musik also eingesetzt zur Beeinflußung von Menschen vor allem auf der emotionalen Ebene, um sie für die eigenen "Inhalte" mehr oder weniger bewußt einzuspannen. Musik ist also ein Medium zum Transport von Propaganda.

    Jetzt wird auch deutlich, dass Musik zu jeder Zeit auch immer ohne Propaganda funktioniert hat, Du also Musik nicht reduzieren darfst auf bestimmte Inhalte.
    Um zu beschreiben, warum und wie Propagandisten nun Musik benutzen, mußt Du das auch gar nicht. In diesem Zusammenhang spielt es keine Rolle, dass Rock und Punk und Metal auch populäre Musik war/ist. Du solltest diesen Zusammenhang aber unbedingt erwähnen.

    Du solltest Dir imho bei Deiner grundsympathischen Ansicht, dass Rockmusik=gute, befreiende Musik (wenn Du so willst: gute Propaganda ist) und Nazimusik=schlechte, gewaltverherrlichende Musik (wenn Du so willst: negative Propaganda), eine gewisse Dialektik (meint eine Wechselbeziehung oder dass sich Dinge durch den Kontext ändern können), was das Verhältnis von Musik und Propaganda angeht, nicht entgehen lassen:

    Nämlich die, dass die früher "rebellische" Rockmusik (von mir aus Rock n Roll) heute ohne jedes Ärgenis und Federlesens dafür benutzt wird, Autos, Versicherungen, Textilien und sonstiges Zeugs zu verkaufen. Das ist mit Punk auch passiert (Modepunks) und passiert mit Metal auch. Das heißt, die Emotion, mit der diese Musik behaftet ist, wird wiederum zu propagandistischen Zwecken gebraucht oder mißbraucht, je nachdem von welcher Seite man es betrachtet.
    Genau daraus folgt nämlich, dass Musik nicht durch einen Inhalt "besetzt" werden kann. (Kannst Du bei den Nazis auch verfolgen: die haben uralten Volksliedern, zum Teil Lieder der politischen Gegner, einfach neue Texte übergestülpt und die für ihre eigenen Zwecke benutzt.) Sondern dass Musik einerseits ohne Inhalt auskommen kann und gerade deshalb für jeden Inhalt vereinnahmt werden kann. Und dass Musik, die früher rebellischen Charakter hatten, mittlerweile "konsensfähig" geworden sind und deshalb dazu dienen kann, als Werbemittel herhalten zu dürfen.

    Noch ein Satz zu Propaganda: Es könnte durchaus Sinn machen, zwischen einer gezielt ideologischen Variante (Nazis: die handelten nach Plan) und einer anderen zu unterscheiden, der es vorwiegend darum ging, ein bestimmtes Lebensgefühl auszudrücken.

    x-Riff
     
  7. xander

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    Erstellt: 30.03.06   #7
    Hmm....wie wärs hiermit?
     

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  8. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 30.03.06   #8
    ;)
    Finde ich schon wesentlich stärker.
    Habe ein paar Anmerkungen reingeschrieben.
    Du mußt generell auf die Zeiten/Epochen achten. Das liest sich alles so, als folge eins direkt auf das andere. Du machst aber Zeitsprünge. Diese solltest Du besser kennzeichnen.

    Wenn ich mal fragen darf:
    Wie lange soll das Referat sein? Kannst Du Musik dazu einspielen? Trägst Du es vor oder ist es eine rein schriftliche Arbeit? Wenn es für den Geschichtsunterricht ist, wieso isses dann auf Englisch? Welche Klasse?

    Anbei meine Anmerkungen.

    Viel Erfolg noch,

    x-Riff
     

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  9. xander

    xander Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.03.06   #9
    Lol, danke für diese Ermutigung :D

    Hmm...ok, Point taken...
    Wenn ich einfach mal sage "20-30 Jahre nach dem Krieg", bzw vielleicht "in the 1970's", oder so, sollte es doch reichen, oder?

    Ich habe keine Ahnung wie lang. Es sollen halt 3 Paragraphe, mit 3 Argumenten sein.
    Es ist rein schriftlich, sonst würde ich schon Musik spielen :D
    Ich bin auf ner Brit-Ami-Schule :(
    Deswegen ist alles hier auf Englisch. 11 Klasse

    Danke schön :great:
    I'll try my best :D
     
  10. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 30.03.06   #10
    Bitte.
    Klar. Geht nur um die zeitliche Einordnung.
    Mußt Du unbedingt fragen. Müssen die Dir auch wenigstens ungefähre Angaben machen.
    Ich find´s aber sehr knackig und kurz. Ausbauen läßt sich immer.

    3 Argumente? Sind doch eher 3 Beispiele, oder?

    Hau rein,

    x-Riff
     
  11. xander

    xander Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.03.06   #11
    ähm, meinte ich ja :D
    3 Facts supporting the Paragraph and Thesis :D

    Dann ma auf :D