Musik wie Architects machen - welche Basis hilft mir?

von Sharmon, 05.09.17.

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  1. Sharmon

    Sharmon Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.09.17   #1
    Ich grüße euch recht herzlich.

    Nun, ich muss sagen, dass ich die Architects absolut vergöttere und auch selbst gerne solche Musik machen würde - jedoch ist die Frage: WIE?
    Hierbei steckt ja sicherlich viel Musiktheorie dahinter, diverse Skalen, Tonarten und vieles mehr. Jedoch weiß ich leider auch nicht mehr.

    Kann mir hier jemand Tipps geben wie ich mir explizit dieses Wissen erarbeiten kann, dass ich von der Theorie und von der Praxis auch weiß wie ich diese Musik schreiben und spielen kann?

    Das würde mir immens helfen!
     
  2. NicoTiN

    NicoTiN Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.09.17   #2
    Hallo,
    einen genauen Tipp zu der Band kann ich dir nicht geben (da ich sie nicht gut kenne), aber ich kann dir aufschreiben wie ich persönlich an so etwas rangehe.
    Wenn ich den Stil einer Band mag und kopieren will, beginnt es erst einmal mit covern. Dabei versuche ich die Songs selber raus zu hören und nur auf Tabs zurück zu greifen, wenn es gar nicht geht. Hierbei fallen einem nach mehreren Songs Figuren, Riffs oder Schemata auf, die sich wiederholen oder ähneln.
    Diese kann man sich dann merken, oder notieren.
    Als nächstes schaue ich mir die Songstrukturen an. Gibt es immer ein Intro oder Solo? Folgt auf die Strophe eine Bridge oder gehts direkt in den Refrain?
    Auch hier fallen einem Gemeinsamkeiten auf, die evtl auch den Song vorhersehbar machen. Dazu gehören auch die anderen Instrumente. Was macht der Drummer?

    Wenn man ein Repertoire aus Coversongs hat und erkannt hat, wie diese strukturell aufgebaut sind, dann kommen erst die Skalen etc dran (jedenfalls bei mir). Oft ergibt sich das auch aus den gecoverten Songs. Nicht nach dem Motto: "Oh, wieder C-Minor", sondern eher "Die Figur kenn ich doch."
    Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen.
    Viele Grüße, Nico
     
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  3. Bassyst

    Bassyst Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.09.17   #3
    Super Antwort von @NicoTiN , Songstruktur ist der eine wesentliche Punkt. Ebenso wichtig ist der Sound ... und dafür gibt es eigentlich kein Geheimrezept. Problematisch ist auch, dass man von seinen Lieblingsbands ja vor allem den Sound aus dem Aufnahmestudio liebt und es schon für die Originalband schwierig ist, diesen Sound auch live nachzubauen ...

    Ok, also ich kenn viele Architectssongs und hab sie zweimal live gesehen. ich würde sagen, der Gitarrensound ist dieser typische moderne Metalcore/Djent Sound (also viel Compressor, viel Zerre, viel Mitten). Zwischendurch kommen auch diese Bassdrops (entweder über nen Pad manuell steuern oder mit Klick spielen und als Audispur mitlaufen lassen). Bei Bassdrops musste gucken, wie du die erzeugst ... z. B. fertige Samples nehmen oder mit selebr zusammenbauen mit einem Operator (virtuelles Instrument :-) ). Beim Drumset bin ich mir nicht sicher, aber wahrscheinlich ist auch die Snare und die Base sehr mittenbetont ... das lässt sich im Proberaum und auch live nur schwer steuern.

    Gibt wahrscheinlich noch tausend andere Sachen, die ihr beim Sound rausfinden müsst.
     
  4. crazy-iwan

    crazy-iwan Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 06.09.17   #4
    Doug Wimbish hat hier mal schön beschrieben wie er das macht, irgendwo um die 35te Minute rum mal einschalten und gucken.
     
  5. Silenzer

    Silenzer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.09.17   #5
    @NicoTiN hat schon viel gesagt. Ich denke auch durch covern, hören und nachspielen kommt man automatisch in die Richtung. Meine Einflüsse hört man unweigerlich beim schreiben oder improvisieren. Das kann ich nicht weg machen oder verstecken, aber irgendwo lernt ja jeder.

    Wenn du die Band so liebst, dann wirst du schon mehrere cover gemacht haben und die Songs rauf und runter gehört haben. Somit kennst du die Grundstrukturen auswendig.

    Ich würde jetzt weiter gehen und ebenfalls Stück für Stück die Struktur und die Motive auseinander nehmen. Ein bischen Harmonielehre wäre da sicherlich hilfreich. Skalen sind nicht verkehrt, aber geben dir auch nur die Noten, die du verwenden kannst. Die Frage ist eher, was die Band sich dabei gedacht hat als sie die Noten / Akkorde so gewählt und aneinander gefügt hat.

    Meistens ist es auch so, dass man einfach gern wiederholt was einem gefällt und was das Genre ausmacht. Am Ende hast du dann verschiednee Motive aus denen du Licks in verschiedenen Tonarten basteln kannst. Da ensteht dann dein Song.

    Mein Tipp wäre also mal ein Harmonielehre Buch als zusätzliches Lehrmittel zu besorgen und genau die Songs zerpflücken, die dir so gefallen.
     
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  6. Stratz

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    Erstellt: 06.09.17   #6
    Obwohl Tabs manchmal gar nicht so schlecht sind, weil man schnell optisch irgendwelche Muster erkennen kann. Das trifft dann aber weniger auf txt-Tabs zu, die manchmal etwas unübersichtlich sind, als auf "professionelle" Tabs, wie man sie in Gitarrenmagazinen findet oder gut erstellte Guitar Pro-Tabs.
     
  7. rusty1230

    rusty1230 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.10.17   #7
    Hi Sharmon,

    ich glaube uns geht es derzeit Ähnlich, bin selber seit dem Album Daybreaker ein riesiger Architects Fan und auch grade dabei, die Songs bestmöglich zu verstehen und habe mal mit den Covern angefangen.

    Falls du es noch nicht gesehen hast, sieh die das Making of an vom Album Lost Forever, Lost Together! Echt sehenswert!
    Auch vom neuen Album gibt es ein kleines Making of!

    Tom Searle (RIP) hat eine Einzigartige Leistung geliefert.
    Mit den Jahren hat sich auch sein Spielstil etwas geändert, also schau dir vorher an auf welches Album bzw. auf welche Melodien und Riffs du dich konzentrieren möchtest.

    Bei den neueren Liedern (A Match made in heaven, Gone with the Wind, etc...) hab ich mich etwas umgewöhnen müssen, mit dem Drop B Tuning und dem F# auf der Tiefen E Saite, aber er hatte sich schon was dabei gedacht wie er es geschrieben hat =)

    Aber sonst schau mal welche Lieder die Technisch interessieren und Cover mal drauf los.
    Zerlege diese Lieder ins Detail und jeden Abschnitt und dann fallen dir die Typischen Vorgänge auf, die Tom bei seinen Liedern hatte!

    LG von Architects Fan zu Architects Fan =)
     
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