Musikstudium Vorraussetzungen?

  • Ersteller B4MV-desparta
  • Erstellt am
Mal ne O-T-Frage und nicht vollkommen ernst gemein.
Aber wieso kann ich Russisch studieren ohne Vorwissen, muss aber Klavier spielen wie ein As um Studieren zu können.
Mir ist vollkommen klar, das man für manche Studienfächer auch Vorwissen braucht (Latein für Medizin oder auch Fremdsprachen für Musikwissenschaft,...), aber mal ehrlich: Die musikalischen Fächer haben doch iwie ihr Ziel verfehlt? Ich zahle Studiengebühren und im prinzip lern ich nichts mehr, weil ich ja schon alles kann? (krass ausgedrückt!)

mein Tipp wäre dieser:

1. Russisch ist nicht so gefragt wie Musik.
2. In Musik ist es schwieriger Kapazitäten freizumachen. Du brauchst im Studium einen Lehrer der dir 1:1 Unterricht gibt. Das kostet natürlich. Und dann "lohnt" es nur die Besten auszubilden und nicht jeden dahergekommenen Wicht.
 
Was die Musik angeht, habe ich mir die Frage, was man im Studium noch lernen können soll, wenn man eh schon gut ist, auch schon gestellt. Ich denke die Antwort ist, gute Leute zu annähernd perfekten zu machen und das Können mit (theoretischem) Hintergrundwissen zu untermauern.

Naja, perfekt ist niemand, der einen Dipl.-Instrumentalmusiker in der Tasche hat. Er ist zwar hoffentlich auf dem Markt konkurrenzfähig, aber perfekt kann er nicht sein, weil ihm notwendigerweise die jahrezehntelange Erfahrung fehlt. Erfahrung und breites Wissen sind die Faktoren, die studierte Musiker von Amateuren unterscheideen und genau da setzt das Studium an, Studenten zumindest mit der Erfahrung von 4 Jahren intensiver Beschäftigung mit dem Instrument zu entlassen.

Jedes Fach hat seine Traditionen und in der Musik sind sie halt recht elitär; wohl nicht zu letzt, um die hohe Nachfrage zu bewältigen.

Musikstudiengängen zählen mit zu den teursten Studiengängen, die es gibt, weil so viel Einzelunterricht bzw. Unterricht in Kleingruppen erteilt wird. Die Auslese bei der Aufnahmeprüfung zielt also auch darufhin hab, die Steuergelder möglichst sinnvoll einzusetzen - es sollen die Bewerber gefunden werden, die sinnvollerweise gefördert werden sollten. So elitär ist das nicht, das ist eher finanzielle Notwendigkeit in Zeiten knapper Kassen.

Harald
 
Musikstudiengängen zählen mit zu den teursten Studiengängen, die es gibt, weil so viel Einzelunterricht bzw. Unterricht in Kleingruppen erteilt wird. Die Auslese bei der Aufnahmeprüfung zielt also auch darufhin hab, die Steuergelder möglichst sinnvoll einzusetzen - es sollen die Bewerber gefunden werden, die sinnvollerweise gefördert werden sollten. So elitär ist das nicht, das ist eher finanzielle Notwendigkeit in Zeiten knapper Kassen.

Echt? Hohen Personalkosten stehen aber niedrige Ausstattungskosten gegenüber.

@ Threadsteller: Frag einfach die einzelnen Unis/HfMs an, jede Hochschule setzt eigene Schwerpunkte. Oft gibt es Listen, auf welchem Niveau Stücke erwartet werden, angelehnt an Jugend Musiziert o.ä. Lehramt (Schule) ist (meist) einfacher als Instrumentalpädagogik und künstlerische Ausbildung.

Grüße von Cello und Bass
 
Schon seit langer Zeit kommen viele asiatische Studenten nach Deutschland.

Besonders studentinnen, ich unterhielt mich neulich mit einigen und erfuhr, was ich schon wusste: sie haben mit deutscher musikausbildung und anderen vorzügen hervorragende heiratschancen in höchste kreise daheim.
 
Günter Sch.;3862119 schrieb:
Besonders studentinnen, ich unterhielt mich neulich mit einigen und erfuhr, was ich schon wusste: sie haben mit deutscher musikausbildung und anderen vorzügen hervorragende heiratschancen in höchste kreise daheim.

Fleiß und Ausdauer darf man eben nicht unterschätzen! :D
 
Echt? Hohen Personalkosten stehen aber niedrige Ausstattungskosten gegenüber.

Das ist aber jetzt auch etwas pauschal..

Also ich hab zunächst Bioingenieurwesen studiert, bis ich meiner Berufung gefolgt bin und auch Musik/LA umgeschwenk bin.

Wir haben an der Uni gute 40 Übezellen, in denen jeweils Minimum ein Klavier steht, dazu ein Tonstudio etc. Das kostet ne Menge Geld.
Im Vergleich dazu hatten wir im Bioing nicht mal eigene Labore.. eigene Hörsäle sowieso nicht.

Also ich weiß welcher Studiengang die uni deutlich mehr Geld kostet..

Zum Topic: Umbedingt an den infragekommenden Unis/Hochschulen schlaumachen. Es gibt immer einen Verantwortlichen oder Studienhelfer etc.
Diese Leute haben alle Informationen die man wissen will, über Prüfungsleistungen bis hin zu Informationen über den Unterricht. Ich hab da gute Erfahrungen gemacht entweder persönlich da aufzukreuzen oder zumindest anzurufen.
 

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben