Muss ich als Linkshänder auf links spielen oder gar von rechts auf links umlernen?

BeWo
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Meinst du ein Laden hat nix da weil sie Leftys diskriminieren wollen oder weil es nicht läuft?
T ist ein anderes Thema. Der hat den Zahn der Zeit damals erkannt, hat sich eine Marktposition erarbeitet in der er andere Konditionen hat und Bereiche die sich rentieren finanzieren Bereiche die sich nicht so rechnen, dadurch hat er aber ein besseres Angebot und bekommt mittelfristig Anteile und auch die werden rentabel.
 
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Meinst du ein Laden hat nix da weil sie Leftys diskriminieren wollen oder weil es nicht läuft?

Weder noch. Ich glaube die meisten Läden sind konservativ, altbacken, verbittert und rückwärtsgewendet. Man jammert immer darüber, das es nicht mehr so läuft wie früher. Die Schuldigen sind dann der Internethandel und natürlich T. Wenn man sich anschaut was da aber teilweise an Zeug (auch lange!) drinsteht, dann geht es eigentlich nicht darum, das manche Produkte einfach zu sehr Nische sind. Wenn es das Steckenpferd des Betreibers ist, dann steht da auch extrem teures Zeug rum das niemand wirklich kauft. Aber mal z.B. schauen sich eine Handvoll aktueller Linkshänder-Gitarren reinzustellen statt immer der gleichen Ibanez GRG-170-DX und Yamaha Pacifica... da kämen sie nie drauf. Es muss ja nichtmal extrem teuer werden! Die Squier Classic Vibe Reihe ist z.B. nur geringfügig teurer aber bereits erstaunlich gut. Zumindest ein oder zwei Exemplare in der 1000 EUR Gegend sollten auch greifbar sein. Ja - die hängen dann lange im Laden. Aber das ist bei Thomann nicht anders - die Gitarren im Laden verkaufen sie nur extrem ungern und unter lautem Protest... das sind Aussteller die echt lange drin sind - egal ob rechts oder links.

Was die Präsentation angeht: Was soll man als Linkhänder denn für einen Eindruck kriegen, wenn jene Gitarren irgendwo lieblos in einem dunklen Winkel versteckt rumhängen? Wieviel anders wäre ein liebevoll gestalteter "Lefty-Corner"... vielleicht auch mit einem kleinen Stand hilfreicher Literatur und einer wohlwollenden Beratung?

Hier zieht auch wieder das Vegetarier-Beispiel (auch wenn ich keiner bin, verwende ich es hier gern): Wenn ich in ein Gasthaus gehe und auf der Karte ist praktisch nichts vegetarisches und auf Nachfrage beim Kellner schnaubt der verächtlich und bietet dann irgendeinen Notnagel an... welchen Eindruck hat man dann? Genau so ist der typische altbackene Musikladen heutzutage - inklusive des schnaubens. Dabei ist "Linkshänder" ja bei weitem nicht der einzige "Schnaub-Grund". Schon alleine eine Gitarre unter 500 EUR zu kaufen ist ein Schnaub-Grund... denn "was kann man da schon erwarten - das ist natürlich Müll". Mit so einem Billig-Ding ein Setup machen zu lassen ist sowieso nutzlos.

In der Corona-Zeit hab ich bei einem örtlichen Musikladen glaube ich die Maximale Triggerbombe gezündet ^^: Ich hab eine _Harley Benton_ TE-52 (Tele-Klon) bei T bestellt und wollte sie im Musikladen vor Ort einstellen lassen (Erstsetup). Auf den ersten Blick meinte er :"oh hübsch"... dann sind ihm die Augen entgleist... HB (also T), Linkshänder, Low-Budget er hat dann lustlos drauf rumgeschrammelt und gemeint das die Ausschuss sei mit ein paar unflätigen T-Tiraden nachgeschoben. Ich hab sie dann selbst eingestellt und sie spielt sich einwandfrei.

Also kurz: Das Problem ist ja nicht nur "Leftys" alleine. Es ist umfassender. Toll fand ich auch als ich extra hingefahren bin um einen Ersatz für einen ausgefallenen Studiomonitor zu kaufen... als ich dort war weigerte man sich mir einen einzelnen zu verkaufen, weil sie dann wenn ein anderer Kunde kommt kein Stereo-Paar mehr verkaufen können. Der Händler hätte mich also lieber wieder heimfahren lassen und als Kunde verlieren als dieses Geschäft zu machen mit dem Risiko irgendwann mal kein Stereopaar sofort parat zu haben. Wenn T oder der Internethandel generell fast die einzige Chance auf eine gewisse Auswahl ist, man aber auch gerne seine lokalen Geschäfte unterstützen will... dann bring ich das Zeug halt zumindest für Setups hin. Darf ja auch was kosten. Aber wenn man sich bei allem auch noch so querstellt dann haben sie es nicht anders verdient als unterzugehen.

T ist ein anderes Thema. Der hat den Zahn der Zeit damals erkannt, hat sich eine Marktposition erarbeitet in der er andere Konditionen hat und Bereiche die sich rentieren finanzieren Bereiche die sich nicht so rechnen, dadurch hat er aber ein besseres Angebot und bekommt mittelfristig Anteile und auch die werden rentabel.
Exakt das: Wenn Hersteller immer so rechnen, dass Linkshändermodelle sich alleine komplett rechnen müssen, dann wird das nichts. Es wird nicht anders gehen, als das dort geringere Margen einkalkuliert werden. Und auch Händler sollten hier anders rechnen als einfach nur auf "Linkshänder" kalkulieren. Ich glaube in der aktuellen Marktsituation kann ein Händler der Linkshänder gut behandelt leicht Stammkunden gewinnen. Wir kaufen ja auch nicht nur Gitarren. Wir kaufen auch Saiten, Amps, Effektgeräte, Gurte, Taschen, Kabel... tja... und wenn man sich da T anschaut... dort läuft es genau so...
 
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Das mit der Diskriminierung oder eher "Benachteiligung" von Linkshändern ist IMO schon ein Thema.
Das äussert sich jedoch IMO nicht in relevanter Weise im Sport oder Hobby. Wenn dort Linkshänderprodukte profitabel sind, werden sie angeboten und verkauft. Sind sie das nicht, hat es der Linkshänder es natürlich schwerer mit der Auswahl. Die Händler müssten da dann aber entgegen ihrer käumännischen Überzeugung, aber wohl kaum entgegen von irgendwelchen Vorurteilen, gegenüber Linkshändern handeln.

Wo man als Linkshänder jedoch IMO sehr wohl im klaren Nachteil ist (...und wo Linkshänder sich Strategien überlegen sollten, wie sie dem, wenn möglich entgehen können.!!), ist z.B. in "mündlichen" Prüfungen, wo aber in aller Regel natürlich auch etwas auf- oder angeschrieben werden muss!
Da geben wir Linkshänder von vornherein ein "komisches", "falsches", unsmartes Bild ab, weil es eben so "unnatürlich" aussieht, wenn beim Schreiben mit der Hand/Arm, der geschriebene Text verdeckt, das Blatt Papier im 90° Winkel beschrieben wird, oder auf welche Techniken Linkshänder da auch immer kommen, um von links nach rechts schreiben zu können.
Das sieht irgendwie immer etwas "krank" aus und ohne dass ich dazu eine Studie kennen, gehe ich aufgrund meiner eignenen Erfahrungen davon aus, dass Linkshänder in solchen "mündlichen" Prüfungen, auch wenn sie die gleichen Lösungen/Antworten wie Rechtshänder geben, signifikant schlechter bewertet werden, weil die "Präsentation" der Antworten so scheiße aussieht. Das ist wirklich relevant ungerecht!
 
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Bleibt bitte näher bei "Linkshänder und Gitarre", bevor das ein Thema für's OT-Sub wird ;) .

LG Lenny (für die Moderation)
 
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Ja, ungünstig ist das ganze schon. Ich suche schon seit langem eine schöne Linkshänder Strat um diese ala Jimi Hendrix zu spielen. Soweit noch keine passende zum anspielen in einem Laden gesehen.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Und nein, bevor um sich rumgeschlagen wird, das ist kein Witz.
 
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Also ich oute mich mal, dass ich den Witz nicht verstehe... du willst eine LH-Strat kaufen, die dann auf RH umbauen, so dass du wie ein spiegelverkehrter Hendrix aussiehst?

(und Anspielen im Laden habe ich mit dem Start des Internets aufgegeben - das Zeugs wird bestellt und ausprobiert, und eigentlich hab ich's immer behalten...)
 
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Ja, ungünstig ist das ganze schon. Ich suche schon seit langem eine schöne Linkshänder Strat um diese ala Jimi Hendrix zu spielen. Soweit noch keine passende zum anspielen in einem Laden gesehen.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Und nein, bevor um sich rumgeschlagen wird, das ist kein Witz.
Ich kann die Squier CV 60s Stratocaster empfehlen - ist in Sunburst als LH verfügbar und verdammt gut.
(und Anspielen im Laden habe ich mit dem Start des Internets aufgegeben - das Zeugs wird bestellt und ausprobiert, und eigentlich hab ich's immer behalten...)
Meine erste LH-Gitarre war eine billigst 70 EUR Strat über Amazon. Relativ schnell folgte dann eine Ibanez GRG-170DX... ein lange für Einsteiger empfohlenes Modell. Bei einem Händler hab ich nach zwei Lieferungen die beide beim Transport beschädigt wurden aufgegeben. Seitdem fahre ich lieber die 45 Minuten zum großen T und hole ab. Da kann ich sie dann auch sofort anschauen und gegebenfalls sofort durchtauschen lassen. Interessanterweise hab ich sowohl bei Fender, Taylor und Harley Benton jedesmal ca. 2-3 Modelle gebraucht weil immer irgendwas war.
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Damit wäre die ganze Diskussion von davor überflüssig, weil der große "T" hat ja eine gute Auswahl für Linkshänder.
Naja - nicht jeder möchte liefern lassen und nicht jeder wohnt (wie ich) nur 45 Minuten vom großen "T" weg. Ich bin mir bewusst, da verwöhnt zu sein. Ich bin nur anfangs nicht dort hin weil ein Kollege eine negative Service-Erfahrung hatte. Irgendwann bin ich dann doch hingefahren und "T" ist tatsächlich was Linkshänder angeht ziemlich ordentlich. Die Modelle sind zwar auch etwas versteckt (hinter einer Treppe) und manche Mitarbeiter sind bezüglich LH vorurteilsbehaftet.. aber im großen und ganzen bin ich dort immer zufrieden gewesen.
 
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Ich kann die Squier CV 60s Stratocaster empfehlen
Ich möchte eine weiße "Fender" mit einem Ahorngriffbrett und einer großen Kopfplatte. Eine Bullet am Trussrod und Scalloped Neck wären auch nicht verkehrt.

Naja - nicht jeder möchte liefern lassen
Das habe ich damit auch gemeint: wer bereit ist im Netz zu bestellen hat eigentlich wenig Schwierigkeiten. Die Linkshändergitarren sind in guter Auswahl verfügbar.
 
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Ich möchte eine weiße "Fender" mit einem Ahorngriffbrett und einer großen Kopfplatte. Eine Bullet am Trussrod und Scalloped Neck wären auch nicht verkehrt.
Fender Player? Ist halt dann schon teurer.
Das habe ich damit auch gemeint: wer bereit ist im Netz zu bestellen hat eigentlich wenig Schwierigkeiten. Die Linkshändergitarren sind in guter Auswahl verfügbar.
Es ist wirklich schon eine andere Nummer als vor noch ein paar Jahren. Trotzdem ist die Auswahl an Farben und Features immer noch sehr begrenzt.
Ich frage mich da manchmal ob das Problem hier auch sehr in der Fertigung zu suchen ist. Ich denke Linkshändermodelle sind wohl immer eher ein „afterthought“. Wenn ein Rechtshändermodell Erfolg hat wird eventuell ein Linkshänder-Modell entwickelt. Aber müsste das nicht durch geschickte Planung besser gehen?
Was macht den Unterschied?

1) Body gespiegelt
Neu entworfen werden muss er ja wohl nicht.ich vermute, dass viele Schritte bei den Bodies schon automatisiert sind.
2) Griffbrett könnte symmetrisch sein
Dots auf beiden Seiten und schon ist die Grundlage gleich. Die Frets sind auch gleich.
3) Nut gespiegelt
4) Bridge gespiegelt
5) Evtl. Gespiegelte Pickups (zB bei staggered Poles)
6) Evtl Potis
7) hab ich was vergessen?

Ich glaube auf dieser Ebene gibt es wenig was es so viel Aufwändiger macht - insbesondere weil man viele Teile für unterschiedliche Modelle verwenden kann.

Die Montage kann ich schwer einschätzen - braucht man da Spezialisten die das andersrum können, weil die Handgriffe so internalisiert sind?

Letzten Endes kann ich nicht glauben, dass die Herstellung ein Problem ist. Eher ist es die Angst davor Ladenhüter zu produzieren. Da frage ich mich dann: Wieso sucht man nicht das Feedback der Community und fragt nach welche Modelle und Farbkombis die kaufen würden ?
 
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Hat leider nicht die große Kopfplatte. Und als Linkshänder-Variante im Laden trotzdem nicht zu finden.

kann ich nicht glauben, dass die Herstellung ein Problem ist
Ist nicht.

Eher ist es die Angst davor Ladenhüter zu produzieren
Das wird es wohl sein. Ist leider ein generelles Problem von Angebot-Nachfrage. Tritt überall auf im Verkauf (z.B. Schuhgrößen etc.). Und Quoten oder eine Lobby wird daran nichts ändern. Die Produzenten werden Auswege finden. Bei den Schuhen werden irgendwelche Hauspuschen in Größe 48 die Quote erfüllen und bei den Gitarren kriegst du eins zwei Modelle, die die Statistik balancieren werden. Und wenn man zu hart vorgeht, werden Geschäfte schließen (weil nicht rentabel) und die Auswahl schrumpft dadurch noch weiter.

Ich glaube in der aktuellen Marktsituation kann ein Händler der Linkshänder gut behandelt leicht Stammkunden gewinnen. Wir kaufen ja auch nicht nur Gitarren
Hmmm ... glaube ich nicht. Geht in der Masse unter, leider.
 
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Also ich oute mich mal, dass ich den Witz nicht verstehe... du willst eine LH-Strat kaufen, die dann auf RH umbauen, so dass du wie ein spiegelverkehrter Hendrix aussiehst?

King Zapata von Gary Clark Jr. ... und der ist nicht der einzige
Screenshot 2022-12-14 083355.jpg
 
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was bringt das? ausser der reinen optik?
 
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Bei Strat und Tele sitzt der Pickup ja schräg, der ist dann verkehrt und das hört sich gaaaaaaaaaaaaanz anders an.
Es gäbe ja auch Riverse Angle Bridges für Tele und Pickguards für Strat, aber das ist halt nicht True ...
 
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Ich suche schon seit langem eine schöne Linkshänder Strat um diese ala Jimi Hendrix zu spielen.
Meine erste E-Gitarre war eine Rechtshänder Strat-Kopie von Samick. Bei der spannte ich nur die Saiten um, um sie linkshändig spielen zu können. Nicht mal den Sattel habe ich damals getauscht. Mit Mamas Nagelfeile nur die zu engen Sattelkerben etwas weiter gefeilt. Und den Gurtpin habe ich an das kurze Horn montiert - geschraubt, ohne vorzubohren! :eek2::LOL: War alles kein Problem. Problematisch war eher, dass ja die Regler, Schalter und auch das Kabel oben über der Bridge saßen und mir immer im Weg waren und sie sich beim Spielen immer verstellten. Hendrix schien damit keine Probleme zu haben - ich schon! Ich war halt kein Jimi und spielte nur Punk. :biggrinB: An den Klang der Gitarre kann ich mich gar nicht mehr recht erinnern. Schon stratig - aber anders als normale Strats? Weiß ich nicht mehr.
Ich war aber froh, dass ich ein paar Jahre später eine echte Lefthand-Gitarre kaufen konnte.
Also meine persönlichen Erfahrungen sind nicht so gut, was "Falschherum-Gitarren" angeht. ;)
 
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Was macht den Unterschied?

1) Body gespiegelt
Neu entworfen werden muss er ja wohl nicht.ich vermute, dass viele Schritte bei den Bodies schon automatisiert sind.
2) Griffbrett könnte symmetrisch sein
Dots auf beiden Seiten und schon ist die Grundlage gleich. Die Frets sind auch gleich.
3) Nut gespiegelt
4) Bridge gespiegelt
5) Evtl. Gespiegelte Pickups (zB bei staggered Poles)
6) Evtl Potis
7) hab ich was vergessen?
8) Kopfplatte gespiegelt, falls sie nicht symmetrisch ist
9) Pickguard gespiegelt

Die Bridge kann aufwändig zu spiegeln sein, je nach Bauart des Vibratos. Insgesamt denke ich, dass sich da schon einiges an Zusatzaufwand zusammenläppert.

Da die Stückliste eine andere ist (siehe die 9 Punkte oben), ist es fertigungs- und lagerhaltungstechnisch keine Variante, sondern ein komplett anderes Produkt, mit allem Overhead, den das mit sich bringt.

Die gespiegelte Montage schätze ich auch nicht so einfach ein. Grundsätzlich ist das natürlich das gleiche, aber wer es rechtsrum gewöhnt ist, wird linksrum erst mal länger brauchen und/oder mehr Fehler machen, einfach weil es anders ist.
Letzten Endes kann ich nicht glauben, dass die Herstellung ein Problem ist.
Ein Problem nicht. Ein Mehraufwand schon.
Eher ist es die Angst davor Ladenhüter zu produzieren.
Das natürlich auch. Man wird eben an Linkshänder aufgrund ihres Bevölkerungsanteils viel weniger Gitarren los als an Rechtshänder. Und nicht wenige Linkshänder spielen auch noch auf Rechtshändergitarren, was den Absatz nochmal senkt.
Wieso sucht man nicht das Feedback der Community und fragt nach welche Modelle und Farbkombis die kaufen würden?
Weil es viel einfacher ist, sich die tatsächlichen Verkaufszahlen (von Rechtshändergitarren) anzugucken und daraus Schlüsse zu ziehen. Umfragen sind aufwändig und zu häufig nicht repräsentativ. Keiner kann wissen, ob die Leute, die antworten, tatsächlich so kaufen werden oder doch anders oder am Ende gar nicht.
 

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