Name von Tönen

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Mastergitaizer
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Hi ihr Musiker,
ich habe ein paar Fragen an euch, die eigentlich ziemlich trivial sind, aber ich habe mir bis dato keine Gedanken drüber gemacht, bzw. jetzt muss ich es, da ich eine Facharbeit darüber schreibe.

Zuerst wüsste ich gerne wie man den Ton A mit 110 Hz nennt (ok, klingt gerade sehr komisch...). Es gibt da ja so Namen wie A1, A0 oder "A einsgestrichen" oder so ähnlich. Und von wo bis wo gilt solch eine Tonbenennung? Also zb. von A-G# oder von E-D# oder wie auch immer.

Weiterhin wüsste ich gerne warum auf einem Stimmgerät z.B. für Gitarre immer da steht das die Gitarre nach 440 Hz gestimmt ist, obwohl ja der Ton A (man sagt da ja auch Grundton A dazu, oder?) eigentlich nur mit 110 Hz schwingt. (warum es trotzdem klappt ist mir klar, nur warum man sagt "... is nach 440 Hz gestimmt ..." nicht)

Und als letztes wüsste ich gerne (hoffentlich bin ich da hier immer noch richtig) ob es stimmt, dass bei dieser Tonbenennung (siehe erste Frage) die Gitarristen eine Extrawurst spielen. Ich hab mal gelesen oder gehört (kann dafür leider keine Quellen dafür oder dagegen benennen) das Gitarristen einen Ton eine oder zwei Oktaven höher benennen als er tatsächlich ist (spielt da eventuell die 2. Frage mit rein?!)

Hoffe ihr könnt mir da ein bissl Licht ins Dunkel bringen :)

Achja, frohes neues Jahr allen die das hier lesen, ist mein erster Beitrag im Jahre 2009 :D

Ciao,
Mastergitaizer
 
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Also:

hier kannst Du nachlesen: https://www.musiker-board.de/vb/harmonielehre/81347-wieviel-hertz-haben-die-noten.html

Das eingestrichene A hat 440 Hertz, das ist der Kammerton, der Stimmton fürs Orchester und natürlich sind alle Oktaven darunter entsprechend niedriger in der Frequenz.
Die A Saite der Gitarre liegt im Grundton niedriger als 440 Hz, ist aber ein Vielfaches davon. Und da nun mal A DER Ton fürs Stimmen ist, bezieht sich alles darauf.

Lutz
 
Zuerst wüsste ich gerne wie man den Ton A mit 110 Hz nennt (ok, klingt gerade sehr komisch...). Es gibt da ja so Namen wie A1, A0 oder "A einsgestrichen" oder so ähnlich. Und von wo bis wo gilt solch eine Tonbenennung? Also zb. von A-G# oder von E-D# oder wie auch immer.
Wie bereits erwähnt - der Kammerton a' hat eine Frequenz von 440Hz, und entspricht dem Ton im 5. Bund auf der dünnen e-Saite. Die Oktavverschiebungen werden mit ...A'' A' A a a' a''... notiert.

Eine Oktavverschiebung nach oben entspricht einer Frequenzverdopplung, nach unten entsprechend einer Frequenzhalbierung. Von 440Hz kommt man durch zweimalige Halbierung auf 110Hz, der von dir gesuchte Ton liegt also 2 Oktaven unter dem Kammerton a', und heißt A (großes A ohne Strich).

Eine notierte Oktave reicht immer von C' bis H', C bis H, c bis h, c' bis h' usw., aufeinanderfolgende Noten heißen also z.B. ...H c d e f g a h c'... . Ein Vorzeichen ändert an der Oktavlage nichts, es gilt also z.B. bei erlaubter enharmonischer Verwechslung His = c, Ces = H' usw.

Weiterhin wüsste ich gerne warum auf einem Stimmgerät z.B. für Gitarre immer da steht das die Gitarre nach 440 Hz gestimmt ist, obwohl ja der Ton A (man sagt da ja auch Grundton A dazu, oder?) eigentlich nur mit 110 Hz schwingt. (warum es trotzdem klappt ist mir klar, nur warum man sagt "... is nach 440 Hz gestimmt ..." nicht)
Genau genommen müsste man hier sagen dass die Saiten der Gitarre so gestimmt sind, dass der Kammerton a' (bei normaler Stimmung wie gesagt dünne e-Saite, 5. Bund) die Frequenz 440Hz hat, er muss dabei aber nicht auf einer Leersaite liegen, so wie bei einer Geige oder Bratsche.

Der Kammerton a' entsprach übrigens nicht immer 440Hz, und teilweise wird auch c (unterschiedliche Oktavlagen) als Referenzton gewählt. Das macht bei fest gewählter musikalischer Stimmung keinen Unterschied, führt aber bei unterschiedlichen Stimmungen zu leichten Verschiebungen; außerdem denke ich dass man Rücksicht auf die Geiger nehmen sollte, die keine c-Saite besitzen, und nach Gehör stimmen, weswegen ich eher beim a' als Referenzton bleiben würde, aber das ist wohl Ansichtssache. ;)

Und als letztes wüsste ich gerne (hoffentlich bin ich da hier immer noch richtig) ob es stimmt, dass bei dieser Tonbenennung (siehe erste Frage) die Gitarristen eine Extrawurst spielen. Ich hab mal gelesen oder gehört (kann dafür leider keine Quellen dafür oder dagegen benennen) das Gitarristen einen Ton eine oder zwei Oktaven höher benennen als er tatsächlich ist (spielt da eventuell die 2. Frage mit rein?!)
Richtig - Gitarristen notieren die gespielten Töne für gewöhnlich eine Oktave zu hoch, und die tiefste Note (E) müsste eigentlich auf der ersten unteren Hilfslinie des Bassschlüssels erscheinen. Der Grund ist der, dass man Gitarristen nicht zumuten will Bass- und Violinschlüssel verwenden zu müssen, führt aber leider auch oft zu Verwirrungen. Bassisten notieren auch eine Oktave zu hoch, was aber durchaus Sinn macht, da sie sonst mehr Hilfslinien als Grundlinien pro Note hätten (naja, fast). :screwy:
 
Besten Dank, jetzt sind alle Fragen geklärt :)
 

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