Nasaler Gesang

von Struwwl, 13.06.08.

  1. Struwwl

    Struwwl Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.06.08   #1
    Hallo meine Lieben,

    ich bin neu hier und hab gleich mal eine Frage. Leider konnte ich über die Suchfunktion nichts entsprechendes finden.
    Ich habe das Problem, sobald ich leise singe sehr nasal werde. Laut meinen Bandkollegen wird das leider immer schlimmer. Wenn ich tief singe oder ins Mikro "rotze" ist es nicht der Fall.
    Habt ihr vielleicht ein paar Tipps für mich, was ich dagegen tun kann?

    Vielen lieben Dank.

    Grüße
    Struwwl
     
  2. WTFisGivingUp

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    Erstellt: 13.06.08   #2
    Hey Struwwl!

    Ich hatte früher mal ein ähnliches Problem wie du, und hab es durch viel Übung in den Griff bekommen. Wichtig ist, dass du aus dem Bauch heraus, oder sogar (gedanklich) in den Bauch hinein singen solltest. Dadurch ist die Nase schonmal nicht Hauptresonanzpunkt. Denn nur weil du leise singst, muss das noch lange nicht schwachbrüstig klingen (außer vielleicht als Stilmittel). Du merkst ja, dass du beim tief singen nicht nasal klingst - um tiefer zu kommen musst du nämlich automatisch den Bauch mehr miteinbeziehen.

    Du könntest dir auch einige Tipps zum Thema Atmung und Atemstütze geben, im Musiker-Board gibt es einen wirklich tollen Workshop dazu.
    Auch viele andere Gesangsworkshops helfen bei der Verbesserung der Technik und ich kann sie dir nur wärmstens empfehlen!
    Falls nichts dergleichen helfen sollte, könntest du es eventuell auch mit einem Gesangslehrer versuchen.

    Ich hoffe, dein Problem löst sich bald in Luft auf.
    Bloß nicht aufgeben! ;)
     
  3. Tinitus

    Tinitus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.06.08   #3
    Hi,

    vom anatomischen her wuerd ich sagen: Kehlkopf und Zunge sollten mehr nach unten gehen, das Gaumensegel nach oben.
    Es koennte z.B. sein, dass Du bei den tiefen Toenen automatisch den Kehlkopf nach unten nimmst bzw. ihn bei den hohen nach oben ziehst, was das normale Verhalten ist.
    Beim Schreihen nimmt man aber den Kehlkopf eher nach oben, da koennte es sein, dass durch die Nebengeraeusche das Nasale ueberdeckt wird. (Bei "rotzen" stelle ich mir jetzt mal Nebengeraeusche vor ;) )
    Das ist jetzt aber alle leichter gesagt als getan und Du solltest zu einem Gesangslehrer gehen. Wenn man z.B. den Kehlkopf mit Gewalt nach unten drueckt ist das naemlich auch nicht optimal.
    Der Lehrer muss dann auch nicht raten, ob Du was falsch machst und was genau, sondern kann Dir eher sagen, was Sache ist.
     
  4. Basselch

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    Erstellt: 14.06.08   #4
    Hallo,

    ich würde ebenfalls mal auf fehlende Technik tippen, wahrscheinlich singst Du im leisen Bereich völlig ungestützt. Leise singen heißt nicht, kraftlos, bzw. besser gesagt, spannungslos zu singen - suche doch mal nach "Stütze", "Atmung", "Atemstütze" und stöbere mal in den FAQs. Teste mal folgendes: Bei der nächsten Probe gehst Du, wenn Du so eine leise Passage singst, einfach mal halb in die Hocke, bei aufgerichtetem Oberkörper. Dadurch bekommst Du eine ganz andere Körperspannung und möglicherweise sitzt die Stimme besser. Sieht zwar lächerlich aus, aber vermittelt Dir den Eindruck vom Körpergefühl, das Dir beim Singen hilft.
    Vielleicht wären ein paar Gesangsstunden nicht schlecht - dort könntest Du Dir wichtige Tips holen.
    Ferndiagnosen sind schwierig - vielleicht postest Du ja mal ein kleines Soundbeispiel?

    Viele Grüße
    Klaus
    Viele Grüße
    Klaus
     
  5. erdbeer-shisha

    erdbeer-shisha Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.06.08   #5
    Hmm, nasal singen ist für mich auch ein bisschen, dass man die Resonanzräume im Mund nicht einbezieht. Um das in den Griff zu kriegen bzw. um das Gefühl für den Resonanzraum im Mund zu bekommen, würde ich erst einmal ein paar Übungen auf die Vokale o und a machen: Wichtig dabei ist, dass du vor dem Ton "gähnst" und den Mund weit machst, dein Kehlkopf entspannt sich dadurch und du nutzt nicht nur die Nase als Resonanzraum im Idealfall. Wenn du den Ton unter dem Gaumen spürst, wenn er sogar ein bisschen vibriert, wenn du ihn länger hälst weisst du, dass du es richtig machst. Wichtig ist auch, dass die Nebenhöhlen frei sind und der Ton "in der Maske" sitzt und klingt. Mach aber nicht den Fehler, dass der Ton dir irgendwann in den Hals abrutscht, dann gibts auch wieder nur Verkrampfungen im Kehlkopf.

    Generell glaube ich aber, ist es leichter, einen Ton von oben nach unten, als von unten nach oben zu korrigieren, weil nasales Singen ja nur darauf hindeutet, dass man "freier" singen muss.

    Claud
     
  6. Cörnel

    Cörnel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.06.08   #6
    Halt dir mal, bei den Übungen die Nase zu - der Ton muss bei nicht-Nasallauten ungehindert rauskommen (bei Lauten, die durch die Nase gehen, z.B. bei ng, n und m ist der Ton natürlich dann ganz weg).

    Cörnel
     
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