Netzbrummen

von Othersait, 22.06.10.

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  1. Othersait

    Othersait Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.06.10   #1
    Hallo!



    Ich habe seit meinem Umzug eine lästige Brummschleife in meinem Set.

    Da ich sie nicht weg bekomme, habe ich mich entschlossen, ein o.a. Teil zu kaufen.

    Folgende stehen zur Auswahl:

    https://www.thomann.de/de/behringer_microhd_hd400.htm

    https://www.thomann.de/de/art_cleanbox_ii.htm

    https://www.thomann.de/de/art_dti.htm

    Würdet ihr eine von denen empfehlen?
    Ich habe eigentlich vor, das Ding vor die Monitore zu klemmen. Da ich aber gemerkt habe, dass der Rechner der Verursacher ist, frage ich mich, ob ich den Audioausgang der PCI Soundkarte nicht dort durch schleifen sollte.
    Wie immer dankbar für jeden Themen bezogenen Rat...

    Edit.: Oder zwei von diesen:

    https://www.thomann.de/de/millenium_die_dibox_passiv.htm
     
  2. Joen

    Joen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.07.10   #2
    Hey

    Kann es sein dass du in ein älteres Haus gezogen bist oder dein Equipment über verschiedene Steckdosen laufen lässt?

    Normalerweise sollten zwar die miteinander verbundenen und geerdeten Schutzleiterngleich sein. Doch Leider sind Kabelwiderstände größer als 0 Ohm das hat zur folge, das die Erdpotentiale verschiedener Steckdosen auch unterschiedlich ausfallen. Wenn nun die Geräte an verschiedener Erdung hängen wird die Differenz sehr groß. Das können schon Steckdosen an verschiedenen Stellen im Raum sein. Bei Antennenanlagen von Kabelanbietern kann der Erdungspunkt gern mal einen Kilometer vom Einspeisepunkt entfernt liegen die Folge ist das die Potentialunterschiede von einigen Millivolt bis zu einigen -zig Volt reichen

    Heutzutage hat normalerweise jedes Gerät und Kabel einen Schutzleiter und somit Verbindung zum Erdpotential.
    Über die Masseverbindung fließt nun ein Strom der versucht die unterschiedliche Erdpotentiale auszugleichen und genau damit wird unsere Brummspannung erzeugt meistens in einem Berech von einigen Millivolt bis zu einigen zig Millivolt, die dann mit dem Nutzsignal verbunden ist und mit hochverstärkt wird. --> Induktion in der Masseschleife.

    Unsere Geräte stellen nun eine große Spule mit Windungszahl 1 dar. Logisch das nun über alle in der nähe stehenden Trafos Störspannungen induziert werden können.

    Die Lösung:
    Wir müssen unsere Brummschleife unterbrechen, um Ausgleichsstrom zu verhindern und das Brummen eliminieren!
    Wer nun auf die Idee kommt am Schukostecker der Erdleitung zu kappen denkt zwar richtig doch das sollte er unter allen umständen bleiben lassen LEBENSGEFAHR!
    Es heißt auch nicht Umsonst "Lebens-Schutzerde"

    Uns bleibt also nur eine Trennung im Signalweg übrig. Man nennt das verfahren auch die "galvanische Trennung"
    Im Audiobereich schaltet man Audio-Trafos in die Signalkette, die Signale werden dann über Magnetische Induktion übertragen. Diese Geräte werden auch "DI Boxen" genannt. Gerade für de Computer oder HiFi Anlagen gibt es vergleichbares Zubehör im Fachhandel.

    Bei einer Störung übers Antennensignal wird ein "Mantelstromfilter" in die Antennenleitung gesetzt, was eig auch nichts anderes ist als ein Trafo.

    Ich hoffe das hilft dir nun etwas weiter.

    Liebe Grüße
    jonas
     
  3. Michael Burman

    Michael Burman Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.07.10   #3
    Habe ebenfalls durch die Foren-Tipps beides im Einsatz: Einen Mantelstromfilter zwischen dem TV-Kabel und dem (Analog-)Tuner im VCR (der wiederum auf die Audio-Anlage geht, und ohne den Mantelstromfilter gab's Brummen.) Des Weiteren, seitdem ich Laptop nutze, hatte ich in Verbindung mit beigelegtem Netzteil Brummprobleme in Audio-Wegen. Ich benutze HD400 von Behringer, und das Teil unterdrückt das Brummen ganz schön. Nur unter Kopfhörern ist es noch ganz leise wahrnehmbar, wenn keine Musik spielt. Wenn ich Kopfhörer aber direkt an das Interface anschließe, ist kein Brummen da, weil Kopfhörer ja nicht an das Stromnetz angeschossen sind.
     
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