Neuer Bridge Pickup hat zu wenig Output und schneidend

von kooper, 17.07.10.

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  1. kooper

    kooper Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.07.10   #1
    Hallo Leute!
    Ich habe in meine Lonestar neue Pickups eingebaut. (ein Duesenberg Domino am Neck ; ********s Red House in der Mitte und an der Bridge einen Growl Dog)

    Ich habe den Einbau im Musikladen machen lassen, da ich mir möglichen Ärger sparen wollte. Als ich die Gitarre dann am Verstärker getestet habe musste ich feststellen, dass der Bridge Pu viel weniger Output hatte, als die Single Coils und zudem sehr höhenlastig war. Ich habe das Ganze noch einmal nachgelötet und durchgecheckt und konnte keinen Fehler feststellen.

    Kennt Ihr derartige Fehler und könnt mir bei dem Problem behilflich sein?

    Gruß
    Alex
     
  2. dodona

    dodona Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.07.10   #2
    falsch verschaltet würde ich mal sagen. Parallel oder Singlecoilschaltung oder gar Out-of-Phase.
     
  3. bonito369

    bonito369 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.07.10   #3
    Jau - die Beschaltung.
    Einfach nur den PU austauschen ist suboptimal.
    Erst mit einer genauen Abstimmung (Potis, Kondensator, evtl. Widerstand) holt man den "besten" Klang aus seinen Spülchen.
    Da das aber fundiertes Wissen um die Zusammenhänge erfordert und einen geeigneten Messplatz, ist das für Otto Normalzupfer meist Glücksache.
    Vielleicht hilft dir diese Seite weiter:

    http://www.gitarrenelektronik.de/index.php?option=com_content&task=blogcategory&id=1&Itemid=45

    Abgesehen davon:
    Wenn du das hast machen lassen, hast du ein Recht auf Nachbesserung.

    toitoi
     
  4. kooper

    kooper Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.07.10   #4
    Es fehlt ein Kondensator!

    Da kenn ich mich auch so gar nicht aus. Könnt ihr mir was empfehlen? Es handelt sich bei der Gitarre um eine Stratocaster und der Humbucker an der Bridge soll einen ausgewogenen und differenzierten Sound bei mittlerem Output haben.
     
  5. bonito369

    bonito369 Registrierter Benutzer

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  6. koamarlin

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    Erstellt: 18.07.10   #6
    Was bitte oder von wem ist ein "Growl Dog"? Wenn das Ding einen vieradrigen Anschluss hat ,könnte es sehr gut sein , dass deine "Spezialisten" die falschen Anschlüsse zusammengelötet haben
    -dann kommt evtl. nur eine Spule zum Tragen, die viel weniger Output hat als beide Spulen zusammen. Dann klingt´s dünn...
    Vielfach habe ich aber auch erlebt, dass mal ein PU nicht mit den korrekten Farbcodierungen gekennzeichnet war (Seymour Duncan macht das ab und an mal...)
    Anyway: wenn´s ein Spezialist verbockt hat muss er auch dafür grade stehen.Eigentlich sollte nach dem Einbau das Setup immer noch mal angespielt werden um zu testen , ob allles OK ist..
    Das mit dem Kondensator kann ich mir nicht so ganz vorstellen, ehrlich gesagt; wer sagt das denn? Und wo fehlt er?

    Geh mal auf http://www.seymourduncan.com/support/wiring-diagrams/

    da solltest Du eigentlich alles finden , was Du brauchst.:great:
     
  7. kooper

    kooper Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.07.10   #7
    Der Growl Dog ist ein Humbucker aus dem Hause Leosounds.

    Das meinte der Chef zu mir:
    ich würde auf Anhieb sagen, das der Pickup falsch verschaltet ist - es hört sich so an als
    wenn die beiden Spulen Out-of-Phase - evtl. sogar parallel verschaltet wurden.

    Die Farbcodes sind wie folgt:
    rot und gelb verlötet
    grün GND
    Blau HOT

    Schraubenseite:
    Grün Anfang ; Rot Ende

    Stiftseite:
    Blau Anfang; Gelb Ende
     
  8. Exebeche

    Exebeche Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.07.10   #8
    Gut, dann ists Out of Phase.

    Einfach Blau und Gelb vertauschen, dann dürfte es klingen, wies klingen soll.
    Falls du in Kombination mit den andern Pickup den selben Effekt haben solltest (viel zu dünn, sehr höhenreich etc), dann danach noch Gelb und Grün vertauschen.

    Solche Fehler sollte aber eigentlich der Laden meiner Ansicht nach für Lau korrigieren; jeder gute Techniker prüft sowas eigentlich.

    MfG Fabian
     
  9. kooper

    kooper Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.07.10   #9
    Naja bei einem der größten Musikläden Deutschlands hab ich das machen lassen und es war einfach eine Frechheit. Meine Swimmingpool Fräsung wurde ohne mit mir Rücksprache zu halten vergrößert und die Kabel nicht gekürzt und letzendlich funktioniert das Ganze noch nicht einmal - eine Unverschämtheit! Ich hatte mir eigentlich erhofft damit Zeit und Nerven zu sparen, aber das ist wohl gänzlich nach Hinten losgegangen, sodass ich jetzt versuche das Beste aus dem Ganzen heraus zu holen und noch zu retten, was zu retten ist.
     
  10. DerOnkel

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    Erstellt: 19.07.10   #10
    Dahinter steht leider die Frage, welche Qualifikation die Mitarbeiter einer solchen "Service-Abteilung" haben?

    Häufig scheinen sie sich aus dem Heer der selbsternannten Fachleute zu rekrutieren, die unter der Bezeichnung "Fachverkäufer" auf die Saiten-Liebhaber losgelassen werden und dabei nicht mehr als das von sich geben, was in den Hochglanzprospekten der Hersteller zu lesen ist. Wer von dieser Spezies dann dadurch hervorsticht, daß er das Wort "Lötkolben" fehlerfrei buchstabieren kann, der wird dann ganz schnell zum Gitarrenelektroniker! :(

    Gitarrenelektronik ist ein Teilbereich der Elektrotechnik und entsprechende Ausbildungen dauern nicht umsonst 3 Jahre! Ich hatte unlängst geschrieben, daß Elektrotechnik kein Lego ist. Dieser Vergleich gilt dann natürlich auch für die Gitarrenelektronik!

    Leider gibt es das Berufsbild des Gitarrenelektronikers nicht! Für den Kunden ist das ein großes Problem, denn er kann die Qualifikation solcher "Techniker" nicht einschätzen. Jeder Reparatur- oder Service-Auftrag stellt daher in den meisten Fällen ein Risiko dar, wie dieser Fall deutlich zeigt!

    Wirbt man damit, daß man einen Gitarrenbauer oder besser gesagt Zupfinstrumentenbauer in seiner Werkstatt hat, wird die Situation nicht unbedingt besser. Hier findet man etwas über die Ausbildungsinhalte.

    Elektrotechnik? Fehlanzeige!

    Schlußfolgerung:

    Selbst ein qualifizierter Abschluß in diesem Handwerk ist keine Garantie für gutes Wissen im Bereich der Gitarrenelektronik.

    Aus diesem Manko kann man den betreffenden Absolventen nicht einmal einen Vorwurf machen! Sie können dann nur versuchen sich selber so gut wie möglich "schlau" zu machen. Aber wo?

    Also ganz einfach: Sauladen!

    Was ist zu tun?
    1. Mangel anmahnen und kostenlose Nachbesserung verlangen!

    2. Wenn es geklappt hat (Puh), Laden in Zukunft meiden!
    Vor der Auftragserteilung sollte man ruhig einmal nachfragen, wer den Auftrag ausführt und wie es um die Qualifikation bestellt ist.

    Ist halt ein schwieriges und unschönes Thema!

    Ulf
    (der jetzt langsam wieder runter kommt)
     
  11. kooper

    kooper Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.07.10   #11
    Ich bin kurzerhand aus dem Laden rausgegangen, da er doch knappe 1,5 Autostunden von mir entfernt ist und habe die Gitarre nun einem Gitarrenbauer überlassen, den ich persönlich gut kenne.

    Eine zweite unzufriedene Reperatur hätte ich bei meiner schönen Lonestar wohl kaum verkraften können, zumal das Instrument nun schon 15 Jahre auf dem Puckel hat :(
     
  12. kooper

    kooper Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.07.10   #12
    Soo Ende gut alles gut. Die Tonabnehmer hamonisieren super miteinander und rücken die Gitarre in ein ganz neues Licht. Meine Lonestar rennt also wieder:) danke für eure Tipps
     
  13. DerOnkel

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    Erstellt: 23.07.10   #13
    Und was ist nun geschehen?
     
  14. kooper

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    Erstellt: 24.07.10   #14
    Der Gitarrenbauer hat vielleicht eine Mark mehr genommen als das Musikgeschäft dafür ist hat er die Kabel gekürzt, vernünftig verlegt, richtig gelötet und einen neuen Kondensator reingebaut. Der Fehler lag an einer falschen Verkabelung (Out of Phase heißt glaub ich der Fachbegriff)
     
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