Newbie Fragen zum Verstärker

von Chiatara, 05.03.12.

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  1. Chiatara

    Chiatara Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.03.12   #1
    Morgen zusammen :)

    ähnlich wie bereits bei den Efektgeräten habe ich auch zu den AMPs einige Fragen als aboluter Technik Newbie.

    Worum geht es genau? Ich möchte mir demnächst gerne für meine Gitarre http://www.musicstore.de/de_DE/EUR/Epiphone-1984-Explorer-EX-EB-Ebony/art-GIT0020332-000 einen neuen Verstärker kaufen. Grund ist schlichtweg der Sound, welcher einfach deprimierend ist. Spiele momentan mit diesem hier: https://www.thomann.de/de/harley_benton_hb20g.htm Ohne zuviel zu weinen, aber es frustriert einfach, wenn sich die teure Explorer 1:1 wie eine 50 Euro Gitarre anhört... ^^

    Deshalb bin ich auf der Suche nach einem neuen Verstärker.

    Daher einige Fragen:

    1)Woran erkenne ich einen guten Verstärker (=AMP?) ? Einfach probe spielen, oder gibt es noch andere relevante Merkamle (Ausser dem Preis) ?
    2)Liege ich richtig, dass man Verstärker in Transistor und Röhrenverstärker unterscheidet? Wo liegt der Unterschied?
    3)Was genau sind Top-Teile?
    4)Ist bei einem guten Verstärker ein Overdrive Kanal Pflicht?

    Wenn auch hier jemand gut verständliches Lesematerial hat, würde ich mich freuen, wenn er es posten würde, da ich mich gerne etwas in die Matterie hineinlesen würde :)
     
  2. JREwing

    JREwing Registrierter Benutzer

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  3. MOB

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    Erstellt: 05.03.12   #3
    1) wenn er für Deine ohren gut klingt, wenn er so robust gebaut ist, daß er nicht schon vom mal schief angucken auseinander fällt. sind z.b. die potis "geschmeidig" oder eher grazbürsten, sind sie und die buchsen aus metall oder billigem, weniger wiederstandsfähigen plastik, sind sie verschraubt oder nur auf einer platine befestigt ? aber das wichtigste ist immer der klang in den eigenen ohren !

    2) es gibt transistorverstärker, röhrenverstärker und eine kombination aus beiden: dem sogenannten hybridverstärker. bei letzterem ist meist die vorstufe röhrenbasiert und die endstufe ein transistorverstärker. vom prinzip her machen beide das gleiche: ein schwaches signal in ein starkes wandeln. in der praxis ergeben sich durch die unterschiedliche bauweise dann andere sounds und ein anderes spielgefühl. als angenehmer und "besser" wird von den meisten ein röhrenamp angesehen, aber das ist sehr, sehr subjektiv ! prinzipiell, von vorne herein kann man nicht sagen, welche technik besser ist. anhören, fühlen, entscheiden...

    3) top teile sind reine verstärker ohne eigenen speaker. im gegensatz dazu stehen combos, bei denen speaker und verstärker in einem gehäuse untergebracht sind. in einem topteil sind vor- und endstufe in einem gehäuse vereint. im gegensatz dazu gibt es noch racksysteme, in denen einzelne, getrennte komponenten verbaut werden. z.b. eine vorstufe, eine endstufe, ein multieffektgerät, welche dann zusammen in ein dafür genormtes (19") gehäuse montiert werden. macht z.b. dann sinn, wenn man unterschiedliche hersteller kombinieren möchte oder einfach die freiheit haben will, einzelne komponenten zu tauschen ohne dabei gleich das ganze system zu ersetzen.

    4) nein ! es gibt genug spieler, die z.b. nur einen cleanen sound brauchen. fender baut z.b. amps, die für ihren cleansound berühmt sind, verzerrt sieht es schon wieder ganz anders aus. da bevorzugen die meisten andere hersteller. fender baut deshalb aber keine schlechten amps, sondern amps, die halt primär auf clean ausgelegt sind (evtl. noch ganz leicht angezerrt)

    an lesematerial findest Du hier mehr als genug. auch bieten die internetseiten der meisten großen onlinhändler kleine workshops an, in denen die grundlagen zu einem jeweiligen thema kurz erläutert werden. Thomann hat sowas z.b., wenn ich mich recht erinnere...

    gruß
     
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  4. mr.coleslaw

    mr.coleslaw Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.03.12   #4
    Hi,
    hier meine Antwort auf deine Fragen:
    1). einen "guter" Verstärker hat einen Sound der dir gefällt, ist robust und hat die für dich notwendige Ausstattung. Ich halte dies deshalb so allgemein weil dem einen Gitarristen ein 1.kanaliger Verstärker genügt und es beim anderen Gitarristen unbedingt ein 4-kanaler sein muß. Als Anfänger denke ich kommst du mit einem 2-Kanaler gut klar.
    2). den Unterschied zwischen Transistor und Röhre kann ich dir nicht erklären, schau mal in Wiki nach. Von der Handhabung her ist ein Transistoramp leichter und hat weniger Verschleissteile (=Röhren), vom Sound her klingt ein Röhrenamp einfach fetter und ist
    weitaus lauter als ein vergleichbarer Transistorverstärker. Transistoramps sind i.d.R. deutlich billiger als Röhrenamps.
    3). was ein Topteil ist wurde erklärt
    4). du benötigst nicht unbedingt einen OD Kanal, allerdings kann die Suche nach einem Bodenpedal, egal ob Overdrive, Distortion oder Fuzz, zu einem Dauertherma mutieren, das dich dein ganzes Musikerleben begleitet. Ich empfehle einen guten 2-Kanal Verstärker und dann irgendwann noch ein Bodenpedal damit du quasi einen dritten Sound erzeugen kannst, das genügt in der Regel.
     
  5. CoolKiffings

    CoolKiffings Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.03.12   #5
    Geht es hier rein um die Fragen was ein Amp (ja Amp = Verstärker) ist/haben soll und wie man Qualitätsmerkmale herrausfindet,
    oder willste auch ne Kaufberatung für nen Amp haben? Falls ja, solltest du noch dein Budget, Soundvorstellungen (welche Bands haben einen Sound der mir gefällt),
    Musikrichtung und evtl obs ein Topteil oder ein Combo sein soll, nennen..dann kann dir auch geholfen werden falls du einen Amp haben willst :)
     
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  6. Chiatara

    Chiatara Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.03.12   #6
    Combo oder Top Teil, mmh. Ich kann mir ehrlich gesagt noch nicht sonderlich vorstellen, wo die Unterschede im Sound liegen. Ich suche einen "fetten" warmen Sound. Ich denke einfach, mit nem Top Teil bin ich etwas flexibler (Da ich es auch mal austasuchen kann). D.h. ich bräuchte ein Top Teil und einen guten Lautsprecher. Richtig? Stilistisch geht es für mich in die Richtung Megadeth/Metallica etc. Ab und zu dann evtl noch ganz leicht bluesig.
     
  7. MOB

    MOB Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.03.12   #7
    kommt immer auf das budget und den einsatzzweck an. ein combo ist kleiner, handlicher, oft günstiger als ein top mit extra box und etwa der gleichen leistung. bei 2x12er combos hört der spaß aber auch schon wieder auf. wirlich handlich sind die auch nicht mehr. da wäre ein top plus seperate 2x12er praktischer. wie Du selbst erkannt hast, bist Du auch flexibler, wenn es um lautsprecherkombinationen geht. 1x12", 2x12er, 4x12er. und dann noch die auswahl an unterschiedliechen lautsprechern. beim combo muß man dafür immer schrauben...

    vom sound her ergeben sich haupsächlich unterschiede durch die art der lautsprecher. ein 1x12er combo wird nicht ganz so voll klingen wie ein top an einer 4x12er. 4x12er combos gibt es nicht :p. oft ist es so, daß es in einer modellreihe ein top und einen oder mehrere entsprechende combos gibt, und der verstärkerteil der combos ist dabei nahezu identisch mit dem der topteile. wenn nicht zumindest so nahe dran, daß sie noch in die reihe passen (siehe z.b. Peavy 6505, Marshall JCM 2000, Bugera 6260/6262...). bei vielen combos hat man zudem die möglichkeit noch eine box nach wahl anzuschließen. der lautsprecher des combos wird dabei meist deaktiviert. dann ist der combo praktisch ein topteil. wnen man auftritte spielt steht sehr oft z.b. eine box da. dann bringt man nur sein topteil mit und freut sich weniger zum tragen zu haben. für den ablauf bei mehreren bands ist das auch praktischer.

    muß jeder für sich selbst abwägen, was er braucht, sich leisten kann und schleppen will. ich würde bei ausreichendem budget ein top und ein 2x12er odr 4x12er bevorzugen. aber lieber einen guten combo, als ein schlechtes top plus schlechte box ! bei geringem budget immer ein combo. ab so 900-100€ kann man sich mal auf die suche nach einem gebrauchten top, einer gebrauten box umzusehen. geht zwar auch billiger, aber ab da ist man etwa auf einer halbwegs sicheren seite was qualität und zuverlässigkeit betrifft.

    gruß
     
  8. viertoener

    viertoener Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.03.12   #8
    Zum ersten Punkt möchte ich hinzufügen, dass die Qualität eines Amp auch um den Wartungsaufwand geht und deren Zuverlässigkeit. Also zumindest mir…

    Es mag noch nicht mal der Klang allein die Rolle spielen. Auch günstige Amps könne haben durchaus ihre klanglichen Stärken. Aber ob die Robust sind und Zuverlässig sieht man dem Gehäuse nicht unbedingt an.

    Also zu den großen Unterschieden wurde ja schon viel gesagt. Und was Topteil und Combo sind… Und der entsprechende Aufwand… Mein Rat wäre, dass du dich in Foren durch die Reviews liest. Sicherlich schreibt niemand über seinen heiß geliebten Amp al zu negativ. Das hilft schon sehr. Vllt auch mal User direkt über PN über ihre Erfahrungen mit ihren Amp fragen. Sicher wäre für die Qualität wichtig, wie lange man diesen hat und oft man diesen benutzt und ob der Amp oft auf Tour ist….
     
  9. CoolKiffings

    CoolKiffings Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.03.12   #9
    Hm..Metallica und Megadeth haben schon einen etwas unterschiedlicheren Sound..und dann noch Blues abdecken ;)
    Also ich kennen nur wenige Amps die Metalbrett und auch noch Bluesen können :)
    Also ich würde auch schon abhängig vom Budget Combo oder Top + Box empfehlen..wobei ich sagen muss, dass mir
    eine 1x12 völlig aussreicht..und ich somit echt wenig zu schleppen hab aufm Gig. Das ist schon sehr angenehm..unser Gitarrist
    schleppt nen AC30 und bald wohl noch nen AC30 :D
    Würde für dich auch Gebrauchtkauf in Frage kommen oder muss es unbedingt neu sein?
     
  10. gretsch61

    gretsch61 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.03.12   #10
    Hi,

    vor genau dieser Frage habe ich vor drei Jahren auch gestanden!
    Und ich möchte Dir gerne schreiben, was ich so erlebt habe.
    Als erstes die Gitarre. Ja, ich habe auch mit Epiphone begonnen und bin dann bei Gretsch Malcolm Young und Gibson LesPaul Junior hängen geblieben. Ich wollte Britisch/American Rock spielen und habe mir einen VOX Valvetronix 30W (Combo) halb Transistor/halb Röhre) gekauft, weil der schon ein wenig mit seinen Ampmods daherkam und die Empfehlung des Musikhändlers gewesen ist. Jedoch stellte sich in der Kürze der Zeit heraus, dass ich damit nicht glücklich war, weil es immer ein Aufwand war, den richtigen Sound zu bekommen und vor allem musste man den Sound immer "händisch"
    am Amp ändern, was auch aufwendig war.
    Also nach drei Monaten das Teil mit verkauft und mich für einen 50W Plexi-Amp von Marshall (Ein Kanalhead, Vollröhre) entschieden. Das Teil lieferte den Sound den ich wollte aber erst bei Lautstärken die mit einem Flugzeustart zu vergleichen waren!
    Da diese Lautstärke für die restliche Band nicht zu ertragen war, habe ich einen Mastervolume nachbauen lassen. Nun war die Lautstärke und Sound ordentlich, aber die Schlepperei hat mich gestört, denn das Teil wiegt nicht wenig und wenn man in mehreren Bands spielt wird das wild.
    Nach 18 Monaten habe ich das Teil dann wieder abgegeben und bin nun bei einer, wie ich finde genialen Lösung angekommen.
    Ich habe mir für 198,-€ einen Einkanler von JetCity (JCA20H, Vollröhrenhead) mit 20W gekauft der genau den Sound erzeugt und bei weitem nicht so schwer ist wie der Marshall. Dazu hab ich meine mit dem Marshall gekaufte JCM1960A
    4x12er Box für den Proberaum und eine 1x12er Box für zu Hause.
    Dem Amp habe ich vor Kurzem ein paar Qualitätsröhren und einen Depthmod für zusammen 100,-€ spendiert und nun
    muss der Amp den Vergleich zu einem Marshall nicht mehr scheuen.
    Die 20W sind für Probe, Studio und Clubauftritte mehr als genug und bei größeren Gigs, werden die Gitarrenamps eh mit aufs PA genommen, sodass es auch da bis jetzt nie Probleme gab.

    Nun werden einige sagen... "ja, eine Einkanaler ist nicht flexibel genug", aus meiner Sicht ist er es aber! Und mit dem entsprechenden Fußpedal, mit dem der Amp übrigens prima umgehen kann kriegst Du diese Dinge für den Bruchteil eines anderen Amps hin.

    Ich bin damit sehr zufrieden und die Kollegen in der Band sind es auch. Von authentischen AC/DC-Sounds bis geilen Cleansachen ist alles drin.
     
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