niedrigste Frequenz, die Musik anbieten kann

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blanc2016
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Hi,

was ist die niedrigste Frequenz, die Musik anbieten kann? Mir einfällt: Basscello. Ich stelle diese Frage denn ich bin neugierig ob es Sinn macht, Audiosysteme bis zu 50Hz ausgeben zu lassen, was viele gerne haben würden.
 
Der größte Bösendorfer Flügel kann meines Wissens als einziges Naturinstrument runter bis auf 18 Hz. Der menschliche hörbereich wird für ein gesundes Gehör ja i.a. von 20Hz bis 20 kHz angegeben.
Künstlich lassen sich mit Synthesizern im Prinzip problemlos so tiefe Töne erzeugen. Die Frage ist dann, wie oft Hörer entsprechende Wiedergabesysteme zur Verfügung haben.
 
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Orgel aus guter Konserve kann bis deutlich unter 20 Hz.
Wenn ich ne Anlage konzeptioniere, dann soll diese schon bis ca. 30 Hz runtergehen.
 
Es mag ja sein, dass es Instrumente gibt, die ganz tief in den Keller kommen. Ob das jetzt bei einer Beschallungsanlage von Bedeutung ist, wage ich zu bezweifeln. Im Normalfall sollten die 50 Hz schon noch wiedergegeben werden können, wenn auch nicht mit dem selben Pegel, mit dem z.B alles über 100 Hz wiedergegeben wird. Alles darunter kann dann noch mehr abfallen. Man sollte ja bedenken das bei einer Box, die mit 50-irgendwas angegeben wird, kein harter Schnitt nach unten existiert und nichts mehr darunter raus kommt. Das ist dann halt weniger, was da wiedergeben wird, aber eben nicht nichts.
Ich arbeite ganz gerne bewusst so, dass ich nicht bis in den tiefsten Keller runter spiele, einfach weil das Ergebnis dann sauberer klingt- Denn manche Locations mögen es gar nicht leiden, wenn man sie ganz tief im Frequenzkeller bespielt. Dann wummert es und du hast, selbst bei guter Aufstellung der Boxen mit massiven Raummoden zu tun. Dann lieber weniger Tiefgang aber besseren Sound.
 
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Ein normaler 5saitiger E-Bass geht schon runter auf 30.9Hz
Orgeln gehen noch tiefer runter, https://www.tamino-klassikforum.at/index.php?thread/6266-tiefster-ton-auf-einer-orgel/
Ich habe mal gehört/gelesen, dass man unter 16Hz keinen zusammenhängenden Ton mehr wahrnimmt, sondern einzelne Impulse. Habe ich noch nicht ausgetestet, (Weshalb eigentlich nicht? Hmm...)

Nur: In der Regel hört man keinen Sinuston, sonder einen Ton mit Obertönen. Der Rest wird vom Ohr "komplettiert".

Zur Anlage hat @Mfk0815 sich schon geäußert. Für eine Studioabhöre fände ich es zwar abstrakt schon klasse, die Möglichkeit zu haben, aber so wirklich gebraucht? Ach nee.
 
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Bei Studiomonitoren gehts ja darum, dass man auch Dinge wahrnehmen kann, die man nicht im Mix haben will. Es macht durchaus Sinn, dass die Monitore mehr abdecken.
 
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Was technisch möglich ist, ist die eine Frage, aber was man damit (erreichen) will, ist für mich die andere und wesentliche Frage.

Wähle ich eine Tonhöhe (Frequenz), weil ich es technisch kann?

Für mich wird die Tonhöhe dadurch bestimmt, was gut klingt und auch durch "Randbedingungen", wie, in welcher Tonart ich mich befinde, z.B. wegen Fähigkeiten und Sound (bei bestimmten Tönen) einer Gesangsstimme. Jede reale Gesangsstimme hat nämlich einige Töne, die mit einem besonderen Sound daherkommen. Wenn ich den haben/treffen will, muss die Tonart entsprechend angepasst werden.

Aber auch ohne Gesangsstimme wirkt eine Melodie oder ein Song nicht in jeder Tonart gleich (das gilt natürlich auch mit Gesangsstimme).

Und dann kommt noch die Melodie "im Bass" für sich und an speziellen Stellen. Wenn ich einen bestimmten Ton will, kann ich den natürlich in verschiedenen Oktaven wählen. Meine Erfahrung ist, dass es gar nicht so gut wirkt, wenn man immer "nach unten" und an die Grenzen der Wahrnehmung geht - das wirkt i.d.R. eher stressig als angenehm.

Letztlich stellt sich für mich noch die Frage, was denn tatsächlich frequenzmäßig noch ein Ton ist? Dazu hat ja @WorkingMusician schon beigetragen.

Geräte, um quasi beliebig "tief" zu kommen, sind in meinem Synthesizer-Bestand genügend vorhanden. Ach ja, was praktikabel und sinnhaft ist, sehe ich auch dadurch bestätigt, dass man LFOs zur Tonmodulation und nicht zur Tonhöhenerzeugung verwendet.

Insofern halte ich also die Themenfrage nicht für relevant, sondern es ist für mich eher interessant, Praxisbeispiele mit entsprechend möglichst niedrigen Tönen zu sammeln und zu vergleichen und die Wirkung von besonders tiefen Tönen sowie mit Alternativen (z.B. 1 Oktave höher) in Stücken zu betrachten.
 
Vielen Dank.
 
Bei Studiomonitoren gehts ja darum, dass man auch Dinge wahrnehmen kann, die man nicht im Mix haben will.
Ich gebe nur zu bedenken, dass wir uns hier im PA-Bereich befinden. Da ist für solche Kontrollen maximal ein Kopfhörer geeignet, eine PA aber nicht, wie ich meine. Denn wenn da was schief geht, weil da tief unten im Frequenzkeller irgend eine Frequenz den Raum übergebührlich anregen würde, dann ist es mir lieber, dass die gar nicht mehr übertragen wird, auch wenn sie von irgend einem Instrument kommt.
Und ich habe persönlich noch nie die Notwendigkeit verspürt, sagen wir mal, eine Kirchenorgel oder Konzerthausorgel noch extra via PA zu verstärken. Solche Instrumente sind, wie ich meine, schon genau so dimensioniert, dass sie im Raum ausreichend gut zu hören sind.
 
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Da hast du recht. Ich hab mich auf das Posting direkt über meinem bezogen. Da war von Studiomonitoren die Rede.
 
50Hz!? Damit kan man ja noch nicht einmal Gesang korrekt wiedergeben!

"...
Storms' Guinness World Record for the Lowest Note Produced by a Human is 0.189 Hz (G−7), set in 2012.
..."

Und im Ernst:
Mein Klavierlehrer konnte kräftig ca. 55Hz singen (Kontra-A), der tiefste Ton eines Basssaxophons liegt bei ca. 52 Hz (Kontra As), der tiefste Ton auf meiner Klarinette liegt bei 47Hz (Kontra-Fis). Pinguin kommt auf seiner Tuba bis 22Hz (Subkontra F).

Und ja, mein Saxophonlehrer musste sich eine entsrpechende Abhöre kaufen, damit auch die tiefsten Töne seines Basssaxophons (eingermaßen) korrekt wieder gegegeben werden.

Mein Synth kommt natürlich ... tiefer. Da fällt mir ein Typ ein, der für bessere Wiedergabe keinen Magenten für extrem tiefe Bäasse benutzt, sndern die Membran mit einem Schrittmotor betrieben.

Grüße
Omega Minus
 
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Mmmmh, jedenfalls fällt mir auf, seit ich mich seit ein paar Wochen endlich ernsthaft mit Abmischen beschäftige, dass es gut ist, dass der Subwoofer abbildet, was ich alles nicht haben will. Der tiefe Bass wird erst fett, wenn man den ganzen unnützen Kram weg macht, der auf einer einzelnen Spur so unheimlich fett klingt. Ich finde also schon, dass es Sinn macht, wenn es weit runter geht, weil dort viel geschieht, was zwischen "druckvoll" und "Matsch" unterscheidet.
 
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50Hz!? Damit kan man ja noch nicht einmal Gesang korrekt wiedergeben!
Hmm, solche Stimmen habe ich live zumindest nicht gehabt, die da eventuell irgend etwas gebraucht hätten.
Bei den meisten Instrumenten habe ich ohnehin eine Lowcut so um die 100 Hz drin, darunter spielen nur ganz wenige Instrumente. Selbst bei einem Kontrabass setze ich oft genug eine Lowcut über 50 Hz.
Das braucht es alles nicht. Es ist ein Irrglaube, meiner Meinung nach, dass man da unten soo viel Wind machen muss, damit es echt fett klingt. Genau so wie in allen anderen Frequenzbereichen muss man sich auch im Bass entscheiden, wer da der Master ist und wer da nichts mehr verloren hat. Sonst produziert man im Mix nur Matsch und Kuddelmuddel und die Subs wissen gar nicht mehr was sie denn da genau übertragen sollen. Da ist das Sub-Signal plötzlich komplett undifferenziert und der Raum macht das nur schlimmer.
Mag ja sein, dass es für einen sportlichen Aspekt für sich alleine betrachtet interessant sein kann (ich sag jetzt nur Weltrekord) da unten was zu machen. Aber ersten hört das schon in Natura kaum wer und zweitens ist das bei einer komplexeren Musik-Darbietung ist das absolut uninteressant und sogar kontraproduktiv.

Das gilt jetzt nicht nur für die Stimme, sondern für alle anderen Signale. Ich mag mir gar nicht ausmalen, was manch ein Gitarrist für Augen macht, wenn er mitbekommt, dass ich im Bandkontext seine Gitarre bei 250-300 Hz nach unten beschneide, weil sie da nicht, aber auch gar nichts, positives zum Ergebnis beiträgt. Ist nicht immer so, aber es kommt vor.
 
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Bei Studiomonitoren gehts ja darum, dass man auch Dinge wahrnehmen kann, die man nicht im Mix haben will. Es macht durchaus Sinn, dass die Monitore mehr abdecken.
Und wenn man für Film mischt, macht es auch Sinn - schließlich möchte man auch das Erdbeben und ähnliches erleben können - im Kino geht das ja.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Mmmmh, jedenfalls fällt mir auf, seit ich mich seit ein paar Wochen endlich ernsthaft mit Abmischen beschäftige, dass es gut ist, dass der Subwoofer abbildet, was ich alles nicht haben will. Der tiefe Bass wird erst fett, wenn man den ganzen unnützen Kram weg macht, der auf einer einzelnen Spur so unheimlich fett klingt. Ich finde also schon, dass es Sinn macht, wenn es weit runter geht, weil dort viel geschieht, was zwischen "druckvoll" und "Matsch" unterscheidet.
Das kommt durch Maskierungseffekte, wenn keine Filter gesetzt sind. Wenn das Low-End (oder andere Bereiche) klar definiert ist (wem "gehört" dieser Bereich), dann wird es fett!
 
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