NO-GOs für Tontechniker

von mix4munich, 06.03.07.

  1. mix4munich

    mix4munich Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 06.03.07   #1
    Hallo Forum,

    ich mach den Sch... zwar nicht erst seit gestern, aber ich tappe immer noch in Fallen rein, wenn es ums Mischen geht. Beispielsweise am 17.2. - Mix für eine Rockband an einer Art Faschings-Veranstaltung.

    Ich: Erkältet, Kopf ziemlich zu.
    Monitormix: Spitze (die Band hat ihn als besten Monitorsound EVER gelobt - und die stehen tlw. seit 20 Jahren auf der Bühne!)
    Sound im Saal: Auch nicht schlecht. Aber viel zu laut für die Location, weil meine Ohren eben auch ziemlich zu waren. Erst das Publikum (ein Hoch auf die Bandfrauen!) hat mir's gesteckt.
    Merke: Mach' keinen Live-Mix mit Erkältung. Falls doch, frag nach, wie die Lautstärke ist!

    Ausserdem natürlich: Keinen Mixjob mit Alkohol im Blut - nach dem ersten Schluck lässt das analytische Hörvermögen nach und die Lautstärkeempfindlichkeit sinkt.
    Aber genauso: Kein Mixjob, wenn man total dehydriert ist (gibt's das eigentlich?). Der Bereich der Ohren wird dann schlechter durchblutet, und das Gehör erholt sich nicht so leicht von der Lärmbelastung.
    Der Klassiker: Total übermüdet am Pult ... man verpennt die Einsätze, zieht Fader nicht rechtzeitig hoch (oder runter), hat die falschen Kanäle gemutet, etc.

    Und was habt Ihr beizusteuern? Evtl. aus eigener Erfahrung?

    Viele Grüße
    Jo
     
  2. niethitwo

    niethitwo Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 06.03.07   #2
    das wohl größte problem in diesem job:

    trotz des ganzen stresses bei den meisten produktionen: locker bleiben :great:


    hektik und routine machen IMO die meisten fehler aus ;)
     
  3. DocSommer

    DocSommer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.03.07   #3
    Nicht ganz unproblematisch ist auch die Tatsache, dass sich das Gehör recht zügig an laute Pegel gewöhnt, so dass man dazu neigt, Stück für Stück die Lautstärke aufzuziehen.

    Am schlimmsten finde ich es aber, wenn eine PA über ihre Verhältnisse gefahren wird, was leider auf sehr vielen Konzerten gängige Praxis ist. Klang? Egal! - Hauptsache es ist "laut" :screwy:
     
  4. Basselch

    Basselch MOD Recording HCA Mikros Moderator HCA

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    Erstellt: 06.03.07   #4
    Hallo,

    @Jo: Dehydriert - das gibt es. In schwächerer Form, wenn man aus Streß oder Übermüdung Unmengen Kaffee in sich reinschüttet, der entwässert tierisch. Resultat: Erstens bekommt man die Kondition eines Langstrecklers (immer wieder FOH=>WC und zurück ;) ) und zweitens geht irgendwann der Blutdruck endgültig in den Keller. Ergebnis: Es rauscht mächtig in den Ohren und eine ordentliche Beurteilung des Klanges ist kaum noch möglich.
    Wenn man durch Nichts-trinken-über-längeren-Zeitraum bei starker Hitze wirklich stark dehydriert ist, dann ist ordentliches Arbeiten sowieso nicht mehr möglich (Kopfschmerzen, Schleier vor den Augen usw.) und das wird auch schon mal ein Fall für den Sanitäter. Ist mir übrigens beides schon passiert, seitdem achte ich peinlich darauf, immer mehrere Flaschen Mineralwasser mitzuhaben...

    Viele Grüße
    Klaus
     
  5. ulze

    ulze Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.03.07   #5
    Das wird bei vielen Veranstaltungen extra gemacht. Man beginnt mit einer gewissen Lautstärke und fährt langsam über das komplette Konzert immer höher. Damit alles immer gleich laut bleibt, da sich ja auch die Ohren der Zuhörer an die Lautstärke anpassen.


    Wurde nachgewiesen das er nicht entwässert. Den passenden Bericht suche ich noch.
    Das allerdings verschiedene Folgen auftreten können, wie du beschrieben hast ist zum großen teil auf das Nikotin zurückzuführen.


    Versucht möglichst viel Zeit für Aufbau etc. zu bekommen und wenn ihr die habt lasst euch nicht hetzten und stellt alles richtig und gut ein. Wenn euch was nicht passt nochmal bitten es zu wiederhohlen.
     
  6. tonfreak

    tonfreak Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.03.07   #6
    -->Es ging um die Frage, ob Kaffee den Körper entwässert
    Einen kleinen Bericht zum Thema "Kaffeeentwässerung" findet man z.B. unter Gewichtstrainer.de :: Märchenstunde » Kaffee entwässert

    MfG

    Tonfreak
     
  7. DocSommer

    DocSommer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.03.07   #7
    Bisher ist mir immer nur ein obligatorischer Lautstärkeboost zwischen Vor- und Hauptgig aufgefallen. Da ich fast nur Metalkonzerte besuche, habe ich zur Sicherheit immer einen Gehörschutz dabei, wobei das ja auch wieder so ein Thema für sich ist^^
     
  8. ulze

    ulze Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.03.07   #8
    Zitat von mir....
    Wieso schreibe ich eigenltich bei Kaffee Nikotin??????

    auch egal ich hoffe ihr wisst was ich gemeint hab!
    => Koffein...
     
  9. highQ

    highQ HCA Veranstaltungstechnik Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 07.03.07   #9
    ich war letzten winter mit ner band auf tour. in holland haben sie inner disco gespielt.
    der techniker vor ort, hat wärend dem aufbau ein zwei bier getunken...pro 10 minuten!
    abends war der richtig voll. war son richtig alter haudegen rockertyp. der sound in der disko war so unerträglich laut das es in den ohren knirschte.
     
  10. richi002

    richi002 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.03.07   #10
    Hallo!

    Gegen immer lauter werden hilft eigentlich nur Disziplin. Ich kann da nur den Blog von Dave Rat (FOH Tech von den RHCP) empfehlen. Dort hat er eine geniale Beschreibung verfast, wie man am besten immer wieder den gleichen Sound bekommt, auch wenn man selbst körperlich angeschlagen ist. Ich will jetzt nicht alles übersetzen und zitieren, darum bitte ich euch selber mal auf der Seite zu stöbern. Es birgt einige schöne Tricks und Kniffe.


    Die Optische Kontrolle ist dabei wirklich das beste Hilfsmittel neben den eigenen Ohren.

    Seit dem ich das gelesen habe habe ich begonnen mir solche schlechten Eigenschaften abzugewöhnen. Mit den Tipps, die er gegeben hat lässt es sich um einiges besser mischen.

    Ich gebe zu, der Lautstärke zuwachs während einem Konzert ist nicht zu unterbinden. Dabei kommt es auch direkt auf die Musik an. Wenn schon die Lieder so angeordnet sind, dass sich eine gewisse Steigerung in deren Intensität und Ausdrucksstärke ergibt ist ein gewisser Lautstärkezuwachs um auch dem Publikum noch mehr einzuheizen. Wenn aber das Programm durchwürfelt ist lässt es sich auch ganz gut verwirklichen manche lieder nur einzeln in der Lautstärke zu haben und später wieder auf normales Maß abzusenken. Dort kommt dann wieder die Optik ins Spiel. Faderpossition merken - Lautstärke hoch ziehen - Lautstärke wieder zurück auf Ausganspossition.


    Eigentlich sollte Alkohol gar kein Thema für einen Techniker sein. Man sollte sich immer die Frage stellen ob auch ein Bäcker oder ein IT-Spezialist sich während der Arbeit betrinkt. Ich versuch es immer zu unterbinden und erst nach getaner Arbeit beim Abbau ein Bierchen zu trinken. Es gelingt nicht immer, aber bei Freundschaftsdiensten sollte das auch drin sein ;) Wenn es aber ein normaler Job ist -> striktes Alkoholverbot. Das erhöht auch um einiges die Sicherheit jedes einzelnen.


    Sonst ist immer noch die Meinung von vielleicht einem 2 Mann eventuell noch einem Roadie ganz hilfreich.

    @ highQ
    Warst du Musiker oder Techniker? Bei so etwas hätte ich schon versucht wenigstens etwas Schadensbegrenzung zu betreiben. Kannst du noch ein bisschen mehr dazu schreiben?
     
  11. highQ

    highQ HCA Veranstaltungstechnik Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 08.03.07   #11
    nun ja was soll man da noch zu sagen. ich war als techniker auf der tour dabei. habe also mein band gemischt (es war nicht einfach dem netten herrn das zu erklären).

    es war eine dynacord anlage, welche bin ich mir nicht sicher, kannt die boxen nicht. war aktiv.
    die disko war aus beton und blech...zumindest hat es so geklungen. also bin ich in der lautstärke eher zurück, und hab allgemein die höhen gedämpft. ist auch nicht die feine art, hat aber einfach besser geklungen.

    es waren 3 bands auf tour. in holland war eine vierte dabei. ich wollte sie mir eigentlich anhörn, da sie echt gut waren. aber ich habe es nicht ausgehalten.

    am schlimsten war der gesang. der war einfach so aufgedreht, das wenn der sänger gas gegeben hat, man sich die ohren zuhalten musste.

    nun hatte ich die möglichkeit ohrenschutz reinzumachen, war mir aber zu blöd, da
    wir 1. gar keinen mehr hatten :(
    2. auch dem mischer zeigen wollten, das das nicht sein kann. verstanden hat er das natürlich nicht.

    es war nur ein sehr kleines konzert. aber ich finde das kanns einfach nicht sein. der gute mann wurde bezahlt(von der disco).
     
  12. ulze

    ulze Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.03.07   #12
    Im normalfall passiert soetwas einmal mit diesem Mann und dann nie wieder, da er nie wieder mit ins Boot geholt wird. Sollte zumindest so sein....
     
  13. Peda

    Peda Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.03.07   #13
    es gibt einige cloubbetreiber/veranstalter, die sehr naiv sein können... merkt man aber auch in einigen firmen, wo man als außenstehender schon sieht, dass die arbeitskraft ihre arbeit nicht so verrichtet, wie es sein sollte und diese leute trotzdem im jeweiligen betrieb weiterarbeiten... is leider so...
     
  14. highQ

    highQ HCA Veranstaltungstechnik Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 09.03.07   #14
    wir werden wohl nicht mehr in den club kommen (holland)

    aber der mischer war denke ich platzhirsch dort
     
  15. ulze

    ulze Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.03.07   #15
    Sowas kenne ich leider auch. - Zwar gegensprüchlich zu meiner Aussage von vorher... aber es gibt es, zweifellos!

    Trotzdem bleibe ich der meinung das im NORMALfall der Mischer weg ist.
     
  16. dodl

    dodl Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.03.07   #16
    Der Mischer liegt irgendwie eh im Trend.

    Die Leut wollen Pegel. Ich hoer mehr Beschwerden ueber zuwenig, als zuviel.

    Idealer Hochtoener - ein DE750 mit ordentlich Klirr. Durfte das mal in einem Club miterleben, da dachte ich die Hihats drischt mir einer auf den Kopf. Alle happy.

    Ein 1" Hochtoener wird erst dann richtig gut, wenn er an der Grenze seiner Belastbarkeit anfaengt rauh zu klingen.

    Man darf nicht vergessen, dass die Zielgruppe grösstenteils schon Hörschaeden hat und vom MP3 Player hoehere Pegel gewöhnt ist, als ich sie bei VA's fahren möchte. Und ich bin schon kein ganz leiser. Vor 18 Jahren schon stand hier bei uns auf den Eintrittskarten zu einem Club ein haftungsausschluss fuer Hörschäden. 10min später wusste ich warum :D

    back on topic - was ich immer wieder vergesse, ist auf Kongressen in den Pausen, das muten von Kanälen auf denen die Headsets oder Lavalier Mics liegen. Das gab schon mal peinliche Einspielungen wenn der Vortragende seinen Sender nicht ausmachte. Ähnlich der Szene bei der "nackten Kanone" :p

    cu
    martin
     
  17. mix4munich

    mix4munich Threadersteller Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 09.03.07   #17
    Kenne zwar die Filmszene nicht, aber etwas Vergleichbares hat mir ein Bekannter erzählt, der öfters als Redner auf Computer-Messen ist - er war als nächster Redner dran, war schon "verdrahtet" worden und musste nochmal für kleine Vortragende. Der Mischer der Veranstaltung hatte den Kanal natürlich nicht gemutet. Als er dann zum Vortrag antrabte, grinste alles so happy und entspannt. Hinterher hat er dann auch erfahren, wieso ... naja, jeder tritt halt in die Fettnäpfchen so gut er kann. Seitdem zieht er immer das Kabel seines Senders ab, wenn er nochmal "raus" muss.

    Viele Grüße
    Jo


    PS: Aber eigentlich geht's hier ja um "no go's" für Tontechniker ...
     
  18. Deltafox

    Deltafox Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 09.03.07   #18
    hm, darf ich grade mal fragen, als Unwissender, wie das denn so ist..

    ist es auch ein No-Go für Techniker, mit Gehörschutz zu mischen?
    Sollte wohl, von wegen Soundverfälschung, oder?
    Frag mich das nämlich echt.. is doch nich gut für die Ohren :(
     
  19. highQ

    highQ HCA Veranstaltungstechnik Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 09.03.07   #19
    meiner meinung nach ist es ein no go. wenn du mischt mit gehörschutz hörst du keine höhen mehr und alles andere klingt dumpf (so soll es ja auch sein)!

    aber du wirst automatisch einen viel zu hihen pegel fahren. ausser du bist trainiert genug.

    das äusserste wäre zu mischen und dann gehörschutz rein. und dann immer wieder raus testhören und wieder rein.

    aber allgemein mische und pegle ich so, das der gehörschutz nicht nötig ist, bzw. es verkraftbar ist, ihn mal wegzu lassen.


    was ich absolut auch hasse ist wenn musiker einen gehörschutz tragen und sich dann über zu leisen monitorsound beschweren! aber das nur btw
     
  20. lenin01

    lenin01 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.03.07   #20
    Das verstehe ich auch nicht. Ich trage bei Auftritten immer Ohrstöpsel, aber hab keine Probleme mit dem Monitor-Sound, es wird doch einfach nur alles leiser und dumpfer (und angenehmer).

    Bin zwar Musiker und nicht Techniker, aber ein weiteres No-Go: Den Keyboarder/Organisten/Pianisten ganz in den Hintergrund mischen. Ich war vorgestern in Bochum bei Pain of Salvation, und das Keyboard war wirklich garnicht zu hören, außer, wenn es alleine gespielt wird. Irgendwann hat der Frontmann dann dem Mischer gesagt, dass dieser das Keyboard doch endlich mal hörbar machen soll ;).
    Ich bin selber Keyboarder und werde von Fremden Mischern meistens (nach Publikums-Bewertung) zu leise gemischt. Dann gibts auch wieder andere Mischer, bei denen ich sogar auf der Bühne merke, dass ich irgendwie zu laut bin.
    Trotzdem: Hut ab vor Tontechnikern, die sich trauen, Tastenquäler hörbar zu machen, entgegen dem allgemeinen Trend in der Metal- und Hard Rock-Szene.

    Noch ein No-Go: Das dürfte zwar nur Anfänger passieren, aber ich habs oft genug erlebt: Auf Festivals (10+ Bands) kriegen die meisten oder alle Bands einen kurzen Monitor-Check, und dürfen ihre Individuellen wünsche äußern. Mein Wunsch: Massig das eigene Keyboard auf den Monitor, ich hab ja schließlich keinen Verstärker hinter mir, wie die Saitenmänner.
    Dann kommen ein paar andere Bands, irgendwann beginnt dann das Konzert, und ta-da: Der Monitor-Sound ist total anders, als beim Monitor-Check mühsam ausgeklügelt.
    Das dürfte aber, wie gesagt, Profis wohl kaum passieren, eher Anfänger oder Leuten, die nicht wissen, wie man auf einem Digitalpult (möglichst mit Motorfadern :)) individuelle Einstellungen speichert.
     
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