Nochmal P-90=> welche Jazzgitarren gibt es..

von occhio, 21.04.08.

  1. occhio

    occhio Registrierter Benutzer

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  2. cinhcet

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    Erstellt: 21.04.08   #2
    ich kann dir zwar nicht helfen, aber wenn man nach P-90 sucht, findet man nichts, eben so bei P90 oder "P 90". Woran liegt das? normalerweiße liefert einem die suche schon immer fast alles, was man möchte, nur hier will sie nicht(die goggle suche mag ich irgendwie nicht)
     
  3. Wödan

    Wödan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.04.08   #3
  4. occhio

    occhio Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.04.08   #4
    Gerne Erfahrungsberichte..
    wer hat denn eine Jazzklampfemit P90-ern ??
     
  5. 68goldtop

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    Erstellt: 22.04.08   #5
    hi occhio!

    da liegt ein kleines namensgebungs-problem vor.

    die gitarren die du gelinkt hast sind eigentlich keine "jazzgitarren" - sondern sog. "thinline" semi-akustik, oder halbresonanz-gitarren.

    "thinline", weil sie - anders als die "eigentlichen" jazzgitarren einen wesentlich dünneren korpus haben. "semi-akustik", weil sie durch ihren teilweise hohlen korpus eben auch akustische anteile in sound und ansprache mitbringen - eigentlich aber als e-gitarren konzipiert sind.

    im wesentlichen gibt´s da zwei unterschiedliche bauweisen.
    "hollow" und "semi-hollow" - also halb-hohl oder ganz hohl ;)

    die semis haben einen massiven holzblock der in der mitte boden und decke der gitarre verbindet und so die schwingung der hözer bedämpft und ungewollten rückkopplungen entgegenwirkt.
    die hollow-body thinlines haben diesen "centerblock" nicht und sind was feedback etc. angeht wesentlich empfindlicher, haben aber - natürlich - auch ein größeres akustisches potential.

    das bekannteste semi-hollow modell ist die gibson es335 und das ist auch das modell was am häufigsten kopiert wurde/wird - wie auch deine liste zeigt.

    das (heute) bekannteste hollowbody-thinline is die epiphone casino - und das haben wir john, paul, george und ringo zu verdanken ;)

    "erfunden" hat die ganze sache gibson im jahre 1958 mit der einführung der es335.
    es gab dann ein (günstigeres) schwestermodell, die es330 - die im wesentlichen der casino entspricht.

    dieses konzept (thinline, semi-hollow) war in einer zeit als die verstärker gerade angefangen waren lauter zu werden auf anhieb mega-erfolgreich und es gibt sowohl von gibson als auch von anderen herstellern dutzende von variationen dieses themas.

    die hollowbody-thinline führte immer eher ein schattendasein und die casino wurde nur deswegen so berühmt (und die originalen epis sind heute deutlich teurer als die gibson es330 aus der zeit) weil george harrison und john lennon sie in der späten beatles-periode (ab ´66) häufig spielten - z.b. auch auf der letzten beatles-tournee.


    tja, der sound...

    er wird natürlich viel stärker durch die wahl der hözer und die allgemeine verarbeitungsqualität bestimmt als durch die wahl der pickups.

    ich hatte in den letzten jahren 4 verschiedene epiphone casinos und war mit keiner so recht zufrieden. z.zt. besitze ich eine alte gibson es 125 die der casino in sachen konstruktion weitgehend gleicht, aber klanglich in einer ganz anderen liga spielt...
    sie war auch deutlich teure als eine made-in-korea casino, aber nicht doppelt so teuer.

    allgemein kann man aber sagen, daß p90 definierter/klarer klingen als die weiter-verbreiteten humbucker - auch, oder sogar besonders, im verzerrten betrieb.
    der einfachheit halber würde ich den p90 als einen single-coil bezeichnen der die "power" eines humbuckers hat.
    leider hat er eben auch die nachteile - erhöhte nebengeräuschentwicklung bei hohen lautstärken/hoher verzerrung - eines single-coils...

    cheers - 68.
     
  6. occhio

    occhio Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.04.08   #6
    *g* ,- hi und danke für den aufschlussreichen kleinen Exkurs,- ich bin in der Tat da etwas grün und kenne mich gar nicht aus.
    Aber soundmässig weiss ich schon, was ich will: einen smoothen warmen Jazz-Sound à la George Benson,- Zerre hier gar nicht, und wenn, dann nur eine bluesig-leichte Distortion...
    ich dachte da mal so total naiv:
    ok, einfach ne Halbakustik, gut gebaut mit vernünftigen Hölzern und Single Coils...;)
    Ich brauche die Gitarre nur im Studio, würde sie dann über meinen Traynor WR40 spielen; also Feedback ist mir schnuppe..
    Fragen:
    1) was sind das für PU's, die George Benson Special von Ibanez?
    2) Welche Gitarre bis 1000,- kommt der GB am nächsten?
    3) kriegt man überhaupt bis 1000€ ein richtig schönen Sound?

    denn: wenn ich auf die Liga Ibanez GB sparen würde, dann käme ja auch wieder Gibson ins Spiel oder Duesenberg Imperial..

    ..kann ich mir aber nicht leisten- leider.
     
  7. tele

    tele Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.04.08   #7
    für den sound, den du offenbar anstrebst, sind humbucker glaub ich besser geeignet als p90.
    die tonabnehmer in der george benson signature sind spezial "GB" humbucker von ibanez (IBZ). ich nehme einmal an, daß die von einem namhaften hersteller nach vorgaben von george im auftrag von ibanez angefertigt werden.
     
  8. Scholle70

    Scholle70 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.04.08   #8
  9. occhio

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    Erstellt: 23.04.08   #9
    Danke!
    Guter Tip!
    Die Soundbeispiele auf der Homepage sind aussagekräftig: klingt sehr gut soweit man das über YouTube hören kann,- allerdings haben die mir zuviel Twang - ich suche doch mehr einen weichen warmen und runden Jazzsound...
     
  10. 68goldtop

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    Erstellt: 23.04.08   #10
    hi occhio!
    spiel doch mal die epiphone "dot" an. ich finde die hat einen sehr vollen, runden sound, ist überall erhältlich, sieht gut aus und ist nicht teuer.

    cheers - 68.
     
  11. Der_Astronaut

    Der_Astronaut Registrierter Benutzer

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  12. Jiko

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    Erstellt: 23.04.08   #12
    Gerade dieser Eindruck kann durch die P-90s kommen, welche doch Single Coils sind und höhenreicher sind als Humbucker. George Benson spielt definitiv Humbucker. Auch wird der Sound deutlich "wärmer", wenn man ein bissel am Ton-Poti spielt und diesen um rund 1/3 bis 1/2 runterdreht.
     
  13. occhio

    occhio Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.04.08   #13
    Mmmh, also eigentlich mag ich den Humbucker-Sound clean gar nicht.
    Was sind das für Humbucker, die in Jazzgitarren verbaut werden?

    Sind die ähnlich wie z.B. Gibson-Humbucker in Les Pauls oder SGs ?

    Ich stehe halt total auf diesen klaren, sauberen Ton von Single Coils.
    Humbucker sind mir clean nicht "edel" genug...

    Deshalb dachte ich, dass die P90-er eine gute Lösung sind...
    :confused:
     
  14. 68goldtop

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    Erstellt: 24.04.08   #14
    hi occhio!
    man kann auch mit humbuckern sehr "edle" clean-sounds erzeugen.
    man nimmt dann natürlich nach möglichkeit nicht gerade extra-heiße teile, aber ansonsten ist das - eigentlich - kein problem.

    als beispiel - seit ca. ´57 spielen fast alle jazz-größen humbucker.

    und klar, in gibson-gitarren (auch jazzgitarren) sind/waren natürlich gibson-humbucker drin - die gleichen wie in les pauls/sg´s.

    alle anderen humbucker sind "im prinzip" nachbauten bzw. variationen des gibson-designs.


    cheers - 68.
     
  15. occhio

    occhio Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.04.08   #15
    Ok, hier habe ich eine wirklich interessante Gitarre entdeckt:

    http://www.furch.cz/eng/furchmillennium/radaa1721.php

    Fragen:

    1) Kennt jemand die Gitarre??
    2) Was ist ein floating pickup Kent Armstrong

    Ich besitze selbst eine Westerngitarre von Furch und bin total verknallt in die..:D => klingt toll und sieht toll aus...

    Also die Jazzgitarre interessiert mich wirklich; habe sie in BRD nur hier gefunden:
    http://www.soundland.de/catalog/product_info.php/manufacturers_id/102099104/products_id/243976

    Was meint ihr?
     
  16. Jiko

    Jiko Ex-Mod Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 24.04.08   #16
    Kent Armstrong ist eine Tonabnehmer Marke, floating bedeutet, dass der Tonabnehmer nicht auf die Decke geschraubt ist, sondern an den Hals. Ist übrigens auch ein Humbucker.
    Die bei Soundland ist eine mit Zederndecke, die beim ersten Link hat eine Fichtendecke.
    Fichte ist stabiler und kann verschiedene Soundfarben besser wiedergeben und entwickelt sich klanglich weiter, Zeder hat den tieferen, wärmeren Sound, bietet von Anfang an die "volle Soundqualität". Das sind aber eher so die Eindrücke durch's unplugged spielen, was bei diesen Gitarren uneingeschränkt möglich ist (Klingen also uneingeschränkt wie akustische Gitarren).
     
  17. 68goldtop

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    Erstellt: 25.04.08   #17
    hi!
    1 kleine korrektur:
    "floating" bedeutet, daß der pickup nicht in einer position fixiert ist, sondern daß man ihn hin + herschieben kann - er kann sozusagen über die decke "schwimmen/treiben/schweben" (to float).

    cheers - 68.
     
  18. Miles Smiles

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    Erstellt: 25.04.08   #18
    Das ist aber eine ganz andere, nämlich diese hier:
    http://www.furch.cz/eng/furchdurango/radaa17.php

    Interessanterweise steht auch hier "Floating Pickup", obwohl gar kein Schlagbrett vorhanden ist auf dem der Abnehmer verschiebbar wäre. Vermutlich ein Irrtum.

    Es könnte sich durchaus auszahlen, Furch selbst zu besuchen, um die Gitarre dort direkt zu kaufen: http://www.furch.cz/eng/prodejnabrno.php

    Na ja, zumindest ich hätte "nur" 384 km in eine Richtung. ;-)
     
  19. occhio

    occhio Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.04.08   #19
    bei mir sind's schon 578km.. ;-)

    Ich denke, da ist es günstiger, die Gitarre bei dem Gitarrenhändler meines Vertrauens zu bestellen, oder??
     
  20. Miles Smiles

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    Erstellt: 25.04.08   #20
    Kommt ganz darauf an, was der Preisunterschied ist. Weiters hätte man vor Ort eventuell noch etwas Auswahl. Ich meine, es kann ja immer passieren, dass eine Gitarre desselben Modells gleicher ist als die anderen. Aber da würde ich mich vorher vergewissern, dass da wirklich etwas im Laden steht. Einen Besuch in der Werkstatt (Fabrik?) kann man sich offenbar auch aushandeln.

    Brünn selbst wäre sicher auch ein langes Wochenende wert. ;)
     
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