Nordische pentatoniken ?

von zakk wylde, 24.01.06.

  1. zakk wylde

    zakk wylde Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.01.06   #1
    hallo
    ich bin schon seit langem auf der suche nach "nordisch" klingenden pentatoniken.
    wer sich darunte rnix vorstellen kann: einiges bands benutzen ja sehr gern die
    harmonisch moll um einen orientalischen klang zu bekommen. aber ich suche sowas
    halt nordisch !

    ich hab mal gelesen das wenn man die harmonisch moll in einem bestimmten
    rythmuss und zusamm setzung der töne ein nordische pentatonik erreicht.
    hab darüber aber nie mehr erfahren.

    vll könnt ihr mir helfen und wisst vll welche pentatoniken man verwenden kann.
    eine möglichkeit wäre ja zb das man viel mit leeren seiten spielt. aber das is ja ehr ne
    technick als ne pentatonik.

    vielen dank für jeden post !!!
     
  2. HëllRÆZØR

    HëllRÆZØR HCA-Harmonielehre HCA

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    Erstellt: 24.01.06   #2
    Nordische Pentatonik? Nie gehört.
    Hast du denn eine Ahnung, in welcher Musik genau das verwendet wird?
    Kommt das eher in volkstümlichen Stücken vor, oder eher im "Viking (Black/Death) Metal", also so was wie Bathory oder Amon Amarth?
    Oder vielleicht beides?

    In "Kaperfahrt" (volkstümlich) wird eine Art Pentatonik verwendet, aber die hat mit harmonisch Moll nichts zu tun, da die Septe komplett fehlt: a h c d e.
    Man hat also die reine Molltonleiter, aber nur bis zur Quinte (e), und der oktavierte Grundton kommt in dem Stück überhaupt nicht vor.
    Der Rythmus ist 6/8 mit einer Betonung auf 1 3 4 6, auf denen sich meistens auch der Melodieton ändert.
    (der typische Schunkelrythmus beim Kölner Karneval übrigens)

    Mehr fällt mir im Moment nicht dazu ein, ich hoffe du kannst was damit angangen.
     
  3. Death_Lord

    Death_Lord Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.02.06   #3
    Ich hab da mal so ne Frage in richtung Death Metal Harmonik:

    Ich schreibe hobbymäßig Death Metal Songs auf der Gitarre. Die Gitarre hab ich schon auf ais runtergestimmt und sonst so den Metalsound habe ich auch schon ganz gut drauf. Nur mit der Harmonie hab noch Problemchen: zweigitarrig Powerchords kombiniert mit dissonanten Zweiklängen (a la Amon Amarth) sind kein Problem, aber ich möchte gern mal so richtig abscheuliche Harmonien erzeugen, wie Cannibal Corpse z. B. auf the wretched Spawn. Ich meine diese unterschwelligen dissonanten Wellen die man dort immer wieder hört, teilweise ähnlich wie die Amon Amarth Harmonik, aber irgendwie doch noch viel böser und ekelhafter... Weiß vielleicht irgendwer, wie man eine derartige Harmonie hinbekommt?

    P.S.: Death Metal ist geil
     
  4. Houellebecq!

    Houellebecq! Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.02.06   #4
    ich kenne diese bands nicht, aber die kochen mit Sicherheit auch nur mit Wasser, sprich mit kleinen Sekunden und so.

    P.S.: death metal ist scheiße.
     
  5. †JesterHead†

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    Erstellt: 22.02.06   #5
    bist du sicher dass es sowas gibt? ich hab auch noch nie was davon gehört... google gibt auch nix zu dem thema her...

    wow, danke für den qualifizierten und sicher aus eingehender musikalischer analyse hervorgehenden beitrag... :/
     
  6. Houellebecq!

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    Erstellt: 22.02.06   #6
    hey Schlaumeier, wie du vllt erkannt hast, war das in erster Linie eine Anspielung auf den Kommentar meines Vorredners. ich wurde schon von meinem Bruder jahrelang mit dem peinlichen Gegrunze beschallt und habe seitdem eine leidenschaftliche Abneigung dagegen. bei diesem satanischen Unfug ist meine Toleranz am Ende.
     
  7. Death_Lord

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    Erstellt: 23.02.06   #7
    Nee, nee!
    Dass Deathmetal unkontrolliertes "Drauf-los-schreddern" mit Gröhlen sei, ist ein Klischee. Das stimmt nämlich so mal gar nicht.
    Wenn man sich mal Stücke von Cannibal Corpse, beispielsweise vom letzten Album 'The wretched spawn', wirklich konzentriert anhört, merkt man wie komplex diese Stücke eigentlich sind! Schon allein dieser häufige unregelmäßige Taktwechsel und dann natürlich diese undefinierbare Harmonik ist übels schwierig hinzukriegen. Death Metal liegt vom Anspruch her nicht ein deut hinter Powermetal oder Speedmetal.

    Und eines kann man sagen:
    Das ist ja wohl Geschmackssache, denn ich hörs lieber als peinliches Geplärre von Mariah Carrey oder dergleichen.
     
  8. Houellebecq!

    Houellebecq! Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.02.06   #8
    sry, ich will hier keine prinzipielle Diskussion über death metal auslösen. nur so viel: wenn ich den Namen "cannibal corpse" höre, kriege ich schon zu viel, da ist es mir echt egal, wieviele Taktwechsel die in ihre songs einbauen.
     
  9. whir

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    Erstellt: 23.02.06   #9
    Ich weiß nicht, ob du sowas suchst, aber hier gibts einige Gedanken dazu, was für Musik die Wikinger gemacht haben könnten:
    http://www.lienet.no/Vikings.htm
    http://www.vikinganswerlady.com/music.shtml
     
  10. HëllRÆZØR

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    Erstellt: 23.02.06   #10
    So, hier mal mein Senf:

    Satanismus ist eigentlich eher Thematik des Black Metal, im Death Metal geht es meist "bloß" um unnötige Gewalt, wobei es allerdings auch Ausnahmen gibt.
    Die meisten Death Metaller die ich kenne sind aber ganz liebe Menschen, und gegen Death Metal habe ich auch nicht unbedingt was.

    ...und wenn jemand meint, Death Metal wäre generell primitiv, kann er sich ja mal so was wie Soilwork (am besten "A Predator's Portrait" oder "Natural Born Chaos") oder Opeth (jedes Album ist gut, ist aber eher "Progressive Death Metal") anhören.

    ...und nun zu der Frage "Warum klingen Cannibal Corpse so Böse?":
    Ich kenne eher wenig Sachen von denen, ich glaube die benutzen aber folgende Skala:
    HM7 (Harmonisch Moll von der VII. Stufe): 0 1 3 4 6 8 9 12
    Wichtig sind vor allem die "3 4" (also kleine Terz und verminderte Quarte).
    Klingt ziehmlich böse, wenn man seine Gitarre endlos tief gestimmt hat (meine 8-Saiter ist übrigens auf "A" ;) ) und diese Töne dann durch ein Vibrato hervorhebt.

    Hier noch ein paar ähnliche Skalen (typische Jazz-Skalen übrigens):
    - HTGT (Halbton-Ganzton-Leiter): 0 1 3 4 6 7 9 10 12
    - GTHT (Ganzton-Halbton-Leiter): 0 2 3 5 6 8 9 11 12
    - MM7 (Melodisch Moll von der VII. Stufe): 0 1 3 4 6 8 10 12
     
  11. BorrowHill

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    Erstellt: 23.02.06   #11
    Hallo!

    Schau dir mal das Solo von "Ensiferum-Into Battle" an. Da könntest du aus den Tönen eine Skala basteln. Ich glaube dass du so etwas suchst...


    Steve
     
  12. James-R.

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    Erstellt: 23.02.06   #12
    Du hast deine normale 6-Saitige Gitarre auf Dropped ais gestimmt, also noch zwei halbtöne tiefer als dropped c!!!:eek: :eek: :eek:

    Also wenn ich das richtig verstehe dann find ich das bekloppt:screwy: :screwy:
     
  13. HëllRÆZØR

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    Erstellt: 23.02.06   #13
    Was ist daran bekloppt?
    Eine normale 7-Saiter hat H als tiefste Saite, Ais ist nur einen Halbton tiefer.
     
  14. James-R.

    James-R. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.02.06   #14
    Naja, ich finde da soll man sich dann echt ne Bariton Gitarre holen wenn man seinen 6- Saiter so tief stimmt.
     
  15. HëllRÆZØR

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    Erstellt: 24.02.06   #15
    Das Problem ist bloß, dass viele Bands 'ne normale E-Saite (wahrscheinlich sogar noch aus 'nem 8er oder 9er-Satz) nehmen und die dann für ihr Drop-C Tuning 4 Halbtöne tiefer stimmen,
    was natürlich total ätzend klingt.

    Wenn man aber Saiten nimmt, die dick genug sind, ist das eigentlich gar kein Problem, ich hab zum Beispiel eine .060er bei mir drauf.
     
  16. Duempi

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    Erstellt: 24.02.06   #16
    das hab ich jetzt mal ausprobiert, weil mich nordische skalen auch ma interessieren: die spiele ganz normale Moll-Tonleiter, allerdings kriegens sie es durch ihre (anschlag)rythmen hin, dass es so geil klingt wie es klingt

    weg vom topic: ensiferum machen ja gitarrenmäßig auch deathmetal --> Death Metal ist doch geil
     
  17. Orgelmensch

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    Erstellt: 24.02.06   #17
    Ich galube die Nordmänner waren kulturell nicht so weit wie viele sich erhoffen.
    Habe noch nie von "nordischen" Tonsystemen gehört...
    Ich glaube die waren zu blau um sowas zu erschaffen...
    Als im Römischen Reich schon Kanalisationen angelegt waren und Schulen, Theater Literatur etc. zur Normalität gehörten haben die Nordmänner noch in Hütten gelebt und konnten weder Lesen noch Schreiben...

    Ich glaube unsere Vorfahren waren inkompetente Suffköppe!!!
     
  18. Death_Lord

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    Erstellt: 24.02.06   #18

    Erstmal Danke für die vernünftige Antwort!

    Aber so weit war ich auch schon. Das ist auch an sich völlig richtig.
    Es gibt an diesen Cannibal Corpse Geschichten aber noch irgendein anderes Harmonieelement (wenn man das überhaupt noch Harmonie nennen darf), was man meiner Meinung nach irgendwie im Zusammenspiel zwischen zwei Gitarren (oder Gitarre und Bass) erzeugt.
    Allerdings weiß ich auch nicht so genau, wie ich das noch mit Worten umschreiben soll... Man muss sich das einfach mal selbst anhören - ich glaube dann merkt man was ich meine. Dieses Klangbild, was ich meine, kommt bei den Liedern auch nicht die ganze Zeit vor, sondern nur in ganz bestimmten Passagen zwischendurch. Das klingt wie so ein unterschwelliges Rauschen im Untergrund, total böse, und vermutlich irgenwie in Richtung Oktavenakkord + kl. Sekunde. Wenn es auftaucht, ist es auch immer ziemlich leise. Man muss also auch genauer hinhören.
    Aber irgendetwas muss da noch dran sein, was ich nicht hinkriege - ich weiß es einfach nicht...
     
  19. BorrowHill

    BorrowHill Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.02.06   #19
    Jetzt wo ichs mir auch anschaue...stimmt! Aber wie die das zusammenbringen dass die so "nordisch" klingt,respekt!



    Steve
     
  20. Duempi

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    Erstellt: 24.02.06   #20
    @jahvibration: da haste recht, die kriegen das echt geil hin. wie schon gesagt, klappt das meiner meinung durch die rythmen(also nicht nur achtelketten, sondern was verkorkstes, kA ob rythmen dafür das richtige wort ist). und natürlich auch durch die rythmus gitarre die die melodien perfekt unterstützt.

    @orgelmensch: ich glaub du unterschätzt die nordmänner grad gewaltig, nur weil die in einem andern system lebten und andere sitten hatten, waren sie kulturell doch schon um einiges weiter als man heute allgemein glaubt. besonderst in der Schifffahrt und auch im Handel (haben nicht umsonst als erstes Amerika endeckt, auch wenn sie von den einheimischen später wieder vertrieben worden sind) haben sie uns heute beeinflusst. Musikalisch hab ich allerdings auch noch net viel gehört.
    ich denk mal der Bayer trinkt nicht weniger Bier als der Nordmann Met getrunken hat(zum thema säufer)
     
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