Oberste Schicht des Pickguards hat sich gelöst

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Burkie
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Hallo,
die oberste Schicht des Pickguards meiner Yamaha Pacifica 311H hat sich abgelöst.
Es handelt sich um die halbtransparente rote "Folie" auf dem Pickguard.
Wie kann man es reparieren?
Gibt es einen Klebstoff, der dafür geeignet ist und keine sichtbaren Klebestellen hinterlässt?
Dort, wo sich die Folie abgelöst hat, aber noch aufliegt, sieht es milchig aus.
Gibt es geeigneten Klebstoff, der nach der Klebung keine "Milchigkeit" hinterlässt, sondern transparent wird?
Oder kennt ihr Quellen für genau so ein Pickguard?

Grüße
 

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Das sieht mir mehr nach der Schutzfolie aus, welche man nach dem Kauf ohnehin abzieht. Oder täuscht mich mein Blick?
 
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Nein, das ist keine Schutzfolie.
Diese "Folie" ist nicht farblos, sondern rötlich eingefärbt.
Außerdem ist ist sie recht "steif"; sie hat an der Ablösestelle schon einen Knick bekommen.
Schutzfolie auf Pickguards, Pickups oder auch auf Displays von Effektgeräten ist eine Adhesionsfolie.
Diese oberste Schicht ist schon Bestandteil des Pickguards selbst, und erzeugt erst dieses kräftige Rot und diesen Glanz auf dem Pickguard. Ganz links auf den Fotos, wo man sozusagen unter die Folie schauen kann, ist das Pickguard stumpf.

Grüße
 
Ich war ja mal Technischer Betriebsleiter in einem der größten Kunststoffextrusionswerke Europas. Da war das so, das alles, was sich ablösen läßt nicht zum eigentlichen Produkt gehört, sondern eine Schutzfunktion hatte, ein Schutz zur Weiterverarbeitung darstellte usw.

Dass sich das reine Produkt, also die Schichten entlaminieren, sollte es heutzutage nicht mehr geben, und danach sieht es -für mich- auch nicht aus.

Edit: Schutzfolien werden häufig in verschiedenen Farben aufgezogen. Das macht viel her, einen guten Eindruck.
 
Nein, es ist keine Schutzfolie.
Schaut euch die Fotos in Vergrößerung an.
Diese oberste Schicht ist dafür viel zu steif, um als Adhesions-Schutzfolie durchzugehen.

Du hast recht, es sollte nicht vorkommen, dass sich die Schichten entlaminieren. Hier haben sie es aber getan.

Wäre es lediglich eine Schutzfolie, so sollte sie sich überall an den Ecken leicht abziehen lassen - tut sie aber nicht.

Außerdem ist die Gitarre und somit das Pickguard schon ein paar Monate alt - erst jetzt hat sich dieser Fehler gezeigt, dass sich die oberste Schicht entlaminiert.

Das ist keine Schutzfolie, sondern die oberste Plasteschicht, die sich nun an der Ecke entlaminiert hat.

Habt ihr Bezugsquellen für genau so ein Pickguard als Ersatzteil?
Oder praxiserprobte Tipps für passenden Klebstoff, um den Schaden möglichst unsichtbar zu reparieren?


Grüße
 
Hey,
...gleiches Phänomen hatte ich mit dem langjährigen (nachgerüsteten) Schlagbrett auf meiner AS Strat - war blau mit so nem Wasser-Look. Der entstand durch n weiss marmoriertes Schlagbrett mit blauer durchscheinender Schicht drüber. Diese löste sich nach Jahren - zuerst an den Schraubenlöchern, dann großflächig...das gab dann so graue Stellen, wie wenn das regelrecht "Luft gezogen" hätte. Hab`s gelassen, gehörte zum Aging...ich gehe stark davon aus, dass sich sowas nicht reparieren lässt...

Ich weiß nicht wie`s mit Yamaha zur Zeit aussieht...aber zur Zeit meiner "Profi-Tätigkeit" in der Branche war die Möglichkeit da an was ran zu kommen - na sagen wir mal - stark eingeschränkt und in etwa das Gegenteil von "Endkunden-gerecht"....

Gruß,
Bernie
 
Zuletzt bearbeitet:
Schade.

Ich dachte an (dünnflüssigen) Sekundenkleber oder aber an transparenten 2-Komponenten-Kleber, der bzw. die keine Milchigkeit hinterlassen.

Die beiden Schichten sehr gut fettfrei bekommen (Spiritus?), sodann den Klebstoff einbringen, und mit etwas eingefetteter glatter Metallplatte und Schraubzwingen zusammen pressen. Damit die Klebstoffreste, die überquellen, nicht mit der "Pressplatte" und der obersten Schicht verkleben.

Nach Trocknung/Aushärtung den überstehenden Kleber weg feilen.

Ich will erstmal keine Experimente mit dem Pickguard machen, die evtl. alles nur schlimmer machen.

Klebetests würde ich auch erstmal mit anderer steifer Plastefolie auf irgendeiner anderen Plasteoberfläche machen, um zu sehen, ob man den Klebstoff nach Verklebung sieht.

Auf "Aging" habe ich nicht wirklich Lust.

Grüße
 
Das ist wirklich keine Schutzfolie. Das hatte ich auch schon so bei einem Pickguard aus weißem Pearl-Kunststoff.

Du kannst probieren, das ganze mit Sekundenkleber zu kleben. Mache vorher die Schraube raus und schiebe zwischen Pickguard und Korpus der Gitarre zum Schutz eine dicke Plastikfolie. Such Dir einen absolut planen Gegenstand, mit dem Du dann die lose Schicht auf das Pickguard drücken kannst. Dann bringst Du sparsam Sekundenkleber zwischen die Pickguard-Schichten und drückst mit dem planen Gegenstand die Schichten zusammen. Nach dem Festwerden des Klebers sollte das wieder längere Zeit halten. Kleber sparsam verwenden, dann musst Du auch nicht feilen.

Ansonsten ... E-Bucht wäre eventuell Dein Freund

https://www.ebay.de/itm/19807952682...620&gbraid=0AAAAADA7Q_K_zaQUolralACF8EoZlkthL
 
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Du brauchst einen Kleber, der sehr fein in den dünnen Spalt an der Stelle der Ablösung eindringt.
Da kenne ich nur den sehr flüssigen Cyanacrylatkleber (auch Industrie- oder Sekundenkleber genannt).
Das schwierige daran ist das saubere und vollflächige Runterdrücken ohne den austretenden Kleberüberschuss auf die Oberfläche zu bekommen.
Um das zu verhindern solltest du das Schlagbrett komplett demontieren und von beiden Seiten vorher eine neue "Schutzfolie" auf die Oberfläche aufbringen. Dazu würde ich den 40mm breiten und extra dicken Tesafilm verwenden und richtig fest aufreiben.
Dann brauchst du viele Schraubzwingen und zwei dicke, plane Holzbretter zwischen die du nach dem Klebeauftrag SEHR SCHNELL das Schlagbrett mit den Schraubzwingen einklemmst.
Alternativ kannst du die Bretter mit dem Schlagbrett dazwischen auch in einen großen Schraubstock einklemmen. Das geht schneller.
Du wirst natürlich auch Kleber auf die freiliegende Fase bekommen. Den musst du anschließend mit einem scharfen Messer, oder einer Rasierklinge weg kratzen (...schleifen...polieren...)
Es ist keine einfache Aufgabe, aber einen Versuch wert.
 
Probiere es aus. Sie sind ja nicht teuer.
Kleben ist sehr aufwändig und nur schwer blasenfrei zu schaffen
 
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Du brauchst einen Kleber, der sehr fein in den dünnen Spalt an der Stelle der Ablösung eindringt.
Da kenne ich nur den sehr flüssigen Cyanacrylatkleber (auch Industrie- oder Sekundenkleber genannt).
Das schwierige daran ist das saubere und vollflächige Runterdrücken ohne den austretenden Kleberüberschuss auf die Oberfläche zu bekommen.
Um das zu verhindern solltest du das Schlagbrett komplett demontieren und von beiden Seiten vorher eine neue "Schutzfolie" auf die Oberfläche aufbringen. Dazu würde ich den 40mm breiten und extra dicken Tesafilm verwenden und richtig fest aufreiben.
Dann brauchst du viele Schraubzwingen und zwei dicke, plane Holzbretter zwischen die du nach dem Klebeauftrag SEHR SCHNELL das Schlagbrett mit den Schraubzwingen einklemmst.
Alternativ kannst du die Bretter mit dem Schlagbrett dazwischen auch in einen großen Schraubstock einklemmen. Das geht schneller.
Du wirst natürlich auch Kleber auf die freiliegende Fase bekommen. Den musst du anschließend mit einem scharfen Messer, oder einer Rasierklinge weg kratzen (...schleifen...polieren...)
Es ist keine einfache Aufgabe, aber einen Versuch wert.
Ja, zum Kleben muss das Pickguard runter, soviel ist klar.
Ich würde zum pressen auch lieber präzise dicke Metallplatten verwenden.

Ich denke, da muss ausreichen Klebstoff rein, damit es keine Stellen ohne Kleber gibt, denn solche "Blasen" sieht man und kann sie nicht mehr ausbessern.
Grüße
 
40er-Multiplex kann eben leicht federn und "von innen raus" den Kleber auspressen. Das können Metallplatten nicht.
Aber viele Wege können erfolgreich sein :nix:
 
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40er-Multiplex kann eben leicht federn und "von innen raus" den Kleber auspressen. Das können Metallplatten nicht.
Aber viele Wege können erfolgreich sein :nix:
Was ist 40er-Multiplex?
 
Ich meine damit Reste einer (40mm) dicken Furnierplatte klick
multiplex_birke_fv984.jpg

Es gehen auch Reste einer Tischplatte, Küchenarbeitsplatte, oder was in der Art.

...die kannst du ja ebenfalls mit breitem Tesa, oder so einer Laminier-Klebefolie für Bücher vor dem Kleber schützen...
 
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Ach so.

Ich überlege gerade....

Wenn das Pickguard schön plan und eben verklebt wird, so wird es ja doch wieder auf den Gitarrenkorpus aus Holz aufgeschraubt, der eben nun nicht so plan und eben ist, wie die "Pressplatten".
Dann treten ja wieder (kleine?) Scheerspannungen zwischen den Schichten auf.
Die entweder der Klebstoff leicht elastisch aufnehmen und ausgleichen müsste.
Oder aber so stabil sein müsste, um dann eher die oberste Plasteschicht zu dehnen oder zu stauchen, ohne dass sie sich wieder ablöst...

Hat jemand von euch mal Erfahrung mit so eine Pickguard-Reparatur?
Was ist dabei zu beachten?

Grüße
 

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