Offene Stimmung auf Western Gitarre - Verziehen des Halses?

von gabbaconcarne, 27.08.16.

  1. gabbaconcarne

    gabbaconcarne Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.08.16   #1
    Hallo, ich habe eine Ibanez Western Gitarre, die hatte beim Kauf glaube ich so ~250 € gekostet. Ist glaube ich für den Preis ganz gut gewesen, hat jedenfalls mein damaliger Gitarrenlehrer gesagt :D. Naja, seit kurzem will ich mal ein bisschen die Slide-Technik ausprobieren und dazu kann man ja ganz praktisch die Gitarre auf eine offene Stimmung umstimmen. Ich habe gelesen, dass sich dadurch allerdings der Hals verziehen kann (ob das häufige Umstimmen oder eher generell das belassen einer offenen Stimmung während die Gitarre normal rumsteht gemeint war weiß ich nicht) und man sich deswegen eine zweite Gitarre dafür zulegen sollte. Da ich nicht so viel Kohle habe und mir nicht einfach irgendeine Schrott Gitarre dafür zulegen wollte nun meine Frage:

    Wie groß ist denn wirklich das Risiko dass sich ein Gitarrenhals wegen einer anderen Stimmung verzieht?
     
  2. peter55

    peter55 A-Gitarren, Off- & On-Topic Moderator HFU

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    Erstellt: 27.08.16   #2
    Das Umstimmen auf andere/offene Stimmungen machen Tausende von Gitarristen ;)

    Es kann evtl. nötig sein, wenn sich durch eine offene Stimmung der Saitenzug deutlich erhöht oder erniedrigt, den Halsstab nachzustellen.
    Das wäre dann nötig, wenn sich die Saitenlage verändern sollte.
    Ansonsten musst du aber keine Schäden an deiner Gitarre befürchten.
     
  3. GEH

    GEH MOD A-Saiteninstrumente Moderator

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    Erstellt: 27.08.16   #3
    Wenn du den Saitensatz zu einer anderen Stärke wechselst, ändert sich auch der Zug auf den Hals ja auch.
    Von 12er (meist Standard) auf 11er geht das meistens noch, bei 10er kann wie von Peter beschreiben eine Anpassung des Halsstabes sinnvoll sein.
    Es reagiert aber nicht jeder Hals gleich auf etwas Zugänderung.
    Ein bisschen Umstimmen macht normal aber nichts.

    Wer es ganz genau nimmt und die offene Stimmung entsprechend auf gleichen Zug anpassen will, kann das auch errechnen, siehe:
    Saitenstärkenaufstellung für Open-C,-D,-E,-G Tunings
    Das ist aber eher etwas, wenn die Gitarre dann permanent in der anderen Stimmung sein soll, das willst du ja eher nicht.
     
  4. Blues-Opa

    Blues-Opa Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.08.16   #4
    Ich hatte bisher auch keine Probleme bei den normalen Westerngitarren, obwohl ich zum Sliden machmal auch dickere Saiten aufgezogen habe, 013er Sätze, oder 012er Sätze aber mit etwas dickerer hoher H- und E-Saite.
    (Inzwischen habe ich aber trotzdem mehrere Gitarren für verschieden Stimmungen ... die ständige Umstimmerei hat mich irgendwann genervt, da ich regelmäßig auch in offenen Stimmungen spiele).
     
  5. blechgitarre

    blechgitarre Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.08.16   #5
    Bei open E und A hast du eine höhere Spannung.
    Bei open D hast du eine kleinere Spannung als bei Normalstimmung.
    Bei open D bist du also auf der sicheren Seite.
     
  6. gabbaconcarne

    gabbaconcarne Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.09.16   #6
    Wow super, danke für die vielen Antworten! :) Hat mir echt geholfen
     
  7. DerZauberer

    DerZauberer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.09.16   #7
    Ich bin etwas vorsichtig mit Open E und Open A, gerade bei dicken Saiten ist da schon heftig Zug drauf. Die Kollegen von National Reso-Phonic empfehlen diese Stimmungen nur zeitweise anzuwenden und danach runterzustimmen... ich gehe bei E/A dann eher auf einen .12er Satz als .13er und gut is.

    Ich persönlich sehe die grössere Gefahr eher durch Saiten wenn sie reißen (wem schon mal eine "G"-Saite, also eigentlich A-Saite, um die Ohren geflogen ist weiß was ich meine)...
     
  8. schmendrick

    schmendrick Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.09.16   #8
    Wenn man erstmal bisschen rumprobieren will mit dem Slide nimmt man Open G und fertsch. :)
     
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