Orgel über Gitarrenamp und die Fragen dazu

von RawberrY, 28.07.16.

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  1. RawberrY

    RawberrY Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.07.16   #1
    Hi Leute!

    Mich interessiert das Orgelspiel über einen Gitarrenamp sehr.
    Bei der letzten Probe habe ich gemerkt, dass es bei unserem Sound am besten klingt, wenn ich in Mono hart rechts über einen Monitor fahre.
    Die interne Lesliesim der UHL soll weiterhin genutzt werden.

    Da ich anscheinend nur einen Lautsprecher nutzen werde und ich mit der PA unzufrieden bin, würde sich ja ein Gitarrenamp möglicherweise anbieten.

    Da frage ich mich nur, ob ich bei einem Gitarrenamp eine andere Spielweise benötige.
    Momentan spiele ich halt relativ viel mit der Lesliesim und spiele meist nur Einzelnoten oder Intervalle mit der rechten Hand.
    Wir machen übrigens 70s Rock.

    Zwingt mich ein Gitarrenamp zu Akkorden oder beidhändigem Spiel, weil es sonst nicht klingt?
    Kann ich bei einem Gitarrenamp auch die LeslieSim weiternutzen, oder ist das ein NoGo?

    Falls nicht: Welche Gitarrenamps würden sich da anbieten?
    Es sollte wenn ein Combo sein. Auf Topteil und Box habe ich keine Lust ;)
     
  2. maze74246

    maze74246 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.07.16   #2
    Servus RawberrY,

    brauchst Du die Zerre vom Gitarrenamp ? Falls nicht, kannst Du auch mal einen Bassamp probieren. Gitarren und Bassamps haben meist nur niederohmige
    Eingänge für die Tonabnehmer von E-Gitarre und E-Bass.

    Ansonsten ein Pedal, Phaser o.ä. dazwischenschalten, das passt die Impedanz an.

    Gitarrenamps haben meistens eine Absenkung im Tiefenbereich und eine Anhebung im Mittenbereich, was dem Orgelklang nicht unbedingt bekommt, dass musst Du ausprobieren. Steht bei Euerer Band kein Gitarrenamp rum ?

    Ansonsten haben sich auch Keyboardamps und grössere aktive Monitorboxen bewährt, da gibt es aber schon einige Threads drüber.

    Jon Lord hat während der in Rock Phase direkt in einen Röhren-Marshall Amp gespielt, das war aber glaube ich ein Bassamp oder ein speziell angespasster
    Gitarrenamp, daran hatte er seperate Boxen von Marshall mit 15 Zoll Lautsprecher und Horn. Als Effekt nutzte er nur einen Ringmodulator und einen Federhall, keinen Leslieeffekt. Für Schwebungen schaltete er den internen C2 oder C3 Choruseffekt der Hammond dazu.

    Ciao Matze
     
  3. Bass_Zicke

    Bass_Zicke Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.07.16   #3
    Bin da jetzt nicht so fit drin , aber mit Amps kenn ich mich ein wenig aus .

    In erster Linie unterscheidet sich ein Klampfen Amp von einer PA oder Orgel Amp dadurch , das die Speaker eben nicht gerade linear arbeiten . Ein Klampfen Speaker ist sehr Mitten betont , was ich eigentlich für Keys nicht gerade sinnvoll sehe .

    Die alten Röhrenamps wurden benutzt um einen leichten verzerrten Ton zu bekommen , aber nicht , um den Frequenzgang eines Klampfen Amp zu nutzen .

    Ich würde mal einfach mit einem EQ zwischen PA und Keys anfangen .
     
  4. Orgeltier

    Orgeltier Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.07.16   #4
    Hallo RawberrY,

    mir ist noch nicht ganz klar, was dein Anliegen ist.
    Gefällt dir der Sound der Uhl im Bandzusammenhang nicht, oder mangelt es an der richtigen Verstärkung?

    Ein Gitarrenamp färbt in den meisten fällen sehr, sowohl vom Frequenzgang als auch von der Zerre her.
    Hier hört man den Unterschied zwischen dem härteren, geraden Gitarrenverstärker und der etwas weicheren internen Leslie-Sim.


    Wenn du unbedingt diesen Deep Purple Mark II Sound haben möchtest, führt nichts am Gitarrenverstärker vorbei.
    Ich meine aber aus deinem Ausgangspost zu lesen, dass du grundsätzlich mit dem Leslie-Sound der Uhl zufrieden bist, der Klang aus eurer PA dir aber so wie er ist (in Stereo) nicht zusagt.
    Wenn das der Fall ist, brauchst du vielleicht einfach eine potente (eigene) Verstärkung, mit der du dich selbst beschallen kannst, z.B. einen Keyboardverstärker oder eine Aktivbox.
     
  5. RawberrY

    RawberrY Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.07.16   #5
    Ich war heute erstmal im Musikladen und habe PA Lautsprecher angespielt- zwar nicht mit der UHL, weil ich sie selbst hätte mitbringen müssen, sondern mit einer XK3c.

    Entschieden habe ich mich schlussendlich für eine ART 312-A MKIII, die ich nun mono fahre.


    Der DeepPurple Sound ist klasse, würde mich jedoch nur für einzelne Lieder interessieren.
    Für immer wäre das nicht so das Wahre, denke ich.
     
  6. Puls

    Puls Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.07.16   #6
    Hi,

    zunächst wäre noch gut zu wissen, wie eure Auftrittsbedingungen sind. Oder gehts dir nur um den sound im Proberaum? Habt ihr immer eure eigene PA dabei?
    Willst du quasi backline mit einem Monitor die ganze Location beschallen? Das halte ich für Kneipengigs noch bedingt sinnvoll, drüber geht das aber schon nicht mehr..
    Gitarrenamps werden ja in der Regel auch per Mikro abgenommen.

    Ich selbst spiele als meine Orgel (eine Nord C2 in dem Fall) über einen Roland JC 120 Gitarrenamp, das geht sehr gut, natürlich auch mit Lesliesim davorgeschaltet. Anders als mit Leslie, aber trotzdem fett und gut.

    Aber zB mit einem 1x12er Gitarren-Amp wirst du Probleme bekommen. Und ein Marshall-Full oder Halfstack wirst du dir auch kaum antun wollen...zumal ihr dann eine abartige bühnenlautstärke habt, da bekommt Mischer dann die Krise :)

    Eine Art 312 hat ja mit Purple-Sound nix zu tun, der kommt ja von der Orgel in dem Fall, zumindest gibt die box ja nur linear wieder, was reingeht.

    lg
     
  7. netstalker

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    Erstellt: 29.07.16   #7
    Nö.

    Niederohmige Eingänge haben Gitarrenamps bestimmt nicht - ganz im Gegenteil.
    Der eingeschränkte Frequenzgang von "Gitarrenamps" kommt von den Speakern, die selten in der Lage sind, Frequenzen oberhalb von 5kHz wiederzugeben.
    Deshalb wurden die Amps auch oft in Verbindung mit Leslie-Cabinets die auch einen Hochtöner enthalten eingesetzt.

    Die Röhrenzerre lässt sich auch mit diversen Effektgeräten erzeugen - ich hab in den 80ern/80ern gerne den Tubeman von H&K mit meiner Hammond eingesetzt, die Frequenzen die eine Orgel wiedergibt werden von den Amps an sich eher nicht beschnitten.

    Der Crunchige Sound lässt sich mit einem EQ auf keinen Fall erzeugen.
     
  8. RawberrY

    RawberrY Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.07.16   #8
    Die UHL hat ja eine regelbare Röhrenzerre mit an Bord, die ich auch nutze und mit der ich zufrieden bin.

    Manchmal, so in ganz kleinen Momenten, denke ich mir halt noch, wie es denn wäre, wenn noch ein wenig mehr gehen würde ;)


    Als Livesituation würde ich es mir folgendermaßen vorstellen, dass ich mit der Orgel in die PA gehe und mich auf das Monitoring verlasse.
    Meine PA Box könnte ich ja noch als Not-Monitor dabei haben, wenn es nicht anders geht.
     
  9. netstalker

    netstalker HCA Funk- und Netzwerktechnik HCA

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    Erstellt: 29.07.16   #9
    Das klingt sehr vernünftig (auch wenn wir Musiker oft G.A.S. gesteuert sind :engel:
     
  10. RawberrY

    RawberrY Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.07.16   #10
    Ich bin extrem GAS gesteuert, aber neben Musiker auch noch Fotograf und Mopedfahrer :D

    So fahre ich am sinnvollsten, denke ich.
    Und wenn mal der Bedarf da ist, kann man noch einen zweiten Lautsprecher holen und hat gleichzeitig die PA im Proberaum upgegradet.
     
  11. maze74246

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    Erstellt: 30.07.16   #11
    Hi, Netstalker hat mich zu Recht korrigiert, es ist andersrum, da habe ich mich vertan, Gitarrenamps haben hochohmige Eingänge, s. Anhang. Na ja, es ist halt eine Impedanzanpassung i.d.R. notwendig um Linepegel über einen Gitarrenampeingang wiederzugeben. Ciao Matze.
     

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  12. netstalker

    netstalker HCA Funk- und Netzwerktechnik HCA

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    Erstellt: 30.07.16   #12
    40 Jahre Erfahrung zeigen, dass diese Impedanzanpassung durchaus mit dem Volume - Regler des Amps möglich ist.
     
  13. Alt-Orgler

    Alt-Orgler Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.08.16   #13
    Das klingt vernünftig. Habe selbst mal Orgel über eine 2x200W-Endstufe und 2 (!) 2x12er-Marshall-Boxen gespielt. Druck und Optik waren geil. Der Sound nur deshalb ok, weil's eine alte analoge Korg BX-3 war, die ohnehin nach heutigen Maßstäben nicht mehr ausreichend nach Hammond klingt. Da machen die Marshalls nicht so viel kaputt. Das ist bei den neuen Clones (Uhl, Hoax, xk-3c usw.) anders. Da "matscht" die Gitarrenbox die Feinheiten kaputt. Wäre schade drum. Bin daher wie Du auf aktive Monitore (allerdings 2 für Stereo) umgestiegen. Optik ist halt bei den Plastik-Kisten - gerade wenn man vintage liebt - bescheiden, aber man muss halt irgendwo Kompromisse machen. Der Sound wird jedenfalls passen. Viel Spaß damit :great:
     
  14. Roadrunner

    Roadrunner Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.08.16   #14
    Hi Rawberry,
    ich spiele auch seit langem über die ART-Aktivmonitore in meiner Band und bin sehr zufrieden. Hab allerdings 2 Stück davon, wegen Stereosound, gerade als Orgler wirst Du den 2. Aktivmonitor für den Leslieeffekt sehr schätzen!
     
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