PA System an einer Steckdose

von kingmar, 13.01.16.

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  1. kingmar

    kingmar Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.01.16   #1
    Hey ho

    Ich habe eine Frage, ich habe eine mobile PC bestehend aus 2x Subwoofer mit je 800W und zwei RCF 712A MKII Topteile mit 700W RMS.
    Somit komme ich auf
    Sub: 1600W
    +
    Tops: 1400W

    Auf genau 3000W

    Aus der Steckdose kommen ja 230V*16A=3680W. Kann man das getrost alles über eine "normale" Steckdose laufen lassen oder ist das schon kritisch für den Dauerbetrieb einer Party?
     
  2. maccaldres

    maccaldres Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.01.16   #2
    wie wäre es mit im lesen, bevor man die selbe frage die 1000mal stellt?


    Watt Endstufenleistung != Watt Leistungsaufnahme aus dem Netz

    Das heißt deine Endstufenleistung ist dynamisch je nach Pegel und Musikmaterial sprich deine Endstufen liefern nie konstant 800W

    Aus diesem Grund entspricht 1/3 der max endstufenleistung ungefähr der leistungsaufnahme aus dem netz, bei vollgas-alles-an-was-geht vielleicht 1/2
     
  3. kingmar

    kingmar Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.01.16   #3
    Perfekt danke :engel:

    An manch einer Location ist es auch schonmal vorgekommen, dass die Sicherung rausgefolgen ist beim Einschalten des Systems. Wie genau ist das zu erklären?
     
  4. maccaldres

    maccaldres Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.01.16   #4

    mehrere gründe kann dies haben,

    lange zuleitungen (bereits in den wänden)
    bereits andere verbraucher auf der sicherung
    hohe einschaltströme
    alte sicherungsautomaten
    etc etc etc
     
  5. boisdelac

    boisdelac Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.01.16   #5

    Einspruch Euer Ehren ...

    Zur Zeit gibt es keine PA mit 100% Wirkungsgrad ... selbst D-Type-Endstufen bringen es vielleicht auf maximal 90% Wirkungsgrad.
    Das heisst ... was aus der Endstufe rauskommt muss da ja auch irgendwie zuerst als Leistung rein und zwar multipliziert mit dem Kehrwert des Wirkungsgrades.

    Bsp ... die Endstufe liefert 1000 Watt ... d.h. bei 90% Wirkungsgrad .... 1000W*100/90= 1111W Leistungsaufnahme ... die Rechnung ist natürlich näherungsweise (irgendwelche Phasenverschiebungen und Blindleistungen etc. habe ich außer acht gelassen) ... wie auch die Leistungsabgabe näherungsweise ist (1000W Ausgangsleistung bei 1kHz Sinus Nutzsignal)

    Natürlich schwankt die abgegebene Leistung abhängig vom Musiksignal. Bei leisen Musikpassagen ist die Ausgangsleistung natürlich geringer. Aber wenn es wieder laut wird, kann es dann ganz schnell dunkel im Proberaum werden.

    Aber wer braucht schon 3000W im Proberaum. Wenn man die Anlage leise fährt, dann hält das an einer Steckdose. Moderne Verstärker rampen ihre Versorgungsspannung hoch, da fliegt beim Einschalten keine Sicherung.

    Schönen Tag noch

    Boisdelac
     
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  6. Fish

    Fish HuF User & Ex-Mod PA/E-Tech Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 13.01.16   #6
    Jetzt mal langsam und alle ganz ruhig!

    Ja Ihr habt Recht. Die theoretische Aufnahmeleistung einer Endstufe ist Abgabeleistung / Wirkungsgrad. Aber das sind Laborbedingungen mit Testsignal.

    Ja, Ihr habt recht das selbst unter Volllast bei realen Betrieb mit einem Musiksignal diese Aufnahmeleistung auf Dauer nie erreicht wird und deshalb die 1/3 bis 1/2 Regel gilt.

    Das Auslösen der Sicherung beim Einschalten der Endstufe hat hiermit gar nichts zu tun sondern ist eine andere Baustelle.

    Und jetzt Bitte wieder Frieden!

    Gruß

    Fish
     
  7. chris_kah

    chris_kah HCA PA- und E-Technik HCA

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    Erstellt: 13.01.16   #7
    Das mit der geflogenen Sicherung hat mit der Nennleistungsaufnahme der Verstärker nichts zu tun, sondern mit dem Einschaltverhalten eines Transformators.
    Wikipedia - Unterkapitel: Verhalten bei Netzstörungen und beim Einschalten (da steht's sehr ausführlich mit Bildchen)
    Da hilft sogar ein etwas höherer Leitungswiderstand. (Ich hatte mal einen Powermixer mit einem dicken Ringkerntrafo, der gelegentlich zuhause die Sicherung auslöste. Da hat es geholfen, eine 50m Kabeltrommel dazwischen zu schalten. Leistung habe ich dort nie groß ziehen müssen, und so konnte die Kabeltrommel weitgehend aufgewickelt bleiben).

    Gruß
    Christoph
     
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  8. HenrySalayne

    HenrySalayne Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.01.16   #8
    Richtig. Der Leitungswiderstand ist im Lastverhalten entscheidend, da bei hoher Leistung (geringem Widerstand des Verbrauchers) die Spannung etwas einbricht. Siehe Spannungsteiler.
     
  9. chris_kah

    chris_kah HCA PA- und E-Technik HCA

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    Erstellt: 14.01.16   #9
    Nein, beim Einschalten ist das Problem ein anderes: schaltet man nicht genau mit dem Ziel-Cosinus Phi des Transformators (in der Nähe von 90 Grad Phasenverschiebung = Spannungsmaximum ein, sondern im schlimmsten Fall in der Nähe des Spannungs-Nulldurchgangs) dann verschiebt sich der Strom derart, dass sich ein Gleichanteil bildet. Der wiederum bringt den Kern näher an die Sättigung, was die Hauptinduktivität verringert. So schaukelt sich ein übermäßig hoher Strom auf. Symmetriert wird das Ganze bei schlechter Güte der Spule, sprich Gleichstromwiderstand. Und wenn ich mit dem zusätzlichen Leitungswiderstand der Kabeltrommel etwas nachhelfe, die Güte zu reduzieren, symmetriert sich das schneller - schnell genug, dass die Trägheit des LS Schalters noch ausreicht um nicht gleich zu fliegen.
    Die hohe Güte der Primär-Spule bei Ringkerntrafos sorgt übrigens dafür, dass diese Kandidaten so etwas eher provozieren als herkömmliche Trafos mit EI oder M-Kernen.

    Mit den hohen Leistungen im Betrieb hat das übrigens nichts zu tun.

    Gruß
    Christoph
     
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  10. HenrySalayne

    HenrySalayne Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.01.16   #10
    Das hätte ich präziser Ausdrücken müssen. Ich wollte nicht korrigieren, sondern ergänzen.

    Lange Leitungen mit nicht ausreichend dimensionierten Querschnitt können unter Last zu einem Spannungseinbruch auf Vebraucherseite führen. Dies kann so weit gehen, dass manche Geräte nicht mehr richtig funktionieren.
    Allerdings ist dann das genaue Gegenteil der Fall, weil der Leitungsschutzschalter aka Sicherungsautomat nicht auslöst; die Gerätefunktion kann aber trotzdem gestört sein.

    Geht es um den Einschaltstrom, ist eine lange Leitung (hoher Widerstand) natürlich von Vorteil; hat eben aber auch den angesprochenen Nachteil. Falls der Einschaltstrom das Problem ist, ist eine Einschaltstrombegrenzer eine bessere Wahl, als eine lange Zuleitung, da dadurch die Spannung unter Last nicht einbricht.
     
  11. maccaldres

    maccaldres Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.01.16   #11
    offtopic:

    und ich erninner mich noch an die guten alten zeiten mit den alten "eisenschweinen" die wir mit kabeltrommel "angeworfen" haben ^^

    erstes einschalten aufm job, war mit kabeltrommel dazwischen und wenn die netzteile dann voll waren, wurde die trommel aus der kette genommen und durch eine kurze leitung ersetzt
     
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