Paket aus Fulda - Blockflötenshop Kunath

von HeinerM, 25.11.16.

  1. HeinerM

    HeinerM Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.11.16   #1
    So, rechtzeitig vor Weihnachten ist gestern auch meine Auswahlsendung aus Frau Kunaths Blockflötenshop angekommen!
    :great:

    Meine Vorgaben waren:
    • Hochbarocke Altblockflöte in moderner Stimmung
    • Einsatz hauptsächlich solistisch, evtl. mit B.C., sollte aber auch im kleinen Ensemble (Quartett) nicht alles erschlagen
    • "Lieblicher" Klang: Satte Tiefe, klare, nicht zu spitze Höhe
    • leichte Ansprache (will wohl jeder...)
    • Naturholz, nicht lackiert oder gebeizt
    • Preislimit: ca. 750,-- €
    Und das war im Paket:
    • Moeck Rottenburgh in
      • Olive
      • Buchs
      • Palisander
    • Huber 3400 in Red Heart
    • Fehr Modell IV in Bubinga
    • Mollenhauer Denner in
      • Olive
      • Rosenholz
    Mit fünf Flöten hätte ich ja noch gerechnet, aber gleich sieben? Ich find's großartig!

    Ab sofort wird ausgiebig getestet...
    :juhuu:
     
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  2. Gast 2197

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    Erstellt: 25.11.16   #2
    Das liest sich aber lecker, dann mal viel Vergnügen mit der herrlichen Auswahl :m_flute:
     
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  3. Julore

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    Erstellt: 25.11.16   #3
    Das freut mich und ich bin gespannt auf Deine Erfahrungen. Die Flötenauswahl ist ein Traum! Es sind spannende Tage voller neuer Eindrücke, denn man entdeckt immer mehr je öfter man sie anschaut :love:. Ich wünsche Dir viel Spaß beim testen und dass Du Deine Flöte findest!
     
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  4. flautino musikus

    flautino musikus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.11.16   #4
    Hallo Heiner,
    sehr schöne Auswahl. Ich bin gespannt, welche es wird.
    Ich habe die Moeck Rottenburgh in Olive und bin damit sehr zufrieden. Sehr gute Ansprache und, was ich besonders mag da es sie zu etwas besonderen macht, ein leichtes Timbre. Mich würde interessieren, ob das nur die in Olive hat, oder auch die Buchs und Palisander. Bei uns im Ensemble hat jemand diese in Ahorn und die hat es nicht.
    Viel Spaß beim testen.
    Gruß Norbert
     
  5. HeinerM

    HeinerM Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.11.16   #5
    Hmm - was meinst Du denn mit Timbre? Da kann ich mir mit Bezug auf Blockflöten nicht wirklich etwas drunter vorstellen. Ich habe die Moeck bislang auch nur in Buchs und in Palisander getestet. Dabei hat die Buchs-Flöte einen etwas stärkeren - aber durchaus schönen - Rauschanteil als das Palisander-Modell. Meintest Du eventuell das mit "Timbre"?
    Die Moeck-Olive will ich mir morgen vornehmen. Zuerst wollte ich ganz die Finger davon lassen, da sie preislich schon etwas heraussticht. Aber als ich dann heute vorsichtig das Etui geöffnet habe, um sie wenigstens mal anzusehen... :love:

    Ich werde am Wochenende mal einen etwas ausführlicheren Testbericht hier posten.
     
  6. DieDa!

    DieDa! Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.11.16   #6
    Oh, das hört sich toll an! Da würde ich am liebsten geich mit aussuchen ... Viel Spaß dabei - und mögest du die ideale Flöte finden!
     
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  7. flautino musikus

    flautino musikus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.11.16   #7
    Mit Timbre mein ich ein leichtes "Vibrato". Weiss nicht, wie ich das richtig beschreiben soll. Ich hatte vor dem Kauf ein bisschen über diese Flöte recherchiert und bin dabei auf den Begriff Timbre gestoßen.
     
  8. Claus

    Claus MOD Brass&Keys HCA Tp Moderator HCA

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    Erstellt: 26.11.16   #8
    Timbre meint eine Klangfabe der (menschlichen) Stimme, keine Spieltechnik (wie Vibrato).
    Wenn Du bei Flöten auf diesen Begriff gestoßen bist, dann sollten beschreibende Eigenschaften dabei gestanden haben (hell, dunkel, klar, rauchig, fein, satt...).

    Gruß Claus
     
  9. HeinerM

    HeinerM Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.11.16   #9
    Genau, Claus, so verstehe ich den Begriff "Timbre" eigentlich auch. Und ein Vibrato kann eigentlich auch keine Eigenschaft einer Flöte sein, sondern allenfalls des Spielers.
    Was ich mir vorstellen kann ist, dass hier ein eigener, individueller Klangcharakter gemeint ist. Das leuchtet auch insofern ein, als Ahorn- oder Birnbaumholz vor der Verarbeitung mit Paraffin getränkt werden. Das führt zu einer sehr glatten Oberfläche der Innenbohrung und damit zu einem sehr sauberen, aber eben auch ziemlich charakterlosen Klang. Bei hochwertigen Hölzern ist das anders, da hier die Bohrung nur geölt wird und die Struktur des Holzes somit einen größeren Einfluss auf das Klangbild hat.
     
  10. HeinerM

    HeinerM Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.11.16   #10
    Hier also mein Testbericht:

    Die Fehr habe ich als erste aussortiert. Sie gefällt mir weder vom Klang noch von der Spielbarkeit her. Der Klang ist irgendwie stumpf, und die Ansprache in der zweiten Oktave sehr träge.

    Die Huber ist nicht schlecht, braucht aber mit ihrem weiten Windkanal enorm viel Luft, die man dann auch bei jedem Ton recht deutlich hört. Das muss nicht zwangsläufig schlecht sein, entspricht aber nicht wirklich meiner Klangvorstellung. Schön finde ich, dass sie von Werk aus eine Daumenlochbuchse hat. Die dürfte man nach einer gewissen Zeit ohnehin benötigen.

    Die Mollenhauer hat einen ganz eigenen Klang, der sich stark von den anderen abhebt. Mollenhauer selbst beschreibt ihn als "schlank und elegant", was die Sache irgendwie ganz gut trifft. Es fehlt ihm zwar ein bisschen das "Erdige", was den anderen Flöten eigen ist, aber ich mag diesen "Michala-Petri-Sound" eigentlich recht gern. Außerdem spricht sie im oberen Register einfach traumhaft an! Legati von A oder C nach F sind selbst bei geringer Windgeschwindigkeit spielend einfach.
    Dafür hat sie aber auch ein großes Manko: Im unteren Register fängt sie erst ab A wirklich an zu klingen. Das tiefe F neigt zum "Gurgeln", wenn man nicht exakt den richtigen Blasdruck trifft und klingt auch sonst recht dünn. Das G geht einigermaßen, passt aber irgendwie nicht ganz in den sonst durchgehend homogenen Klangcharakter der übrigen Töne. Bei Fis/Ges und Gis/As würde ich nicht wirklich von “klingen” sprechen. Das hört sich an wie “will und kann nicht”. Ich kannte diese Probleme schon von meiner einfachen Canta, bin aber bislang immer davon ausgegangen, dass das bei den teureren Mollenhauer-Modellen nicht der Fall ist, aber es ist bei beiden Instrumenten in der Auswahl so.
    Wirklich schade, denn ab dem A klingen sie wunderschön und machen auch optisch einiges her, vor allen Dingen das Instrument aus Olivenholz.

    Bleiben also die drei Moeck-Flöten. Sie gefallen mir klanglich mit Abstand am besten. Alle drei klingen vom tiefen F bis zum hohen G sehr schön rund und ausgewogen. Vor allem die volle, kräftige Tiefe hat mich beeindruckt. Zudem sind sie die einzigen Instrumente der Auswahl, bei denen Fis/Ges und Gis/As in der unteren Oktave wie vollwertige Töne klingen und sich gleichwertig in das schöne, homogene Klangbild einfügen. In der zweiten Oktave sprechen sie nicht ganz so federleicht an wie die Mollenhauer, aber bei sauberer Technik - insbesondere des Daumens - entlockt man ihnen auch hier wunderschöne Töne. Zudem haben sie eine erstaunlich große dynamische Bandbreite. Man kann ohne Veränderung der Tonhöhe die Lautstärke variieren. Das ist mir bei keiner der anderen Flöten gelungen.
    Die Holzarten führen zu ziemlich unterschiedlichen Klangcharakteristika. Buchs und Palisander sind sich recht ähnlich, wobei die Buchs-Flöte m.E. etwas voluminöser klingt. Die Olive hat für meinen Geschmack einen etwas zu hohen Rauschanteil.

    Wie es aussieht, wird es wohl auf die preiswerteste und optisch langweiligste Flöte der Auswahl hinauslaufen: Die Moeck in Buchsbaum.

    Schade, für die bildschönen Olivenholz-Instrumente wäre ich durchaus bereit gewesen, etwas tiefer in die Tasche zu greifen, aber Klang geht vor. Und da hat mich die Buchs-Flöte vollends überzeugt.

    Mal sehen, was meine Lehrerin am Freitag dazu sagt...
     
  11. Musicanne

    Musicanne Moderatorin [Blasinstrumente] Moderator HFU

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    Erstellt: 26.11.16   #11
    Glückwunsch zu deiner neuen Flöte :-) :great: :m_flute:

    Bei meinen Auswahlsendungen " schleppte" ich die engere Auswahl mit zum Unterricht. Bei mir war auch eine Huber (Pflaumenholz) mit in der engeren Auswahl, aber für die Zwecke, wo ich sie für gebrauche, war sie zu leise und in den Höhen nicht so schön, wie meine Moeck in Buchs.

    Viele Grüße
    Musicanne
     
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  12. HeinerM

    HeinerM Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.11.16   #12
    Besten Dank, aber noch ist es nicht meine Flöte. Ich bin mir zwar ziemlich sicher, dass meine Lehrerin meine Meinung teilt (sie spielt die gleiche Flöte), aber dann kommt das gute Stück erst mal bis Weihnachten weg. Wird 'ne verdammt harte Zeit...
    :-/
     
  13. DieDa!

    DieDa! Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.11.16   #13
    Mein Geburtstag, an dem ich meinen Knicktenor bekomme, ist zum Glück vor Weihnachten. Aber er liegt schon ein Weilchen im Versteck, die Wartezeit ist also genau so lang. Aber auch die Vorfreude. :D

    Falls dir die Buchsbaumflöte klanglich gut, aber optisch weniger gefällt, kannst du Silke Kunath mal fragen, ob sie noch eine zweite, optisch hübschere hat.

    LG
    DieDa
     
  14. HeinerM

    HeinerM Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.11.16   #14
    Nein, nein, so habe ich das nicht gemeint. Die Flöte ist sehr schön. Ich finde halt nur, dass Buchsbaumholz im Vergleich mit den anderen Edelhölzern generell ein wenig blass und unscheinbar wirkt. Aber das wird durch den schönen Klang mehr als ausgeglichen.
     
  15. Lisa2

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    Erstellt: 27.11.16   #15
    @HeinerM Der Rauschanteil ist eine Frage von Form und Weite des Windkanals. Wenn man mit dem Sound-Unit der Helder-Mollenhauer experimentiert, kann man das gut beobachten. Wenn für Dich klar ist, dass Du das Rauschen nicht, das Holz dagegen aber schon gerne magst, könntest Du das Blockflötengeschäft anrufen und fragen, ob sie noch eine weniger rauschende Blockflöte in Deinem Lieblingsholz im Vorrat haben.
    Gruß
    Lisa
     
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  16. Julore

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    Erstellt: 27.11.16   #16
    @HeinerM Vielen Dank für Deinen ausführlichen Bericht.

    Dem kann ich nur zustimmen. Als ich meine Altflöte gesucht habe, habe ich zwei Kirschen, das gleiche Modell von Küng, angespielt. Die eine hatte einen Rauschanteil und die andere nicht.
     
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  17. HeinerM

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    Erstellt: 27.11.16   #17
    Danke für den Hinweis, darauf bin ich noch gar nicht gekommen. Aber jetzt habe ich mich so in den wunderschönen Klang der Buchsflöte verliebt, dass ich sie gar nicht mehr hergeben mag.

    Das mit dem Windkanal hatte ich mir schon gedacht, weil die Olivenflöte auch deutlich mehr Luft braucht.
     
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  18. Lisa2

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    Erstellt: 27.11.16   #18
    Das ist doch prima. Wichtig ist nur, dass Du Ursache und Wirkung kennst und Deine Entscheidung auf den richtigen Kriterien basiert.
    Einen schönen ersten Advent. :-)
    Lisa
     
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  19. DieDa!

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    Erstellt: 27.11.16   #19
    Da kann man schon heraushören, was dein Weihnachtsgeschenk wird @HeinerM :D
     
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  20. HeinerM

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    Erstellt: 27.11.16   #20
    Danke, Dir und allen anderen auch! Und vielen Dank Euch allen für Eure moralische und fachkundige Unterstützung bei dieser schwierigen Entscheidung.
    :great:

    Jetzt kann ich mich endlich wieder an meinen Marcello begeben und mich dabei auf musikalische Feinheiten konzentrieren anstatt auf Klangunterschiede zwischen den Instrumenten.
    :m_flute:
     
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