Passive Splitbox - Mehr Stromverbrauch bei aktiven Pickups?

von exoslime, 16.01.07.

  1. exoslime

    exoslime Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 16.01.07   #1
    Hallo!

    Ich besitze eine Lehle P-Split, das ist eine passive Splitbox zum aufteilen eines Eingangssignals auf 2 Ausgangssignale (zb. 1 Gitarre gleichzeitig auf 2 Verstärker), die 2 Ausgänge sind galvanisch voneinander getrennt, somit gibts keine Brummschleifen, soweit so gut, und funktioniert alles prima!

    Aber irgendwie bilde ich mir ein das dadurch der Stromverbrauch bei Aktiven EMG Pickups stark erhöht wird wenn ich über die Splitbox gehe!

    ist das physikalisch überhaupt möglich?

    ich habe auch noch einen Nobels Active Splitter, aber den verwende ich kaum da mir die Klangqualität vom Lehle P-Split mehr zusagt!

    wäre schön wenn mir jemand Auskunft erteilen könnte!

    schöne grüsse
    exo
     
  2. Gast11

    Gast11 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.03.09   #2
    hi,

    uralter thread, aber egal:

    Wie funzt so ein Lehle P-Split eigentlich? Wenn ich da zwei Amps dranhänge dann kriegt doch jeder von dem Pegel, den die Gitarre reinschiebt, nur die Hälfte, oder? Müsste doch bei einer rein passiven Lösung so sein?
     
  3. Bierschinken

    Bierschinken Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 01.03.09   #3
    Hallo,

    häufig wird das Signal einfach durchgeschleift und der 2te Signalpfad bekommt zur galvanischen Trennung einen Übertrager spendiert. Der Pegel ändert sich, ausser durch den Verlust im Übertrager, nicht. Lediglich der Strom wird halbiert, was aber, dank Spannungssteuerung, völlig egal ist.


    Im übrigen erhöht das nicht den Stromverbrauch aktiver PU.

    Grüße,
    Schinkn
     
  4. Lehle

    Lehle Produktspezialist: Amp-Switching

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    Erstellt: 04.03.09   #4
    Hallo exo,

    erstmal danke, dass Du meinen P-Split benutzt.
    Es ist genauso wie Bierschinken schreibt, der Batterieverbrauch kann durch die Benutzung von zwei Amps nicht größer sein.
    Um die Stärke von Quellen und Verbrauchern zu benennen, kann man deren Impedanzen (Wechselstromviederstand) angeben.
    Selbst passive PUs haben eine Impedanz von 10kOhm, Deine aktiven EMGs höchstewahrscheinlich weniger. Die Eingangsimpedanz eines Gitarrenamps beträgt normalerweise 1MOhm. Das bedeuted, dass die Signalquelle ca. 100 mal stärker ist als der Verbraucher. Der Übertrager im alten P-Split hat eine Impedanz bei 1kHz von ca. 3 MOhm, d.h. die Verluste am Übertrager sind so verschwindent gering, dass man selbst messtechnisch Probleme hat, das zu erfassen.
    Der größte Verbraucher ist in der Regel aber das Gitarrenpoti in Deiner Gitarre. Bei EMGs werden gerne 50KOhm Potis eingebaut, das wäre ein Verbraucher, der 20 mal größer ist als der Eingang Deiner Amps.
    Aus dem Grund kann man das Gitarrensignal auf mehrere Amps splitten, ohne den Ton zu beeinflussen, weil das Signal eines PUs immernoch relativ kräftig ist, gegenüber den sehr empfindlichen Eingängen bei Gitarrenamps.

    Viele Grüße
    Burkhard
     
  5. exoslime

    exoslime Threadersteller Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 04.03.09   #5
    Hallo Burkhard,

    Vielen Dank für deine Ausführliche Antwort, ich habe nun mittlerweile den P-Split seit mehr als 2 Jahren permanent im Einsatz, sowohl mit aktiven, als auch mit passiven Pickups, und im Langzeitgebraucht kann ich das auch noch bestätigen, die Battieren sind nicht auffällig schneller leer gewesen.

    und ich bedanke mich das so tolle Produkte machst, ich habe auch noch einen Little Lehle im Einsatz, der kommt gleich nach dem P-Split in der Signalkette :)

    schöne grüsse
    chris
     
  6. Gast11

    Gast11 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.03.09   #6
    Hallo Burkhard,

    wieso betonst du denn, dass das beim "alten" P-Split so ist? Wurde da aktuell was verändert?

    mfg, Immo
     
  7. Lehle

    Lehle Produktspezialist: Amp-Switching

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    Erstellt: 26.03.09   #7
    Hi Immo,

    es gibt zwei Modelle, den P-Split:
    [​IMG]

    und den neuen P-Split II:
    [​IMG]

    Die Unterschiede sind soundmäßig nicht wahrzunehmen, der Übertrager im P-Split II hat etwas andere Werte, die für absolute Grenzfälle günstiger sind. In erster Linie ist das Design der Second Generation of Switching angepasst. Ich will, dass meine Produkte designmäßig einer Linie folgen.

    Viele Grüße
    Burkhard
     
  8. Gast11

    Gast11 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.03.09   #8
    Hi,

    was wären denn solche Extremfälle?

    Ich habe eine Gitarre mit passiver Schaltung , die von dünnem out-of-phase Sound bis zum 18k-Ohm Humbucker schaltbar ist und eine Blade mit eingebautem VSC-Preamp. Das würde ich jetzt selber noch nicht als Extremfälle bezeichnen??

    Manchmal soll evtl auch schon vor dem P-Split ein Effektgerät hängen, zB ein MXR Microamp in leichter Boost-Stellung oder mein Klon vom Lovepedal Eternity (im Grunde ein Tubescreamer ohne Buffer). Das ist für die Kiste doch auch kein Problem oder?

    Was würde der entsprechende Übertrager aus dem neuen P-Split eigentlich einzeln kosten?

    mfg, Immo
     
  9. Lehle

    Lehle Produktspezialist: Amp-Switching

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    Erstellt: 27.03.09   #9
    Hi Immo,

    ein Extremfall ist z.B ein Signal von einem passiven 5-saitigen Bass. Deine Gitarrenschaltungen stellen kein Problem für den P-Split dar.
    Ich verkaufe den LTHZ Übertrager einzeln für 51,20 € plus MWST und Porto.
    Wenn Du Interesse hast, dann schreibe mir eine Mail an bg@lehle.com.

    Viele Grüße
    Burkhard
     
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