Percussion als Zeitvertreib

von MB-West, 29.05.07.

  1. MB-West

    MB-West Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.05.07   #1
    Hallo liebe Leute im Percussionunterforum!

    Bisher habe ich mich nicht wirklich hergetraut, da ich bisher nicht wirklich ein Anliegen bezüglich Percussions habe. Dennoch weiß ich, dass dieses Unterforum nur von Kompetenz strotzen kann, so lange hier Kollegen wie z.b. mb20 am Werk sind. Deshalb bin ich der Ansicht, dass ihr mir sicher helfen bzw. beratne könnt.

    So Genug mit dem Honigzeugs!


    Es geht um folgendes. Ich wohne zur zeit noch zu Hause. Habe dort meinSet stehen und kann eigentlich frei spielen wann ich will und wie lange ich will. Nun ist es so, dass ich in zwei Monaten - im August - nach Osnabrück ziehe. In eine Wohnung versteht sich. Nun ist es mir unmöglich, mein Set mit zunehmen und das ganze Gebäude zu beschallen.

    Habe auch schon über Meshheads mit Drummodul und Trigger nachgedacht. Nur das wäre für mich ein zu hoher Kostenfaktor. Da ich mir zu den Meshheads, Trigger, etc. noch ein zweites Set kaufen müsste, was dann letztenendes getriggert wird. Weil es einfach zu viel Arbeit wäre mein Set mit nach Osnabrück zu nehmen, es dort auf E-Drum umzurüsten und bei jedem Gig, den ich dann hier spiele, es wieder auf A-Drum umzufunktionieren. Das würde dann heißen. Mesheads, Trigger runter. Set demontieren. Ins Auto laden. Wieder nach Papenburg fahren. Es aufbauen, normale Felle druff und natürlich die ganze Schose wieder stimmen. Und das ganze dann im Schnitt alle drei Wochen.

    Nein, zu kosten und arbeitsintensiv!


    Also muss ich mich wohl oder übel damit abfinden, mich nur Samstags und Sonntags (ggbf. auch Freitags) ans Set setzten zu können.

    Nun habe ich weitere Überlegungen angestellt und geschaut, was ich in Osnabrück unternehmen kann. Um nicht ganz rausukommen.
    Natürlich werde ich Stickls mitnehmen und nen Practisepad. Doch das soll nicht alles sein. Zudem würde ich mir gerne ein Cajon zulegen. Um einfach hier und da mal nen paar Groves und Rythmen spielen zu können.

    Nun meine Frage an euch:
    Was gibt es in der großen, weiten Welt der Percussions für alternativen zum Schlagzeugspielen, die einen netten zeitvertreib bieten und einen Drummer schon irgendwo befriedigen können.

    Also wie gesagt an ein Cajon habe ich schon gedacht. Bin nur noch am Überlegen, ob ich mir so nen Teil kaufe (und wenn ja welches) oder o ich mir son Teil mittes fachkundigem Thread selber baue :)

    Es wäre sehr nett, wenn ihr mir mit ein paar Alternativvorschlägen helfen könntet, da ich mich im Bereich Percussion Nullkommanix auskenne.

    Ich bedanke mich schonmal rechtherzlich im Voraus!


    lg

    West :great:
     
  2. WilliamBasie

    WilliamBasie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.05.07   #2
    Ich empfehle immer gerne das Pandeiro, ein geniales brasiliainisches Mini-Schlagzeug - sehr universell, klein, leicht, relativ unempfindlich.

    Es wird nur eine Zeit dauern, bis man damit "richtig" umgehen kann, ein Lehrer für ein paar Stunden zur Einführung ist sicherlich am besten, schon alleine um die verschiedenen Techniken zu sehen und unter Kontrolle zu probieren.

    Ein Cajon ist u.U. auch kein leises Instrument...!
     
  3. TheH

    TheH Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.05.07   #3
    Bin zwar kein praktizierender Percussionist, aber als Gitarrist/Bassist habe ich das Lärm-Thema auch schon einige male durch. Bevor du jetzt anfängst in neue Instrumente zu investieren, die dann auch wieder Lärm machen (wenn auch nicht so viel...), würde ich mal darüber nachdenken mich in einen Proberaum in Osnabrück mit einzumieten. Vielleicht gibt's eine Band direkt bei dir um die Ecke, die dich für wenig Geld unter der Woche mit rein lässt. Genial wär's, wenn du auch noch das Schlagzeug mitbenutzen könntest!

    Das soll jetzt nicht heißen, dass ich dir von Percussion-Instrumenten abrate - macht mir selbst sehr viel Spaß! Aber wenn's darum geht, dass du was einstudieren sollst (du spielt auch live, oder?) dann bringt dich das nicht weiter.
     
  4. olliB.

    olliB. Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 29.05.07   #4
    Zitat von TheH: "... mal darüber nachdenken mich in einen Proberaum in Osnabrück mit einzumieten. Vielleicht gibt's eine Band direkt bei dir um die Ecke, die dich für wenig Geld unter der Woche mit rein lässt. Genial wär's, wenn du auch noch das Schlagzeug mitbenutzen könntest!"

    Was TheH rät, leuchtet ein, finde ich.

    Das Cajon ist tatsächlich nicht unbedingt ein leises Instrument. Bringt aber richtig Spaß.

    WilliamBasie empfiehlt (immer gerne) das Pandeiro – was mich ehrlich gesagt wundert (vielleicht erläutert er das noch mal :)).

    Aber in der brasilianischen Percussion findet man sicher einiges, was einen rhythmisch und auch stick-technisch richtig fordern bzw. voran bringen kann. Es wird sicherlich auch in Osnabrück mindestens eine Batucada (möglicherweise ja auch eine richtige Samba-Schule) geben.

    Aufgrund der Links unter Deinem Beitrag, würde ich zu einem Cajon mit Snareteppich raten.

    Die Firma Schlagwerk hat auf die Snareteppich-Modelle ein Gebrauchsmuster – von daher dürfen die Baupläne für diese Cajon-Art nicht in Umlauf gebracht werden. Die im Forum gezeigten Selbstbau-Cajones (z.B. das mit dem Kuhfell-Design) gehen auf einen Plan von Jan Müller zurück, der bis vor kurzem ein eigenes Cajonbau-Forum im Internet betreut hat (bis sich die Rechtsanwälte von Schlagwerk bei ihm meldeten). Sofern man geeignetes Sperrholz für die Schlagplatte auftreiben kann, ist das Ergebnis bei diesem Plan mit hoher Wahrscheinlichkeit ziemlich gut.

    Grüße, olliB.
     
  5. WilliamBasie

    WilliamBasie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.05.07   #5
    Tja, alles was ein Cajon kann, kann ein Pandeiro auch - jetzt bitte nicht wörtlich umsetzen!

    Es gibt Dutzende von Gooves + einige grundlegend unterschiedliche Sounds + Techniken, die sich wirklich total vielseitig einsetzen lassen.
    Die Spieltechnik ist ganz was anderes als die ganze Stick-Techniken, ich finde das als Drummer eher bereichernt als störend, mir persönlich tut das sehr leid, daß ich viel zu spät mit dem Pandeiro angefangen habe.

    Die Vorteile:
    -10" max. 12" Durchmesser, meist nur 2-3" hoch
    -weniger als 1kg Gewicht
    -mit Kunststoff-Fell überall einsetzbar (Naturfell hat klangliche Vorteile!)
    -mit der passende Tasche dazu hat man keinerlei Transport-Probleme
    -das Pandeiro ist durchsetzungsfreudig, aber trotzdem nicht zu laut

    Nachteile:
    -man muß sich mit der speziellen Tehnik vertraut machen, sonst kann man das Teil nicht richtig nutzen
    -es dauert schon einige Wochen(Monate), bis man Konstanz und Tempo in den grundlegenden Bewegungsablauf gebracht hat
    -es gibt keine sinnvolle Halterung für Mikros, entweder wüst ankleben oder nach jeden Stück neu arretieren...
     
  6. olliB.

    olliB. Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 29.05.07   #6
    Das kann ich nachfühlen. Ich habe den Film "Moro - No Brasil" von Mika Kaurismäki auf DVD. Das ist sehr faszinierend, wie etabliert das Pandeiro auch in der Gesangsbegleitung ist.

    Ich besitze ein Pandeiro von RMV (10"). Sofern Du hier das Transportgewicht hervorhebst, hast Du recht. Beim Halten (mit links) habe ich aber enorme Probleme (vor allem mit dem Wechsel von gedämpft zu ungedämpft) – wenn ich bedenke, dass die früheren Pandeiros eher gen 14" gingen, puhhh :o. Ich finde jedenfalls, dass es eines vergleichsweise großen Ehrgeizes bedarf, um sich über diese Hürde hinweg zu bringen.

    Wo setzt Du es denn ein?

    Vielleicht erläuterst Du das mal ein bisschen ausführlicher: warum man gerade als Drummer von dieser Mühe so sehr profitieren kann und was den speziellen Reiz ausmacht, sich mit der erforderlichen Technik zu befassen . Ich würde darüber tatsächlich gerne mehr wissen und mich dann vielleicht doch noch mal neu damit "quälen".
     
  7. WilliamBasie

    WilliamBasie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.05.07   #7
    ich hatte zu Beginn niemanden, der mir das gezeigt hätte, nur Audio-Aufnahmen, deshalb spiele ich "verkehrt rum", sprich: als Rechtshänder halte ich es auch rechts und spiele links. Das hat den Vorteil, daß ich mit dem Festhalten jetzt nicht so große Probleme habe, bis aber die Achtel mit links gleichmäßig gelaufen sind, das war schon intensive Arbeit, besonders wenns dann schneller wird...

    ich spiele mit einer Brasilianierin im Trio (voc, g, perc), da habe ich 10-12 Songs im Repertoire, die ich mit dem Pandeiro spiele.
    Diese Songs spiele ich auch gelegentlich in den Jazz-Combos, in denen ich ansonsten Dumset spiele, mit dem Pandeiro.
    ...ich bin heftig aus dem Alter raus, aber für Lagerfeuer, Baggersee, etc. wäre es immer meine erste Wahl.

    da habe ich mich veilleicht falsch ausgedrückt, für den Drummer ansich und seine Technik bringt es natürlich nichts, außer vielleicht ein besseres Gespür für Groove und Time - es hat schon was, wenn fast alles mit einer Hand gespielt wird.
    Man könnte jetzt hypotetisieren, wenn man am Set einen kompletten Groove einhändig spielt, könnte man vielleicht, eventuell, unter Umständen einfacher einen polyrhythmischen Lick, dagegen/drüber/dazu spielen...

    Mich begeistert am Pandeiro einfach, daß man mit wenig Instrument und relativ einfachen Mitteln relativ komplexe, füllige Grooves spielen kann.

    Ich habe seit einiger Zeit hier ein 20-seitiges Übe-Programm (mit CD) rumfliegen: "Udo Patschkowski - Beachrhythm's for Pandeiro", der bringt da alles unter, vom Schneewalzer bis HeavyMetal, natürlich einige Seiten mit brasilianischen Grooves...
     
  8. DJ Nameless

    DJ Nameless Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.05.07   #8
    Ich bin ja eigentlich im DJ-Bereich aktiv, aber nebenbei mache ich auch etwas Percussion "zum Zeitvertreib". Allerdings habe ich das nie mittels Unterricht o. ä. gelernt, aber gerade Kleinpercussion kann man sich sehr schnell und leicht selber beibringen.

    Ich spiele selber sehr gerne Maracas und habe selber die Meinl PM2BK. Die sind sehr sauber verarbeitet und haben ein nicht zu toppendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Allerdings sind die sehr laut, aber es macht unglaublich Spaß.

    Weiterhin habe ich diesen Schellenring und bin damit auch sehr zufrieden. Achtung: Der Preis schwankt von Laden zu Laden relativ stark! Ich habe im Drumcenter Köln, als ich mal da war (ich komme aus Solingen) ca. 27 € dafür bezahlt. Unter Drumcenter.de haben die auch einen Online-Shop.

    Wenn du ein wirklich dezentes Percussion-Instrument suchst, kann ich dir die so genannten Eggshaker empfehlen. Die erreichen wirklich nur Zimmerlautstärke und sind daher praktisch überall spielbar (auch spät abends in der Wohnung), ohne dass du damit jemanden störst. Zudem findet so ein Instrument problemlos in der Jackentasche Platz und kostet pro Paar nicht mal 5 Euro.

    Wie TheH schrieb, wenn du wirklich was einstudieren willst, bringt dich das zwar nicht wirklich weiter, aber gerade mit Kleinpercussion kann man sehr viel Spaß haben.
     
  9. zampona

    zampona Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.05.07   #9
    Da mit dem leicht ist so ne Sache. Sicher für Shaker, Tambourine(Schellenring).... gilt das schon.

    Aber vor allem bei den brasilianischen Handpercussion kann man das bestimmt nicht behaupten. Schon gar nicht beim Pandeiro. Schwer zu spielen ist sicher auch das Tambourim. Die Triangel sieht eher lächerlich aus und im Schulmusikunterricht wollte man garantiert nicht diese olle Triangel....aber spiel mal richtig und vor allem schön sauber und gleichmäßig...auch hier gilt probieren geht über studieren...

    P.S. auch meine "Musikerkarriere" hat als DJ angefangen....vielleicht wird aus dir auch noch mal ein Vollblut Percussionist :D


    Zum eigentlichen Thema:

    Ich denke um am Besten das Schlagzeugspiel auf Percussion zu adaptieren braucht man bzw eignen sich am Besten wohl Timbales. Die sind allerdings Alles andere als leise.
    Wenn man die Toms daheim aufbaut kommts wohl aufs Gleiche raus...

    Hmm leise daheim üben, geht wohl nur mittels Pad.
     
  10. RichSLaV3 (R)

    RichSLaV3 (R) Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.05.07   #10
    Eine Alternative zu einem Cajon wäre eine Djembe (Afrikanische Trommel aus der Gegend um Senegal - oder so)

    Damit hab ich vor 7 Jahren angefangen, als ich noch in der Realschule saß^^

    Die Djembe ermöglicht ca. 3 Töne - am "Rim" Bereich locker mit der den Fingern daraufgeschlagen ertönt ein heller Trommelton mit viel Sustain - vergleichbar mit einer sehr hochgestimmten Snare, allerdings ohne Snareeffekt.

    Der 2. Ton ertönt wenn du den "Rim" Bereich mit den Fingern stärker schlägst, der Ausklangton wird dabei "gemuted".

    Der 3. Ton ist der absolute Tiefbass - er wird in der Mitte des Fells mit der gesamten Handfläche hervorgerufen.

    Auch ein 4. Ton kann hervorgerufen werden, wenn man z.B. mit der einen Hand das Fell am Vibrieren hindert und somit die Mitte des Fells anspielt.

    Weitere Tipps wird es wohl sicherlich im Internet geben oder bei wirklichen Fachkräften, ich hab lediglich an ein - zwei Workshops teilgenommen - war ganz interessant.

    Mit einer Djembe spielt man eigentlich rhytmische "Melodien" bis ich eines Tages damit ein Schlagzeug simuliert habe und dachte ich könnte auch mal mit Schlagzeug anfangen.

    Die Djembe besitzt schon eine angemessene Durchsetzungskraft und für den Anfang schmerzen auch die Hände, mit einem kleineren Kissen lässt sich das Resonanzloch dämmen und die Djembe ist nicht mehr so laut - aber wenn sich erstmal etwas Hornhaut gebildet hat, wird das wohl nicht mehr das wahre Problem sein.

    [Cool kommt das Gerät auf Partys, wo zufälligerweise ein Akustikgitarrist und Bassist herumstreifen - eine Hi-Hat Maschine nebenbei mit dem Fuss gespielt ermöglicht ein gutes Zusammenspiel und lässt Zuhörer in eine Art MTV Unplugged Atmosphäre dahinschwinden^^]

    Also meine Djembe will ich um keinen Preis der Welt wieder hergeben und das nicht nur weil es eine in Afrika Original angefertigtes Unikat ist - nein - das Ding bringt wirklich Laune und ist leiser als ein Drumset.

    Es gibt schon eine Menge Alternativen - das ist eine davon.

    Geh vorher lieber anspielen/antesten, da es schon eine Menge Klangunterschiede gibt, ich denke auch, dass die meisten Djemben, welche Original sind aus Bubinga gefertigt wurden , da das Holz sehr dunkel ist und aggressiv klingt, wie es mit den "nachgebauten" Stücken aussieht, kann ich nichts sagen - aber ich würde doch schon eher die Original Version einer Djembe bevorzugen.

    So teuer sind die Dinger nicht und sind in verschiedenen Größen erhältlich von 8" bis ca.20"

    Viel Spaß

    Gruß

    Alex aka Richslave
     
  11. Lavalampe

    Lavalampe Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.05.07   #11
    Mal so nebenbei: Wo bekommt man eigentlich Felle für ein Pandeiro her? Ich hab die Teile noch niergends gesehen...
     
  12. olliB.

    olliB. Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 30.05.07   #12
    Versuch´s hier mal:

    http://www.brasilpercussion.com/
     
  13. DJ Nameless

    DJ Nameless Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.05.07   #13
    Eben auf diese Instrumente habe ich mich ja bezogen. Und damit zu spielen, lernt man ja schon als Kind in der Grundschule. Schwieriger zu spielen sind m. E. die sehr lauten Instrumente, wie die von mir erwähnten Maracas. Hier ist die Spieltechnik zwar weiterhin einfach, aber man muss sich halt auch bei sehr viel Krach auf den Rhythmus konzentrieren.

    M. E. geht der Spaßfaktor bei einer Triangel gegen null. Der Sound eignet sich einfach mehr zur spärlichen Akzentuierung als für komplexe Rhythmen und ist daher einfach nur langweilig, wenn man nur für sich selber spielt. In der Gruppe sieht es schon wieder anders aus. Für Akzente verwende ich sehr gerne eine einfache Trillerpfeife, weil man die im Mund behalten kann und dann die Hände für Maracas o. ä. frei hat.
     
  14. musikatus

    musikatus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.05.07   #14
    Im Norden Brasilien und im Süden der USA (die beiden Musikarten haben überhaupt nix gemein!!) gibt es Musikstile, da ist die Triangel das zentrale Rhythmusgerät.
    Und zwar wird an zwei bis drei Schenkeln angeschlagen, dazu mit einer Hand offen gehalten oder gedämpft - das Spiel ist ziemlich akzentuiert und alles andere als einfach, von langweilig keine Spur, da in sich auch wieder jede Menge Variationen in den Rhythmen möglich sind.
    Im Norden von Brasilien ersetzt ein guter Triangler auch ein Drumset bzw. ein Pandeiro

    Edit:
    Dort sehen die Triangeln natürlich etwas anders aus als bei uns, die Schenckel-Länge ist da 40-60cm und mehr und bis zu daumendick - die Teile wiegen einiges, da sie immer freischwingend gehalten werden müssen, ist das außerdem noch Schwerarbeit.
     
  15. DJ Nameless

    DJ Nameless Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.05.07   #15
    Man lernt halt immer was dazu ... das wusste ich nicht ... ich kenne nur solche Triangeln, wie wir sie in der Grundschule im Musikunterricht hatten.

    Übrigens: Ein bekanntes Beispiel für einen Akzent auf der Trillerpfeife finden wir auf der Platte "Carneval De Paris" von Dario G bei 2:35 Minuten.
    Weiterhin bin ich vor einiger Zeit mal im Internet über eine MP3-Datei gestolpert, wo von einer Trillerpfeife reichlich Gebrauch gemacht wird. Leider scheint die Datei nicht mehr online zu sein. Um euch das Hörbeispiel dennoch zeigen zu können, habe ich euch das mal eben bei Rapidshare hochgeladen: hier schauen. An solchen Sachen orientiere ich mich gerne.
     
  16. mb20

    mb20 HCA Samba & Percussion Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 31.05.07   #16
    Na toll, jetzt hast du's erreicht - nötigst mich hier quasi zu antworten, obwohl schon viel richtiges gesagt wurde... :o :p ;) :D :)


    Das Problem bei Percussion ist generell das gleiche wie bei A-Drums: Da von Micros & Verstärkern unabhängig werden diese Instrumente immer unkontrolliert laut sein und sich (leider) nicht leiser drehen lassen. So lassen sich z.B. Bongos, Congas oder sogar ein Cajon auch leise spielen, aber wie bei den Drums geht da oftmals die Akkustik und der Spielspass flöten.

    Was du suchst, sollte, da du von einer "Wohnung" gesprochen hast, möglichst wenig Bass beinhalten, da sich dieser ja bekanntlich in alle Richtungen gleichzeitig (und am "leichtesten") ausbreitet.

    Alle Percussion mit Fell bei der du Sticks benötigst fallen ebenfalls weg, da es einfach wie A-Drums von Grund auf zu laut ist.

    Desweiteren fallen auch alle lauten Shaker weg (wobei "laut" Ansichtssasche ist und du das vorher antesten solltest).

    Eine Pfeife kann einem anderen Instrument durchaus als Ergänzung dienen, jedoch kennen wir alle die Lautstärke einer Pfeife aus dem Fußballstadion (Stichwort "Wohnung" spielt hier wieder mit rein!).

    Fazit: Mach Body-Percussion - kein Witz, dass kann unglaublich spannend sein und richtig Spass machen. :cool:


    So mehr fällt mir gerade nicht ein,
    Grüße,
    mb :)
     
  17. zampona

    zampona Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.05.07   #17
    Evtl. wäre hier die LP Giovanni Compact Serie ein Denkanstoss?!
    Gibts da Erfahrungen mit?

    Nun ja mein Shakersammlung mag eher mau sein, aber diese haben bislang noch nie meine Nachbarn auf den Plan gerufen...Meine Congas hingegen schon :rolleyes:


    Spass macht es mir zwar nicht, ist aber sehr hilfreich
     
  18. MB-West

    MB-West Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.06.07   #18
    Hallo,
    danke schonmal soweit für die Auskünfte. Sieht ja nicht so rosig aus.
    Also ich schließ mal systematisch aus:
    Dass ein Cajon so lautstärkeintensiv ist war nicht bekannt. Aber wenn ihr sagt das Teil ist definitiv zu laut für eine Wohnung, dann kann ich das wohl vergessen.
    Jegliche Art von Congas zwischen 28" und 30" und alles was ungefähr in diesem Ramen liegt ist auch zu laut.
    Timbales scheinen ebenfalls zu laut zu sein. Wenn ich das richtig gelesen habe.
    Daraboukas habe ich nicht unbedingt laut in Erinnerung. Habe mal so ein Teil in der Hand gehabt. Handelt sich um son' 13,5" Schalloch Teil. Muss aber dazu sagen, dass mir die Dinger nicht unbedingt gut gefallen.
    Dann wurden noch diverse Kleinpercussions genannt. Wobei ich glaube, dass ich dafür nicht zu begeistern bin. Eggshaker, Klangstäbe und ne Triangel sind nicht gerade die Art von Instrumenten, die ich gesucht habe. Klar mit ner bestimmten Technik und viel Übung kann man bestimmt auch viel aus ner Triangel rausholen, aber irgendwie ist das nix für mich.

    MB, du sagtest alle Art von Percussion mit nem Schlagfell wären zu laut. Deine Aussage will ich auch garnicht in Frage stellen. Aber ich tu's trotzdem :) Wie siehts denn aus mit Djembén ioder Bongos, zum Beispiel. Hat ja ungefähr den selben Effekt wie nen Conga. Ich denke nur halt nicht so laut und voluminös. Oder irre ich mich?

    Ich denke ein bissl Lautstärke ist in einer Wohnung schon erlaubt. Und ich dachte nen Cajon wäre allemal drin.

    Nur da habe ich wohl die Lautstärkeninsentivität unterschätzt.

    lg West :great:



    Ps.: Ob ich für nen Pandeiro zu begeistern bin kann ich auch nicht sagen. Ihr meint aber schon diese Handtrommeln mit Schellen dran, oder?
     
  19. bob

    bob Mod: Drums und so Moderator

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    Erstellt: 01.06.07   #19
    Rohema hat grade eine Übeconga aus Holz auf den Markt gebracht, evtl hat jemand von den Perc-Fachleuten hier die schon mal getestet und kann Urteil abgeben, ob das was für dich wäre?
     
  20. WilliamBasie

    WilliamBasie Registrierter Benutzer

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    486
    Kekse:
    12.820
    Erstellt: 01.06.07   #20
    Das Pandeiro sieht ähnlich aus wie unser Schellen-Tambourin, nur die Schellenform ist anders (auch der Schellensound!), hat auch meist weniger Schellen.

    Den Cajon kannst du vielleicht spielen, wenn du recht zaghaft drangehst, vor allem aber das Teil mit einer schwinungsdämpfenden Maßnahme (dicke Matte, etc.) vom Fußboden entkoppelst.


    die "Holzbongos" von Meinl bzw. Schlagwerk habe ich zwar schon gesehen, aber nicht angespielt - die neuere Conga in dieser Ausführung kenne ich gar nicht. Wir aber wohl in Richtung von Cajon gehen...?!
     
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