- 28.10.26
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Das passt ja für etwas, das im Hobby-Bereich angesiedelt ist. Da ist "ich krieg mich und meinen Krempel refinanziert, vielleicht mit nem kleinen Plus" durchaus angemessen. Und wenn das insgesamt trägt - also ein Hauptberuf vorhanden ist - kann man das so mitnehmen. Da sehe ich aber dann auch keine Consulting-Firma - deren Kosten man als Investition sehen muss - unabhängig von der Frage, ob und wie wirksam oder gut diese ist.Wie bei den meisten läuft das bei mir eher hobbymäßig. Mal mache ich hier einen Mix, dort ein Recording oder etwas Editing... meistens springt dabei aber nicht viel mehr als ein guter Kaffee raus.Die Aufträge kommen dann von Bekannten oder durch Mundpropaganda.
Um da ein Vollzeitbusiness draus zu machen, müsste eh die Bereitschaft da sein, a) zu investieren, b) den Hauptberuf aufzugeben, c) noch etwas in Richtung eigener Weiterbildung zu tun und d) ins Risiko zu gehen. Ob das überhaupt bzw. für wen und unter welchen Bedingungen aussichtsreich ist - darüber gibt die Entwicklung der Branche Auskunft. Das wären für mich die Fragen, die man an sich selbst zu stellen hätte, bevor man überhaupt erwägt, ein Consulting in Anspruch zu nehmen. Plus Erwägungen, die mit Lebenspartnerschaft und Kindern zu tun hat - denn es dürften eher 70 als 50 Wochenstunden auf einen zu kommen, davon etliche am Wochenende, inklusive einem Risiko, das mit einer freiberuflichen Tätigkeit immer verbunden ist, zudem wären Investitionen zu stemmen. Also die ehrliche Frage an Dich: Willst Du das überhaupt?
Wenn nicht: sicher gäbe es auch in der Nebenselbstständigkeit oder als Hobby etliches, was man besser machen und geschickter anstellen könnte - aber lohnen da Ausgaben für ein Consulting-Unternehmen? Und: Die Straße ist gepflastert mit Leuten, die ihren Bekannten zu Freundschaftspreisen die Haare schneiden, für sie kochen, auf ihren Partys auflegen, für sie Webseiten oder Flyer machen etc. usw. - da ist es immer verlockend, sich auszumalen, davon mal leben zu können. Ist aber selten erfolgreich. Manchmal schon - aber die gehen die Punkte a - d von weiter oben gründlich durch, treffen eine gute Entscheidung und ziehen sie die nächsten Jahre durch in einer Branche, die das Potenzial dafür bietet.
Nein, Nein, Nein: Du musst die Ziele vorgeben - Du musst sagen, worauf das hinauslaufen soll (beispielsweise Vollexistenz). Erst danach kannst Du ermessen, ob sie ihren job gut gemacht haben und Du Dein Geld richtig investiert hast. Wenn du das nicht machst, bist Du ein leichter Kunde für jeden Berater: ich erzähle Dir, wie es läuft, gebe Dir ein paar Standard-Tipps und verabreiche Dir ein paar Standard-Maßnahmen, lasse Dich die Rechnung zahlen und übergeben Dich Dir und Deinem Schicksal. Vielleicht greife ich mir noch den ein oder anderen kleinen Folgeauftrag ab und gut ist. Nichts ist dankbarer für ein Beratungs-Unternehmen als ein Kunde, der nicht weiß, was er will.Was man von so einer Agentur erwarten würde? Na ja, dass sie ihren Job macht, schließlich wird sie dafür bezahlt.
Vorsicht! Das Gegenteil würde heißen, dass Du für immer am Tropf der anderen Firma hängst - weil sie Dir Kunden zuführt und Du nicht in der Lage bist, Dir eigene zu beschaffen ... Will heißen: Das Konzept, anderen zu zeigen, wie sie es selbst machen sollen, um erfolgreich zu sein, ist nicht schlecht - es verlangt aber jemanden, der weiß, was er will, die objektiven Möglichkeiten dazu hat oder sie schafft und der den Weg gehen will - und ein Beratungsunternehmen, das seinen job gut macht und die entsprechende Haltung mitbringt. Beratung heißt: jemand zeigen, wie er es selbst machen kann. Alles andere ist Dienstleistung - beispielsweise bei Akquise, Werbung, Verkauf, Marketing etc. Auch da muss man wissen, was man genau braucht. Wer sich eine Beratung kauft, aber dann gar nicht in der Lage ist, es selbst zu machen, sollte sich eher die dementsprechende Dienstleistung einkaufen, am besten in Form einer Provision - also abhängig von den tatsächlichen Umsätzen. Das sind einfach zwei unterschiedliche Paar Schuhe.Allerdings glaube ich, auf deren Webseite mal gelesen zu haben, dass sie einem gar keine Kunden vermitteln, sondern zeigen, wie man selbst neue Kunden gewinnt und das Ganze wirtschaftlich rentabel aufzieht.
x-Riff
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Die Aufträge kommen dann von Bekannten oder durch Mundpropaganda.
