Plexi-Sound in a box ???

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Hallo Zusammen,

ich habe mal eine Frage, wenn man ein Overdrive - Pedal (z. B. den Bluesbraker) an einen beliebigen Amp anschließt, so erhalte ich doch immer einen anderen Sound, oder?
Die Pedale werben ja mit Schlagworten wie Plexi-Sound in a box etc. etc.

Aber an einem Fender, Vox, Mesa, Engl, Marshall - Verstärker bekomme ich doch mit Sicherheit immer ein anderes Ergebnis.

Was ist also der Preferenz - Amp der für solche o. g. Aussagen genommen wird? Oder wie sind diese Aussagen zu verstehen?
Oder bringe ich hier irgendetwas durcheinander?

Bitte mal um Aufklärung.

Danke & Grüße
Papa
 
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peter55
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Wenn man den "puren" Pedal-Sound nutzen/geniessen will, dann sollte das Pedal vor einen cleanen Verstärker hängen.

Natürlich unterscheiden sich auch Cleansounds von Fender, Marshall und Co, aber die "Charakteristiken" der Amps werden erst so richtig deutlich, wenn man sie verzerrt betreibt.

Bei solchen "Amp"-Pedalen soll der Git-Amp das Signal nur "laut" machen aber nicht mehr so intensiv "färben".
 
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Ich denke, Du bist da schon auf dem richtigen Pfad. Ein Overdrive/Distortion-Pedal klingt an einem Fender Twin mit Jensen-Speakern anders als an einem AC30 mit Blue Bulldogs.
aus diesem Grunde würde ich solche Aussagen wie "Plexi in a box" auch immer mit seeeehr viel Vorsicht genießen.
Geschmäcker sind zwar verschieden, ich kann für mich aber sagen, dass der Quatsch nicht funktioniert.
Ich hab bis jetzt noch kein Pedal gehört, dass ich ernsthaft als Alternative zu einem echtem Plexi in Betracht ziehen würde.
 
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peter55
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Für mich funktioniert der "Quatsch" recht gut ... ;)
Ich hab ein Weehbo PlexFace sowie ein Wampler Thirty Something ... ok, keine "Billigteile".

Ein Amp-Simul-Pedal ist ja auch eigentl. kein Overdrive oder ein Distortion ... diese setzt man eher vor einem zerrenden/färbenden Amp ein, d.h.
sie sollen den Eigenklang des Amps unterstützen/ergänzen.

Die "Amp-Pedale" sollen die gewünschte Klangcharakteristik alleine generieren.
 
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Erst mal danke für die raschen Antworten....
Das nur ein Original klingt wie ein Original versteht sich ja von selbst.
Aber wenn ich @peter55 richtig verstehe sind Verstärker die bekannt für Ihre Cleansounds sind dafür besser geeignet.
Also eher Fender und Vox also andere Vertreter.

Dann werde ich mal testen... :)

DANKESCHÖN!
 
Floemiflow
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Einen Amp wie einen anderen klingen zu lassen, kann schon zur Odyssee werden. Zum Einen ist eine Beschreibung wie Marshall, Plexi etc. schon mal recht vage und reduziert diese am Ende doch recht flexiblen Amps auf ein bestimmtes Soundbild, zum Anderen klingen entsprechende Pedale vor einem Fender-, Vox-, etc.-Amp eben auch immer anders. Es ist außerdem bei manchen Pedalen nicht klar, welcher Weg zu mehr Erfolg, bzw. zum natürlichsten Sound führt: Preamp Gain gut auf und Zerre am Pedal zurück oder umgekehrt. Viel Zeit verbringt man damit festzustellen, für welchen Zweck genau ein Pedal abseits des Marketing-Blablas gebaut wurde.

Es gibt allerdings eine Menge toller Pedale dort draußen, und viele werden ihr ideales Amp-In-A-Box-Pedal für ihre Bedürfnisse und ihr Setup gefunden haben. Aber oft ist es eben so: Marshall bleibt Marshall, Vox bleibt Vox und Fender bleibt Fender.

Ich habe jahrelang versucht, einen AC30 wie einen JCM800 klingen zu lassen: mit (Treble-)Boostern, Overdrives, Distortion und AmpSims. Auf dem Weg habe ich viel über Equipment und über die Möglichkeiten verschiedener Kombinationen gelernt und natürlich auch mein Sparbuch erleichtert. Alles Versuche, die ich nicht missen möchte.

Schließlich habe ich die Lösung gefunden und den Vox durch einen Marshall JVM410 ersetzt. Zwar ist jetzt der schöne Voxsound futsch, aber das, was ich am Ende am meisten brauche, bringt mir eben der JVM.
 
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Ich habe in der Band einen Wampler Plexi Drive Deluxe benutzt und diesen in einen Fender Bassbreaker gespielt, das hat sehr gut geklungen, "Plexiartig" allerdings muss man natürlich immer etwas am EQ nachregeln.

Den echten Plexi-Sound gibt es eh nur wenn Du ein 100 Watt Topteil voll aufreißt und das können wohl die wenigsten. Ein plexiartiger Amp oder ein Plexi mit Attenuator klingt auch nicht genau wie ein Plexi.


 
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Ich denke, Du bist da schon auf dem richtigen Pfad. Ein Overdrive/Distortion-Pedal klingt an einem Fender Twin mit Jensen-Speakern anders als an einem AC30 mit Blue Bulldogs.
aus diesem Grunde würde ich solche Aussagen wie "Plexi in a box" auch immer mit seeeehr viel Vorsicht genießen.

Prinzipiell würde ich die Box außen vor lassen. Sie spielt zwar eine große Rolle beim Sound, aber auch ein - in diesem Fall Plexi - würde an verschiedenen Boxen anders klingen.

Ich habe zum Beispiel das Carl Martin Plexitone und damit bringt man die etwas schärfere, höhenreichere Verzerrung des Vorbildes auch ganz ok rüber auf zB einen Fender.

Anders herum gilt das zB auch für die Fender Zerre des Les Lius vor einem cleanen Marshall.

Natürlich gibt es immer noch Unterschiede, aber es geht ja um eine möglichst gute Annäherung, und da merkt man schon deutlich, wohin die Reise gehen soll.

Das Plexitone unterscheidet sich schon sehr deutlich von meinen ganzen anderen Overdrives. Zu anderen Plexi Pedalen kann ich leider nichts sagen, aber da gibt es sicher welche, die das auch ganz gut können.
 
Medronio
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Ich klinke mich mal kurz ein da ich an dem Thema auch gerade etwas "arbeite".
Habe einen PRS Tremonti Amp der einen schönen Clean Kanal (dem Fender Bassman ähnlich laut Musik Produktiv Mitarbeiter) und einen mörder Highgain Zerrkanal hat.
Nun mag ich wie so ziemlich jeder die Plexisounds und stehe voll auf AC/DC usw.

Also habe ich nun ein Fulltone OCD, Ramble FX Marvel Drive und ein Bogner Lagrange zum testen hier.
Alle werden natürlich durch den CleanKanal des Amps gespielt, denn nur dort kommt die Zerre rein aus dem Pedal und die ampeigene Zerrnote des Drivekanal wird ausgeklammert.

Jedes der Pedale klingt in Richtung Plexi. Und jedes hat seine eigene Note.
Das OCD wird sehr fett im Bassbereich wenn man Volumen oder Drive aufdreht und ist am weitesten vom Plexi entfernt finde ich. Dennoch gilt es für viele als "Marshall in a Box".
Das Marvel Drive klingt sehr "offen" und direkt. Man kann sehr schön verschiedene Klangfarben mit den 2 Volumenreglern für Treble- und Normalkanal eines Plexi einstellen. Plus den Presence Regler ergibt dann wirklich viele Möglichkeiten von leicht und zurückhaltend bis hin zu "in your face" Wumms.
Das Bogner Lagrange klang auf den ersten Blick am "schlechtesten". Eher eingeengt und zurückhaltend, es fehlten die Präsenzen oder irgendwas anderes, keine Ahnung.
Es hat viele Kippschalter und Regler mit dem man den Sound formen kann, aber trotz aller Möglichkeiten der Soundformung bleibt es immer "in seinem Metier", sprich es wird kein Marvel oder OCD oder gar echter Plexi daraus.

Und jetzt kommt das große ABER:
Das Bogner Lagrange spielt sich einfach genial finde ich. Wenn man den Variac Schalter benutzt hat das Pedal einen superschönen Sag und es spielt sich einfach göttlich und butterweich. Während ich mit dem Pedal rumdudel vergesse ich alles um mich herum und habe das Gefühl wirklich über einen voll aufgedrehten Marshall Plexi o.ä. zu spielen.
Und das ist letztenendes das Entscheidende bei all den Pedalen und Emulatoren finde ich.
Sind sie in der Lage mir das Gefühl zu geben wirklich den gewünschten Amp zu spielen und klingt es zumindest halbwegs danach. Und das tut das Lagrange auf ganzer Linie.
Ihr seht ich bin begeistert und habe neue Erfahrungen bzgl. des o.g. Themas gemacht.
Ja, das Pedal sollte in meinen Augen im Cleankanal gespielt werden wenn es ein "Amp-in-a-Box"-Pedal ist. Der Klang wird dann hoffentlich zumindest halbwegs in Richtung des gewünschten Amps gehen.
Aber noch viel wichtiger ist mir, ob das Pedal in der Lage ist mir das Gefühl zu geben wirklich einen anderen Amp zu spielen!
Nichts klingt wie ein Plexi außer ein Plexi., vieles geht vom Klang in die Richtung. Das was mich dann wegträumen lässt und vor allem inspiriert zu spielen ist das Entscheidende.


Viel Geschreibe und wahrscheinlich sogar am Thema vorbei, aber ich will meiner Begeisterung nur Ausdruck verleihen und hoffe hier ein paar Denkanstöße gegeben zu haben.
Lg aus Essen
 
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ksx54
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Tja, das gute alte Plexi- Thema:juhuu:.
Ich denke mal, dass Einige von denen die hier über den Plexi- Sound schreiben, den in seiner ursprünglichen Art und Weise gar nicht mehr erlebt, gehört und vor allem gefühlt haben, wobei es " den Plexi- Sound " vllt. gar nicht gibt, denn auch damals klang da fast jeder anders. Mit den heutigen, oder den " Überlebenden " hat das oftmals nichts mehr zu tun, da sehr oft nicht mehr original. Bekannter Koll. hat einen alten noch, klingt einfach nur " kaputt ", für normale Zwecke nicht zu gebrauchen.
Na gut, ich bin damals mit den Teilen " aufgewachsen ", hatte einen sehr guten 50 Watt Nachbau und einen London City. Die Dinger waren einfach Spitze, aber eben auch brachial laut und gerade diese Lautstärke ist, für mich jedenfalls, ein großer Teil des Plexi- Sounds. Man sollte sich auch nicht von den Helden damals irreführen lassen, die hatten ihre Tricks und haben uns manchmal ganz schön verarscht. Blackmore z.B. hat beim Machine Head Album mit nem Vox gespielt, also vorne die Plexi- Wand und weiter hinten in ner Marshall Box den Vox. Und mal ehrlich, klingt Smoke on... und Highway Star etwa nicht nach Plexi? Mal abgesehen von den kleinen Helferlein wie Treble Booster und Tonband. Also alles relativ.
Genau so ist es mit den Pedalen heute. Es gibt da haufenweise " Marshall in a Box " ( allerdings zählt da der OCD nicht dazu ). Ich habe da wirklich einige, vllt auch einige mehr, durch. Manche selbstgebaut, aber auch einige Originale. Irgendwie haben die fast alle was, aber so richtig, hmm. Na jedenfalls bin ich beim Catalinbread Dirty Little Secret hängen geblieben. Der bringt, für mich, im Super Bass Modus, einen Hammer Sound, mit dem von mir so geliebten Tiefmitten.
Als Fazit denke ich mal , macht sich jeder seinen eigen Plexi Sound zurecht, mehr oder weniger.
 
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Der Sound allein macht auch keinen Plexi aus: da sind auch noch Dynamik und Verzerrungsgrad, die sich durch Anschlag und Volume-Poti der Gitarre steuern lassen. Das macht für mich z.B. ein Boss BD Klon (Digitech Screaming Blues) vor einem Fender-Amp ohne den Anspruch ein "amp in a box"-Pedal zu sein.
 
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Man muss sich vielleicht gedanklich etwas anders dem Thema nähern.
Dazu kann man sich die Historie von "Zerr-Pedalen" vor Augen führen.
Das begann alles mit "Boostern", die die früher vorherrschenden Non-Master Amps übersteuern sollten. Dabei wurde "entdeckt", dass Booster, die selbst übersteuern sehr cool sind. Zack war man beim Fuzz... Dann wurde immer weiter an dem Konzept "Pedal-würzt-den-Amp-Ton" gefeilt und hat uns Pedale wie den Tubescreamer beschert.
Parallel wurden nun auch die Amps weiterentwickelt und oft ist es gar nicht mehr nötig, noch ein Pedal zu nutzen um einen ordentlichen Sound hinzubekommen. Gleichzeitig kamen Gitarristen auch auf die Idee, gar nicht erst die Verzerrung beim Amp zu erzeugen, sondern das durch Zerrpedale zu erledigen, da die Zerrpedale das auch mittlerweile in guter Sound-Qualität leisten könnten.
Dazu wurde zwischenzeitlich das Modeling erfunden und es wurde dort die klassischen Ampmodelle als Vorbilder nachempfunden.

Um nun wieder den Markt an Zerrpedalen, der schlicht explodiert ist, irgendwie zu "ordnen", suchte man nach geeigneten Kriterien.
Da hat sich wohl eine Klasse der Typ "Marshall in a Box" herauskristallisiert. Wo Pedale hinein sortiert werden die eben mehr oder weniger geeignet sind mit Hilfe eines mehr oder weniger Cleanen Amp marshall- oder plexiartige Sounds zu produzieren.

Zumindest mir war klar, dass das idR auf Basis einer analogen und transistorbasierten Bauweise, immer nur eine "Annäherung" an den Sound sein kann. Selbst beim Modeling etwas älterer Generation musste man oftmals nach Ähnlichkeiten suchen.

Nichtsdestotrotz, wie @Medronio schön ausgeführt hat, gibt es eine Reihe ziemlich cooler Pedale, die sich eignen als x-ter Kanal Plexi-ähnliche Töne aus einem VOX, Fender HRD oder Engl zu holen.
Klar ist da die Frage, ob da ein dann La Grange, ein Plexidrive von Whampler, Wheeboo oder Carl Martin..., da die richtige Wahl ist, auch vom Amp/Cab-System abhängig. Immerhin haben viele dieser Pedal recht umfangreiche Möglichkeiten, um den Sound an die gegebene Umgebung anzupassen.

Btw. ich persönlich bin da ein großer Fan von Weehbo. Ich habe den JTM Drive und den Plexidrive von denen und die klingen recht unabhängig vom Amp immer sehr brauchbar und "bestimmungsgemäß".
 
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Was ist denn DER Plexi Sound???
AC DC? und dann.. welcher? Der von Malcolm? Oder der von Angus?
Und da werden Plexi Amps die unterschiedlich sind schon in einen Topf geworfen..
JTM45... JTM100... 1959SLP... JMP100 irgendwie alles was nach altem Marshall aussieht ist halt pauschal DER Plexi..

Das Malcolm und Angus unterschiedlich klingen.. und wiederum anders als Hendrix, Page oder sonst wer... ?

Ich muss immer bei J.Segeborn schmunzeln.. alles klingt bei ihm anscheinend nach Plexi..
 
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Ich denke in den Köpfen der meisten Gitarristen, umfasst "Plexisound" eben eine gewisse Breite an Sounds, die die hier schon genannten Marshall Modelle zu liefern in der Lage sind.
Genau damit haben dann auch die PiB-Pedale zu kämpfen und längst nicht jedes Pedal kann da in jedem Bereich trumpfen.
 
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Abseits der Diskussion was Plexi Tone ist oder nicht eine Frage:
Pete Thorn hat ja den Nachfolger des CM PlexTone vorgestellt namens Panama (siehe Video unten). hat jemand das Teil eigentlich schon mal in freier Wildbahn gesichtet, bisher sind nämlich all Nachforschungen meinerseits im Sande verlaufen...


 
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Ich muss immer bei J.Segeborn schmunzeln.. alles klingt bei ihm anscheinend nach Plexi..

Nun, wenn es durch einen Plexi-Ära Amp gespielt wurde, dann klingt es eben nach Plexi.
J. Segeborn, unser Mann im Marsh-All, kennt eben sehr viele Exemplare/Modelle und weiß halt einfach, daß ziemlich unterschiedliche Sounds herauskommen können.
Ob bei Exemplar X, mit Gitarre Y, Effekt Z, genau der Sound herauskommt, den man persönlich mit einem, oder gar DEN (welcher?) Plexisound verbindet, steht auf einem anderen Blatt.

Grüße,
BB
 
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@bluesfreak , da "Brown-Sound" nicht so meine primäre Baustelle bzw. ich mit dem Runt20 von Friedman das auch in den Ampvorstufe hätte, habe ich mich nicht viel entsprechenden Pedalen beschäftigt und kann zur Verfügbarkeit nichts sagen.

Nichtsdestotrotz ist es sicherlich erwähnenswert, dass eben die Reproduktion des Van Halen Sound vom VH1 Album (Brown Sound) noch mal eine ganz eigene Kategorie von "Charakter-Pedalen" darstellt, die letztlich zwar auch unter "Plexi" fällt, da Eddi dort auch nominell einen Plexi nutzte, doch durch die Verwendung eines Variac für die Spannungsbeeinflussung, wohl noch weiter Mods und zusätzlicher Effekte (Exiter...), ist das schon weit vom "klassischen" Plexi Sound entfernt...
 
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Ich würde mal zusammenfassen: Plexi ist kein Sound, sondern vielmehr als Charakteristik zu verstehen. Als "Plexi-Sound" verstehe ich diesen bröckeligen, kantigen und wuchtigen Crunch, den man am echten Amp nur bei Full Volume erzielen kann. Selbst ein geboosteter Plexi klingt nicht wie ein Plexi, nach dem eben beschrieben Charakter.

Was können also diese Amp in a Box-Pedale: Sie erzeugen diese Charakteristik auch bei humanen Lautstärken. Ob sie an dem einen oder anderen Amp gut funktionieren, liegt nicht am Pedal, sondern am Amp. Amps, die von Hause aus eine spezielle Charakteristik vermitteln (interessanterweise oft bei Boutique-Plexis der Fall), können mit Pedalen dieser Art nichts anfangen. Mein Two Rock kann mit eigengefärbten OD-Pedalen nicht umgehen. Mein Matchless HC30 hingegen frisst die alle, aber das ist eigentlich Perlen vor die Säue. Mit meinem Cornford MKII kann ich auch jede Art von Zerrer davor schalten, weil der Cleankanal das super wegsteckt. Im OD-Kanal sieht das wieder anders aus.

Fazit: an einem cleanen Basissound funktionieren diese Pedale sehr gut und machen aber den Sound des Amps komplett platt. An Amps, die eine direktere Verbindung zur Gitarre brauchen, weil sie eben selbst sehr dynamisch agieren, klappt das weniger.

Ich hab verschiedene Dumble-Pedale ausprobiert, die insgesamt sehr unterschiedlich klangen und letztlich nie an einen echten Ampsound rankamen. Bei den AC30-Pedalen gibt es da bessere Lösungen, weil der AC30 an sich auch nicht so komplex ist. Und bei Plexi-Pedalen ist die Auswahl riesig und da würde ich mal den alten Marshall Bluesbreaker oder den ZVEX Box of Rock in die Debatte einstreuen. Clean-Amp Simulatoren wie die Boss Bassman oder Deluxe Reverb Simuls würde ich mal gleich meiden. Sowas ist totaler Unfug. Dann lieber gleich nen Kemper.
 
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