Problem mit Audient ID22 Netzteil

von Zelo01, 25.05.20.

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  1. Zelo01

    Zelo01 Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 25.05.20   #1
    Hi:hat:

    Ich bin seit ca 2 Jahren ein stolzer Besitzer eines Audient ID22. Ich bin bisher sehr zufrieden damit.

    Allerdings, heute morgen ist etwas sehr merkwürdiges passiert, was mir sehr suspekt vor kommt. Ich habe Musik gehört, und hatte den Eindruck, dass die Musik langsam immer leiser und leiser wird. Anfangs dachte ich, ich bilde mir das ein, als ich dann die Lautstärke aber voll offen hatte, und kaum mehr was zu hören war, war der Fall klar: Da stimmt etwas nicht.
    Dann habe ich mal an allen Knöpfen rum gedrückt, und plötzlich ging die USB-Verbindung zum Rechner ganz verloren. Die Status-LED fing an zu blinken, und wurde langsam immer schwächer und schwächer. Bis sie dann schliesslich nur noch im dunklen Raum sichbar war. Zudem hat auch die ADAT Schnittstelle geblinkt, allerdings in voller Helligkeit. Ich hab noch nie eine ADAT Schnittstelle blinken sehen:D

    Da das Problem mich an leere Batterien erinnert hat, das ID22 jedoch keine Batterien hat, hab ich als Erstes mal das Netzgerät gecheckt. (Original Netzteil 12V 1,25A) BINGO:) Das hat sich in der Tat verabschiedet. Es bringt wohl 12V Spannung, den Strom und die Spannung unter Last konnte ich jedoch nicht messen, da mein Voltmeter nur bis 200mA geht. Wird nur Error angezeigt. Ich habe dann versuchsweise ein anderes 12V Netzteil probiert, und siehe da: das ID22 läuft wieder einwandfrei. Und noch was: Es ist jetzt lauter als je zuvor! Ich habe mich dann zurück erinnert, dass ich vor ca einem Jahr schonmal die Lautstärke an den Monitorlautsprechern erhöht hab, weil ich den gewünschten Pegel nicht mehr erreichen konnte. Was mir damals schon sehr merkwürdig vor kam. Da ich das aber ausgleichen konnte, hab ich mir nie wieder Gedanken darüber gemacht.

    Nun, das Problem ist zwar vorerst gelöst, aber es hat bei mir ein paar Fragen aufgeworfen:

    1.) Das 12V Netzteil was ich jetzt versuchsweise genommen habe, bringt 3A. Das originale Netzteil nur 1,25A. Das sollte eigentlich dem ID22 nichts ausmachen, oder kann da was durchbrennen? Ich meine mich zu erinnern, dass ein elektrischer Verbraucher nur so viel Strom zieht, wie er braucht? Oder sollte ich mir besser wieder ein Original-Netzteil besorgen?
    2.) Kennt sonst noch jemand das geschilderte Problem?
    3.) Ist mein original Netzteil unter Umständen schon seit längerer Zeit "halb-kapput"? Ich musste ja vor einiger Zeit schonmal die Lautstärke an den Monitoren nachkorrigieren, weil der Pegel plötzlich ein gutes Stück leiser war.
    4.) Warum ist der Pegel jetzt lauter als je zuvor? War das original-Netzteil vielleicht zu schwach?

    Weiss jemand Rat?
     
  2. adrachin

    adrachin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.05.20   #2
    Das kannst Du ohne Gefahr verwenden.

    Eher unwahrscheinlich. Aber auch nicht ausgeschlossen. Ich würde das mal aufmachen und reinsehen. Schaden kann auch nicht, den Stromfluss zum Andient zu messen. Allerdings nicht ganz einfach zu bewerkstelligen, ohne entsprechende Ausrüstung.

    Bist Du sicher, dass dem so ist?
     
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  3. Zelo01

    Zelo01 Threadersteller Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 25.05.20   #3
    Vielen Dank für die Antwort.
    Dass ich das neue Gerät ohne Gefahr verwenden kann beruhigt mich erstmal:)

    Naja, 100%ig sicher bin ich nicht. Ich habe keine Vergleichsmöglichkeit mehr, wie laut es ganz zu Beginn war. Es ist auch möglich, dass es jetzt wieder gleich laut ist, wie ganz zu beginn, bevor ich vor ca 1Jahr den Pegel an den Monitoren erhöht hab. Während dieser Zeit hat das Interface jedoch immer zuverlässig funktioniert. Nur seit längerer Zeit war es ganz bestimmt merklich leiser. Wie gesagt: Ich fand das erstmal merkwürdig, da ich das dann an den Monitoren ausgeglichen hab, hab ich mir nie wieder Gedanken darüber gemacht, jetzt aber festgestellt, dass es mit dem neuen Netzteil wieder massiv lauter geworden ist.

    Ich pegle die Monitore immer so ein, dass auch wenn ich am Interface voll aufdrehe, meine Nachbarn grad noch knapp nicht die Polizei rufen. Jetzt reicht plötzlich 1/3 aufzudrehen und die Polizei kommt garantiert vorbei. :D
     
  4. Signalschwarz

    Signalschwarz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.05.20   #4
    Könnte sich ein ElKo im Netzteil verabschiedet haben? Mal aufschrauben (oder sägen, wenn geklebt, kommt ja wahrscheinlich von jenseits der großen Mauer) und nachschauen.
     
  5. adrachin

    adrachin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.05.20   #5
    Man könnte auch noch den schnell Stromfluss Check machen. Das sollte nicht viel mehr als Handwarm werden. Wird es deutlich mehr warm oder sogar heiss, könnte das darauf hindeuten, dass im Audient selbst zu viel Strom fliesst.

    Reicht es nicht, zum Kaffee warm halten, ist alles im grünen Bereich..... (;
     
  6. Zelo01

    Zelo01 Threadersteller Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 25.05.20   #6
    Danke für die Antwort.
    Das Ding ist leider verschweisst. Morgen nehm ich es mit zur Arbeit, da hab ich ne grosse Fräsmaschine:evil:
    --- Beiträge zusammengefasst, 25.05.20, Datum Originalbeitrag: 25.05.20 ---
    speziell warm wird es nicht.
    Was auffällt: Wenn es NICHT unter Last ist, pfeifft es ganz schrecklich. Ich hab keine Ahnung ob das vorher schon so war, denn es stand eigentlich immer unter Last
     
  7. adrachin

    adrachin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.05.20   #7
    Vielleicht weiter weg? Sicher ist es aber nicht so laut, dass man es noch bei Lautstärke "kurz bevor die Polizei kommt" hört..... (;
     
  8. Zelo01

    Zelo01 Threadersteller Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 25.05.20   #8
    Nein, ganz so laut ist es auch wieder nicht, aber ganz grässlicher Hochfrequenzton, der jeden Hund und Katze vertreibt. So ähnlich wie so ein Ultraschall-Marderschreck-Ding am Auto:D
     
  9. adrachin

    adrachin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.05.20   #9
    Das haben vor allem die billigen Netzteile. Netzteile sind fast nur noch Schaltnetzteile:

    Technischer Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
    Konventionelle Netzteile enthalten einen Netztransformator zur galvanischen Trennung und Spannungstransformation. Die mit Transformatoren über den Weicheisenkern maximal übertragbare Leistung steigt bei konstanter Frequenz etwa proportional zur Masse. Wird der Trafo mit höherer Frequenz betrieben, kann das gleiche Eisenvolumen mehr Leistung übertragen. Der Anstieg der spezifischen Leistung ist wieder etwa proportional zur Masse. Entsprechend gilt: Die Masse (Eisen- oder Ferritkern und Kupferwicklungen) des Trafos kann bei höherer Frequenz für gleiche Leistung deutlich verringert werden, wodurch das Netzteil leichter wird.
    Die Transformatorkerne von Schaltnetzteilen werden zur Verringerung der Hysterese- und Wirbelstromverluste aus Ferrit (ferromagnetische Keramik) oder aus Eisenpulver gefertigt. Die Wicklungen werden bei höheren Frequenzen wegen des Skineffektes als flaches Kupferband oder mittels Hochfrequenzlitze (parallelgeschaltete gegeneinander isolierte dünne Drähte) ausgeführt. Ein zur Übertragung von 4000 Watt geeigneter Transformator wiegt beispielsweise:
    bei 50 Hz etwa 25 kg
    bei 125 kHz dagegen nur 0,47 kg.
    Die schnellen Strom- und Spannungsänderungen in Schaltnetzteilen führen zur Emission hochfrequenter Störspannungen, die Netzfilter, Abschirmungen und Ausgangsfilter erfordern, um die zulässigen Störfelder nicht zu überschreiten.


    Mehr.

    Aber bis, weswegen man sich Gedanken machen sollte. Ab und an hört man diese Störspannungen dann eben auch. Stört es zu sehr, muss eben ein anderes Netzteil her, das besser geschirmt ist.
     
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