Problem mit der Mittel Stellung 2H 2V 1T 3-Way Switch

von Hennomat, 17.01.16.

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  1. Hennomat

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    Erstellt: 17.01.16   #1
    Moin Moin

    Mein erster Thread hier. Ich habe bereits die Suchfunktion benutzt, konnte aber leider bisher keine Lösung für mich finden und würde mich freuen, wenn mir jemand weiterhelfen kann.



    Ich habe bei meiner E-Gitarre 2 neue Humbucker (SD SH 2 und SH4) eingebaut und die Potis gleich mit ausgetauscht. Also alles bis auf den 3 Weg Schalter getauscht und neu verlötet. Ich bin sicherlich noch Anfänger im Löten, daher erspare ich mir peinliche Bilder mit grausamen Lötstellen ;)


    Ich habe folgendes Schema verwendet: http://www.seymourduncan.com/wp-content/uploads/2015/05/2H_3G_2V_1T.jpg

    Neck Pu: funktioniert (Tone und Vol Regelung, wie sie sein soll)
    Bridge PU: funktioniert genau so

    Mittlere Position: Man hört nur den Neck Pu, drehe ich das Volume runter, hört man nichts mehr....


    Nun die Frage: 3 Way austauschen? Ist das die definitive Fehlerquelle oder gibt es noch andere Punkte die ich beachten muss?


    Danke schonmal und viele Grüße
     
  2. bagotrix

    bagotrix Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 17.01.16   #2
    Hallo und erstmal willkommen im Board!

    Nur keine Angst - für Deine Lötstellen musst Du Dich nicht schämen, wir haben alle mal angefangen. wenns aber daran liegen sollte, wäre es eben schon gut, mal einen Blick drauf werfen zu können.

    Hast Du tatsächlich einen Toggle-Switch der im Schema gezeigten Art verwendet? Die kann man beim Löten schon mal kaum beschädigen, die halten schon was aus. Eher sind die Federkontakte manchmal etwas verschmutzt oder verbogen, das kannst Du mal checken und reinigen bzw. zurechtbiegen. Dennoch wäre der beschriebene Fehler aufgrund der Schaltlogik eher merkwürdig. In Mittelstellung liegen beide Kontakte an, in den äußeren biegt der der Hebel jeweils einen der beiden Kontakte weg. Man schaltet in Stellung "Treble" also eigentlich nicht den StegPU an, sondern den HalsPU aus. Wenn also die Einzelstellungen funktionieren, müsste das in Mittelstellung theoretisch auch für beide gelten.

    Wenn also nicht irgendeine Ader ausschließlich in der Mittelposition einen Massekontakt herstellt (schön mit der Lupe absuchen), könnte ich mir am ehesten vorstellen, dass der Federkontakt des HalsPUs zu stark ist. Er drückt womöglich den Bridge-Kontakt schon in der Mittelstellung etwas von seinem Kontakt weg. In dem Fall muss man die Kontaktfedern der PUs etwas zurechtbiegen, bis die Vorspannung von beiden möglichst gleich ist.

    Von daher: Bilder, möglichst groß und detailreich!

    Gruß, bagotrix
     
  3. Hennomat

    Hennomat Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.01.16   #3
    Hi. Danke schonmal für die Rückmeldung

    Der Toggle Switch ist der gleiche. Ich kann allerdings auch nicht mehr bestätigen, ob und wie die mittlere Position vor dem PU Austausch funktioniert hat, da ich die Gitarre ewig nicht gespielt habe, und wenn dann nur über den Bridge PU.
    Der Kipphebel hat auf jeden fall auch etwas Spiel auf der mittleren Position. Das mit dem reinigen und zurechtbiegen versuch ich mal.

    Meinst du mit Kotaktfedern der PUs die Dinger an dem Toggle Switch?
     
  4. bagotrix

    bagotrix Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 17.01.16   #4
    Richtig, hab mich da etwas ungenau ausgedrückt. Jeder PU ist am Toggle über die Anschlüsse an eine Blattfeder angeschlossen, die im Ruhezustand am Mittelabgriff anliegt. Der Knubbel innen drückt die Feder dann weg.

    Wenn nichts anderes hilft, muss eben ein neuer Toggle her.

    Gruß, bagotrix
     
  5. TheShadow

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    Erstellt: 17.01.16   #5
    Das Problem, dass es in der Mitte leise wird, wenn man einen PU runter dreht haben doch alle LP mit dieser Schaltung.

    Dagegen hilft meiner Meinung nach nur das reverse Wiring:
    Gibson Wiring - Independant Volumes.jpg
    Also im Endeffekt an den Volume Potis den PU Draht und den Toggle Draht tauschen.
     
  6. bagotrix

    bagotrix Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 17.01.16   #6
    Nee, das ist hier nicht das Problem. Der TE hört in Mittelposition von vorne herein nur einen der beiden PUs, nämlich den am Hals. Und dreht er den zurück, wird auch nicht erst der StegPU hörbar, sondern es wird sofort insgesamt leiser.

    Der von Dir beschriebene Effekt ist bei Les Pauls in Serienschaltung zwar normal, tritt aber auch da nicht gleich am Anfang des Regelwegs auf.

    etwas OT: Reverse wiring ist zwar ein Mittel dagegen, hat in meiner Wahrnehmung aber generell ziemlich Höhen gefressen. Ich komme am Besten mit den 50s wiring zurecht, gebe aber gerne zu, dass die Mischsounds dabei nur auf einem zeimlich kurzen Weg gedrängt sind. Vielleicht fährt man mit linearen Potis besser, wenn man die viel benutzt.

    Gruß, bagotrix
     
  7. Hennomat

    Hennomat Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.01.16   #7
    Heißt das mit, logarrithmischen Potis kann man 2 Humbucker nicht gut zusammenmixen? Das war mein bestreben (wenn ich dann erstmal das Problem mit dem Toggle behoben habe :D )
     
  8. bagotrix

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    Erstellt: 17.01.16   #8
    Nein, so generell kann man das sicher nicht sagen. Das hängt von etlichen Faktoren ab, etwa

    - von der individuellen Kennlinie der Potis (logarithmisch heißt nicht immer das gleiche)
    - von den PUs und deren Widerstand
    - von Amp, Vorschaltgeräten und Soundeinstellungen, und nicht zuletzt
    - vom persönlichen Geschmack bzw. den Gewohnheiten.

    Mancher kommt mit einem kürzeren Regelweg besser zurecht, ein anderer hat es gerne weiter gespreizt. Mir ist zuletzt aufgefallen, dass von mir ausgesuchte Potis am oberen Ende der Toleranzen (500 KOhm Nennwert, aber 520 gemessen), eine "spitzere" Charakteristik hatten als die (nach meiner Erfahrung häufiger zu findenden) mit ca. 480 KOhm. Das hatte schon ein wenig "Kippschalter-Effekt" und war mir zu extrem.

    Als Faustregel würde ich mal vermuten, dass Leute, die viel Clean und angezerrt spielen, mit einer weicheren Logarithmik bis hin zu linearen Potis besser zurecht kommen könnten, während die meisten rockorientierten Spieler gut mit den herkömmlichen Potis arbeiten können. Bei ordentlich Drive kann man meist nicht viel mehr auseinanderhalten als BridgePU solo, NeckPU solo, dann noch die Mittelstellung und vielleicht noch "ein PU voll und der andere ein bisschen zugemischt". Nuancen von 30 oder 60 % sind da nicht wirklich zu unterscheiden.

    Nach der Wahl Deiner PUs (und Deines Avatars...:D) wirst Du wohl eher nicht zur Easy-Listening-Fraktion gehören, und gerade bei einem JB mit über 16 KOhm sollten log-Potis eigentlich gut funktionieren. Ich denke, hier hängts echt nur am Toggle.

    Gruß, bagotrix
     
  9. Hennomat

    Hennomat Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.01.16   #9
    Ja, bei mir geht es in Richtung Stoner, Doom, rundum Fuzz. Hab mich aber auch bewusst gegen die ganz extremen Metal PUs entschieden da ich mir doch etwas Vielseitigkeit offen halten möchte. Ich Fühl mich auch im Blues, Jazz, Funk, Brit Sounds zuhause.
    Daher hat mich auch der Jazz PU sehr gereizt. Welcher im übrigen mit einer ordentlichen Zerre extrem geil klingt :D ...

    Aber gut, ich probier mal am Switch rum, tausch den zur Not und geb dann nochmal Bescheid.

    Danke bis dahin erstmal!
     
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