Probleme mit Floyd rose?

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erratig
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Hey,

ich habe ein paar probleme mit meinem tremolo system (licensed floyd rose):

a.) immer wenn ich die hohe e saite einspanne springt die saite aus der verankerung beim floyd rose. das passiet immer kurz bevor die saite die gewünschte tonhöhe erreicht (Eb). dabei erreicht die saite eine ziemlich hohe spannung, es passiert jedoch immer nur bei dieser seite. Unterschiedliche saitenhalter (metallblöcke) habe ich bereits versucht. Wie könnte ich dieses problem beseitigen?

b.) ich würde gerne die gesamte saitenspannung verringern ohne die tonhöhe (ein halbton unter der grundstimmung) der saiten zu verändern und ohne dass die saiten zu scheppern und rasseln beginnen. ist dies auch möglich ohne dass ich einen weniger dicken saitensatz verwende? und wenn ja, wie? mein saitensatz: 0.11 - 0.49, und beim schaft des floyd rose habe ich vier federn drin...

c.) wie kann ich von einzelnen saiten die saitenlage verringern bzw. erhöhen? weil die tiefe e saite hat eine viel zu niedere saitenlage im vergleich zu den anderen saiten...

grüße u. danke schon mal für die antworten!
 
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Kattla
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Hallo, zuerst habe ich hier mal einen Link, vielleicht hilft der ja weiter: https://www.musiker-board.de/modifi...-stell-ich-mein-floyd-rose-am-besten-ein.html

Zu a: Da fällt mir nur ein, die Schraube eben richtig festzuziehen, sonst ist vielleicht der Tremoloblock, auf dem die Saite aufliegt, ausgeleiert bzw. die Saite hat sich ins Metall eingeschliffen. Die kleinen Metallbolzen hast du ja anscheinend schon ausgewechselt.

Zu b: Keine Ahnung. Ich glaube nicht, dass man die Saitenspannung verändern kann, ohne die Tonhöhe zu beeinflussen. Die hängt ja von der Saitenspannung ab.

Zu c: Soweit ich weiß, kann man beim Floyd Rose die Saitenlage der einzelnen Saiten nicht ändern. Entweder alles rauf, oder alles runter. Das geht mit den Bolzen, an denen die Klingen anliegen. :gruebel:
 
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a.) den block hast schon getauscht sagst Du, wie schaut der reiter ansich aus ? hat sich da evtl. eine rille gebildet, in der die saite drinne liegt und somit von dem block gar nicht mehr fixiert werden kann ? bei dem teils erbärmlich weichem material, das für licenced dinger manchmal verwendet wird nicht ausgeschlossen.

dann kann es sein, daß der block ein klein wenig schief im loch steckt. beim zuschrauben hebelt es die saite erst mal wieder ein stück raus, bevor es greift. das stückchen, was dann noch drinne steckt reicht nicht aus, um dem saitenzug standzuhalten. zur lösung versuchen den block mit einem spitzen gegenstand zurechtzuschieben. beim zuschrauben die saite senkrecht von oben halten/ins loch drücken. sollte funktionieren. vieleicht mal kleinere blöckchen besorgen, die völlig frei im loch beweglich sind (manche keilen sich da regelrecht fest -> nicht gut).

b.) dünnere saiten haben bei gleicher stimmung weniger zug als dicke (zum vergleich: dicke e auf hohe e stimmen und umgekehrt. achtung: kann fatzen... ;). oder sich mal ne bassgitarre angucken). wirst hinterher aber das komplette system neu einstellen müßen. saiten- und federzug müßen sich die waage halten. grundplatte des floyds parallel zum korpus usw. (siehe link von Kattla). dünnere saiten werden bei gleicher saitenlage eher scheppern als dicke. durch den geringeren zug schwingen sie bei gleicher anschlagstärke auch mehr aus. was man dann durch eine etwas höhere saitenlage kompensieren kann. vom spielgefühl her muß sich nicht mal "dramatisch" was ändern, da die saite im gegensatz auch nicht so schwer zu greifen ist. kann auch sein, daß es so klappt ->ausprobieren. halskrümmung muß evtl. auch angepasst werden. läßt sich aber erst sagen, wenn die dünneren mal drauf sind.

c.) nur durch unterlegen oder abschleifen der vorhandenen reiter oder durch austausch mit einem in gewünschter höhe. da die grundplatte eines floyds eben ist, das griffbrett der gitarre in der regel aber nicht, haben die einzelnen reiter so oder so eine unterschiedliche höhe, um eben dem griffbrettradius zu folgen. einfach mal bei Rockinger oder so z.b. gucken, welche höhen es da gibt (bei meinem original floyd z.b. sind es drei unterschiedliche höhen. gekennzeichnet durch nummern auf der unterseite der reiter). bei meiner floyd gitarre war es ähnlich. dicke e zu niedrig, dünne zu hoch. die beiden reiter untereinander getauscht und gut ist. kerben spielen dabei keine rolle. die reiter bei einem floyd sehen, was das betrifft alle gleich aus (anders z.b. bei einer tom brücke).

gruß
 
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danke für eure antworten erstmals. bezüglich des problems mit der hohen e saite: es war jedoch immer ein stärkerer zug auf dieser saite als auf den anderen, so dass bends über größere tonstufen eher nicht möglich waren. im reiter sind auch keine rillen, sodass die saite möglicherweise nicht fixiert werden kann. auch liegt der metallklotz nicht schied hab echt keine ahnung an was das liegen könnte...

hab auch versucht eine der vier federn rauszunehmen um die generelle saitenspannung zu reduzieren, hab es jedoch nicht geschafft, die stimmung auf Eb zu halten, und das das floyd rose trotzdem gleichzeitig parallel zum korpus steht. auch nachdem ich die spannung der federn im schaft versucht habe zu lockern bzw. zu spannen (mit den schrauben) und ein wenig mit der höhe der saiten gespielt habe (mit den bolzen). aber wahrsch. muss ich wohl doch eine geringere saitenstärke nehmen. allerdings wundere ich mich, man müsste doch mit einem 0.11-0.49 satz die saiten auf Eb Ab Gb.... stimmen können ohne dass es eine so hohe spannung erreicht, dass stärkere bends auf der e saite nicht mehr möglich sind, oder?
 
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danke für eure antworten erstmals. bezüglich des problems mit der hohen e saite: es war jedoch immer ein stärkerer zug auf dieser saite als auf den anderen, so dass bends über größere tonstufen eher nicht möglich waren.

vielleicht erscheint Dir der satz nur etwas unausgewogen, was das betrifft. ein "normaler" 11er satz geht meines wissens bis 052. das scheint mir bei Dir eher so ein mischsatz, bei dem die basseiten etwas dünner sind. wenn man genug kraft in den fingern hat, kann man auch mit 12ern oder noch dicker einwandfrei benden (frag mal einen jazzgitarristen...). ne 11er saite auf Eb gestimmt zu ziehen ist nicht ohne. mir zu heftig z.b.. spiele selbst 10-46er saiten bei Eb standard stimmung. das langt mir...

im reiter sind auch keine rillen, sodass die saite möglicherweise nicht fixiert werden kann. auch liegt der metallklotz nicht schied hab echt keine ahnung an was das liegen könnte...

bei mir sind es etwa 2-3mm der saite, die abgeklemmt werden. ich denke immer noch, daß die bei Dir nicht richtig drinn steckt. wenn sie fatzt, guck mal, wieviel von der länge her abgeknickt ist. 1mm wird nicht reichen...

hab auch versucht eine der vier federn rauszunehmen um die generelle saitenspannung zu reduzieren, hab es jedoch nicht geschafft, die stimmung auf Eb zu halten, und das das floyd rose trotzdem gleichzeitig parallel zum korpus steht. auch nachdem ich die spannung der federn im schaft versucht habe zu lockern bzw. zu spannen (mit den schrauben) und ein wenig mit der höhe der saiten gespielt habe (mit den bolzen). aber wahrsch. muss ich wohl doch eine geringere saitenstärke nehmen. allerdings wundere ich mich, man müsste doch mit einem 0.11-0.49 satz die saiten auf Eb Ab Gb.... stimmen können ohne dass es eine so hohe spannung erreicht, dass stärkere bends auf der e saite nicht mehr möglich sind, oder?

denkfehler. eine bestimmte saitenstärke braucht einen bestimmten zug für eine bestimmte tonhöhe. ganz bestimmt sogar. dazu passt genau eine stellung der federn, damit die grundplatte des systems parallel zum korpus steht. ist wie bei einer waage. wird eine komponente geändert (saitenstärke, federanzahl, federspannung) ist das system nicht mehr im gleichgewicht. das erklährt auch, warum Du die grundplatte nach herausnehmen einer feder nicht mehr parallel bekommst. das gleichgewicht zwischen saiten- und federzug für einen satz saiten der stärke 11-049 bei Eb standard stimmung ist nicht mehr gegeben. wenn Du eine feder raus nimmst und dann "normal" auf Eb stimmst wird sich die grundplatte weg vom korpus bewegen. die saiten ziehen nun stärker als die drei restlichen federn -> federn weiter rein drehen -> mehr federzug. bis es wieder in der waage ist. die drei federn müßen halt mehr gespannt werden. sie müßen ja eine ersetzen, die vorher mitgezogen hat. wegen den bends siehe oben...

gruß
 
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hey, danke für eure antworten. hab jetzt einen 0.10-0.46er satz verwendet und es ist nun auf der stimmung eb, ab...deutlich besser geworden. die hohe e saite springt auch nicht mehr aus der verankerung. allerdings ist auf der hohen e saite dennoch ein etwas stärkerer zug vorhanden als auf den restlichen saiten, sodass das benden auf dieser saite ein wesentlich stärkeres ziehen erfordert als auf den anderen saiten... an was könnte das liegen?
 
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das liegt einfach, wie oben schon angedeutet, an der physik, die dahintersteht. eine saite braucht nunmal einen gewissen zug für eine bestimmte tonhöhe. es ziehen auch nicht alle saiten gleich. das ist das, was Dich verwirrt, liegt aber in der natur der sache.

wenn Dir die dünne e zu schwer zum ziehen ist hast Du genau zwei möglichkeiten:

1.) Du findest Dich damit ab. es wird nicht allzu lange dauern, bis Du Dich daran gewöhnt hast , und dann denkst Du darüber gar nicht mehr nach.

2.) Du stellst Dir einen individuel auf Dich abgestimmten satz zusammen. z.b. einen "normalen" 10er mit einer 009er e saite. was das betrifft ist ja nichts verboten oder so. gibt es durchaus, sich die saiten einzeln zusammenzustellen.

die saiten von Ernie Ball fühlen sich nach meinem empfinden "weicher" an als vergleichbares anderer hersteller. vielleicht mal einen versuch wert...

gruß
 

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